Beiträge von frank17

    Paragnum

    Ich kann Deine Einstellung akzeptieren. Ich muss mich ihr aber nicht anschließen.

    Die große Leidenschaft, mit der Du vorgehst, kann m.E. insbesondere von Außenstehenden missverstanden werden. Wenn Du selbst den Eindruck hast, dass Dich hier fast niemand versteht, dann besteht vielleicht die Gefahr, dass Dir das auch bei weiteren, bislang noch nicht beteiligten Lesern so geht. Das kann doch nicht in Deinem Sinne sein? Evtl. überdeckt die Leidenschaft Deine Sachbotschaft.

    Ich bedaure darüber hinaus die Umgangsformen, der hier mittlerweile eingekehrt sind. Aus meiner Sicht hat Howard1274 niemand angegriffen, sondern nur an Hand eines konkreten Falls angeregt, dass sich jeder dazu selbst Gedanken machen möchte.

    Frag Dich bitte mal, ob Du von Deiner Meinung abweichende Meinungen nicht auch akzeptieren kannst.

    Herzlichen Glühstrumpf, alter Mann. Sei stolz, aber gehe nicht aufs Altenteil. Dein Neues Ziel heißt jetzt 396.

    Wenn ich uralter Sack es schaffe, den Abstand zwischen unseren Rekorden um ein Drittel zu verringern, dann feiere ich auch!

    Erfahrung habe ich keine damit, ich teile aber Deine Einschätzung zur Verbesserung der Schussleistung.

    Das Teil dient in der Theorie dazu, das kurzzeitige Verbiegen des durch die Ladeöffnung geschwächten Systemgehäuses im Moment der Schussabgabe zu verringern oder zu verhindern. So was ähnliches wie eine Domstrebe im Auto, über deren Wirkung man ja auch herrlich philosophieren kann.

    Bei einer 45/120 könnte ich mir den Biegeeffekt vorstellen, aber bei denen sägt man ja aus gutem Grund nicht solch großen Löcher einseitig ins Systemgehäuse. Und wenn doch, wäre ein nur festgeklemmtes Stückchen Aluminium vielleicht nicht die beste Form der Abhilfe. Bei cal .22 dürfte das Verbiegen nicht so eine Rolle spielen. Oder hat jemand gegenteilige Erfahrungen?

    Als Visierlinienerhöhung ist das Teil sicher zu gebrauchen, nur nicht eben preiswert.

    Es ist immer gefährlich, in eine von Emotionen geprägte Diskussion einzusteigen. Ich mache es trotzdem, weil ich sonst heute nicht zum Arbeiten komme. Einiges muss einfach raus aus mir.


    Der Gesetzgeber hat sich etwas dabei gedacht, als er die Verletzung und die Tötung von Menschen verboten und unter Strafe gestellt hat. Für einen recht schmalen Korridor lässt er Ausnahmen zu, für die im Einzelfall Rechtfertigungsgründe vorliegen müssen. Als Sportschütze unterfalle ich nebenbei auch der Gattung Mensch und werde durch diese Regelungen geschützt. Und das ist gut so.

    Manchmal werden mir in Diskussionen der Schießsport und der möglicherweise zulässige Schusswaffengebrauch in Fällen der Notwehr in zu engem Zusammenhang gebracht. Jedem, der zum Besitz einer Schusswaffe berechtigt ist, wurden beim Erwerb der Berechtigung die grundlegenden Kenntnisse über Notwehr und Nothilfe vermittelt. Dies gilt für jeden legalen Waffenbesitzer und nicht nur für Sportschützen.

    Ich verstehe absolut nicht, weshalb immer wieder Versuche gemacht werden, vorbeugend rechtfertigende Argumentationsketten aufzubauen. Es nutzt nämlich auch nichts. Im Fall der Fälle ist man dem (dann hoffentlich noch lebenden) Geschädigten, dem Staatsanwalt und dem Strafgericht eine Erklärung schuldig, warum angesichts der konkreten Umstände des Einzelfalls ein Schusswaffeneinsatz sowohl überhaupt als auch in der jeweiligen Ausprägung erforderlich und angemessen war. Das lässt sich nicht in 'Fachkreisen' allgemein auf Vorrat erarbeiten. Und für mich ist auch das gut so.

    Als "auch-Mensch" sehe ich nicht nur die unserem Sport entgegen gebrachte Kritik, sondern auch ansatzweise die dahinter stehenden Sorgen und Befürchtungen. Diskussionen vorliegender Art könnten einem Außenstehenden vermitteln, wir suchten nur nach Gründen, endlich mal auf Menschen schießen zu dürfen. Damit können wir die Sorgen und Befürchtungen ganz sicher nicht entkräften.

    Es ist auch nicht hilfreich, sich immer wieder auf Dinge zu berufen, die wir (noch und 'eigentlich') dürfen. Gerade das in Verbindung mit dem vorstehend Aufgezeigten ist doch die Steilvorlage für unsere Kritiker. Mubarak und Gaddafi durften auch lange Zeit viel und haben geglaubt, das ginge so weiter ... Irgendwann ist von heute auf morgen der Lack ab, wenn man zu lange zu wenig auf Anzeichen im Umfeld achtet.

    Beim Lesen einzelner Beiträge kam mir ein SEK-Beamter in den Sinn, der durch eine geschlossene Haustür erschossen wurde. Zudem frage ich mich, ob ich noch unbefangen durch den Wald laufen kann - ich könnte ja in einer Stresssituation als Hund angesehen werden.

    Diskutieren eigentlich Sportbootfahrer darüber, ob sie im Falle eines Überfalls den Angreifer mit dem laufenden Propeller ihres Außenborders abwehren dürfen?

    Aus meiner Sicht wird hier zum Teil NICHT über den Schießsport geschrieben, sondern über andere Bedürfnisse und Einstellungen, die im Einzelfall zufällig mit dem Schießsport zusammen treffen.

    Ich tanke seit über 20 Jahren nicht bei Total und Shell, der Trick hat aber nicht gewirkt.

    Bei Aral und bei BP usw. tanke ich auch nicht - wozu auch - die verkaufen ebenfalls die gleiche Soße wie die no-names, nur auch viel teurer. Faszinierend nur, dass die high-price Gesellschaften auch noch einen zusätzlichen Reibach durch Ultra-Hyper-Energy-Fuel oder Ähnliches machen. Da zahlen viele freiwillig noch mal 10-12 Cent extra. Kopfschüttel ...

    Ich warte nur darauf, dass mal sauerstoffangereicherten Sprit gibt ('pauerstoff mit sowerstoff' oder so). Da könnte man locker 2,80€ pro Liter nehmen ... verflixt, jetzt habe ich mich verplappert, das wollte ich mir ja eigentlich patentieren lassen.

    /ironie off

    Die Idee ist gut. Sie greift vermutlich aber nicht.

    Wenn man so deutlich daneben liegt, würde ich sofort drehen. Sollte sich das Schussbild, z.B. durch Spannung nachlassen, wieder ändern, kann man ja wieder zurückdrehen.


    Genau daraus kann aber ein neues - und m.E. viel größeres - Problem resultieren. Wer zu schnell dreht, ohne die Ursache eines falschen Trefferbildes zu kennen, der beraubt sich eines verlässlichen Indikators. Ich bewundere Michael für seine Gelassenheit und der zugehörigen Argumentation. Wenn das Schussbild später klein genug ist, dann ist wohl auch der Anschlag und die Ausführung in Ordnung und die Zentrierung kommt dann zu gegebener Zeit mittels Drehen.

    Vermutlich ist es hier auch wie anderen Dingen nicht gut, es nur schwarzweiß zu betrachten. Mir sind die Verstellschrauben am Diopter ganz sicher nicht heilig. Nur weiß ich auch, dass zu frühes Drehen wenig Nutzen hat (oder es eher noch schlimmer machen kann). Frühes Drehen bei eindeutigem Versatz (der bei Michael durchaus vorliegen könnte), ist aber dann wichtig, wenn der Schütze dazu neigt, den Versatz beim Zielen auszugleichen. Diese Gefahr sehe ich gerade bei Michael nicht.

    Ich würde so schnell nicht am Diopter drehen. Probier das ruhig noch einige Trainingseinheiten aus und beobachte, ob der Versatz nach oben stabil bleibt. Du kannst Dir sicher sein, dass der Lauf nicht permanent springt, weil sich Spannungen entladen?

    Ansonsten braucht Dein Körper Zeit, sich an den veränderten Anschlag zu gewöhnen. Ablauf und Wahrnehmung muss sich automatisieren, das braucht seine Zeit. Vermutlich bist Du ob des Neuen doch (noch) etwas angespannt.

    Das zunächst ungewohnte Verlagern des Stützarms nach links - damit er senkrecht steht - bewirkt eine 'Gegenwehr' der Muskeln und Sehnen. Diese Gegenwehr lässt sukzessive nach, so dass sich der Anschlag innerhalb der Serie verändern kann. Beobachte mal, ob Dein Nullpunkt langsam nach links wandert.
    Um diesen Effekt während der Serie zu vermeiden, empfiehlt sich vorheriges Dehnen und Aufwärmen.

    Hallo,

    bei meinem alten Verein wurde der Pistolenstand auch vermietet. Neben dem rein finanziellen Aspekt bedarf es Überlegungen zu Aufsicht / Verantwortung / Haftung / Übergabe / Übernahme ...
    Das alles wurde zunächst als zu kleinkariert angesehen. Später gab es ein differenziertes Meinungsbild. Nachdem doch etwas mehr kaputt geschossen wurde als zunächst gedacht, waren nicht mehr alle mit der ursprünglichen Regelung zufrieden. Das Ganze wurde aber nie betriebswirtschaftlich erörtert, sondern nur nach dem Bauchgefühl der einzelnen Fraktionen. Im Nachhinein ist die Situation schwer zu befrieden.

    Vermietung hat ggf. auch steuerliche Auswirkungen. Vielleicht kann auch eine Satzung eine Vermietung ausschließen.

    Ich sage weder ja noch nein zur Vermietung, rate aber dazu. vorab 'an alles' zu denken und geeignete Vereinbarungen nach innen und nach außen zu treffen.

    Auch im Gebiet 'Süd' des RSB wird über einen Verbandswechsel nachgedacht. Hier die Information des Fachverbands Sportschießen Rheinhessen. Ob - und ggf. mit welchem Ausgang - Gespräche mit den Leitungen beider Verbände geführt wurden, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Sicher ist unser Verband zumindest räumlich weit weg von uns. Bei manchen Argumenten pro Wechsel mache ich mir allerdings ernsthafte Sorgen über die Zukunft unseres Sports. 'Lange Wege', 'hohe Kosten', 'hoher Zeitaufwand' - all das hatte ich vereinsintern (in meinem alten Verein) schon gehört. Woher kommt bloß dieser Leidensdruck? Wer unseren Sport als Freizeit- und Gelegenheitssport betreibt, der wird zu nichts gezwungen. Wer sportlich etwas erreichen will, der ist i.d.R. auch bereit, dafür etwas Zeit und Geld zu investieren. Mein Gott, wir reden nicht über die eigenfinanzierte Anreise zu einer Weltmeisterschaft auf einem anderen Kontinent ...

    'Mehr Freiraum für die Familie, allgemeiner Zuwachs von Freizeit.' - ja, ein solches Bedürfnis gibt es wohl auch unter Sportschützen. Früher dachte ich nur an die Differenzierung zwischen Breiten- und Leistungssport. Heute weiß ich, dass die Spanne viel weiter ist: Freizeit- / Breiten- / Leistungs- / Hochleistungssport. Das Schöne ist, dass sich jeder selbst positionieren kann und nur sich selbst gegenüber rechenschaftspflichtig ist. Niemand muss an Wettkämpfen teilnehmen, wenn ihm die Belastungen zu groß sind.

    In Bezug auf die zukünftige Verbandspolitik hoffe ich, dass nicht nur das untere Ende der Bandbreite sportlicher Ausrichtung bedient wird.

    Hallo Michael,

    danke für die Bilder. Für eine erste Einschätzung helfen die mehr als 1000 Worte. Allerdings liefern sie nur einen ersten Anschein, der in einer längeren persönlichen Beobachtung abgerundet werden sollte. Und - in der Systemtheorie gilt, dass alleine die Beobachtung eines Systems das System(verhalten) verändert. Das soll ja beim Fotographieren ja auch ab und an passieren ...

    Auf folgendes würde ich in der persönlichen Beobachtung besonders achten:

    • Dein Stützarm scheint mir recht weit ausgelagert zu sein. Das sieht nach einer Quelle der Instabilität aus - das Gewicht des Gewehrs dürfte (zumindest auf Dauer) nach außen ziehen. Den Stützarm senkrecht(er) zu stellen begegnet allerdings häufig folgenden Hemmnissen: Gewohnheit / Ziehen in Muskeln und Sehnen / einengender Kleidung. Versuche mal, ob es nicht doch geht.
    • Ich bin mir nicht sicher, ob Deine Verkantung konstant ist. Bei der Ansicht von hinten scheint das Gewehr recht senkrecht zu stehen. Bei der Frontansicht verkantest Du zu Kopf hin.
    • Ein evtl. Anwinkeln der Stützhand könnte problematisch sein. Zum einen, weil die Wiederholgenauigkeit vielleicht nicht gegeben ist, zum anderen, weil es Kraft benötigt und Anspannungen bedingt. Lass das mal vor Ort beobachten und versuche es ggf. mit einer senkrechten Haltung.


    Alles unter Vorbehalt, wie gesagt - Bilder ersetzen eine persönliche Beobachtung nicht.


    Gruß
    Frank

    Ich denke, es handelt sich um einen 16bit ISA-Slot. VLB-Slots waren nach meiner Erinnerung anders gefärbt (beige?) und von den ISA-Slots abgesetzt (also nicht mitten drin). Alle weiteren Aussagen von murmelchen treffen m.E. zu.
    Ich würde nicht mutwillig ein möglichst neues Windoof installieren, sondern mich eher an den Mindestanforderungen der Noptel-Software orientieren. Dann dürfte es auch keine Kompatibilitätsprobleme geben.

    Allerdings - gem. Ausgangspost soll zukünftig ein Notebook eingesetzt werden. Da sehe ich sehr schwarz. Der Stecker an der Karte sieht schwer proprietär (= Noptel-spezifisch) aus. Den wird man nicht an einem Notebook anstecken können. Die Steckkarte passt natürlich auch nicht in/an ein Notebook. sorry about that ...

    Ich lasse Einsteiger nicht ergebnisorientiert schießen. Am Anfang Konkurenzsituationen entstehen lassen (bspw. durch Ringe zählen) kann alles verderben - ich fürchte, so was passiert bei Euch gerade auch. Viel wichtiger ist das Erlernen und Einprägen der wesentlichen Technikelemente und Abläufe. Da dürfte bei gerade mal 6 Trainingseinheiten noch erheblicher Bedarf zu existieren. Überprüfe auch den Lernfortschritt, indem Du ab und an das vermittelte Wissen abfragst.

    Lass dann erst mal nur Schussbilder schießen. Wichtig ist nicht der Vergleich mit der jeweils anderen Schützin, sondern die Beobachtung der jeweils eigenen Entwicklung. Versucht doch mal gemeinsam heraus zu finden, warum einzelne Schüsse schlecht sind. Wenn das nicht gelingt, fehlen wohl noch Grundlagen und/oder die Wahrnehmung ist noch nicht ausreichend sensibilisiert. Aufregen ist im Übrigen fast eine Garantie dafür, dass es nicht besser werden kann. Außerdem blockiert sie meist noch die Wahrnehmung.

    Lass die beiden sich untereinander austauschen, sich gegenseitig beobachten und voneinander lernen. Die Betroffenen finden untereinander manchmal eine Kommunikationsebene, die einem Außenstehenden nicht zugänglich ist. Beraten und leiten kannst Du natürlich immer.

    Jemand, auf dessen Rat ich in der Sache vertraue, hat mir die Schuhmanufaktur Baur empfohlen. Dort gibt es maßgeschneiderte Schuhe, die preislich sehr dicht an der Konfektionsware der typischen Schießsportausrüster liegen. Zudem ist die Farbgestaltung ohne Aufpreis frei wählbar. Wenn für mich neue Schuhe fällig sind, werde ich dort sicher vorstellig werden.

    Das ist wieder Nahrung für die Gegner des Schießsports.


    Ich fürchte auch. Allerdings werden berechtigte Sorgen und Bedürfnisse damit angesprochen. Auch für mich gilt - jedes durch Waffengewalt genommene oder zerstörte Leben ist eines zu viel. Nur gilt das auch für andere Lebensbereiche:

    • 79 Tote in 18 Jahren durch Sportschützen bzw. Sportwaffen [Quelle: Panorama, 2009]
    • mehr als 3.300 Tote im Jahr durch Passivrauchen [Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum, 2005]
    • 4.160 Tote im Jahr im deutschen Straßenverkehr [Quelle: Statistisches Bundesamt, 25.02.2010]


    Wir sollten nichts bagatellisieren und auch nicht so tun, als gingen uns die Sorgen und Bedürfnisse unserer Kritiker nichts an. Aber - wenn es wirklich um den Schutz von Menschenleben geht, dann gäbe es Bereiche, in denen viel größere Erfolge erzielt werden könnten. Wenn man es denn wollte und (das macht vermutlich den Unterschied) wenn es nicht nur eine 'Randgruppe' treffen würde, sondern der überwiegende Teil der Bevölkerung bereit wäre, die erforderlichen Einschränkungen hinzunehmen.

    Nur am Rande: ein Sicherungssystem hätte das tragische Ereignis wohl nicht verhindert.