Beiträge von frank17

    also muss ich beim TT quasi erstmal 2 - 3 "perfekte" Trocken-Schüsse machen (z.B. Aufgelegt?) und dann nach dem Motto "die müssten eigentlich in der 10 sein" ziehe ich den Mittelpunkt in die 10?


    Du kannst nur einen Schuss ziehen, die damit bewirkte Justierung wirkt dann für alle folgenden. Mit dem Versuch, mittels aufgelegter Schüsse zu justieren, habe ich nicht die besten Erfahrungen gemacht - da spuckt mir die dann andere Zielachse in die Suppe. Am Besten genag es mir immer nach einer Serie von Probeschüssen, bei dem ich dann den letzten derart verschob, wie es dem Versatz des Mittelpunktes zur 10 entsprach.
    Die Software zeigt Dir bei der Ergebnisauswertung auch ein hochgerechnetes Ergebnis an, das Du erzielt hättest, wenn der Mittelpunkt des Trefferbildes exakt in der 10 gelegen hätte.

    Ansonsten - nutze das Scatt nicht als vermeintlichen Präzisions-Zielersatz und quäle Dich nicht mit Justierungsversuchen im Zehntelbereich. Aus gutem Grund wird es 'Zielweg-Analysesystem' genannt. In einem Scatt-Seminar konnten wir die Trefferbilder keiner der vorhandenen Scatt-Anlagen mit den Trefferbildern der Meyton-Anlagen in Einklang bringen. (Ja ich weiß - das wussten wir auch im Seminar - dass man mit den Koeffizienten korrigieren kann ... wer das damit wirklich hinbekommt, mag mir zeigen, wie.)

    Wenn ich mich jetzt nicht täusche, dann gelten diese Regeln schon seit Ende der Achtziger.


    Das müsste hinkommen. Ungefähr zu der Zeit habe ich 'spoilerlose' Griffabschlussplatten für FWB 300S angefertigt, die wir dann an Stelle der originalen montiert haben. Die berechtigten Beschwerden gab es schon damals.

    Bei diesem Gewehr ist ja die Führung des Korntunnels in den Laufmantel eingefräst, so dass ein (so starker) seitlicher Versatz eigentlich nicht möglich sein sollte. Du hast es vermutlich eh schon kontrolliert - es hat sich auch nichts zwischen Korntunnelfuß und die gefrästen Nuten geschoben?

    Ein etwaiges Verdrehen auf dem Laufmantel hätte zudem auch zu einer tieferen Trefferlage geführt.

    Bin auch ratlos.

    Ich kenne einige Schützen, die den Diopter beim Transport abmontieren. Daneben gibt es welche ('Reichtum inside' :D), die für den Dreistellungskampf drei Diopter besitzen und diese zwischen den Stellungen wechseln. Bei allen ist mit höchstens einigen wenigen Klicks der Treffer wieder in der Mitte.

    Du hast nicht geschrieben, um welches Gewehr es sich handelt. Kann sich bei der Montage ein Winkelversatz eingeschlichen haben (Korntunnel auf dem Lauf verdreht)?

    Hast Du evtl. den Korntunnel um 180 Grad gedreht ('Vorderseite nach hinten') montiert?


    Selbst wenn - 8cm Abweichung erscheinen mir sehr krass. Da hattest Du auch Glück, dass eine Kompensation via Diopter noch möglich war.

    [off topic, aber hier ist wohl noch der beste Anküpfungspunkt]

    Der Entwurf einer 'Verordnung zur Änderung der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung' wurde dem Bundesrat zugeleitet, er wird dort unter der Drucksache 675/12 geführt. Das komplette Dokument ist im DIP (Dokumentations- und Informationssystem für Parlamentarische Vorgänge / gemeinsames Informationssystem von Bundestag und Bundesrat) verfügbar.
    Der Regelungsgehalt der Verordnung ist recht unspektakulär. Es soll lediglich die befristete Anerkennung von Schießstandsachverständigen mit alter Ausbildung um zwei weitere Jahre verlängert werden. Jenes wird als erforderlich angesehen, weil es - platt augedrückt - nicht genügend Schießstandsachverständige mit neuer Ausbildung gibt. Offenkundig wird auch nicht erwartet, dass sich dieser Zustand kurzfristig ändern wird.

    Die Begründung zum Verordungsentwurf liefert einige Informationen über die Historie der Schießstandrichtlinien und der Schießstandsachverständigen. Darüber hinaus gibt es Einblicke zu Kosten, Zahl der Überprüfungen und Zahl der Sachverständigen. Folgendes ist mir besonders aufgefallen:

    Zitat

    Für Schießstätten waren die vom Deutschen Schützenbund e.V. erstellten Schießstandrichtlinien maßgeblich. Der Deutsche Schützenbund e.V. war auch für die Ausbildung und Prüfung sowie die Fortbildung der Schießstandsachverständigen zuständig.

    Zitat

    Außerdem haben die Verbände vorgetragen, dass die Sachverständigenverordnungen der Industrie- und Handelskammern eine Altersgrenze vorsähen und eine öffentliche Bestellung mit Vollendung des 68. Lebensjahres erlösche. Davon sei rund die Hälfte der bisher anerkannten Schießstandsachverständigen betroffen. ...

    Evtl. wurde auch in diesem Bereich versäumt, rechtzeitig Vorsorge gegen eine Überalterung und deren Folgen zu treffen.

    Willkommen im Forum.

    Zitat

    Wo treibt man so etwas auf.


    eGun ist immer eine gute Adresse. Derzeit wird dort aber wohl kein LG 200 angeboten.

    Zitat

    Wo liegt der Unterschied zwischen dem LG 200 und dem LG 300 ?


    Hier findest Du die Bedienungsanleitungen: Walther LG200, Walther LG300, Walther LG300XT, Walther LG300XT Anatomic Schaft und Walther LG300XT Carbontec.
    Du siehst, dass es mehrere Versionen des Modells LG 300 (in unterschiedlichen Preiskategorien) gibt.

    Der größte sofort ersichtliche Unterschied zwischen der Reihe 200 und 300 besteht in der Schäftung. Die modereren Schäfte lassen sich deutlich besser an den Schützen anpassen.

    Ein LG 200 dürfte regelmäßig schon einige Jahre auf dem Buckel haben. Achte hier besonders darauf, dass die Kartusche noch ausreichend TÜV hat.

    Wenn ein Abzug im Grenzbereich steht, können bereits Temperaturunterschiede Fehlfunktionen auslösen. Wenn es noch nicht mal klickt, dann handelt es sich sicher um ein mechanisches Problem - entweder der Abzug ist verstellt / zu grenzwertig eingestellt oder er ist defekt. Wenn Du es Dir zutraust, versuche Dich mal an der in der Anleitung beschriebenen Grundjustierung. Ansonsten müsste ein Büchsenmacher des Vertrauens helfen können.
    Greift evtl. die Sachmangelhaftung (vulgo: Garantie/Gewährleistung) noch? Dann eher zum Händler.

    Funktionieren nach 'kartusche raus / rein' ist wohl eher ein Zufallseffekt.

    Ich kenne einen Stand, auf dem ich 'schon immer' schlecht geschossen habe. Weil sich das in meinem Kopf festgesetzt hat, ist es recht wahrscheinlich, dass ich dort noch öfter schlecht schießen werde. So kurz vor dem Abziehen kommt dort häufig der Panikanfall: 'was wird jetzt bloß wieder passieren?'. Vermutlich reine Kopfsache ...

    Erzwo hat ja schon einen guten Hinweis geliefert - gibt es etwas, was Dich auf Deinem heimischen Stand unterbewusst belastet? Solltest Du allerdings schon in der Panikschleife (s.o.) sein, kommst Du vermutlich nur mit einem gravierend veränderten Training wieder schnell ins Lot; z.B.:

    • keine Ergebniswertung! Trockentraining, keine Zielbeobachtung, ...
    • nur einzelne Elemente gezielt trainieren
    • vorübergehend Wechsel der Disziplin und/oder Waffe (gerne auch mal was, was kracht)
    Zitat von LDS

    bekomm keinen sauberen Kontrast auf den Scheibenspiegel


    Einflüsse durch Beleuchtungsstärke erkennbar? Sehschärfe (noch) in Ordnung? Im Moment bin ich wieder an der Grenze meiner Akkommodationsfähigkeit angelangt; ich brauche wohl wieder ein neues Brillenglas. Ich kann die Sehschärfe nicht mehr in jedem Fall bis zum Ende des Zielvorgangs halten. Wenn das Zielbild kurz vor dem Auslösezeitpunkt zu verschwimmen beginnt, schlägt das schwer auf die Nervenund verführt dazu, Glücksschüsse abzugeben.

    Zitat von Geronimo

    ... damit tun sich viele Vereine eher im Erwachsenenbereich schwer, ... ist es leider auch schwierig als Erwachsener reinzukommen, ..., muss sich jemanden suchen der einem die Grundlagen vermittelt ...


    Das ist der entscheidende Punkt und die große strategische Lücke vieler Vereine. Jugendarbeit: natürlich, ohne Abstriche! Erwachenenarbeit: bitte ebenfalls und zwar mit möglichst gleicher Energie!

    Der Einstieg in die vielerorts vernachlässigte Erwachenenarbeit ist anspruchsvoll und mit Aufwand verbunden. Fortgesetztes Nichtstun verschärft das Problem dagegen immer mehr. Wenn wir bereit sind, die Lücke in der Altersstruktur wahrnehmen, diese evtl. als Problem erkennen und uns dies gar noch eingestehen können, haben wir schon eine höhere Reifestufe erreicht. Dieser Schritt müsste eigentlich ohne körperliche und seelische Schmerzen möglich sein. Danach stellen sich ggf. folgende Fragen:

    • Wie erreiche ich Menschen aus der relevanten Altersgruppe? => Sollte ich diese Zielgruppe nicht ebenso offensiv ansprechen wie Kinder und Jugendliche?
    • Wie / mit was motiviere ich jene? => Erkennbares Interesse an jedem Neu-/Wiedereinsteiger, betreutes Erwachsenentraining, ...?
    Zitat von BBF

    ... all dies ist hier bei uns kein Problem ...


    Was ist der Schlüssel zum Erfolg? Welche Methoden / Ansätze wirken, wie können andere sich diese erschließen (Erfahrungsaustausch, Hospitation, ...)?

    Lichtpunkt'schießen' hat seine Berechtigung im Einsatz mit Kindern, die auf Grund der Altersbestimmungen noch nicht mit Druckluftwaffen schießen dürfen. Das Lichtpunktpunkt'schießen' ermöglicht zudem einige wenige Facetten des Schießsports im öffentlichen Raum darzustellen.

    Zitat von Geronimo

    Lichtpunkt könnte wenn überhaupt höchstens Luftgewehr bzw. Luftpistole ersetzen.


    Das sehe ich nicht so. Ein bei uns schon öfter eingesetztes 'Gewehr' eines der Marktführer liefert allenfalls Spielzeughaptik - eine Schande im Übrigen angesichts des Preises. Selbst wenn ich mir ein auf Laser umgerüstetes Hightech-Luftgewehr vorstelle, wird man damit niemals das echte Erlebnis des Schießens haben. Nahezu sämtliche physikalischen Einflüsse und Effekte fielen weg (Ballistik, Wechselwirkung von Munition und Waffe, Impuls/Waffenreaktion). Vielleicht könnte Einiges davon simuliert werden. Das wäre für mich allerdings kein Schießen, sondern eine unnötig teure, aufwändige und anstrengende Alternative zu einem Telespiel oder einer Smartphone-App. Oder wie Tamagotchi statt Haustier ... wem es gefällt, dem will ich es nicht verleiden, aber Schießen sollte es dann eigentlich nicht genannt werden.

    Auch mit einer Scatt-Anlage kann man nicht 'schießen' - aus gutem Grund wird sie als Zielweg-Analysesystem bezeichnet.


    Licht'schießen' für bestimmte Einsatzfelder (s.o.): ja!

    Licht'schießen' als Ersatz für richtiges Schießen: m.E. selbst mit Blick auf Luftdruck-Disziplinen völlig ungeeignet.

    Ist es nicht auch möglich, über Kooperationen zunächst etwas über das Nachfrageverhalten zu erfahren? Wenn man sich auf die eigenen Möglichkeiten und Grenzen des Denkens beschränkt, entwickelt man sich nicht weiter.
    Konkretisiert sich ein Bedarf, könnte das Überlegungen auslösen, ob und wie man diesen auf Dauer befriedigen kann. Sei es über eine dauerhafte Kooperation oder durch die Anpassung / Ausweitung des eigenen Angebots.

    Strategische Kooperationen können dazu beitragen, einen Adressatenkreis erstmals anzusprechen, den man selbst tendenziell schwer oder gar nicht erreichen kann:

    • Kooperationen 'Schule - Verein' werden ja nicht grundsätzlich erfolglos sein. Damit wird vornehmlich die Jugend angesprochen.
    • Kooperationen 'Volkshochschule - Verein' zielen auf die Gruppe der Erwachsenen. Ein guter und (nach eigener Beobachtung) erfolgreicher Ansatz.


    Ich würde mich nicht vorab auf eine konkrete Lösung festlegen wollen - vielleicht auch, weil ich "die" Lösung noch nicht gefunden habe. M.E. tun wir gut daran, bisherige Denkmuster zu verlassen - "Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.". Ich fürchte, viele unserer Vereine sind nicht mehr gewohnt, über die Bedürfnisse zukünftiger Mitglieder nachzudenken. Ausgenommen 'Jugendarbeit' ...

    Weder 'Licht' noch 'dynamisch' sollten bei unseren Überlegungen tabu sein. Wir müssen die beschriebene Lücke in der Altersstruktur schließen, sonst gehören auch wir selbst demnächst zu den Ewiggestrigen.

    Zitat von BBF

    Alles was die wichtigste Zielgruppe von 21 bis 45 Jahre anspricht.


    Ein wichtiger, wenn nicht gar existentieller Ansatz. Die genannte Altersgruppe ist in mir bekannten Vereinen fast nicht bis gar nicht mehr vorhanden (was auch schon gelegentlich in anderen Beiträgen erörtert wurde). Lässt sich diesbezüglich kein Problembewusstsein entwickeln, sprechen wir in 5 Jahren höchstwahrscheinlich über die nicht mehr vorhandene Altersgruppe von 21 bis 50 Jahren.

    Zitat von MichaelB

    Kannst du bitte konkrete Vorschläge bringen, wie und vor allem mit was du die 21 bis 45 jährigen ansprechen willst?


    Wir sollten gemeinsam danach suchen. Ein ansprechendes Angebot könnte Bestandteil der Lösung sein. Dabei kann es sich um bestimmte Disziplinen, aber auch um etwas anderes handeln. Ich bin neugierig auf alles, was helfen kann.

    Darüber hinaus ist EHRLICHKEIT ein Ausdruck von Charakterstärke, sie kann zudem vertrauensbildend wirken.

    Euphemismen kommen häufig bei Personen vor, denen Kraft Amtes oder Funktion statt dessen Offenheit, Redlichkeit und Ehrlichkeit gut zu Gesicht stehen würden. Dort möchte ich mich nicht einreihen.

    Wenn ich das Gleiche meine wie Ihr, dann konnte ich damit mit einem G3 auf 400m ebenfalls 10er Schießen (natürlich ebenfalls liegend). Wenn die mittlerweile doch sehr getrübte Erinnerung nicht täuscht, fand ich das noch nicht mal so anspruchsvoll. Allerdings schossen wir wohl auf einem Sandsack aufgelegt.

    Die Unterscheidung zwischen Aufwärmen und Dehnen ist m.E. wichtig. Aus eigener Erfahrung kann ich die Schilderungen im Eingangspost gut nachvollziehen. Wenn ich früher mehrere 40er-Serien geschossen habe, waren überwiegend die folgenden besser als die vorhergehenden.

    Meine positiven Erfahrungen mit Dehnübungen hatte ich hier mal kurz skizziert. Ein moderates Aufwärmen vorab beugt eingeklemmten Nerven oder Schädigungen vor.

    Bei mir ist die Vorarbeit am Stützarm noch immer wichtig. Nach moderatem Aufwärmen bringe ich ihn mit einem Hilfsmittel (Wand, Arm eines Trainingspartners, ...) vorsichtig aber bestimmt mehrfach in die Lage, in die er eigentlich nicht will.

    Das Programm von Erzwo ist sicher ein guter Einstieg. Ich würde allerdings jeweils die Aufwärmphase von die Dehnphase stellen (also beispielsweise Schritt 3 vor 1 und 2).