also muss ich beim TT quasi erstmal 2 - 3 "perfekte" Trocken-Schüsse machen (z.B. Aufgelegt?) und dann nach dem Motto "die müssten eigentlich in der 10 sein" ziehe ich den Mittelpunkt in die 10?
Du kannst nur einen Schuss ziehen, die damit bewirkte Justierung wirkt dann für alle folgenden. Mit dem Versuch, mittels aufgelegter Schüsse zu justieren, habe ich nicht die besten Erfahrungen gemacht - da spuckt mir die dann andere Zielachse in die Suppe. Am Besten genag es mir immer nach einer Serie von Probeschüssen, bei dem ich dann den letzten derart verschob, wie es dem Versatz des Mittelpunktes zur 10 entsprach.
Die Software zeigt Dir bei der Ergebnisauswertung auch ein hochgerechnetes Ergebnis an, das Du erzielt hättest, wenn der Mittelpunkt des Trefferbildes exakt in der 10 gelegen hätte.
Ansonsten - nutze das Scatt nicht als vermeintlichen Präzisions-Zielersatz und quäle Dich nicht mit Justierungsversuchen im Zehntelbereich. Aus gutem Grund wird es 'Zielweg-Analysesystem' genannt. In einem Scatt-Seminar konnten wir die Trefferbilder keiner der vorhandenen Scatt-Anlagen mit den Trefferbildern der Meyton-Anlagen in Einklang bringen. (Ja ich weiß - das wussten wir auch im Seminar - dass man mit den Koeffizienten korrigieren kann ... wer das damit wirklich hinbekommt, mag mir zeigen, wie.)