Beiträge von jomei

    Oh mein Gott - die 1980er haben angerufen und wollen ihre Vorurteile wieder haben.

    Was genau ist an Dienst nach Vorschrift schlecht oder falsch? Im Arbeitsvertrag stehen Rechte und Pflichten beider Parteien. Arbeitgeber lassen sich bzw werden gefeiert, wenn sie das vertraglich vereinbarte Gehalt pünktlich zahlen.

    Arbeitnehmer sollen am besten unentgeltlich Überstunden leisten, 247 erreichbar sein, trotz Krankheit arbeiten und dankbar sein, dass sie überhaup arbeiten dürfen.

    Diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei. Wenn mein Arbeitgeber möchte, dass ich bei ihm arbeite, dann muss er auch etwas bieten und mir entsprende Freiräume gewähren. Macht er das nicht, soll er die Stelle neu ausschreiben und sich jemand Neues suchen.

    Na ja, es macht schon einen großen Unterschied, ob einer Dienst nach Vorschrift macht und den ganzen Tag aufpasst, dass er keinen Handschlag zuviel macht, oder ob jemand engagiert ist.

    Von unentgeltlichen Arbeiten und 24/7 erreichbar war überhaupt nicht die Rede, das ist auch unsinnig.

    Deine Einstellung passt eher zu einem Beamtenjob, da kannst du fasst alles nachlesen und musst nichts auf eigene Verantwortung entscheiden.

    Was würde passieren, wenn man Schießbekleidung nicht zulassen würde? Würde die Spitzenklasse dann nur noch 380 schießen und das was dahinter kommt sich zwischen 320 und 360 einpendeln? Wäre der Abstand zwischen Spitzenschütze und guter Schütze nicht trotzdem gleich; der Abstand zwischen guter Schütze und passabler Schütze nicht ebenso? Würde Talent besser sichtbar wenn dann nur noch Ausnahmeschützen die 390 knacken? Was tun wenn in der Auflageklasse die Zehntelwertung nicht mehr ausreicht, weil zu viele das Maximum schaffen?

    Soll heißen: Immer eine Frage der Perspektive und wo will ich die Spitze einordnen. Sind zu viele zu gut, muss halt wieder irgendwo gebremst oder eine Regel eingeführt werden die das Gesamtniveau absenkt. Die Geister die ich rief ..... ;)

    Genau so würde es laufen. Man kann die Leistungen nur auf der Skala verschieben, durch angepasstes Training und andere Einfälle wird man sich wieder dem oberen Ende nähern.

    Aufgelegt ist ein eigenes Gebiet. Hier kommt man schon breitflächiger in den Bereich, in dem technisch bedingte Schwankungen ergebniswirksam werden. Da stellt sich vermutlich schneller die Frage, wann das Reglement zur Abrüstung zwingt.

    Von der ISSF Website:


    LONDON 1975

    European Championships, 22 Feb 1975

    10m Air Rifle Women

    Athletes: 8

    Rk.

    Name. Total

    1

    ZIBALOVA Nadejda, URS. 383

    2

    ZARINA Baiba, URS. 381

    3

    WIERZBOWSKA-MLOTKOWSKA Irena, POL. 380

    4

    BALS Elisabeth, FRG. 379

    5

    RATNIKOVA Tatiana, URS. 379

    6

    KOWALEWSKA Elzbieta, POL. 378

    7

    ENQVIST Anita, SWE 377

    8

    BIVOUR Marga, GDR. 376

    Dann hat vielleicht auch das ewige Jammern ein Ende.

    Selbst die Jäger haben den Verzicht auf Blei weitgehend geschafft.

    Beim Sport haben wir im Bereich Luftdruck eigentlich nur noch noch geschlossene Stände. Die Geschosse lassen sich ohne Probleme wieder einsammeln. Auch bei den scharfen Waffen geht es immer mehr in die Richtung, die Geschosse möglichst restlos einzusammeln.

    Insoweit haben wir nicht den großen Druck, Blei wird nicht breitflächig verteilt.

    Alte Freistände haben sowieso das Problem der Altlasten. Metallisches Blei wird zudem nicht so schnell aufgenommen wie viele Bleiverbindungen. Grundsätzlich sehe ich keine Notwendigkeit Bleigeschosse zu verbieten.

    Hier haben wir eher eine dem Mainstream geschuldete Empfindlichkeit.

    Falls es doch kommt, wird die Industrie einen adäquaten Ersatz finden. Vermutlich zu exorbitanten Preisen.

    In einem Unternehmen sind die wichtigsten Fragen immer: Kann ich mir das leisten? Welche Vor- und Nachteile entstehen daraus?

    Kostenmäßig ist es im Regelfall nicht die Frage, kann ich es mir leisten, sondern will ich mir das leisten. Anders sieht es bei der Arbeit an sich aus. Da steht schnell die Frage im Raum welche Auswirkungen hat es, komme ich bei Aufträgen in Verzug? Hier wird es um so schwieriger je kleiner die Firma und ggf. auch die Abteilung ist.

    Hier gibt es ganz grob zwei Sichtweisen, einmal habe dadurch ein Problem und wenn er krank wäre, dann wäre er auch nicht da. Meist will man sich keine Schwierigkeiten an Bord holen.

    Vorteil ist, mit kleinem Aufwand kann ich kostenlos motivieren. Den Urlaub muss er sowieso nehmen.

    Nachteil, ein Mitarbeiter fällt aus, die Kollegen meckern. Ich kann mit Aufträgen in Verzug kommen.

    Nicht vernachlässigen darf man, wie engagiert ist der Mitarbeiter? Habe ich jemanden, der Dienst nach Vorschrift macht oder ist es jemand der da ist wenn die Hütte brennt.

    Unter dem Strich geht es meist um einen Tag Urlaub. Der geht eigentlich immer. Wenn ich dem Mitarbeiter einen Strich durch die Rechnung mache, dann habe ich schnell mal mit Zitronen gehandelt. Er lässt mich bei nächster Gelegenheit auch mal hängen und macht nicht den Troubleshooter.

    Sonderurlaub kann in der Belegschaft schnell zu Unmut führen, da kommt schnell die Diskussion auf warum er und ich nicht, die Kreismeisterschaft meines Sportes ist genauso wichtig, usw.

    Aus Arbeitnehmersicht wäre bezahlter Sonderurlaub natürlich ideal.


    Der Wechsel von .22 kurz zu .22 lr und Verbot der Handschuhgriffe war mitnichten aus Schützenfreundlichkeit gedacht. Ich denke daß vielmehr die Leistungsdichte der Hauptgrund der Umstellung war.

    Es gab diverse Änderungen, bei denen man sich fragt, wem nützt es? Da wurde die kleine Kante an Pistolengriffen (beim LG) verboten. Bei den Handschuhen wurde der Klettverschluß verboten, Begründung er würde das Handgelenk stützen. Der Ersatz, mit Gummizug konnte das besser. Bei den Schießhosen wurde der Belag am Hintern abgeschafft. Stattdessen gibts nen losen Arschfleck als Zwischenlage. Die Sicherheitsfahnen wurden durch Schnüre ersetzt.

    Es kommt halt immer wieder einer mit einer Idee um die Ecke, manche finden ihren Weg in die Regularien, manche sind auch noch gut fürs Geschäft.

    Aber was sollˋs, man muss sich damit arrangieren.

    Howei

    Das passt schon.

    Lt. Wikipedia schoß Gottfried Kustermann 1970 in Phoenix, mit 387 Ringen einen Weltrekord über 10 m Luftgewehr. Da war die 10 noch doppelt so groß wie Heute.

    Ich glaube in der DSZ stand einige Zeit, nachdem die 10 auf einen halben Millimeter verkleinert worden war, eine Auswertung. Die ergab, dass in der Spitze keine Absenkung der Ergebnisse stattgefunden hatte. Es traf die darunter, die sich von angekratzten Zehnern ernährten.

    Mal noch ein paar Gedanken zu dem Thema.

    Ich frage mich ja immer, welche Motivation liegt dem Drang zur Regulierung, zu immer detaillierteren Verhaltensvorschriften zu Grunde? Es ist ja nicht so, dass es hier keine Gesetze, moralischen Normen und gesellschaftlich anerkannte Verhaltensweisen gibt. Eigentlich ist alles geregelt.

    Geht es am Ende möglicherweise nicht nur darum, sich möglichst unangreifbar zu machen? Mit dem Hinweis auf Schutzkonzepte, Beauftragte etc. etc., sagen zu können wir haben doch alles getan, das ist/war nicht meine Aufgabe?

    Wird damit wirklich etwas erreicht?

    Ich sehe es so, jeder steht in der Verantwortung, jeder hat die Pflicht mit offen Augen durchs Leben zu gehen. Ob es beim Spaziergang im Park, im Verein, im Freundes oder Bekanntenkreis oder irgendwo sonst ist.

    Die Antwort auf die Standardfragen, wie konnte das passieren, wer ist schuld, dass sind doch oft solche weit ausformulierten Selbstverpflichtungen. Wenn dann noch irgendwer eine Urkunde vergibt und die Zeitung einen kleinen Artikel schreibt, dann fühlen sich alle auf die Schulter geklopft.

    Aber, macht es Sinn sowas bis in die kleinste Einheit durchzuziehen? Der normale Schützenverein mit zwei/drei Jugendleitern und zehn Jugendlichen, gewinnt der etwas damit? Im Bereich des Landesverbandes oder des DSB kann es noch sinnvoll sein.

    Es ist ein schwieriges Thema, es sind einfach ein paar Gedanken dazu.

    Er wurde auf einem Wettkampf vom Kampfrichter deshalb "zur Rede gestellt". Ein echtes Beispiel, bei dem ich den Betroffenen persönlich kenne.

    Und ja, es ist krank.

    Ich behaupte mal der Kampfrichter war da etwas übereifrig. Aber sowas lässt sich schnell klären. Das muss man nicht thematisieren.

    Schlimm wäre es wenn sowas zum Standard wird und alles hinterfragt wird und jede Handlung zur Verdacht führen würde.

    Leachimsachet

    Gewehr und Pistole haben eine ähnliche Entwicklung gemacht. 1980 waren Seitenspanner mit Federn noch Stand der Technik. Das 600er Feinwerkbau kam erst 1984. Das Gewehr von Walther war zwar schon wesentlich früher am Markt, konnte sich aber wegen Problemen mit den Dichtungen nicht durchsetzen. Die CO2 Waffen hatten gerade bei Kartuschenwechseln auch Probleme und setzten sich ebenfalls nicht durch. Mitte der 90er kamen die Pressluftwaffen auf den Markt.

    Dazu haben sich Abzüge, Schäfte usw. ebenfalls enorm weiterentwickelt. Von den heute normalen Einstellmöglichkeiten konnte man in den 1980ern nicht mal träumen.

    Also egal mit was es hat sich viel getan. Beim Gewehr kommen noch die Klamotten dazu. Wenn man an die Grünen Gehmannschießjacken zurückdenkt, die würde heute keiner mehr nehmen.

    Wir wollen im nächsten Jahr das Thema im Verein angehen. Hat jemand schon Erfahrungen damit?

    Für mich der wichtigste Punkt ist die soziale Kontrolle, dass möglichst alle die Augen offen halten. Der Schutz der Kinder und Jugendlichen muss gelebt werden. Sich hier auf detailliert ausgearbeitete Leitlinien zu verlassen reicht nicht.

    Kritisch sehe ich den 3.2 im Entwurf von Califax. Im erweiterten Führungszeugnis steht ja viel drin. Mit den Schandtaten gehen die meisten ja nicht hausieren. Es geht auch keinen was an, wenn jemand wegen z. B. kreativer Steuergestaltung eine zwischen die Hörner bekommen hat. Auch im Verein menschelt es, Vertraulichkeit wird von jedem in anderen Grenzen ausgelegt.

    Wichtiger ist gegenseitiges Vertrauen, auch die Kids sollten mehrere Ansprechpartner haben. Ein Beauftragter, der pers. wenig bekannt ist, ob der so schnell ins Vertrauen gezogen wird. Vertrauen ist auch im Vereinsumfeld absolut wichtig. Wenn jeder jedem mißtraut, dann wird es kritisch.

    Sicher ist es wichtig, aber so schnell wie eine Kinderseele geschädigt wird, so schnell ist auch eine Existenz beschädigt.

    Ich mag das puristische, wie der Jusuf.

    Beim Auflageschießen nehme ich zwar eine Weste, merke aber kaum Unterschied und kann auch ohne. Aber Auflageschießen ist ja Materialschlacht als solche, der Auflage wegen.

    Jusuf kann entweder mit seiner normalen Brille Schießen oder hat ein entsprechend geschliffenes Glas drin. Sieht man der Brille nicht an. Andere können das nicht. Ich konnte früher auch ohne Brille schießen, mit einem 300er Feinwerkbau out of the Box.

    Warum schafft man diese Ritterrüstungen nicht gleich ganz ab?

    Die Biathleten zeigen doch, wie das geht.

    Da sieht man aber nur die Spitze. Die Treffer werden Liegend innerhalb eines Zieles von 45 mm Durchmesser gewertet und Stehend von 115 mm. Das entspricht so einer 7,8 bzw. 3,5. Da zählt nur Hopp oder Top. Und nicht vergessen, Biatlethen sind gute, in der Spitze sehr gute Schützen. Die Top 50 würden wohl weiter gute Ergebnisse schießen. In dem Bereich wird ja komplett anders trainiert. Dann würde sich das Bild wandeln. Im unteren und mittleren Bereich würde der Wegfall die Ergebnisse massiv drücken. Es würden auch viele Rückenprobleme bekommen. Gerade die Hose stützt doch.

    3Stellung in der bisherigen Form wäre m. E. nicht mehr möglich.

    Ich gehöre zu denen, die ohne spezielle Schießklamotten angefangen haben. Zuerst kam eine Jacke, das Billigteil war aber nicht der Brüller. Die wurde nach ein paar Jahren durch eine Sauer Doppelleinen ersetzt. Wieder ein paar Jahre später ist eine gebraucht Hose dazugekommen. Vor rund 25 Jahren kam dann ein neuer Satz Klamotten. Die sind bis heute in Gebrauch. Schieße ich ohne, dann wackle ich wie der Schwanz vom Hund.

    Unter dem Strich hat es hier eine Entwicklung gegeben, die man nur schwer oder nicht zurückdrehen kann. Wobei die Ausrüstung alleine auch keine 10er Garantie ist.

    Wie dellfritz99 schon sagte muß gar nichts ins nationale Regelwerk übernommen werden. Das war schon früher so.

    Auf die Schießbekleidung bezogen wird man sich seitens des DSB sich das ganz genau überlegen was das für Auswirkungen hätte.

    1. Die Hersteller der Schießbekleidung könnten wegen der schlagartig hohen Nachfrage gar nicht so viel produzieren.

    2. Viele Schützen würden sich überlegen ob sie das überhaupt mitmachen wollen. Gerade diejenigen die sich kürklich erst für vielGeld neu eingekleidet haben könnten ggf. daraufhin das Schießen aufgeben.

    Es war so gemeint, es muss erst ins nationale Regelwerk übernommen werden, damit es hier, bei den nationalen Wettbewerben gültig wird.

    Bei Änderungen an den Aurüstungsvorschriften wurde noch nie übertriebene Rücksichtnahme geübt.

    Die Bekleidungskontrollen betreffen sowieso nur einen Teil der Schützen.

    Aber grundsätzlich würde ich mich in den Hintern beißen, wenn ich mir für ein Heidengeld neue Klamotten gekauft hätte. Auch würde ich 2026 nichts neu kaufen, sondern abwarten. Da sollte es doch Schnäppchen geben. In der gehobenen Altersklasse bin ich da entspannt.

    Auch bei den Vorgaben für Pistolengriffe wird es zum 01.01.2026 nach dem neuen Regelwerk der ISSF einige Änderungen geben:

    Das muss ja auch ins nationale Regelwerk übernommen werden. Die neue Sportordnung ist ja schon raus. Kommen durch die Neuerungen noch Änderungen der 2026er Sportordnung auf uns zu? Oder ist da bis 2027 nichts zu befürchten?

    Es gibt ein interessantes Video mit Christian Bauer, https://youtube.com/watch?v=lEockJM9smw&si=N9jKoTSIZXFAaX2g, von Walther. Er sagt, ein Geschwindigkeitsunterschied von 5 m/s, vom langsamsten zum schnellsten Schuss bei 10 Schuss hat keine Relevanz. Etwa be 1:08 h. Er sagt auch das menschliche Auge kann max. 10,6 zielen.

    Wenn ich mir die Werte des Regulatorvideos ansehe, dann wird da eigentlich gezeigt, das Ding bringt nichts. Die Geschwindigkeit schwankt zwischen den einzelnen Druckstufen deutlich. Im Wettkampf gehe ich aber durch die verschiedenen Bereiche, ich fülle ja nicht nach 10 Bar auf. Aber genau die Schwankungen soll das Teil doch verhindern.

    Für mich kommt da bestenfalls ein Placeboeffekt raus.

    Ich meine es kommt vorne nur ungefähr das raus was ich hinten reinstecke. Darum schau ich sogar bei Bewerben was ich in die LP stecke. Ich ziele ja immer auf die 10,9 dabei werden es mehrfach nicht mal 10,0 😂🤣🤣. Mal im ernst, die Chance dass es auswärts streut ist doch grösser als das es den Mittelpunkt treffen wird. 🤔🤔

    So ist es, selbst Voodoo, Zaubersprüche, Beschwören mit Adlerfedern usw. ändert nichts - leider. 😄😄