Beiträge von jomei

    Na wie soll er das denn wissen ?

    Als Anfänger ist man doch gar nicht in der Lage zu beurteilen was für einen selbst passt. Deshalb ist bei einem zu frühen Kauf der Waffe ein Fehlkauf nahezu vorprogrammiert.

    Irgendwann muss jeder mal entscheiden, was will ich? Was kann ich mir leisten?

    Mal so ganz allgemein, es ist doch sch…egal ob ich FWB, Anschütz oder Walther kaufe. In Trefferleistung, Einstellbarkeit usw. schenken die sich nichts. Wichtiger ist doch wie steht der Schütze dazu, da spielt der persönliche Geschmack auch eine Rolle.

    Nach meiner Erfahrung sollte man sich eine verstellbare Irisblende für den Diopter gönnen. Gerade um die Tiefenschärfe und unterschiedliche Lichtverhältnisse regeln zu können. Farbfilter, beim Luftgewehr nicht wichtig. Die Stände sind heute ja gut ausgeleuchtet.

    Verstellbares Ringkorn ist mehr nice to have, Wechselkorne sind genau so gut. Aber man kann es leichter anpassen, an die Tagesform. Das ist jetzt auch eine individuelle Sache. Ich nehm nur Ringkörner mit Querbalken, zur Kontrolle des Verkantens.

    Unter dem Strich ist das alles auch eine Frage der persönlichen Vorlieben, der Sehfähigkeit und was man alles schießt. Statt an diversen Waffen einen Glashalter anzubauen, ist eine Schießbrille einfacher. Man muss nur ein Glas austauschen.

    Ich frag mal, hast du dir schon mal Gedanken gemacht was/welches Gewehr du willst? Bzw. mal ausprobiert welches dir liegt?

    Abhängig davon was am Gewehr dran ist, sollte noch eine Irisblende dazukommen. Diopter und Korn sind ja drauf. Ggf. noch ein Auflagekeil. Damit hast du die Basis. Adlerauge und den ganzen anderen Schnickschnack kannst du problemlos nachrüsten.

    Möglicherweise brauchst du noch eine Schießbrille. Wenn du keine Hornhautverkrümmung hast, dann geht auch ein am Diopter montierter Glashalter.

    Dann kommen die Klamotten, ein gerne unterschätzter Posten.

    Ich hab herausgelesen, dass du noch Freihand schießt und an der Schwelle zu aufgelegt kratzt. Bitte korrigier mich wenn ich da falsch liege.

    Oh mei, der gegängelte, geknechtete Großkaliberschütze.

    Ich weiß nicht, in welcher Welt Ihr lebt, aber in meiner Welt ist die Mitgliedschaft in einem Verein freiwillig.
    Du möchtest einfach nur Großkaliber schießen, ohne Dich mit der LuPi abplagen zu müssen?
    Super, such Dir einen Verein oder Verband, der das genau so anbietet.
    Jeder hat das Recht, sich einen Verein zu suchen, bei dem er den Sport seiner Wahl in genau der Art und Weise ausüben kann, wie er es möchte.

    Jeder Verein hat aber auch das Recht, selbst zu entscheiden, wen er unter welchen Voraussetzungen auf sein Eigentum, sprich seinen Schießstand, loslassen möchte. Da hat sich kein Außenstehender einzumischen.

    Jetzt möchtest Du unbedingt zu Verein xy, der aber diese absurde Regelung hat, dass man erst mit LuPi oder Kleinkaliber schießen lernen soll?

    Auch super: werde Mitglied, engagiere Dich im Verein, lass Dich in die Vorstandschaft wählen, überzeuge die anderen Mitglieder, dass die Regelung Müll ist und führe eine Änderung herbei. So läuft das in Vereinen ab.

    Genau meine Meinung.

    Eure Regierung will das Waffenrecht ja deutlich verschärfen. Wie ist den da der Stand?

    Sicher gibt in D einiges das man im Waffenrecht ändern müsste, am besten schreibt man es neu. Wenn du etwas aufmerksamer lesen würdest, dann hättest du mitbekommen, dass mir die Unterschiede zu AT durchaus bewusst sind.

    Als GK-Interessent kann sich jeder gegängelt fühlen. Nur das Leben ist halt kein Wunschkonzert und wenn jemand bei einem Verein nicht glücklich ist, dann muss er sich einen anderen suchen. Aber wie es in einem Verein läuft, dass entscheidet der jeweilige Verein.

    Du beschreibst die Situation in DEUTSCHLAND.

    In Österreich ist bei Waffen der Kategorie B (Kurzwaffen und Langwaffe Halbautomaten) seitens der Behörde ein Bedarf von zwei Stück grundsätzlich anzunehmen und eine Waffenbesitzkarte entsprechend auszustellen, wenn Verlässlichkeit und Sachkenntnis nachgewiesen werden. Für Langwaffen gibt es keine Bedarfsprüfung. Wer will, kauft sich was und wer nicht will, läßt es eben sein.

    Deshalb fällt in AT niemandem ein, sich erstmal in einem Verein ein Jahr mit LuPi zu plagen, um irgendwann eine GK Kurzwaffe kaufen zu dürfen. Das spart auch den Vereinen die Zeit und Mühe, sich mit einem Alibi- Luftschützen beschäftigen zu müssen.

    So weit weg ist die Regelung in AT von der in D auch nicht. Statt Schießnachweisen gibt es halt die psychologische Prüfung. Wesentlicher Unterschied ist der Bedürfnisgrund „Selbstverteidigung innerhalb von Wohn- und Betriebsräumen oder eingefriedeten Liegenschaften“

    Hier wird immer unterstellt, die Interessierte werden gegängelt, nur weil der eine oder andere Verein die Wünsche nicht sofort erfüllt. Ob jetzt die Zeiträume, von denen hier gesprochen wirklich bei einer nennenswerten Anzahl Vereine existieren, wage ich zu bezweifeln. Aber wenn einer nach ein paar mal Training grad mal die Scheibe trifft, der lernt es auch mit dem KK nicht schneller. Ansonsten gehen wir hier Immer vom Einzelfall her ran. Vor allem müssen wir uns im Gewehrbereich eher nicht mit solchen Diskussionen rumschlagen.

    Ich habe für meine Tochter einfach ein Teleskop Stativ für Baustrahler bei Ama..n gekauft und oben ein Stück Holz aufgeschraubt. Funktioniert wunderbar und sie ist damit sehr zufrieden.
    Kosten <25,-EUR

    Man muss sich nur selber helfen können, spart viel Geld. Gute Idee, was zum abkupfern. 😀

    Thema Zubehör, nicht alles was du kaufen kannst darfst du verwenden. Adlerauge ist erst ab Herren 2 möglich. Die Notwendigkeit ist von deinem Sehvermögen abhängig. Immer dran denken, nicht nur das Ziel wird vergrößert, auch das Wackeln wird deutlicher wahrgenommen. Irisblende, die ist fast ein Muss, damit kannst die Helligkeit und die Schärfe des Zielbildes variieren. Wichtig, das Korn muss scharf sein, der Scheibenspiegel darf ruhig etwas unscharf sein. Farbfilter kann man, muss man Indoor aber nicht haben.

    Im Zweifelsfall mal in die Sportordnung schauen https://dsb.de/fileadmin/dsb/sportordnung/114/.

    Ganz generell nimmt man fürs Gewehr den kleinen Glashalter, da sieht man ob man durch die Mitte schaut und das Glas richtig vor der Iris steht. Schwenkung in der Horizontalen und Senkrechten schaut am besten einer drauf.

    Ich hab ne Champion, seit 30 Jahren im Einsatz, immer noch top. Nasensteg und Glashalter lassen sich mit Rändelmuttern verschieben.

    Was bringt es eigentlich wenn man als Anfänger große Summen investiert und nach 2 Jahren das Handtuch wirft?

    Wir hatten auch einen Neuling im Verein der über 5.000,-- Euro in Gewehr und Ausrüstung gesteckt hat, sich Videos und Online-Seminare zum Thema antat und trotzdem nur auf 306 Ringe kam. Er hat keine Anregungen von Kameraden angenommen mal etwas an seiner Einstellung zu überprüfen da er alles so mache wie von "Profis" empfohlen wurde. Ein älterer Schütze hat ihn mal zu einem Vergleich aufgefordert, er mit seinem alten FWB 300 in "Straßenklamotten" gegen ihn mit der Profiausrüstung. Der Herausforderer hat mit 299,7 gegen 303,9 verloren aber das lag ja nur an der Ausrüstung. Als "Profi" hat der Ältere mit seiner Anschütz und Jacke bei der letzten KM 313,9 geschossen.

    Ausrüstung ist gut - schießen können ist aber Voraussetzung für gute Ergebnisse.

    Was ich damit sagen will: Nutze die Vereinswaffen bis du damit konstant 300 Ringe bringst und schau dann nach einer eigenen Waffe, sie kann ruhig gebraucht sein.

    Sündhaft teuere Ausrüstung mit Beratungsresistenz gepaart, selten aber gibt es. Da kann Mann auch nicht mehr helfen. Was Spitzenschützen machen ist ausgetestet, die überlassen wenig dem Zufall, aber es ist immer sehr individuell zugeschnitten. Das zu kopieren bringt einen meist nicht weiter, es passt halt nicht generell.

    Davon würde ich jetzt mal die Wettkampfprotokolle und Ergebnislisten herausnehmen, die vereinzelt eingestellt wurden.

    Wer bescheißen will der bescheißt. Ich hab Fälle mitbekommen, wo Schützen und Funktionäre, aus falschem Ehrgeiz, falscher Motivation und anderen Gründen Ergebnisse fälschten. Da wurde auf Preisschießen mit dem Locher gearbeitet, der Schütze wurde daraufhin seines Amtes enthoben, da wurden auf Kreisebene die Meisterschaftsergebnisse „geschönt“, die komplette Vorstandschaft trat zurück um der Enthebung aus den Ämtern zuvorzukommen. Das sind nur zwei krasse Fälle.

    Auch mit elektronischen Ständen gibt es Mittel und Wege. Auch da kann ich Ergebnisse „bearbeiten“.

    Unter dem Strich hab ich die Einstellung, jeder bekommt einen Vertrauensvorschuss. Wenn jemand einen Wettkampf vorschiessen muß, dann ist das in Ordnung. Da bringen die Mannschaftskameraden sein Ergebnis mit. Das funktioniert. Wenn einer unbedingt bescheißen muss, dann soll er damit glücklich werden. Wenn es rauskommt hat er ein Problem. Nur was soll das bei einer brotlosen Kunst bringen? Warum soll ich jedem mißtrauen, nur weil schon mal Betrüger aufgeflogen sind. Das ist mir zu blöd.

    Wenn du als Anfänger, stehend frei die 7 hältst und die mehr Ausreißer sind, dann ist das doch gut. Der Rest ist konsequentes Training, vor allem äußerer und innerer Anschlag. Dann wird das schon. 😀 Meister fallen bekanntlich nicht vom Himmel.

    Mit dem eigenen Gewehr steigt nicht nur die Motivation sondern auch die Leistung, da drehst nur du dran rum.

    „Lager“ in dem Sinn gibt es nicht. Welche Marke, hängt viel vom persönlichen Geschmack und Vorlieben ab.

    Die Tage hat ein Forist einen Leitfaden fürs Stehendschiessen vorgestellt, da kannst du dich daran entlang hangeln.

    So nebenbei, ich hatte meinen Höhenflug auch erst ab Mitte/Ende 30 und die erste Quali auf die BM im letzten Jahr Schützenklasse (Herren I). Auf die 383 war ich stolz wie Bolle.

    Lasst doch die Kirche im Dorf.

    Wenn bei so einer Veranstaltung kein Vertrauen in die Ehrlichkeit der Teilnehmer besteht, dann muss man es bleiben lassen. Man kann alle Ergebnisse anzweifeln und damit schlechtreden. Nicht immer mit dem Ansatz herangehen, die Hosenträger müssen mit einem Gürtel gesichert werden.

    Richtig, schon weil vom Dachverband oder höher eine Regelung getroffen wird die dann vorrangig verbindlich wird .


    Wo früher doch alles besser war!

    Glaubst du das wirklich? Regelungen in den höheren Ebenen dienen doch meist dazu sich unangreifbar zu machen. Mit dem Verweis auf er/sie/es hätte sich doch an die Regeln halten müssen und im Führungszeugnis stand auch nichts, kann man die Hände weiter in Unschuld waschen. Wenn es Versäumnisse gab, dann stehen die Mitschuldigen fest.

    Früher war es nur anders bescheiden. Genau dort, wo die größte Betroffenheit und Schockierheit geheuchelt wird, dort werden doch die dicksten Regularien aufgesetzt.

    ACHTUNG, hier kommt der wichtige Grund für das Verhalten der Vereine:

    Ein Schütze geht in den Verein, schieß ein Jahr lang regelmäßig LP, macht die Sachkunde, benatrag nach einem Jahr eine Sportpistole und eine Großkaliber-Pistole und taucht danach nicht mehr im Verein auf.

    Da hat es gegeben und das mag kein Verein. Wenn der Schütze nur in diesem Verein ist und in keinem anderen und gar nicht mehr schießt, dann hat der Schütze kein Bedürfnis mehr. Wenn das dem verein bekannt ist, muss der es der Behörde melden, so weit ich weiß.

    Lt. Waffenrecht ist es in D ja notwendig, dass nach Erteilung einer WBK noch Nachweise vorgelegt werden müssen um die WBK zu behalten. Wenn ich es jetzt richtig im Gedächtnis habe, 6 mal p. a. bzw. regelmäßig einmal pro Quartal in den letzten 24 Monaten vor der Überprüfung. Austritte von Schützen mit WBK müssen an die Waffenbehörde gemeldet werden.

    dellfritz99

    Warum der Furor? Warum das pauschale Abqualifizieren anderer?

    Es wird keiner genötigt was zu lernen, didaktisch sinnvolle Ratschläge anzunehmen.

    Ich hab jetzt keine Ahnung wo und welchem Verband du schießt. Aber deine Aussage Wettkämpfe zu schießen und keinem Verein und Verband anzugehören widerspricht sich. Sicher hier in D und ggf. auch in AT. Da wurde/wird das Waffengesetz auch deutlich verschärft.

    Aber ich weiß von was ich schreibe. Ich betreibe das Schießen erst gute 50 Jahre.

    Deine Aussage „Vereinsfürsten“ kenne ich und ich halte sie, mit Verlaub, für dämlich. Jeder Schützenmeister, der seine Unterschrift unter eine Bestätigung, die für ein Bedürfnis notwendig ist, setzt steht in der Verantwortung. Es ist immer die Gefahr da, dass einer vor einem steht, der eigentlich nur an Waffen kommen will und mit dem Verein, Wettkämpfen etc. nicht viel am Hut hat. Sicher die Ausnehme, aber alles schon dagewesen.

    Guter Leitfaden für alle die mehr als Löcher in der Scheibe wollen. Besten Dank für deine Mühe. 😀