Beiträge von Leachimsachet

    Ja, und ich hatte ja geschrieben, da können Schützenvereine von träumen, Die mit Bundesligamannschaft haben bessere Chancen.


    Wenn ihr vor 10 Jahren nur 35 € alles incl. verlangt habt ihr sehr wenig verlangt. Das ist natürlich auch abhängig von der Mitgliederzahl, aber tendenziell sind bei sehr großen Vereinen die Beiträge höher.Gut da sind 85% Beitragserhöhung nicht viel. Das hörte sich nach mehr an.

    Deine Einstellung zu Geburtstagen Begräbnissen, finde ich daneben.

    Wenn du überzeugt bist, die elitäre Schiene wäre ein guter Weg und den Nachwuchs nach Gelbeutel der Eltern aussuchen, dann viel Glück.

    Die Einstellung ist zu Geburtstagen und Begräbnissen ist nicht daneben. Ich betrachte diese Ereignisse nur nüchtern und emotionslos. Und genau diese Beispiele ließen damals die Mitglieder aufhorchen und haben den Weg zu Beitragserhöhungen geebnet.

    In unserem Ort gibt es andere Vereine mit noch niedrigeren Beiträgen, zB Reservisten und Städtepartnerschaft. Diese sind konstant auf Spenden angewiesen, da die Beiträge nicht mal die laufenden Kosten decken.

    Nochmal zum Geldbeutel der Eltern:

    Meine Erfahrung zeigt, dass einkommensschwache Eltern ihre Kinder oftmals weniger unterstützen. Hier geht es nicht nur um materielle Dinge wie eigenes Gewehr. Hier geht es auch um das Kind zum Training begleiten, beim Training unterstützen und das eigene Kind zu Wettkämpfen fahren. Hier wird oft All-Inclusive erwartet. Und das kann und will ich nicht bieten. Nicht auf Kosten des Vereins und nicht mit meiner Zeit. Ich habe das in der Anfangszeit einige Male gemacht, weil ich in Kategorien wie gesellschaftliche Verantwortung usw gedacht habe. Unterm Strich kam aber weder von den Jungschützen noch deren Eltern etwas zurück. Da konzentriere ich mich lieber auf diejenigen, bei denen das Gesamtkonzept passt.

    Ich weiß nicht recht, aber das Hauptproblem, das mir auffällt: Die jungen Interessenten versiegen immer mehr. Da kommt wenig bis nichts nach. Und das hat in unserem Fall nichts mit den Kosten für die Eltern zu tun, die tatsächlich lächerlich gering sind.

    Es gibt einfach viel zu wenige Kinder, deren kultureller Hintergrund sie eine Nähe zum traditionellen oder sportlichen Schießen empfinden läßt.

    Ah ja. Und wie genau sieht dieser kulturelle Hintergrund denn aus? Ariernachweis, AfD-Parteibuch?

    Wenn ihr keinen Nachwuchs in euren Verein bekommt, liegt das wahrscheinlich daran, dass euer Angebot im Vergleich zu den Mitbewerbern uninteressant ist und nicht an irgendeiner verschwurbelten fehlenden "Nähe zum traditionellen oder sportlichen Schießen".

    Bleiben wir mal bei den Vereinen. Auf die, zugegeben schlechte, Medienpräsenz darf man es nicht schieben. Ein Sponsoring, wie bei einem Fußballclub der 1. BL, dass werden wir nicht bekommen. Aber Spenden von Firmen bekommt man schon. Auch die Stadt hat immer ein offenes Ohr. Im Gegenzug sind wir auf dem Weihnachtsmarkt und Stadtfest präsent. Engagieren uns jedes Jahr bei der Ferienpassaktion. Auch das Königs- und Kirchweihschießen mit Bürgerschießen ist immer ein fester Punkt in den geselligen Aktivitäten.

    Einmal kommt es darauf an, von welchem Niveau aus erhöht man. Dann ist immer zu berücksichtigen was ist noch vertretbar. Standgeld oder Scheibengeld wurde bei uns noch nie verlangt.

    Ich weis ja nicht was ihr schenkt, aber scheint recht opulent zu sein. 😃

    Es gibt auch Menschen neben Amazon Prime noch Porsche fahren. Nur damit können wir den Mitgliedern auch keine Beitragserhöhungen verkaufen.

    Keiner hat was davon wenn die Schützenvereine zu elitären Clubs werden, die sich nur gut Betuchte leisten können.

    Der Unterschied zwischen Spende und Sponsoring ist dir bekannt? Es ist nett, wenn Betriebe und Privatleute etwas spenden, ist nur leider nicht langfristig kalkulierbar, was wiederum die Finanzplanung erschwert. Das wäre aber durchaus gut, um zB Trainer anzustellen und auch zu vergüten. Aber hey - bei Schützen muss der Beitrag möglichst billig sein, Trainer braucht eh keiner. Dafür darf das neue Auflagegewehr dann gerne 5.000 Euro kosten.

    Wir hatten vor zehn Jahren 35 Euro Jahresbeitrag, davon gingen 18 Euro für die einzelnen Verbandsebenen ab. Das macht netto 17 Euro pro Jahr, die im Verein blieben. Davon gehen ab Kosten für Druck und Versand Generalversammlung und Königsfeier, blieben unterm Strich 15 Euro. Geschenk für runden Geburtstag 50 Euro, Kranz oder Schale fürs Grab 50 bis 100 Euro. Doof, wenn ein Mitglied mit 81 starb...

    Die Debatte über die Jahresbeiträge gibt's auch nur bei den Schützen. Die Stadtkapelle nimmt für einmal pro Woche Musikschule für unsere fünfjährige 24 Euro - pro Monat. Bei 24 Monaten Vertragsbedingungen und Vorkasse. Und das Angebot ist auf Jahre im Voraus ausgebucht.

    Was wäre denn schlimm an diesen elitären Clubs bzw was ist denn aktuell besser? Im Jugendbereich ist da nichts besser. Ich habe mehrere sehr talentierte Jungschützen erlebt, bei denen die Eltern nicht mal die Kohle hatten ihr Kind nach München zur Deutschen zu fahren. Von eigener Ausrüstung will ich nicht mal reden. Solche Leute bringen auf Dauer weder sportlich noch kameradschaftlich etwas. Ganz im Gegenteil: sie kosten den anderen Zeit, Geld und Nerven.

    Angemessene Beiträge, um anfallende Arbeiten an Firmen vergeben zu können? Die dann erforderlichen Beiträge würden zu einer Kündigungswelle führen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine Verdoppelung der Beiträge den Mitgliedern vermittelt werden kann. Neben dem Schützenhaus müssen wir auch noch KK-Stände 50/100 m in Schuss halten. Kerngeschäft im Verein ist halt auch unbezahlte Arbeit. In vielen Vereinen läuft es so, man muss sich für eine gewisse Zahl freiwilliger Arbeitsstunden verpflichten, oder diese mit einem Stundensatz ablösen.

    Jetzt sind wir wieder bei den Finanzen gelandet und stellen fest, dass den Schützenvereinen aufgrund mangelnder Medienpräsenz auf allen Ebenen die Sponsoren fehlen.

    Warum sollten die Leute bei einer Verdoppelung der Beiträge in Scharen austreten? Wir haben in den vergangenen zehn Jahren den Beitrag um ca 85 % erhöht, um die Finanzen zu stabilisieren und zu sichern. Eventuell wird es nächstes Jahr nochmal eine Erhöhung geben, dafür wird dann aber die Standgebühr wegfallen.

    Bei uns gab es in Zuge der Erhöhungen Austritte. Das ist normal und auch in Ordnung. So spart sich der Verein schon einige Geschenke für Runde Geburtstage und Totenkränze, die oftmals mehrere Netto-Jahresbeiträge kosten.

    Die neuen Mitglieder jucken die Beiträge nicht, sie kennen es nicht anders und zahlen einfach.

    Die Leute sind immer dazu bereit bestimmte Beiträge zu zahlen, wenn sie dafür etwas bekommen und einen Nutzen davon haben. Gibt's nur einen gammeligen Stand von anno knips und keinen Trainer würde ich auch nichts zahlen wollen.

    Aktuell haben in Deutschland rund 17 Millionen Personen Amazon Prime, das im Jahr knapp 100 Euro kostet. Kohle und die Bereitschaft die Kohle auszugeben ist also da. Es braucht daher niemand über zu hohe Vereinsbeiträge jammern.

    Ich finds echt geil wie hier immer alles zerredet und diskutiert wird aber die Ausgangsfrage keinerlei Beachtung mehr findet...

    Zurück zur Fragestellung:
    Welche Technikpunkte bei LP Auflage trainiert Ihr so. Bin für Anregungen dankbar.

    Lege zunächst den Fokus auf die Aufnahme des Griffs. Danach das Abziehen. Am besten auf schwarze Scheibe oder leeren Kugelfang.

    Anschließend legst du den Fokus auf das Zielbild. Wenn sich das gefestigt hat, variiere die Beleuchtung und den Hintergrund Scheibe (weiß vs gelblich).

    Diese drei Elemente sind aus meiner Sicht mit die größten Unterschiede zum Gewehr.

    Ich weiß nicht, wie es im Gewehrbereich ist. Aber im Pistolenbereich sehe ich auf der DSB-Ausländerliste eine Reihe von berühmten Namen von absoluter Weltklasse, besser als fast alle deutschen Schütz(inn)en, und einigen höchstqualifizierten olympischen Nachwuchs.

    Die haben mehr (auch internationale) Wettkampferfahrung als beinahe unser ganzer Nationalkader und ich denke eher, dass die Bundesliga für sie ein sehr willkommener Zusatzverdienst je Start ist, nicht nur Reisegelegenheit gegen Kostenerstattung. 😇

    Gruß, Carcano

    Und da liegst du eben komplett falsch mit deiner Einschätzung. Die Budgets der einzelnen Teams liegen pro Saison zwischen 20 und 50.000 Euro. Da zahlst du bei acht bis zehn Mitgliedern plus Trainer und ggf Physio nach Abzug der Reisekosten keinem einen netten Zusatzverdienst.

    Jason Parker, damals amtierender Weltmeister Luftgewehr, hat sogar noch Geld mitgebracht bzw hat die Reisen über das Marksmenship Program abgerechnet.

    Für mich überraschend viele!

    Warum machen die das wo es den Schützen in nahezu jedem aneren Staat besser geht?

    Manche sind Grenzgänger aus Österreich/Schweiz/Tschechien/Polen/Frankreich/Dänemark. Kenne auch einige Deutsche, die in den Nachbarländern Rundenwettkämpfe schießen.

    Die anderen Ausländer wollen im Winter (außerhalb der internationalen Saison) Wettkampfpraxis sammeln und bekommen dafür z.T. ihre Reisekosten erstattet. Die Amis, die damals in Waldkraiburg geschossen haben, haben sogar Flug und Hotel selbst gezahlt.

    Hier geht es rein um die Wettkämpfe.

    Die DSB-Ausländer(einsatz)liste ist mit 8 Seiten schon ziemlich lang und geht weit über Europa hinaus.

    https://bundesliga.dsb.de/fileadmin/DSB.…_08.10.2024.pdf

    Carcano

    Und genau das ist doch ein Argument dafür eine Lizenz weitergeben zu dürfen. Laut Forum hier ist doch das Niveau so einmalig und zieht Ausländer an. Dann wäre es doch klug, die Lizenzen an finankräftige Vereine zu geben, die sich solche Leute leisten können. Die meisten erhalten ja wenigstens ihre Reisekosten erstattet. Bevor jetzt wieder das Gejammer losgeht: ja,natürlich gab und gibt es auch Ausländer, die sogar noch Geld mitbringen und alle Kosten selbst tragen.

    Leachimsachet

    Oben habe ich ja schon geschrieben dass es mit Furnier vermutlich anders gelaufen wäre.

    Ich finde, dass sich die Schützen da mal wieder selbst im Wege stehen. Bei anderen Sportarten ist die Weitergabe einer Liga-Lizenz auch kein Problem.

    Aber ich habe in diesem Forum gelernt, dass die Bundesliga so wie sie ist ja schon mega attraktiv ist, Zuschauer sogar Eintritt zahlen und das Niveau einmalig ist. Warum sollte man also irgendwas an diesem System verändern, das die Liga evtl sogar für Sponsoren attraktiver machen würde. So nach dem Motto:


    Lupi Bundesliga Red Bull Leipzig gegen Tesla Grünheide.

    Der Verein Petersaurach hat sich nicht aufgelöst.

    In der Bezirksoberliga bleibt die Sache in einem Bezirk und betrifft nicht auch noch eine anderen Landesverband.

    Die Sache ist vielleicht sogar geregelt.

    In der BL kamen auch schon mal Schützinnen aus den USA .

    In Petersaurach hat sich aber die für die Mannschaft zuständige Abteilung aufgelöst, was in diesem Fall der Vereinsauflösung gleichkommt.

    Die Sache bleibt zwar in einem Bezirk, betrifft aber unterschiedliche Gaue. Der Bezirk Schwaben hat mit gut 90.000 Mitgliedern mehr Mitglieder als zahlreiche Landesverbände,z. B. Thüringen und Sachsen zusammen.

    In der Bezirksoberliga kamen auch schon öfters Ausländer zum Einsatz. Das ist auch wenig verwunderlich, ist das Niveau doch vergleichbar mit der 2. Bundesliga Ost.

    Ich bin mehr als verwundert über den kompletten Fall. In Schwaben, dem Heimatbezirk von G. Furnier, wurde letztes Jahr in der Bezirksoberliga ein Startplatz/Lizenz von einem Verein auf einen anderen übertragen. Hintergrund war die Auflösung von Bergstetten. Einzige Auflage des Bezirks war, dass die komplette Mannschaft für den neuen Verein als Stammmannschaft eine Saison antreten muss.

    Warum geht sowas in der Bezirksoberliga und in der Bundesliga nicht?

    Wie geschrieben.

    Was gibt's da zu berichten, die Ergebnisse sind online, klatschende Zuschauer waren für mich neu.

    Besonders sinnvoll gleiche Startzeiten für die Finals, nach Sportpistole Damen hats noch für den Stehendteil bei den Juniorinnen gereicht,

    Ich interpretiere das jetzt mal so, dass es nicht wirklich spannend war. War die Halle wenigstens voll?

    Nehmen die jetzt AR15 oder was?

    Das mit dem Sporttest hast du noch nicht mitbekommen?

    Wieso AR15? Die normalen Biathlon-Gewehre sind KK-Mehrlader - also grüne WBK.

    Wenn ich mich heute für Sommerbiathlon anmelden möchte, kann ich das jederzeit machen. Ohne Sporttest. Vielleicht habe ich da echt was nicht mitbekommen.

    Ändert aber auch nichts an der generell schlechten Physis vieler Schützen. Ich empfehle da einfach mal nächste Woche bei der Deutschen bei Pistole oder Zimmerstutzen reinzuschauen. Spannend welch athletischen Körper dort bei der höchsten nationalen Meisterschaft präsentiert werden.

    Aber zurück zum Thema: auch bei deiner Reaktion merke ich wieder die generelle Ablehnung vor neuen Ideen.

    Sind sie, aber was willst Du?

    Eine spannende attraktive Sportart, die wie z.B Biathlon nur von einer überschaubaren Anzahl von Sportlern betrieben werden kann?

    Eine Beschäftigung mit Waffen die für jeden noch was bietet?

    Ich möchte etwas völlig Anderes als du hier versuchst bei mir hinein zu interpretieren. Ausgehend vom Thema dieses Threads gehe ich der Frage nach, warum Deutschland im internationalen Vergleich bei den Sportschützen nur mäßig erfolgreich ist und nur wenige Leute sich hier dazu entscheiden Profi zu werden.

    Wie bereits erwähnt sind die wichtigsten Einnahmequellen die Stiftung Deutsche Sporthilfe sowie die öffentliche Hand als Arbeitgeber, zB Sportfördergruppe Bundeswehr. Diese Geldgeber sichern den Sportlern während ihrer aktiven Zeit ihr Auskommen, danach geht's dann wieder bei Null los in der freien Wirtschaft.

    Aber wo sind denn die anderen Sponsoren aus der freien Wirtschaft? Die sind bis auf kleine Ausnahmen oder pure Mäzenen schlicht nicht vorhanden. Warum sollte sich auch eine Firma hier groß engagieren? Für 300 Zuschauer beim Bundesligafinale, die auf ein paar Trommeln klopfen und 500 Leute im Livestream? Tut mir leid, aber da haben auf Insta und Tiktok manche Leute mehr Zuschauer beim Fensterputzen.

    Wenn wir ehrlich sind interessieren die Wettkämpfe unserer Sportart nicht mal die eigenen Leute. Wer von euch kann ohne vorherige Recherche aus dem Kopf sagen, wer dieses Jahr in der Bundesliga Luftgewehr den besten Schnitt und wer die meisten Einzelpunkte geholt hat?

    Warum kann Biathlon nur von wenigen ausgeübt werden? Das Gewehr geht auf die Grüne WBK und Sommer Biathlon geht sogar mit erlaubnisfreiem Luftgewehr. Aber dann kommt ja hier die eigentlich spannende Komponente: die trainingsintensive Bewegung. Und das ist ja für Schützen pfui. Training? Und dann am besten noch mit Trainer? Holla die Waldfee - das geht gar nicht. Freue mich schon auf die Deutsche nächste Woche, wenn sich die Leute wieder gegenseitig übertrümpfen mit wie lange sie schon nicht mehr trainiert haben.

    Was macht das denn den Deutschen Schützen besser?

    Der Zuschauer vor Ort spielt da schon keine Rolle mehr?

    Bundesliga scheint doch zu funktionieren Zuschauer, die wie bei den Fußballern sogar Eintritt zahlen, gute oder zu laute Stimmung, Wettbewerbe auf einem Niveau die das Ausland nicht bieten kann.

    In München funktioniert das nicht immer die haben halt den FCB.

    Bundesliga funktioniert in Hinblick auf Zuschauer und Medieninteresse und damit verbundenen Einnahmen, genauso wie die anderen Wettkämpfe, null. Beim Bundesligafinale sind weniger Zuschauer als hier bei einem Fußballspiel in der Kreisliga.

    Wenn das bisherige Format so toll ist, wieso schafft es der DSB dann nicht das Bundesligafinale bei den German Finals unterzubringen, die jedes Jahr stattfinden? Bogenschießen haben sie dort ja auch erfolgreich platziert, also sind dem DSB ja die Ansprechpartner und die Voraussetzungen bekannt.

    Und da kommt jetzt eben wieder die harte Wahrheit: die Wettkämpfe in ihrer bisherigen Form sind unterm Strich langweilig und medial kaum verwertbar. Und das obwohl die Kämpfe, wie du selbst geschrieben hast, ein einmaliges Niveau bieten.

    Biathlon betreiben aber die Skifahrer, die Schützen bringen da nichts auf die Reihe, die träumen von Wettkämpfen wie früher mit GK und veranstalten Meisterschaften mit überschaubaren Zuschauerzahlen.

    Wo siehst Du Alternativen, in den boomenden Aufgelegt Disziplinen?

    Ich greife das Beispiel Bundesliga und Mann-Kampf nochmal auf. Eine Entscheidung fällt nach 40 Schüssen - im worst case nach 50 Minuten. Mein konkreter Vorschlag hier:

    Pro gewonnener Einzelserie gibt's einen Punkt. Serien starten auf Kommando mit Zeitvorgabe, z. B. 6 Minuten bei 10 Schuss oder 3 Minuten bei 5 Schuss. Wer zuerst drei Serien gewonnen hat, erhält seinen Einzelpunkt für die Mannschaftswertung. Wettkampf in zwei Durchgängen, erster Durchgang Paarung 2 und 4, zweiter Durchgang die anderen. So ist sichergestellt, dass die finale Entscheidung im zweiten Durchgang fallen muss und es lässt sich spannend moderieren. Bei den engen Zeitvorgaben und, je nach erzielter Leistung, unterschiedlich langen Paarungen könnte das ein gutes Format. Zumal parallel zwei Wettkämpfe durchgeführt und gezeigt werden könnten.

    Die Berichterstattung und fehlende Medienpräsenz liegt nicht an ideologisch geprägter Berichterstattung. Es liegt schlicht und ergreifend daran, dass die normalen Wettkämpfe für Zuschauer sowas von langweilig sind und nicht mal von Leuten live besucht oder online gestreamt werden, die den Sport selbst ausüben. Beispiele: Anzahl Zuschauer Bundesliga-Finale. Anzahl Zuschauer und Streams Weltcup-Finale.

    Wenn es sich nicht mal die eigenenLeute angucken, wer soll es denn sonst anschauen?

    Aber ist schießen wirklich langweilig oder ideologisch verpönt? Definitiv nein! Positives Beispiel ist jedem Winter Biathlon, der Massen in die Arenen bringt und im TV ansehnliche Einschaltquoten bringt. Aber was läuft da anders? Für Außenstehende klarer Modus. Schnelle Schussfolgen. Kurze Wettkämpfe. Da selten alle gleichzeitig am Stand stehen schnelle Kamerawechsel und Fokus auf einzelne Sportler.

    Und jetzt schauen wir uns im Gegenzug dazu mal einen Wettkampf in 3x40 oder mit der Freien Pistole an. Da schnarcht die erste Hälfte bei der Probe schon weg...