Beiträge von Leachimsachet

    Die berufliche Motivation sollte die monatliche Besoldung bzw. das Gehalt sein, das einem der Arbeitgeber jeden Monat zahlt.

    Eventuell garniert mit Optionen wie Jobrad, Wellpass, freier Arbeitszeiteinteilung.

    Wenn die Arbeitsmotivation an Sonderurlaub für Privatveranstaltungen gebunden ist, liegt das Problem an anderer Stelle aber bestimmt nicht am Arbeitgeber.

    Wieso sollte das Gehalt die berufliche Motivation sein? Wenn es rein danach geht, müsste ich mich bei Varta in Conti-Schicht ans Fließband stellen. Da hätte ich vermutlich mehr als jetzt.

    Warum mache ich das dann nicht? Weil Geld eben nicht alles ist und für mich andere Faktoren wichtig sind.

    Oh mein Gott - die 1980er haben angerufen und wollen ihre Vorurteile wieder haben.

    Was genau ist an Dienst nach Vorschrift schlecht oder falsch? Im Arbeitsvertrag stehen Rechte und Pflichten beider Parteien. Arbeitgeber lassen sich bzw werden gefeiert, wenn sie das vertraglich vereinbarte Gehalt pünktlich zahlen.

    Arbeitnehmer sollen am besten unentgeltlich Überstunden leisten, 247 erreichbar sein, trotz Krankheit arbeiten und dankbar sein, dass sie überhaup arbeiten dürfen.

    Diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei. Wenn mein Arbeitgeber möchte, dass ich bei ihm arbeite, dann muss er auch etwas bieten und mir entsprende Freiräume gewähren. Macht er das nicht, soll er die Stelle neu ausschreiben und sich jemand Neues suchen.

    Ich mag das puristische, wie der Jusuf:

    Beim Auflageschießen nehme ich zwar eine Weste, merke aber kaum Unterschied und kann auch ohne. Aber Auflageschießen ist ja Materialschlacht als solche, der Auflage wegen.

    Es ist schwierig in dieser Hinsicht Gewehr mit Pistole zu vergleichen. Besser ist es hier seine Pistole mit einer entsprechenden Luftpistole von 1980 zu vergleichen und siehe da: die puristische Deuckluftpistole von damals ist der modernen Pressluft im quasi allen Belangen technisch unterlegen:

    Einstellungen der Visierung, Griff, Abzug, Schussentwicklungszeit.

    Ich mag ja bei Wettrennen auch mehr puristische Radrennen als Formel 1. Sind trotzdem zwei paar Stiefel.

    Zeit für die Auflage? Wenn die Klamotten so sehr stützen, verkommt der Wettbewerb zu Materialschlacht. Z.B. im Schwimmsport hat man bereits vor 15 (?) Jahren ähnliche Tendenz erkannt und die Ganzkörperanzüge verboten.

    Schießen ist schon lange eine Materialschlacht. Das ist auch in Ordnung, da für alle die gleichen Bedingungen herrschen.

    Apropos Materialschlacht: das ist doch in anderem Sportarten völlig normal und von den Fans auch gefordert. Man stelle sich mal vor, dass in der Formel 1 keine maximal getunten Autos mehr zugelassen wären wegen der Materialschlacht, sondern alle im Opel Corsa 1.2 Liter ohne Helm fahren müssten. Würde kein mensch anschauen.

    Hallo an alle,

    Ich schreibe aktuell an einem Buch über das Training mit Jungschützen und Anfängern mit Luftgewehr.

    Der Fokus liegt neben der reinen Technik (zB Standaufbau, Schussablauf, Gewehreinstellungen u. Trainingsmethodik) dem übersportlichen Bereich (zB Durchführung Ausflug, Trainingslager, Tag der Offenen Tür,Spiele).

    Wer von euch hat Lust und Zeit vorab einige Kapitel zu lesen und zu bewerten?

    Ich hatte beim 800X den Ladehebel auf der rechten Seiten gelassen, aber (von der Seite betrachtet) um 90 Grad im Uhrzeigersinn gedreht. Dadurch konnte ich mit minimaler Bewegung den Verschluss öffnen und schließen mit der rechten Hand. Diabolo wurde mit der linken eingelegt. Dadurch hatte ich mir quasi dne zweiten Weg mit der linken gespart, weil vorher hatte ich mit links geöffnet und dann die Munition geholt. Fand ich damals sehr angenehm.

    Beim KK 500 hatte ich den Verschluss auf link umgebaut, um den Ladevorgang komplett mit links durchführen zu können. Fand ich sehr angenehm.

    Glaube nicht daß dies der Grund ist, schließlich sind die 300m Disziplinen auch nicht mehr olympisch, und da gibt es deutsche Starter.

    Vielleicht gibt es aufgrund mangelnder Siegchancen keine deutsche Beteiligung. Aber bei den 300m sind die auch kaum vorhanden.

    300 Meter wird mit Leuten aus der zweiten Reihe bestückt, die international Erfahrung sammeln sollen und/oder in der Sportfördergruppe sind. Deshalb ist der Disziplintrainer, Jörg Dietrich, auch der Trainer der Sportfördergruppe. Ihm zur Seite steht Manfred Gohres, der früher die Junioren trainiert und dann die Paraschützen bei 5 Olympiaden begleitet hat.

    Training findet in Sonthofen auf dem BW-Stand und verursacht dem DSB keine Kosten.

    Wobei ich kein Freund dieser Regelung bin Qualifizierungsebenen einfach auszulassen. Wozu dann überhaupt noch eine Bezirksmeisterschaft?

    Beispiel aus meinem Haus:

    Wir wohnen in Bayerisch-Schwaben. Ein Bezirk, der von Nord nach Süd 210 km weit ist. Warum ich das weiß? Wir wohnen quasi ganz im Norden. Die Bezirksmeisterschaften finden z.T. in Kempten und Lindau statt. Dorthin fahren wir, je nach Verkehr, 2 1/4 bis 3 Stunden einfache Strecke. Nach München zur Bayerischen und Deutschen sind es 133 km und wir brauchen dafür ca. 80 Minuten. Es macht null Spaß morgens um 8 Uhr einen Start bei der Bezirksmeisterschaft zu haben. Da melde ich lieber zur Bayerischen direkt durch.

    Wenn ich mich nicht ganz täusche, ja. Trotzdem würde ich „BESCHEIßER“ dahinter schreiben. Aber ich bin ja manchmal ein kleiner, gehässiger Geselle, wenn es um sowas geht.

    Würde ich nicht, weil es manchmal nicht zutreffend ist. Ich erinnere mich da an David Kroll, der damals bei der Junioren-EM nach dem Finale disqualifiziert wurde, weil die Jacke, die am Tag zuvor anstandslos durch die Kontrolle gekommen war, nach dem Wettkampf vollgeschwitzt zu steif war.

    Bescheißen nenne ich das nicht, aber Leinenjacken reagieren einfach deutlich mehr auf äußere Einflüsse wie Temperatur und Feuchtigkeit als neuere Materialien.

    Dann wird es bei großen Veranstaltungen unkotrollierbar. Im Para-Bereich gibt es vereinfacht ausgedrückt drei unterschiedliche Höhen bei der Rückenlehne:

    A. Gar keine. Sehr leicht zu kontrollieren.

    B. 30 % der Wirbelsäule dürfen die Lehne berühren. Im Wettkampfpass wird individueller Wert eingetragen

    C. Maximale Lehne, Glaube 60 % der Wirbelsäule dürfen Lehne berühren.

    Bei jeder Bekleidungskontrolle und auch am Stand werden diese Werte, gemessen ab Wirbel C7 einzeln nachgemessen.

    Wie willst du das bei allen Jacken machen? Starterfeld halbieren?

    Auf meine Gewehre kommen nur die Aufkleber von der DM. Ich muss doch nicht den ganzen Schaft vollklatschen. Und auf einem vollgeklatschten Schaft findest du den aktuellen Aufkleben auch nicht direkt.

    Es reicht doch, wenn bei der Startkarte der Stempel von der Waffenkontrolle drauf ist, dann sieht der KR doch, dass sie kontrolliert wurde.

    Reicht aus meiner Sicht nicht. Ich kenne es von internationalen Wettkämpfen so, dass die Waffennummer und Hersteller bei der Waffenkontrolle in die Startkarte eingetragen werden. Diese Daten werden direkt am Stand abgeglichen, um auszuschließen, dass die komplette Waffe getauscht wurde.

    Waffenkontrolle schön und gut: wer sagt denn, dass danach nicht noch etwas verändert oder ganze Anbauteile getauscht werden? Ich mußte an der Bayerischen auch mal eine Schützin von Stand weg disqualifizieren, weil sie nach der Kontrolle eine Hakenkappe vom KK mit langem Haken montiert hat. Laut Startkarte hatte sie die Waffenkontrolle bestanden. Hätte ich sie dann schießen lassen sollen?

    ok, aber hast du das Gewehr mal bei einem Munitionstest mit und ohne der schweren Tube getestet?

    wenn die Waffe springt - ist der Schuss schon lange raus

    Habe ich beides gemacht, weil wir einen Teststand eines Händlers in unserer Halle haben. Eingespannt in der Schießmaschine mit Tenex jeweils ca 11 mm.

    Ob der Schuss da schon komplett den Lauf verlassen kann ich dir nicht sagen. Das Schießen fühlt sich so für mich sauberer an, da weniger Bewegung drin ist und ich nach dem Schuss klarer sehe, wo die Waffe hinspringt und wo sie wieder landet. Stichwort Nullpunktkontrolle.

    Wie ich schon mal geschrieben habe, machen die Gewichte beim Auflageschießen absolut keinen Sinn.

    Wenn ich einen 5kg schweren Arm an den Schaft hänge, ist es absolut egal wo sich das 100g Gewicht befindet.

    Ich antworte mal mit einem entschiedenen "es kommt drauf an".

    Natürlich macht es einem Unterschied, wo ich wie Gewichte in welcher Form und wenn ja wie viele hinhänge. Stichwort Trägheit der Masse.

    Ich habe z.B. an meinem alten KK, von dem ich mich bald trennen werde, eine schwere Stahltube verbaut. Das Ding hüpft keinen mm mehr nach der Schussabgabe und bleibt ruhig liegen. Ohne dieses Gewicht ist das komplett anders.

    Ich denke, es mit ordentlichem Training zu probieren währe eine sinnvollere Lösung.

    Einige der Hersteller haben es erkannt, das mit dem größten Teil der Auflageschützen gute Gewinne zu erzielen sind. Hier zu zähle ich auch die Führungsriege des DSB. Sich mit 1600 Starts zu rühmen und die Wettkämpfe in zwei Tagen durchzuboxen ist schon frech. Es zeigt aber die geringe Wertschätzung für die Sportler. Kasse machen ist angesagt.

    Ich habe vor Jahren in der Zeitung „Welt am Sonntag „ gelesen: Was früher die Adligen mit dem Volk gemacht haben, machen Heute die Manager mit dem Bürger. Damals war es Raffgier und Heute nennt man es Gewinnoptimierung,
    Mit Sportlichem Schützengruß

    Max 319

    Der enge Zeitplan liegt aber auch daran, dass es unterm Strich zu wenige Kampfrichter und Helfer gibt, die sich das wirklich freiwillig antun.

    Was meine ich damit?

    Ich war einige Jahre als Kampfrichter bei nationalen und internationalen Wettkämpfen wie dem IWK in München im Einsatz. Für die großen Meisterschaften musste ich Urlaub nehmen, weil die reine Wochenendteilnahme nicht erwünscht war. Die Tage begannen in schlechten Hotels bei schlechtem Frühstück um 6 Uhr,damit ich um 7 Uhr in der Anlage war. Dann ging es, je nach Einsatzgebiet (Wettkampfleitung, Jury, Aufsicht in der Halle, Waffenkontrolle, Equipmentkontrolle) bis 17/18 Uhr ohne vernünftige Pause durch. Verpflegung musste man sich selbst mitbringen, Pinkelpause exakt am Durchgangsende, wenn Waffen verpackt und Stand noch nicht freigegeben. Außer man war eingeteilt, die Passepartouts zu wechseln.

    Je niedriger die Meisterschaft, umso größer die Probleme mit Sportlern und Betreuern. Betreuer wechselt bei Dreistellung während Schütze bereits lädt => da wirste direkt angeschrieen und Fäuste geballt. Andere nicht sicherheitsrelevante Regelverstöße: Aufstand und Affentheater ohne Ende mit persönlichen Beleidigungen unter der Gürtellinie.

    Und für was macht man das? Für damals 15 Euro Tagessatz plus 20 Cent Fahrtkostenerstattung. Aber wehe du hast aus Versehen 5 km zu viel angegeben - da gab's dann direkt vom Verband einen Einlauf.

    Ich habe nach diesen Erfahrungen meine Lizenz nicht verlängert und beschlossen, dass ich erst wieder als Kampfrichter im Erscheinung treten werde ab einem Tagessatz von 250 Euro. Darunter ist mir persönlich die Wertschätzung zu gering und mein Urlaus sowie Wochenenden zu wertvoll.

    Ja, danke, mit 67 Jahren bin ich offenbar noch jung und erst seit 50 Jahren im Schützenverein. :rolleyes:

    Das mit den 75 Minuten ist mir durchaus bewußt, aber das bezog sich auf Freihand, hat also überhaupt nichts mit der heutigen Regelung für Auflageschießen zu tun! Zumal es "damals" weder elektronische Anlagen, noch Gewehre mit Druckluftkartuschen gab, selbst die Seilzuganlagen zum Kurbeln, waren noch sehr verbreitet.

    Daß das alles mehr Zeit erforderte ist wohl jedem verständlich.

    Meine ursprüngliche Frage bezog sich außerdem auf die 15 Minuten Probe und anschließend 30 Schuß Wertung beim Auflageschießen, die so eben NICHT in der Sportordnung steht! Die Frage inkl. einer Begründung, warum man das so macht, und wo das steht, wurde für mich mittlerweile ausreichend erklärt.

    Definiere damals:

    1992 wurde bei Olympia erstmals auf Elektronik geschossen. Die Bundesliga seit 1998 und in Hochbrück wurden 2000 sämtliche Stände auf Elektronik umgerüstet.

    Pressluftgewehre sind auch seit ca 1993 auf dem Markt, also auch nicht mehr ganz so neu.

    ... aber Aufgrund welcher Vorgaben? Oder aus reiner Tradition? Ich habe eben in einer uralten SpO von 2010 geblättert, selbst dort steht schon der Passus mit den 45 Minuten inkl. Probe drin.

    Oh Gott bist du noch jung. "Früher", also noch bevor Auflage populär wurde, gab es bei Meisterschaften auf Papier 75 Minuten Zeit für Probe und 40 Wertungsschüsse. Später dann (glaube ca 2012?) Wurde dann unterteilt in 15 Minuten und dann auf Papier 60 und auf Elektronik 50 Minuten für die 40 Wettkampfschüsse.