Ich denke, es mit ordentlichem Training zu probieren währe eine sinnvollere Lösung.
Einige der Hersteller haben es erkannt, das mit dem größten Teil der Auflageschützen gute Gewinne zu erzielen sind. Hier zu zähle ich auch die Führungsriege des DSB. Sich mit 1600 Starts zu rühmen und die Wettkämpfe in zwei Tagen durchzuboxen ist schon frech. Es zeigt aber die geringe Wertschätzung für die Sportler. Kasse machen ist angesagt.
Ich habe vor Jahren in der Zeitung „Welt am Sonntag „ gelesen: Was früher die Adligen mit dem Volk gemacht haben, machen Heute die Manager mit dem Bürger. Damals war es Raffgier und Heute nennt man es Gewinnoptimierung,
Mit Sportlichem Schützengruß
Max 319
Der enge Zeitplan liegt aber auch daran, dass es unterm Strich zu wenige Kampfrichter und Helfer gibt, die sich das wirklich freiwillig antun.
Was meine ich damit?
Ich war einige Jahre als Kampfrichter bei nationalen und internationalen Wettkämpfen wie dem IWK in München im Einsatz. Für die großen Meisterschaften musste ich Urlaub nehmen, weil die reine Wochenendteilnahme nicht erwünscht war. Die Tage begannen in schlechten Hotels bei schlechtem Frühstück um 6 Uhr,damit ich um 7 Uhr in der Anlage war. Dann ging es, je nach Einsatzgebiet (Wettkampfleitung, Jury, Aufsicht in der Halle, Waffenkontrolle, Equipmentkontrolle) bis 17/18 Uhr ohne vernünftige Pause durch. Verpflegung musste man sich selbst mitbringen, Pinkelpause exakt am Durchgangsende, wenn Waffen verpackt und Stand noch nicht freigegeben. Außer man war eingeteilt, die Passepartouts zu wechseln.
Je niedriger die Meisterschaft, umso größer die Probleme mit Sportlern und Betreuern. Betreuer wechselt bei Dreistellung während Schütze bereits lädt => da wirste direkt angeschrieen und Fäuste geballt. Andere nicht sicherheitsrelevante Regelverstöße: Aufstand und Affentheater ohne Ende mit persönlichen Beleidigungen unter der Gürtellinie.
Und für was macht man das? Für damals 15 Euro Tagessatz plus 20 Cent Fahrtkostenerstattung. Aber wehe du hast aus Versehen 5 km zu viel angegeben - da gab's dann direkt vom Verband einen Einlauf.
Ich habe nach diesen Erfahrungen meine Lizenz nicht verlängert und beschlossen, dass ich erst wieder als Kampfrichter im Erscheinung treten werde ab einem Tagessatz von 250 Euro. Darunter ist mir persönlich die Wertschätzung zu gering und mein Urlaus sowie Wochenenden zu wertvoll.