Beiträge von Hawkeyes.177

    Du stellst bei dem System die Distanz zur Scheibe ein und verwendest eine auf diese skalierte Scheibe. Die Umrechnung erfolgt dann automatisch…

    Dh. Bei 5 Meter ist die gemessene Abweichung real 7,6mm. Und die App rechnet das dann auf 15,2mm für die 10m Distanz um. Ist eigentlich ganz logisch…

    Das mit den Achten hab ich irgendwo hier schonmal gelesen. In dem man bei Papierscheiben den 9er Ring ausschneidet….

    Und was dein abschauen von Bundesligaschützen angeht, ja ist Hilfreich, aber da muss man probieren was für einen selber funktioniert. Wenn es eine Lösung für alle Schützen gäbe, wäre es ja langweilig ;)

    Ist natürlich richtig. Aber ich will erstmal ausschießen dass ich etwas falsch mache bevor ich Hilfsmittel nutze.

    Meine schießbrille hat für das linke Auge eine Doppelblende (grau und transparent). Wenn ich das linke Auge ganz schließe ist es noch erträglich (bei enger Blende). Offenes Auge und graue Blende geht noch aber ich verliere Kontrast und offenes Auge mit transparenter Abdeckung ist ganz unangenehm.

    Vielleicht hilft es mir ja mit dem Abdunkeln um dann die Irisblende wieder etwas öffnen zu können.

    Vermutlich haben unsere Gewehrschützen alle seit dem Kauf Filter in der Irisblende und drehen uns deshalb das Licht so hoch :)


    Ich nehme mir morgen mal eine Sonnenbrille mit der Klemm-Irisblende von Gehmann mit.

    Die Klemmfilter grau, gelb und Amethyst kommen leider erst Anfang der nächsten Woche. Vielleicht hilft das ja…

    Ein Frage beschäftigt mich zur Zeit noch: mich blendet seit dem ersten Mal im September unheimlich die Beleuchtung der Meyton-Anlage. Ich empfinde das als wahnsinnig störend, bin aber sonst nicht sonderlich lichtempfindlich.

    Meine Lösung war bisher die Irisblende meiner Schießbrille zu schließen, was aber den Kontrast erhöht und meinen Fokus zwischen Korn und Spiegel springen lässt. Aber ein öffnen der Blende sorgt für ein verschwimmen der Kimme/Kornumrisse und macht sauberes Zielen nicht leicht bis nicht möglich. Ich habe mir jetzt mal Farb- und Tönungsfilter für die Olympusbrille bestellt.

    Aber: ich kann mich aber nicht wirklich erinnern dass ich in all den Videos aus der Bundesliga die ich gesehen habe Schützen mit Farbfiltern vor dem Glas wahrgenommen habe….

    Bin ich der Einzige dem das so geht oder mache ich etwas falsch, dass es mich so blendet?

    Es ist ein Hämmerli LTS Lasermodul (Rotpunkt), dass an der Walther LP500/400 befestigt werden kann. Die Trefferaufzeichnung erfolgt über eine Kameraaufzeichnung bei der die App „iSchütze“ den Rotpunkt erkennt und auswertet. Gibt es auch als Komplett LTS-System von Hämmerli.

    Die Distanz beträgt 5m mit entsprechend klein skalierter Scheibe. Die App gibt es leider nicht mehr im Apple-Store neu zu laden.

    Vielleicht erkennt die Kamera die Treffer etwas großzügiger? Aber die Laserpunkt Berechnung und die Distanzen in der App passen soweit.

    Aber es ist ja nur eine Unterstützung für das Trockentraining zu Hause. Ob da nun die Treffer im 0,1 Ringe auf oder abgewertet werden, ist eher nebensächlich. Es geht ja darum ob die Treffergruppe enger wird und damit ob das Training auch Wirkung zeigt. Dafür reicht es ja.

    Elektronische Schießtandanlagen wie Meyton sind sicherlich präziser.

    Wenn ich nun alle Schüsse auf dem Bild nachwerte, die eindeutig zu erkennen sind, dann komme ich auf 2x 8 und 18x 9 und somit auf 22 Miese, sprich 378 Ringe statt der angezeigten 382.

    Ich hatte um ehrlich zu sein auch schon das System im Verdacht, dass es beschönigt. Aber ich finde den Fehler nicht... Und das was Du als Fehler siehst, ist vermutlich nur die Darstellung. Das Ergebnis wird gespeichert und man kann die Details im Nachhinein auswerten. Hier wird die Abweichung vom Zentrum bis zum Zentrum des Schuss in mm angegeben.

    Der Zehner hat 11,5mm Durchmesser + 4,5mm des Diabolos ergibt einen max-Zehner-Durchmesser von 16mm, oder eine Max-Abweichung von 8,0mm vom Zentrum. Jeder weitere Ring hat +8mm Radius.

    Bedeutet:
    10er Wertung bis max 8,0mm Trefferabweichung vom Zentrum
    9er Wertung 8-16mm Abweichung vom Zentrum
    8er Wertung = 16-24mm Abweichung vom Zentrum
    Usw.

    Müsste doch richtig sein, oder?

    Ich poste mal alle 4 Sets mit der mm-Abweichung je Schuss.

    Die 8 die Du auf Basis des Bildes gefunden hast ist Schuss 40 und hat eine gemessene Abweichung von 15,2mm vom Zentrum. Bis 16,0mm wird das als neun gewertet…. Rechnen tut das System korrekt.

    Was aber nicht heißen soll, dass es durch irgendwas anderes im Vgl. zu einer Meyton-Anlage beschönigt… Ist ja in sofern aber auch egal, als dass es nur als Anhaltspunkt für die Verbesserung dienen soll…. Abgerechnet wird ja mit dem Wettkampfergebnis… :)

    Hi zusammen,

    leider hat es mich Gesundheitlich im November und Dezember 2x recht ordentlich erwischt, so dass ich weniger zu berichten hatte. Daher hab ich mich auch länger nicht bei Euch, den Interessenten an Trainingsduellen, gemeldet. Tut mir sehr leid aber ich hoffe dass wir einen Termin im Januar finden. Ich schreibe Euch aber auch einzeln.

    Nachdem sich meine Technik so weit verbessert hat, dass ich zu Hause im stillen Kämmerlein konstant zwischen 370-380 Ringe schaffen kann. Kommt nun das Haltekraft- & Fokustraining dran.

    Da ich mich selbst genug kenne, dass ich nicht regelmäßig reines Haltekraft-Training vor einer weißen Wand durchziehen werden, hab ich mir das für mich etwas umgewandelt. Da ich ja glaube einer der 100.000.000 Schützen zu sein, dem das Trainieren nach Ergebnissen eher hilft, statt verunsichert und unter Druck setzt. Hab ich mir nun folgendes überlegt:

    Ich schieße ein Set von 40 Schuss mit je 30 Sekunden Haltedauer. Die ersten 15 Sekunden ist eher ruhiges Halten im Halteraum und in den letzten 15 Sekunden kommt das Feinzielen mit Finger am Abzug. Nach den 30 Sekunden dann der Schuss. Das ganze messe ich parallel mit dem Mantis-X (habe leider kein Scatt) aus und zeichne die Bewegungskurven auf. Neben den Verlaufskurven gibt das Mantis ja einen Punktscore aus für die Qualität des Schussmomentes.

    Trainingstag 1: 326 Ringe
    Trainingstag 2: 351 Ringe
    Trainingstag 3: 356 Ringe (jetzt mit Mantis-Punkte Schnitt: 94,9 / von 100)

    Mein Plan: Wenn sich die Ergebnisse verbessern und der Mantis-Schnitt steigt müsste das ja für einen steigenden Trainingserfolg sprechen. Das Display ist in der Zeit abgedeckt und ich achte verstärkt auf das Nachhalten. Versuche mir damit auch den schnellen Blick auf die Ergebnisse abzutrainieren. Das klappt schon ganz gut.

    Allerdings bin ich mir heute doch unsicher geworden, den Schuss nach 30 Sekunden am Ende zu machen. Ich trainiere mir hierdurch mit Sicherheit an den Schuss noch „retten“ zu wollen. Klappt das dann zu gut, könnte ich Gefahrlaufen das auch im Wettkampf machen zu wollen, was dann in die Hose gehen wird. Also werde ich versuchen den Schuss nach den ersten 10-15 Sekunden sauber zu setzen und dann nachzuhalten. Vielleicht kann ich ja das dann noch weiter steigern.
    Das änder ich dann ab dem nächsten Training.

    Mit dem mentalen Training bin ich auch schon am Werk und habe in der Krankenzeit im Bett auch ganz gut die Theorie lesen können. Nun versuche mich mir mal ein entsprechendes Mindset für den nächsten Wettkampf zu bauen. Ich habe mir mal eine Liste an allen Dingen gemacht, die mich davon abhalten könnten in Bestform zu schießen (externe, körperliche und mentale Faktoren). Daneben schreibe ich mir wie stark der Effekt auf mich ist. Und was ich dagegen tun kann. Das ist schon ganz interessant was da zusammen kommt und man kann doch gegen eine ganze Menge Faktoren etwas tun. Bin mal gespannt ob und wie mir das in nächsten Wettkampf helfen wird.

    Um das ganze in 2025 noch auf ein höheres Level zu bringen, habe ich mir einen Trainer ergattert, der mich zum Jahresstart im Januar mal begleiten wird. Freue mich da schon sehr drauf. Und ich habe mich für den „Jedermann-Luftpistole Workshop des DSB“ auf die Warteliste setzen lassen. Falls jemand der das hier liest schon auf der Liste ist: Nehmt Euch doch im April was anderes schönes vor :) Hoffe sehr dass das klappt.

    So, nun allen die das hier mehr oder weniger mit verfolgen: Vielen Dank für alle Eure Tipps und Ratschläge in 2024! Auch wenn ich bei einzelnen Punkten, glaube es anders machen zu wollen, so nehme ich mir doch jeden Tipp von Euch zu Herzen und schaue wie ich mir das in mein Training einbauen kann. Bisher geht es glaube ich in eine ganz gute Richtung.

    Habt alle einen guten Start ins neue Jahr und ich berichte im Januar wie es dann bei LOL-Duellen und Meisterschaften so lief :)

    VG & einen guten Wechsel in 2025 Euch allen.

    Hi zusammen,

    so langsam kommt alles zusammen. Wenn ich es schaffe mich so zu konzentrieren, dass ich ganz bewusst meinen Anschlag aufbaue und fokussiert in den Halteraum komme, dann greift nun das ganze Training langsam in einander. Da ihr ja alle schreibt, dass ich keine Ergebnisse mehr im Training schießen soll, versuche ich einfach ein möglichst kleine Punktewolke mit roten Punkten in der Mitte zu erzielen. Immer 10 Schuss. Und dann wieder von vorne. Und. Es wird immer besser.

    Hilft alles nix, wenn dann im Wettkampf wieder die Gedanken rasen, aber ich denke dass Fundament und Selbstvertrauen wird beim nächsten Wettkampf stabiler sein.

    Hier mal die Punktewolke von heute. Mein 2. bestes Ergebnis bisher mit 10 Schuss.

    Letztes Schlüssel-Aha-Erlebnis war mein Griff an meiner LP500. Ich hatte vor einiger Zeit mal geschrieben dass ich dachte eher leicht greifen und eher zu balancieren zu wollen. Ich bin jetzt überzeugt das war Murks und kam einfach daher das mein Standard 5D Griff nicht passte und mein Korn dadurch wackelte und nach links unten zog. Daher dachte ich die Lösung sei: nicht fest zugreifen.

    Ich habe mir diesen Griff nun auf meine Hand angepasst und die Handballenauflage schön eng gestellt. Wenn ich nun zugreife verzieht sich das Korn nicht mehr. Hierdurch kann ich fester zugreifen, was das Wackeln im Handgelenk stark reduziert was man oben gut sehen kann. Bringt mich neben der Haltekraft nun zum nächsten Trainingsfeld Griffkraft. :)

    Aber ich merke dass ich nun langsam an den Punkt komme das ich mehr mehr Gedanken über das Abziehen machen kann. Ich schätze dass ich ca. 50% der Schüsse recht ruhig abgebe und auch ruhig nachhalte und 50% noch „in Bewegung“ passieren. Das Treffen klappt dann zwar noch, wird aber ungenauer. Wenn dann noch die Aufregung im Wettkampf kommt, gibt das keinen roten Punkt sondern eine 8 oder schlimmer… Aber ich merke das das deutlich besser wird.

    Daher eine Frage zur Griffkraft und Versteifung des Handgelenkes. Gibt es neben Griffkraft-Trainiern noch spezifischere Übungen zum stabilisieren des Handgelenkes? Kennt sich jemand damit aus?

    LG & Danke

    Hi zusammen,

    ich habe eine Frage zum „äußeren Anschlag“ die mich zur Zeit im Training beschäftigt. Und zwar dreht es sich um die „Position meiner Schulter“. Ich bin mir nicht sicher ob ich es schaffe das verständlich zu beschrieben, versuche es aber mal:

    Wenn ich im Training regulär schieße, befindet sie sich in einer „entspannteren“ unteren Position. Damit schaffe ich ein recht ruhiges und spannungsfreies Schießen mit guten Trefferbildern.

    Wenn ich jedoch Haltekrafttraining zu je 30 Sekunden betreibe, dann merke ich wie ich meine Schulter nach einiger Zeit etwas nach oben links ziehe, da ich so das Gewicht besser und länger halten kann. Liegt vermutlich an der horizontal besseren Ausrichtung zur Muskulatur. Aber: diese Position ist „anstrengender“ und steifer, da ich mich gegen die natürliche Haltung ausrichte. Bei der Nullstellung versuche ich ja durch die richtige Ausrichtung die Spannungen aus den Muskeln und Sehnen zu nehmen und mich nicht gegen diese zu stellen. Ich habe das Gefühl mehr horizontal und Vertikalschwankungen aus dem Oberkörper an den Arm weiterzugeben.

    Das gleiche Phänomen habe ich beim Compound-Bogenschießen. Ist die Schulter starr in einer exakt geraden Linie mit Arm und Rücken erhöht das stark die Schwankungen. Setze ich die Schulter etwas „Offset“ nach unten, wird das Ziel und Trefferbild deutlich ruhiger und Präziser.

    Nur was ist nun richtiger oder besser:

    1. in der natürlichen unteren Schulterstellung zu bleiben und darauf achten keine Ausweichposition in der Schulter zu machen und sonst das HK-Training beenden und langsamer steigern.
    2. Die „kraftvollere Position“ zu trainieren und zu versuchen diese als Standardposition zu „erarbeiten“, damit die Ansannung nicht gegen den Schuss wirkt?

    Ich würde auf Lösung 1 tippen, aber vielleicht ist das ja falsch? Und bevor ich mir nun das weiter antrainiere… weiß jemand fundierten Rat?

    LG & Danke

    Kleiner Tip, ... wenn auf Elektronik eine Serie geschossen werden sollte, dann den Monitor ausschalten/abdecken.

    Wenn kein Ergebnis zu sehen ist wird automatisch der Focus auf die saubere Ausführung der Technik gelegt.

    Das mache ich heute schon in Kombination mit der Einschätzung wo genau ich getroffen habe. Als ich zeiche den Bereich in dem ich den Treffer vermute ein und gleiche das später mit den Treffern ab. In der Zeit steht der Monitor unter dem Tisch oder ist abgedeckt. Das ist wirklich sehr hilfreich und zwingt zum lernen, reflektieren und auch fokussieren.

    So, heute den nächsten Trainingsdurchlauf gemacht. Ich persönlich finde das Training als Wettkampf garnicht so schlecht, da auch hier die Psycho-Regulation im „Kleinen“ geübt werden kann. Denn ja: das Schießen auf Ergebnis übt auch im Training Druck aus. Aber wenn ich das zu Hause nicht in den Griff bekomme, dann erst recht nicht im Wettkampf… In der ersten Runde hab ich zB. Nach den ersten 5x 10er eine 8 geschossen. Was natürlich zu Frust führt, den man erst mal wieder regulieren muss.

    In Summe aber wieder ganz ordentlich: 380 Ringe

    Und da wir ja beobachten wollen ob ich trotz „falscher Traningsmethoden“ es schaffe mein Gap zwischen Training und Wettkampf zu schließen hier nochmal mein Score-Board. Aktuelle Differenz zu meinem letzen Wettkampf: 29 Ringe (380 vs. 351 Ringe).

    Nächster offizieller Wettkampf ist erst wieder im Januar. Vielleicht schaffe ich aber im Dezember noch ein paar der privaten Wettkämpfe zu organisieren (vielen Dank für die ganzen Duell-Angebote die ich bekommen habe!). Da kommt dann mal etwas mehr Aufregung und Adrenalin in den Körper, den ich ja beherrschen lernen will…

    Womit ich auch beim Training aktuell am stärksten zu kämpfen habe ist mein Fokus. Wenn ich es schaffe mich voll uns ganz auf mein Korn zu fokussieren und sauber in den Halteraum komme, läuft es wirklich gut. Dann schieße ich of mehrere 10er hintereinander.
    Und dann kommen wieder Phasen in denen es mich wahnsinnig anstrengt sauber zu fokussieren und mich zu disziplinieren abzusetzen wenn das nicht ganz sauber ist.

    Wie soll ich sagen: Das Fokussieren und die Disziplin technisch alles sauber zu machen strengt mental und fast spürbar körperlich sehr an. Daher finde ich es so bewundernswert wie man trotz einer enormen Geräuschkulisse und dem Wettkampfdruck in einem Bundesliga-Wettkampf diese mentale Stärke aufbringt. Ich gebe zu ich bin da sehr neidisch und hätte das auch gerne (vielleicht lerne ich die Selbstregulation ja noch besser in den Griff zu bekommen).

    Wir werden sehen. Also: für alle Beobachter/Mitleser: 29 Ringe ist mein Gap, das es nun gilt zu schließen…
    Bzw. Ich muss keine 380 Ringe in Wettkämpfen schießen. Wäre schön, ist aber kein muss. 365-370 wären ein realistisches Ziel für 2025.
    Dh. 15-20 Ringe Verbesserung… Das wäre mein Ziel.

    VG & schönes WE

    Das macht bei einigen von uns halt die jahrzehntelange Erfahrung der Arbeit am/mit den Schützen. Sollte es für dich anders sein, dann bist du der eine unter 100.000.000, dann schonmal Glückwunsch dazu sollte es so sein.

    Bitte warten mit den Glückwünschen ob ich das auch schaffe. Und ich bin sicher dass ihr bei vielen Schützen auch recht damit habt.
    Aber ja: bei einigen auch nicht :) Wir werden es sehen. LG

    Mh, irgendwie scheint man nur wenig zu akzeptieren, dass vielleicht einige Schützen anders ticken… Irgendwie schade.
    Aber so isses halt… Bleibt die Wahrheit: wer trifft hat recht…

    Schaffe ich es auf meine Weise mein Gap zwischen Training und Wettkampf zu schließen: scheine ich (für mich!) recht zu haben.
    Gelingt es mir nicht, vielleicht ja ihr. Wie gesagt, ich werde berichten :) Und schieße ich auf Dauer 20-30 Ringe mehr… Hilft das ja vielleicht in Zukunft jemandem dem es so geht wie mir, wenn er das hier liest :)

    Und weil´s so schön ist: Ihr habt mich motiviert noch ne volle 40er Serie zu schießen :) Merci für die Motivationsspritze :)

    Und der Erfolg im Wettkampf gibt Dir Recht?

    Vielleicht solltest du über eines noch mal nachdenken:
    Wenn sich was ändern soll, musst Du was ändern.

    Es waren bisher 3 Wettkämpfe. Und wie es weiter geht: das darfst Du hier ja gerne, wenn Du magst, weiter mit verfolgen :)

    Aber ich möchte auch keine Glaubensdiskussion von Zaun brechen. Mir hilft meine Art zu trainieren und die technischen Fortschritte lassen sich messen. Ich glaube nicht dass ich das verändere wenn ich nicht mehr auf Ergebnis trainiere. Wem es eher hilft das nicht zu tun, der tut das eben nicht… Und ja vielleicht stelle ich eines Tages fest dass ich damit falsch liege… Wer weiß.

    Ich schreib ja hier über meine Entwicklung, wer Lust hat verfolgt das… Wer nicht, eben nicht :)

    Hi Nullinger,

    und auch an alle anderen die mir schonmal diesen Hinweis gegeben haben: vielen Dank, das ist mir bekannt und ich respektiere völlig Eure Sicht und Erfahrung. Und Ihr werdet auch für ganz viele Schützen Recht haben und damit bei vielen genau den richtigen Tipp geben. Daher klasse und Danke, denn viele die meinen „Blog“ hier verfolgen hilft vermutlich genau das. :)

    Aber: mir hilft Euer Tip leider nicht, egal wie oft dieser wiederholt wird und ich erkläre auch gerne warum…

    Ich halte mich für einen sehr ziel- und ergebnisfokussierten Menschen. Meine ganze Natur ist auf Ziele und den Weg dorthin (sowohl mit Erfolg und Misserfolg) ausgelegt. Ich ziehe hier viel Motivation aus den Leistungssteigerungen. Der Schießsport ist nunmal ein messbarer Sport. Es gibt keine Haltungsnoten und niemand wird belohnt wenn er mit einem perfekten Anschlag und Technik in die 6 schießt. Man hat auch keinen Gegner oder Wetter die Einflussnehmen können und die man als Ausrede benutzen könnte. Der einzige „Gegner/Mitspieler“ ist der eigene Körper und der eigenen Kopf… Für mich der perfekte Sport um das absolut maximale an Präzision zu erreichen, was mir halt möglich ist.

    Ich halte mich selbst für einen sehr selbstreflektierenden Menschen, der aus seinen eigenen Erfolgen, Misserfolgen und den Beobachtungen anderer Schützen viel lernt (das beschreibe ich ja auch im Blog).

    Ich habe bei mir 4 Arbeitsfelder entdeckt:

    01. Material = Griff, Abzug, Schuhe, Brille etc.
    Diese Verbesserung sehe ich am allerbesten im völlig isolierten Heimtraining! Keine Anderen Einflüsse: nur ich uns mein Equippment. So wie ich es gestern mit dem E-Abzug beschrieben habe. Wie messe ich meine Erfolge: Über Punkte! 10er und 40er Serien.

    02. Technik = Äußerer Anschlag, Haltekraft, Abzug, Nachhalten etc.
    Diese Verbesserung sehe ich am allerbesten im völlig isolierten Heimtraining! Keine Anderen Einflüsse: nur ich uns mein Equippment. So wie ich es gestern mit dem E-Abzug beschrieben habe.
    Wie messe ich meine Erfolge: Über Punkte! 10er und 40er Serien.

    Und darüber hinaus setze ich hierbei bereits weiße Scheibe, Balkenscheiben etc. ein und mache Haltekraftraining. Ich ignoriere das ja nicht was ihr schreibt.

    03. Focus = Konzentration & Disziplin
    Hierfür hilft mir das Training im Verein, da um mich herum Ablenkungen stattfinden und ich mich und meinen Focus immer wieder einfangen und auf meinen nächsten Schuss konzentrieren muss.
    Und wie sehe ich ob mir das besser gelingt: Richtig mit Ergebnissen aus 40er Serien.

    04. Wettkampfaufregung/Angst = Pulsschlag, Handzittern, psychische und physische Erregung
    Hierfür hilft mir das ganze Training was ich oben beschrieben habe nur als Fundament und als Selbstvertrauen, dass ich das technisch beherrsche. Das baue ich mir durch Punkte basiertes Training (oben) auf. Den Rest an psychischer und physischer Regulation muss ich im Wettkampf lernen und mich üben. Und wieder sehe ich an Hand von Ergebnissen wie es mir gelingt.

    Wie ihr seht, trenne ich sehr scharf in 3 „Situationen“: „Technik-Training“, „Focus-Training“ und „Wettkampferfahrung“. Ich habe weiter oben sogar meine 3 Ergebnisverläufe dargestellt. Und durch schließen der Lücke aus Wettkampf und Heimtrainingserfolgen sehe ich ob ich das was ich lerne auch angewandt bekomme.

    Ich hab jetzt in unter 5 Monaten den Wechsel vom Einzelschützen im Keller eines Vereines in die LOL geschafft. Hab meine Heimtrainingsergebnisse immer weiter auf 370-380 (3x über 380) Ringe geschafft und es wird immer besser. Die Herausforderungen im Wettkampf muss ich durch Erfahrungen lösen und da hatte ich bisher erst 3 Einsätze.

    Ja mag sein, dass der Tipp im Training nicht auf Ergebnisse zu schießen bei so manchem „Lernenden/Anfänger“ genau das richtige ist. Aber bei mir motiviert mich das eher und ich sehe genau meine „Lernkurve“.

    Daher lieben Dank, aber in dem Punkt funktioniere ich halt etwas anders…
    Was aber natürlich jeder für sich rausfinden muss… :)