Beiträge von Greyhound

    Nunja, das CZ457 System ist ja ursprünglich ein bewährtes Mehrladesystem mit Magazin. Dieses Magazinfenster musste man ja für einen Einzellader ja irgendwie schließen. Mechanisch hat man sich für eine Laderampe entschieden die zur richtigen (geradlinigen) Ausrichtung und Zuführung der Patrone ins Patronenlager als Wippe fungiert.


    Bei einem normalen Einzellader ist die Laderinne parallel zum Lauf. Die Patrone liegt durch den Rand also schräg in der Laderinne. Das weiche Geschoß wird vorne am Patronenlager über eine (wenn auch verrundete) Kante angehoben, darüber geschoben und letztendlich vorne am Übergangskegel formschlüssig zentriert.

    Vielleicht will man mit der Wippe so das weiche Geschoß zentrischer bzw. die gesamte Patrone ausgerichteter dem Patronenlager zuführen. Vielleicht kann mit dieser Art der Zuführung das Patronenlager etwas enger ausgeführt werden, was sicherlich kein Nachteil ist. Durch die Schräglage der Patrone in einer üblichen Laderinne drückt der Stoßboden auch erstmal schräg auf den Hülsenboden.

    Das CZ457er System ist eigentlich ein bewährtes und ausgereiftes System das gerne mit dem schweren CZ- oder einem Lilja Lauf gerne bei BR50 eingesetzt wird.

    Billiger (gerade bei CZ) muß nicht schlechter sein. Abwarten bis die ersten Munitionstests vorliegen.

    Physik bei gleichem Kaliber, das ist halt so. Je schwerer das Geschoss (also je länger das Geschoss) desto kürzer muss der Drall sein um das Geschoss zu stabilisieren. Mit ausreichender Drallstabilisation sollte die Ausrichtung des Geschosses der ballistischen Flugbahn folgen. Mit zu wenig Stabilisation könnte sich ein Anstellwinkel zur Flugbahn entwickeln. Das Geschoss beginnt zu Taumeln und driftet ab, oder kann sich bei großen Entfernungen sogar überschlagen.

    148gr Geschosse 12" (305mm) Drall.

    168gr Geschosse 10" (254mm) Drall.

    180/190gr Geschosse Drall ?" (10" Drall sicherlich möglich aber nur auf kürzere Diatanzen. Wichtig ist, die Sau ist tot.

    Ja genau, beim Munitionstest ist mir das mit den Ausreißer aufgefallen.

    Der Verkäufer hat mir die Funktionweise im Ablauf vorgezeigt und ich habe dann alle Dosen durchprobiert. Diabolo eingelegt, ausgelöst und zack die nächste. Dabei ist mir die Streuung aufgefallen. Dann habe ich den Vorgang des Auslösens sachte und realistisch durchgeführt und siehe da, die Ausreißer wurden kleiner. …Ich kann mir das Phänomen bis jetzt nicht erkären.

    Nicht zack zack zack, ein Munitionstest sollte immer mit Ruhe, gleichmäßig und in angemessenen Abständen gemacht werden. Obwohl bei einer Serie mit bewusst unregelmäßigen Abständen kommt man technischen Defiziten manchmal eher auf die Schliche. Z.B. unregelmäßiges Eingautschen des Druckminderers oder bei Dichtungsproblemen (Druckverlust) des Zwischenspeichers. Erkennbar durch Vo-Unterschiede oder bei Hoch- und Tiefschüssen.
    Das Auslösen selbst, kann bei richtiger Betätigung und einer einer ordentlich eingespannten Waffe eigentlich keine Ausreißer hervorrufen. Ausser das System oder die Laufklemmung sind nicht optimal verschraubt. Das Betätigen des Ladehebels - öffnen, schließen und spannen des Schlagstücks) übt eine wesentlich höhere Hebelkraft auf das gesamte System oder den Lauf aus.

    Die Frage... die ich mir gerade stelle... auf meinem Druckminderer LG400 Walther Holz Auflage steht handschriftlich 78 bar... ich gehe mal davon aus, dass das die eingestellte Ausgangsleistung ist... bedeutet für mich... bei Schussabgabe wird das Schlagventil kurzen Augenblick geöffnet und schlagartig 78 bar Luft ins System abgegeben... hat mal einer ein Manometer angeschraubt und den Druckbehälter und hat geschaut wie konstant die Luft abgeben wird? Theoretisch... bei gutem Druckminderer müsste von Behälterdruck 300 bar Walther bzw. 200 bar bis zum erreichen des eingestellten Druckmindererdrucks.. in meinem Fall 78 bar... konstant die 78 bar abgegeben werden...

    Hallo Micha,

    zwischen Druckminderer und dem Ventil das den reduzierten Druck an das Diabolo schlagartig freigibt befindet sich eine Zwischenkammer. Nur an dieser Zwischenkammer wäre der vom Druckminderer bereitgestellte Druck (z.B. 78bar) zu messen. Dies ist leider bei den uns üblichen Matchwaffen nicht möglich und auch nicht zwingend notwendig. Nur bei der Werksseitigen Druckminderermontage und im Service wird eine spezielle Vorrichtung mit Manometer zur Einstellung oder Überprüfung verwendet. Für den Schützen oder zum Munitionstest reicht vorab erstmal ein Vo-Messgerät um zu prüfen wie hoch und wie konstant die Mundungsgeschwindigkeit ist. Ursache für Geschwindigeitsschwankungen kann allerdings immer der Druckminderer, fehlerhafte Dichtungen (Schießrhythmus), oder auch die Munition sein.

    Greyhound füttert den Balistikrechner mehrfach mit gespreizten Vo-Werten und macht dann eine Approximation um so Näherungswerte zu erhalten. Hoffentlich hab ich mich nicht mit dem Komma vertan. In einem Fall wäre es technisch nicht möglich, im anderen Fall für den Schützen fatal.;)

    Bei einer Vo-Schwankung von 4m/s (+-2m/s) beträgt der Fallhöhenunterschied ca. 0,6mm. Also zur idealen Trefferlage +-0,3mm

    Bei einer Vo-Schwankung von 2m/s (+-1m/s) beträgt der Fallhöhenunterschied ca. 0,3mm. Also zur idealen Trefferlage +-0,15mm

    Durchmesser der Zehn = 0,5mm, Zehntelwertung 1/10 Ring = 0,25mm

    Mit dem Triggerstop verhindert/blockiert man eher die Schussauslösung. Zu wenig Klinkenüberschneidung könnte schon eher das Thema sein. Oder das Abzugsgewicht wurde zu weit zurückgenommen, die Triggerstoppschraube begrenzt zu knapp und erzeugt das Abzugsgewicht je nach Temperatur Achsspiel und Laune.

    Vor dem Schuss.

    Primär: Nicht passender Griff. Zu lockeres Greifen. Falsche Züngeleinstellung, zu weit vorne. Falsche Ausrichtung Unterarm, Handgabel, Griff, Pistole.

    Sekundär: Zu wenig Haftung zwischen Auflageplatte und Auflageständer. Evtl. Gewicht erhöhen. Breite Auflage mit schmalen Kufen verwenden. Auflagepunkt (vor-, zurück) optimieren.

    Pistole richtig einsetzen, immer gleich ausgerichtet in die Handgabel drücken, fest Zugreifen. Anschlag nahezu spannungsfrei halten, ausrichten (Feinkorrektur) dass Visierung passt.

    Ich habe das mit der Nachkontrolle der Diabolos aufgegeben. Mir reicht der RWS Munitionstest und die Sichtprüfung in der Schüttelbox.

    Es gibt Schwanz und Kopf Entscheidungen.
    Ich lasse mittlerweile eher den Kopf entscheiden.
    Eine Schüttelbox zur Kopfbetrachtung wäre nicht schlecht.

    Vielleicht wird doch der Umgang mit der Munition etwas übertrieben.

    Übertrieben vielleicht ja, gerade wenn man sieht was zum Teil herstellerseitig in der Dose landet. Das Umverpacken in eine Schüttel- oder Styroporbox bringt dann für das Ein oder Andere Diabolo auch nichts.

    Ich möchte aber kein Glücksschütze sein sondern wissen woran es liegt dass manche Schüsse auf der falschen Seite sind

    Das ist richtig. Kein ambitionierter Auflageschütze möchte/sollte sich auf das Glück verlassen. Das Pech der Munitionsstreuung kommt öfters als man denkt.

    dann arbeite mit Scatt, da kannst du dir etwas sicherer sein, dass es nicht an dir lag , wenn der Schuss extrem anders einschlägt, wie auf der Elektronik.

    Es gibt doch soooo viele Komponenten die ein Schuss entgleisen lassen, welche du nicht wirklich war nimmst.

    "Abzugsfehler - nicht lange genug nachgehalten - leicht verschwommenes Ziel - Parallaxenfehler ...."

    Scatt ist zwar auch nicht die 100%ige Lösung für dein Problem, aber im Ansatz erkennt man es.

    Auch ein sehr guter Ansatz.

    Mit Scatt kann man Schützen- sowie auch Munitionsseitig (ideal eingestellter F-Koeffizient vorausgesetzt) doch einiges erkennen. Erst neulich wieder mit einem Schützen getestet. Erfahrungsgemäß sieht man schnell dass man (je nach Munition) 2-3 Ringe bei 30 Schuß LG -Auflage streuungsbedingt liegen lässt.

    Das ist Fackt! Auch wenn ein paar Schüsse munitionsseitig in die bessere Richtung streuen. Leider hat nicht jeder Scatt.