mal eine gaaanz doofe Idee...
wenn du mit den Vereinsgewehren gut zurecht kommst, dann schau doch, ob du dir ein "vergleichbares" zulegst..!
aber, da es bei mir noch nicht so lange her ist, dass ich mit dem Sport angefangen habe und recht zeitnah ein eigenes Gewehr angeschafft habe, mal mein Vorgehen;
klar kann man es anders machen und direkt "first class" kaufen, aber bei meinem Vorgehen bekommt man meiner Meinung nach ein recht gutes "Wohlgefühl" bei Veränderungen, insbesondere wenn man sie "Schritt für Schritt" geht.
außerdem habe ich auf diese Weise sehr viel und sehr schnell über die "Technik" (dazu)gelernt - ein Schütze mit mehr Erfahrung wird vermutlich gerade bei der ersten bzw. zweiten Entscheidungen schon anders herangehen.......
im Verein haben wir Anschütz mit Holzschaft, für Auflage und Freihand
mit den Gewehren kam ich gar nicht zurecht, einerseits zu schwer und dann haben sie bei Schußabgang Eigenarten die mich störten, auch vom Handling sind sie nicht meins.....
- also was Anderes, Walther (Nachbarverein schießt damit BL) und das ganze als Match in Alu - erste Entscheidung
- "günstiges" Gewehr, dass ich ohne weiteres aufrüsten kann, sowie im Grunde "Hybrid nutzen kann", dazu verfügbar ist und somit viel die Wahl aufs Walther LG 400 Blacktec - zweite Entscheidung
- Hauptdisziplin ist "Auflage", also die Smart Gabel bestellt und Moosgummi für die Schaftbacke fürs gute / weiche Gefühl (hihi) - dritte Entscheidung
- erste Trainings mit dem Setup und zack, besser als mit den Vereinsgewehren, also weiter darauf aufbauen, immer schauen, was noch nicht passt und dann das jeweilige Teil verändern - vierte Entscheidung
- festgestellt, dass ich im Verlauf des Schießens ein unscharfes / verzerrtes Ziel bekomme, ebenso hatte ich kein gutes "Handgefühl", also bei MEC vorstellig geworden, Probleme geschildert und dann den Griff verändert (MEC 3D in "AM"), und auf eine Irisblende 1,8 "Indoor" aufgerüstet - fünfte Entscheidung
- weiteres Training und dann angefangen diverse Einstellungen am Schaft und im Bereich Abzug/Griff vorzunehmen, dabei auch bemerkt, dass die Visierlinie höher und nach "hinten" verlagert werden muss, also das Walther Visierverlagerung UP bestellt - sechste Entscheidung
- Auflage war so schon ganz gut, Freihand (schieße ich halt gerne mal zum Spaß eine Runde) tue ich mich schwer, Gewehr muss höher, also MEC kontaktiert und das Support III geordert - siebte Entscheidung
- mit Theorie beschäftigt, also (viel) gelesen, Videos geschaut und überlegt, wie ich das Zielbild noch weiter verbessen kann und auch an die Primär-Disziplin (Auflage) anpassen kann, also 22er Centra Score Tunnel und ein einstellbares Glas-Ringkorn bestellt - achte Entscheidung
- bei den weiteren Training dann konstante Gesamt-Ergebnisse, soweit gut, aber dank DISAG Premium App festgestellt, dass ich immer mal wieder Ausreißer habe, also muss mehr Balance rein und das Gewehr und ich müssen im Anschlag stabiler sein, dafür dann weiter an den Schafteinstellungen gearbeitet, dazu noch eine Centra Rack bestellt, weil so kann ich bei Auflage je nach Tagesform von oben stabilisieren, oder auch von unten über Zug am Support. zudem war ich bei optimaler Anschlagsposition mit dem Diopter (Basic) schon weit hinten und hatte gefühlt ein "Fehlbild" im Bereich Irisblende-Diopter. wieder Theorie und einlesen brachte mich zum Schluss, Gegenlichtblende und später ggf. noch Duplex, also neues Diopter (Centra Spy Long) bestellt und dort einen festen/stabilen Anbau justiert - neunte und zehnte Entscheidung
- TRAINING -> und nun bin ich an dem Punkt, wo ich für mich persönlich sage, das Gewehr liegt mir sehr gut, ich fühle mich wohl und eine Ergebnisverbesserung kann nun nur noch von mir selbst erreicht werden, durch Training und "Disziplin" - das wird nun eine fortlaufende Aufgabe
interessant für mich war in dem "Prozess", dass ich für mich das Ergebnis der einzelnen Schritte "greifen" konnte
auch bemerkte ich, dass ich durch manche Veränderungen nicht nur besser/sicherer wurde, sondern manche das Gegenteil bewirkten und ich jetzt einen Punkt erreicht habe, wo ich mich einfach wohlfühle; die Belastung kommt nun eher durch Konzentration und "Wettkampfdruck", als durch die "Belastung", weil es drückt, verschwimmt oder sich einfach nicht gut anfühlt
zudem bin ich nun in der Lage, je nach Tagesform zu agieren, ggf. Feineinstellung vorzunehmen
wie das Ganze in € aussieht, puh, vermutlich hat es mich etwas mehr gekostet, aber es war halt für mich eine/meine (!) "Entwicklung" und einige Teile hat man ja selbst bei Premium Gewehren nicht von Haus im Lieferumfang 
entschuldigt den langen Text, hilft vielleicht auch dem Fragesteller nicht, aber ist vielleicht für andere (Nach)Lesende doch interessant