Alles anzeigenJa, insbesondere, wenn man mit Waffen hantiert - oder gar mit ihnen handelt...
Wie kommst du zu so einem Umfang? Wenn jeder Bestellvorgang auch nur 4 Minuten dauern würde (also mit Buchführung, Rechnung verschicken, Ware finden, einpacken, etikettieren), wären das alleine 2400 Minuten - oder 40 Stunden, also 20 Stunden "pro Mann" (offenbar sind die nach Rezensionen und Mailabsender ja auch nur zu zweit) täglicher Arbeitszeit. Und Mails schreiben ist -gemessen an Fehlern- jetzt keine große Stärke. Rechnen wir mal für das Lesen und beantworten der Mails insgesamt 3 Minuten pro Mail. Wären weitere 1500 Minuten. Oder 25 Stunden (12.5 pro Mann). (und zumindest bei mir waren die Schimpfmails teils seitenlang - und diese Tiraden müssen offenbar (google - auch die Antworten sind teils episch) viele empfangen. Die Bilder des Ladens bei google zeigen eher ein sehr kleines Geschäft, fast eine Art "Geräteschuppen"/ Garage. Auch der fleißigste Mensch der Welt wird eher nicht mehr als 30h am Tag arbeiten können.
Auf der Unterseite zu den Lieferzeiten ist ein Webtraffic-Counter. Knapp 10.300 Aufrufe seit Februar 22. Nun geht man da natürlich allenfalls ein- oder zweimal drauf, aber im Durchschnitt 8 Aufrufe pro Tag sprechen nicht gerade für hunderte Bestellungen pro Tag 365 mal im Jahr.
Gehen wir mal von 3 Vollzeitkräften aus, die zusammen 160 Stunden pro Woche arbeiten (Angestellte 40, beide Inhaber je 60). Bei hoher Präzision und OHNE Beratungszeiten, Pause, Lagerbestand, Herstellerkommunikation, Lagerpflege, Finanzbuchhaltung etc. kämen wir auf (Onlinehandel - 7 Tage die Woche) 250 Bestellungen maximal pro Tag (wenn jede Bestellung bis zur Übergabe an DHL insgesamt seit Eingang mit 5 Minuten zu schaffen ist).Nein. Das Verhalten (in diesem Ausmaß!) halte ich in keinem Fall für nachvollziehbar. "Augen auf bei der Berufswahl". Als Händler ist einem bewusst, dass es auch schwierige Kunden gibt. Muss man nicht mögen - aber professionell bleiben. Im Zweifelsfall: Mit unverschämten Kunden keine Geschäfte machen. PayPal: Freiwillige Entscheidung des Händlers - manche (z.B. Holme) bieten es daher gar nicht an.
Und - falls du das auf meinen Beitrag beziehst - ich habe nachgedacht, ganz bewusst bestellt - und hätte es auch gerne gehabt. Mich sogar vorher mit dem Händler ausgestauscht und im Schriftverkehr hätte er merken können, dass ich von Lieferbarkeit ausgegangen bin.
Wenn RB offenkundig regelmäßig damit zu kämpfen hat, dass viele Kunden das übersehen, wäre es vielleicht sinnvoll, die veralteten Lieferzeiten einfach bei allen Artikeln einmal zu entfernen. Der Hinweis ist von Februar 22. Bei gut 200 negativen Google-Bewertungen (und nicht jeder stellt dort was ein (ich z.B. nicht) war dies in 3,5 Jahren sicherlich mehr Aufwand, mit verärgerten Kunden, als bei den Artikeln solche veralteten Hinweise wie "Ware ist auf Lager, sofort versandfertig" einfach zu löschen und wie -z.B. bei den meisten anderen Anbietern - "Lieferzeit bitte erfragen" einzutragen.Hab mich übrigens sogar bei Storno dafür entschuldigt, dass ich das "falsch verstanden habe" (obwohl ich weiterhin finde, dass man "auf Lager" so verstehen KANN, dass "längere Lieferzeiten der Hersteller" hier nicht zutreffen.)
Hat mich vor den legendären Schimpfkanonanden aber auch nicht bewahrt und bin als Erstkunde sofort in diese Schiene geraten, das alle Kunden "Lügen" "unverschähmt" und ihn einfach nicht verstehen wollen.
Vor allem aber:
Trifft dein Einwand, das Online-Handel nicht stressig sein kann, Stornierungen bei Paypal einen großen Aufwand verursachen und es durchaus auch echt fiese Kunden gibt (schreibst du so nicht explizit, aber mit den "in manchen Fällen nachvollziehen" meinst du vermutlich sowas?) nicht auf ALLE Händler zu? Wie kommt es dann zu dieser Häufung - bei anderen finde ich bei google mal ganz vereinzelnte Negativmeldungen, teils mit (sachlichen!) Richtigstellungen - und teils einfach mit "tut uns leid, dass sie dieses Mal nicht zufrieden waren".?
Nein, dass war nicht auf dich bezogen, sonst hätte ich dich ja zitiert.
Ich wollte nur mal die Situation und Lage darstellen, in der sich die online Händler befinden.
Der ganz große Unterschied zwischen den online Handel und dem Ladengeschäft ist doch der.
Du kannst im Laden nur so viele Kunden abfertigen und abkassieren, wie es du schaffst zu bedienen. Da entsteht maximal eine Schlange im Laden.
Im Onlineshop klicken 500 Kunden zum gleichen Zeitpunkt auf den "Kaufen Knopf" und bezahlen mit PayPal. Und das mußt du stemmen können.
Ein Außenstehender kann das alles natürlich nicht nachvollziehen.
Sorry, mir ging es in der Corona Zeit im Poolhandel nicht anders. 100 Pools pro Tag und mit PayPal bezahlt und alle wollten am liebsten morgen ihre bezahlten Becken.
Ich hatte zwar keine Aussetzer, aber es gab Zeiten, da hätte ich am liebsten in die Tastatur gebissen.