Beiträge von Look795

    Hier liegt das Prismaoberteil aber auch nur auf 2 winzigen Punkten auf den Unterlagscheiben auf. Korrekt wäre ein keilförmiges Prisma. Ist kein alzugrosses Problem ein solches zu fräsen und ist bei der Match AB aufgrund der deutlichen Krümmung der Bolzen Flugbahn serienmäßig.

    Das ist bestimmt für den Hersteller, oder Leute mit einer Fräse zu Hause machbar.

    Aber dann immer noch unflexibel, da nicht anpassbar. Das mit den Unterlegscheiben ist stabil genug und streng genommen sind es zwei kleine Linien, da es aufgrund der geringen Neigung und der immer entstehenden Materialverformung keine Punkte sind.

    Kann ja jeder machen wie er will. Die Hersteller werden das nicht umsetzen, da es viele Faktoren gibt, wie Visierlinienlänge, Erhöhung usw.

    Ich kann nur sagen, es funktioniert in der Praxi gut mit den Scheiben.

    Jetzt meine Frage: Beim Munitionstest nehme ich aus einer Charge (50.000Stück?) wahllos 10 Diabolos und verschieße sie. Aus dem Ergebnis ziehe ich einen Rückschluss auf die Qualität der restlichen 49.990 Stück?!

    So ist das doch, oder?

    Es ist noch viel schlimmer: du nimmst nicht wahllos eine Anzahl aus der Charge verteilt, sondern aus einer Dose / Packung.

    Das ist nicht ganz richtig.

    An den zwei Stellschrauben kannst du nur die dritte Ebene in der Duplex in der Höhe oder seitlich verändern.

    Hier geht es aber um das vordere Ende der Duplex, welches auf den Korntunnel zentriert werden muss. Dass kann man nicht einstellen.

    Im Duplex ist nur ein weiteres Ringkorn, welches auf dieser Gerade liegen muss. Ob das gesamte Duplex zum Diopte geneigt ist, spielt hierbe keine Rolle. Hauptsache das weitere Ringkorn im Duplex ist ausgerichtet. Entweder durch den Collimator oder durch das Neigen des Diopter-Duplex Systems.

    Das liegt daran, dass das Ringkorn keine relevante Dicke in Richtung Ziel aufweist. Sprich nur "zweidimensional" ist. Und mehr ist im Duplex ja nicht drin.

    Ich bin auch Ingenieur. Eine Ebene (Prismenschine) schräg auf einen Zylinder (Unterlegscheibe) montiert ergibt streng genommen eine Punktauflage. Eigentlich keine so gute Vorraussetzung eine Visierung zu montieren.

    Korrekt. Jedoch das beste und preiswerteste Mittel eine Justierung auf 1/10mm zu realisieren. Eventuelle Schiefstände werden am Diopter ausgeglichen.

    Oder was würdest du vorschlagen?

    Wundern tue ich mich aber schon, denn ich habe bisher keine einzige Visier-Verlagerung gefunden, die diese Fehlerkorrektur von Hause aus mitbringt.

    Das ist ganz einfach: das Problem existiert ohne Duplex nicht.

    Eine Gerade wird im Raum durch zwei Fixpunkte definiert. Diese beiden Punkte werden durch die Diopter-Iris und das Ringkorn dargestellt. Das Auge und das Ziel sind variable Punkte, die auf die Gerade, die durch Diopter-Iris und Ringkorn gebildet werden, ausgerichtet werden.

    Genau genommen richten wir das Auge auf die Gerade aus und dann alles zusammen auf das Ziel. Das ist jedoch nebensächlich.

    Jetzt montieren wir das Duplex und bringen einen dritten Punkt zwischen die Fixpunkte (Diopter-Iris und Ringkorn) und stören das System. Es passt nicht. Duch die beiden Stellschrauben am Duplex haben wir jetzt die Möglichkeit, den dritten Punkt auf die Gerade auszurichten. Das hat jedoch seine Grenzen und es wäre besser das Duplex und Diopter-Iris Konstrukt zu neigen. Was im Bild dargestellt ist.

    Ich habe mal versucht ein Foto zu machen. Man sieht auch vorne die Erhöhung. Sonst würde die Schiene ganz vorne aufliegen und im Bereich der vorderen Schraube wäre ein Spalt. Beim festen Anziehen könnte sich dann die Schiene, oder die aus Aluminium bestehende Erhöhung verbiegen. Ja theoretisch, aber ich bin Ingenieur und mag es korrekt 🤣

    Nein, das funktioniert leider nicht.

    Da auch die Länge des Korntunnels auf 80mm begrenzt ist.

    Aber wenn du den Korntunnel verschiebst, dann wird das Ziel größer oder kleiner.

    So kann das Kontrollweiss (Ringkorn 14mm) anpassen.

    Ich meine nicht den Abstand Ringkorn - Adlerauge, sondenr Korntunnel (mit Adlerauge) und Diopter-Iris. Dass dabei das Ringkorn angepasst werden muss , ist selbstverständlich.

    Auf die 10m Distanz habe ich Ringkorn und Zielbild scharf bekommen.

    (Dreh die Iris zu, da wird das Ziel schärfer)

    Beim 50m KK arbeite ich gerade dran. Das Zielbild ist an den Rändern immer noch nicht scharfkantig.

    Ich werde das mal in diesem Jahr mal in Hannover testen. Aber die Ringzahlen reichen bei weiteren noch nicht aus.

    Ich habe die Iris eigentlich immer zu (0,8mm). Ich kann das was du schreibst bestätigen. Passt bei 10m, aber nicht bei 50m/100m.

    Ich war jetzt ein paar mal zum Training in Hannover, aber da ist ein böser Gollum, der mir die Ringe klaut. Im Gegensatz zum Heimstand fehlen mir in Hannover immer so 8 Ringe. Ok 1:45h fahrt und ich hatte dort immer 30 Grad, da geht die Konzentration verloren.

    Würde das im Umkehrschluß nicht bedeuten daß Adleraugen/Kornoptiken für unterschiedliche Distanzen 10m - 15m - 50m - 100m - 300m produziert werden müssten. Auch die Lauflänge hätte dann einen Einfluß, Stichwort 31cm Starik Tube.

    Aus meiner Sicht ja. Man kann ein optisches System nicht für alle Distanzen optimieren. Es ist ein Kompromiss.

    Theoretisch müssten wir mit der Position des Adlerauge (vor und zurück) das Ziel scharf stellen, so wie man bei einem Objektiv das Bild auf der Bildebene scharf stellt. Hier wird ja auch nur das Linsensystem im ganzen vor und zurück bewegt.

    Die entscheidende Frage ist doch, wirkt sich das beim Zielen aus? Das Ziel ist doch immer etwas unscharf. Aus meiner Sicht können wir mit diesen Fehlern gut zurecht kommen.

    Als Beispiel habe ich beim KK500 mit Starik 106cm Visierlinienlänge (Front Korntunnel bis Diopter-Iris) und beim Luftgewehr nur 82cm. Und beides mit dem identischen 0,75AC. Und das bei Entfernungen von 10m bis 100m, wie du schon geschrieben hast.

    Alles ein Kompromiss.

    RexCramer

    Überleg` doch mal... wenn das "Adlerauge" an der Vorderseite des Korntunnels montiert ist wird nur das Ziel vergrößert. Ist es an der Hinterseite, also zwischen Korn und Diopter montiert wird das Korn mitvergrößert.

    Gegebenenfalls einen anderen Korntunnel verwenden.

    Dabei bekommen wir folgendes Problem, wenn das Adlerauge zum Diopter hin montiert wird: eine Linse hat einen Brennpunkt und damit eine Schärfenebene die so berechnet ist, dass der Spiegel im Ziel scharf dargestellt wird.

    Liegt das Ringkorn zum Auge hin montiert, so liegt das Ringkorn nicht im Strahlengang der Linse und ist immer scharf.

    Montieren wir das Ringkorn zum Ziel hin, so sehen wir das Ringkorn durch die Linse. Aufgrund der Schärfentiefe der Lins wird das Ringkorn jetzt nicht mehr richtig scharf gesehen.

    Wenn du eine FWB hast, warum neigst du nicht die einstellbare Erhöhung???

    Das beilegen von Scheiben ist doch nur eine Notlösung, an Gewehren die nicht die neigbare Erhöhung, wie die FWB haben.

    Weil das nicht reproduzierbar ist. Ich bin erst hingegangen und dabei mir mathematisch die notwendige Erhöhung errechnet. Dann kannich über präzise Paßscheiben die Neigung präzise einstellen. Und das unabhängig davon, wie hoch ich die Rasterung der Erhöhung eingestellt habe. Auch nach einer Demontage passt ohne gefummel die Neigung.

    Ich frage mich, was die Käufer von solchen Produkten, wie dem verstellbaren Adlerauge, erwarten? Hier haben wir es mit einem in kleiner Auflage gefertigtes Teil zu tun, was optisch sehr gut sein soll und das für 150€?

    Ein Zoomobjektiv hat eine hohe Zahl an Linsen, wird in der Regel in hohen Auflagen gefertigt, ist groß und schwer. Dabei immer noch teurer als ein Adlerauge.

    Hier spricht schon die Physik gegen eine gute Qualität, vom Preis her ganz zu schweigen.

    Ich habe das 0,75 AC von MEC und bin sehr zufrieden. Alles ist darauf eingestellt und die optische Qualität ist für den Zweilinser (Achromat) entsprechend gut.

    Das sind nunmal keine Kameraobjektive.

    Und ob Kunststoff oder Glas ist dabei völlig egal, oder wer trägt noch Brillen mit echten Gläsern? Also mir wäre es zu schwer und ich beschäftige mich schon lange mit Optiken, da das Fotografieren eins meiner Hobbys ist und ich viel Wert auf die Ausrüstung lege.

    Bei den aktuellen Lieferzeiten kannst du froh sein, überhaupt ein Gewehr zu bekommen. Welcher Händler hat etwas auf Lager? Dann kannst du es kaufen, oder wieder Monate warten.

    Und das mit den Munitionstests ist so eine Sache. Nehmen wir 20 Lose, von denen ein Los gut schießt. Dann kannst du Glück haben und gleich unter den ersten 5 Losen das gute haben, oder eben als 20tes.

    Um einen Lauf zu beurteilen, müsste man immer die 20 Lose testen und schauen wie viele davon gut schießen. Wer macht das beim Kauf? Und ab wie viel guter Lose ist ein Lauf gut?