Beiträge von Digedag

    aber Fakt ist, in jedem anderen Bereich (Steuern, Wirtschaft, Handel, etc) wird man dafür bestraft und solche Leute haben aus meiner Sicht im Sport nichts verloren, denn sich ein Ergebnis zu erarbeiten ist ehrenwert, sich ein Ergebnis zu "erschleichen" zeugt von einer sehr schwachen Persönlichkeit

    Genau das ist das "Kernproblem". Die Ursache des ganzen (Regel)Unsinns liegt darin, dass es viele Schützen gab, die mit großem Einfallsreichtum die Regel 9.7.2 "unterwandert" haben, d.h. die Schaftkappe regelwidrig auf der Schulter aufgelegt haben, obwohl es lt. SpO. verboten war und ist. Nun wäre es relativ einfach gewesen, eine etwas genauere Definition von "auf der Schulter aufgelegt" zu formulieren oder/und mit entsprechenden Bildern zu veranschaulichen - aber nein, stattdessen wurden diese ganzen unsinnigen Regeländerungen durchgeführt, die nur darauf abzielen, per se ein auflegen der Schaftkappe auf der Schulter zu unterbinden.
    Lieber DSB: gebt einfach klarere Regeln und Definitionen heraus und was noch viel wichtiger ist, schult und ermutigt eure Kampfrichter, einheitlich auf die Einhaltung der Regeln zu achten, ggf. Verstöße zu sanktionieren und notfalls auch eine DQ auszusprechen.
    Ich bin mir sicher, dass würde viel mehr Schützen dazu "animieren", sich an geltende Regeln zu halten.
    Das wäre m.M.n. viel zielführender, als mit immer neuen oder geänderten Regeln für noch mehr Verwirrung und Unmut - vor allem bei den "ehrlichen" Schützen - zu sorgen. Die potenziellen Betrüger versuchen es doch sonst immer wieder und weiter, sich mit unerlaubten Mitteln Vorteile zu verschaffen. Und ja, das ist besonders im Auflagebereich leider sehr auffällig und nachvollziehbar.

    Dann noch eine Frage zum Auslieferungszustand, speziell "Abzugsdruckpunkt" und "Visiereinstellung". Inwiefern sollte diese Werkseinstellung erst einmal unverändert bleiben und wann wäre der Punkt erreicht, die ersten Schräubchen zu verdrehen?

    Wenn du merkst, dass es für dich nicht "passt". Die sog. "Werkseinstellungen" stellen immer nur ein Kompromiss dar. Diese Einstellungen sollen sicherstellen, dass auch der ungeübte Anfänger damit "klarkommt" und das nach SpO. vorgeschriebene Abzugsgewicht von 500 g eingehalten wird. Wobei diese Einstellungen auch nicht immer exakt gleich sind.

    Da die LP500 meine erste Pistole ist, fehlt mir natürlich jeglicher Referenzwert. Also wäre diese neue jetzt meine Referenz und ich sollte mich an diese (Grund-) Einstellung gewöhnen?

    Im Normalfall solltest nicht du dich auf dein Sportgerät einstellen, sondern das Sportgerät wird auf dich eingestellt. Da gerade diese Parameter "Abzugsdruckpunkt" und "Visiereinstellung" sehr individuell wahrgenommen werden, kann man da schon etwas variieren.
    Der eine mag etwas mehr Vorweg, der andere etwas mehr Vorzug, dem einen ist ein schmalerer Kimmenausschnitt und eine schmalere Kimmenbreite angenehmer, der andere mag ein breiteres Korn. Wie gesagt, alles sehr individuell. Dein Vorteil ist, dass diese Pistole (ich habe so ziemlich die gleiche) alle diese Einstellmöglichkeiten von Haus aus mitbringt und sich sehr gut individuell anpassen lässt.
    Das Allerwichtigste ist jedoch der Griff - der muss möglichst 100% auf dich passen. Hier verweise ich immer gern auf den zwar schon ziemlich abgenutzten, dennoch nicht weniger zutreffenden Spruch: "der Lauf schießt, aber der Griff trifft". Allzeit "gut Schuss"!

    Der Beratungen der TK und letztendlich auch des BA Sportschießen letzte Woche waren, gelinde ausgedrückt, ein Witz. Es gibt de facto kein Ergebnis, sondern nur ein "vertrösten" auf die SpO. 2026.

    Hier mal das Statement meines VP Sport dazu:
    Der Punkt 9.7.2 der SpoO ist nicht nur bei uns ein Problem. Mehrere Landesverbände haben dazu Texte und Erklärungen eingereicht und die TK war am Freitag Abend damit überfordert. Dementsprechend sah dann auch die Bearbeitung aus. Im BA war ein einziges hin und her.

    Ich frage mich, ob die meinen Antrag überhaupt gelesen haben. Dort hatte ich nichts von 9.7.2 geschrieben, sondern nur die 1.4.6 und 1.5.1 Punkt 6 moniert.

    Ergebnis Sitzung BA:
    - heißes Thema: Schaftkappen
    Der Punkt ist in der SpoO zu schwammig dargestellt. Dazu gibt es viele Anfragen seitens der BA Mitglieder
    9.7.2 wird geändert, konkretisiert und 2026 neu in die SpoO aufgenommen

    Was soll(en) ich oder die Schützen und die Ausbilder des DSB mit solchen Informationen anfangen? Der DSB torpediert fröhlich weiter die eigenen Lehrinhalte, sorgt für noch mehr Verwirrung als ohnehin schon und die Kampfrichter werden auch "im Regen stehen gelassen".
    Ich glaube, es wäre an der Zeit, dass in diesen Gremien (TK + BA) endlich mal Menschen sitzen, die 1. Ahnung vom Sport haben und 2. die Größe besitzen, auch mal offensichtliche Fehler einzuräumen und zu korrigieren.
    Es ist ja an sich schon ein Wahnsinn, dass die Duldung der Nichteinhaltung der Regel 9.7.2 (Die Schaft- und Hakenkappen müssen so beschaffen sein, dass sie nicht auf der Schulter aufgelegt werden können.) dazu führt, die ursprünglich nur für KK und stehend frei gedachte Regel 1.4.6 zu missbrauchen und darüber eine Regeleinhaltung der 9.7.2 "erzwingen" zu wollen und dann noch die 1.5.1 Punkt 6 eigenmächtig und unnötig über die ursprüngliche ISSF-Regel zu stellen (vorher bzw. lt. ISSF nur Gewichte, jetzt nach DSB Gewichte und Schaftbacke).
    Das alles ist einfach nur noch krank und zeigt einmal mehr die Unfähigkeit der verantwortlichen Protagonisten.
    Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich <X möchte...

    Hallo,

    diesbezüglich gibt es von den einzelnen Landesverbänden kein Antrag über das Problem hier. Habe die Anträge der LV`s vorliegen.

    Wenn gewollt, könnt ihr in zwei drei Sätzen das Problem noch mal schildern, ich würde das dann in der BA vortragen.

    Von uns (dem SSB) liegt definitiv ein offizieller Beratungsantrag vor. Ich habe dessen Inhalt bzw. Begründung auch hier schon gepostet.
    Und mit zwei, drei Sätzen lässt sich das Problem nicht erklären (es kommt ja auch noch die Änderung der Regel 1.5.1 Punkt 6 dazu, die genauso unsinnig ist). Besonders dann nicht, wenn die darüber zu befindenden Personen augenscheinlich null Ahnung vom Auflageschießen haben.

    Trotzdem Glückwunsch. Dass wir Schützen bei der Vergabe solcher Preise, nun sagen wir mal, nicht unbedingt bevorteilt werden, ist offensichtlich. Ich versuche nun auch schon seit zwei Jahren erfolglos, einen unserer Talentstützpunkte als TSP des Jahres ehren zu lassen.
    Die leisten dort schon fast unmenschliches, mit einem Einsatz, der weit über die Vorstellung der meisten Ehrenamtlichen hinausgeht und sie räumen Jahr für Jahr mit schöner Regelmäßigkeit alle möglichen Medaillen ab (besonders im Lichtschießen).
    Da hat es bei der Landessportehrung (Sportgala) bisher auch nicht für die vorderen drei Plätze gereicht. Aber so ist das eben, wenn man in einer (Rand)Sportart unterwegs ist, bei der es im Schüler- und Jugendbereich nur bis zur DM geht. Da kann man eben "nur" mit solchen Titeln "glänzen" und keine Platzierungen auf internationalem Niveau "hervorzaubern". Im Gegensatz dazu werden aber Mannschaften als "Mannschaft des Jahres" geehrt, die dem Profisport angehören (1. Bundesliga Fußball, Basketball usw.). Kann ich absolut nicht nachvollziehen. Genausowenig, wie die Tatsache, dass eine rein mitgliedsbeitragsfinanzierte Krankenkasse zum "Förderer des Jahres" gekürt wird. Frei nach dem Motto: "wes Brot ich ess', des Lied ich sing'"... Ganz tolle Leistung! Aber wenigstens fließt da noch etwas Geld und Unterstützung in den Sport allgemein. Sonst würde es vermutlich noch viel schlimmer aussehen.

    Eine Bieten/Suche Rubrik würde ich auch sehr begrüßen!

    Muss natürlich alles rechtlich gut abgeklopft sein und darf für
    die Websitebetreiber und Beteiligten keinerlei Risiko darstellen.

    Fände ich persönlich auch nicht schlecht. Wenngleich ich davon ausgehe, dass auch hier zumindest der Versuch unternommen werden würde, Fake-Angebote zu platzieren. Diese würden u.U. zwar auch erkannt und wieder gelöscht, aber erst einmal sind sie da. Es sei denn, jedes Angebot müsste zuerst eine "Prüfung" durchlaufen und würde erst danach "freigeschalten" und selbst das wäre noch keine 100%ige Garantie. Alles in allem ein ziemlicher Aufwand für den Forenbetreiber und/oder die Moderatoren. Der Wunsch "...darf...keinerlei Risiko darstellen" ist schon per se kaum erfüllbar, bei dem Wust an Gesetzen, Vorschriften usw. den es deutschland- und EU-weit gibt. Leider :rolleyes:

    Ist die angenommene Mitte nicht der Mittelpunkt des Streukreises nach allen abgegebenen Schüssen?

    Soweit ich weiß (und es auch selbst erlebt habe) gibt es beide Varianten. Kommt auf die technischen Voraussetzungen an, wie und auf welcher Anlage angeschossen wird. Spielt in diesem Zusammenhang aber auch nur eine untergeordnete Rolle. Fakt ist, dass beim Munitionstest nicht zwingend auf die "echte" Mitte der Scheibe geschossen werden muss.

    Glück braucht man schon auch im Leben und beim Schießen erst recht. Die oben genannten Preisschießen werden aber nur für einen eingeschränkten Kreis interessant sein.

    Und mit Glück hat das schon mal gar nichts zu tun. So viele "Glückspilze" gibt es nicht auf einem Haufen - oder waren die alle ganz zufällig die Lotto-Tippgemeinschaft, die die letzten zehn Lotto-Jackpots abgeräumt hat?

    Nicht möglich? Ihr geht geht aufgrund eurer Munitionstests immer davon aus, dass ihr wirklich immer in die Mitte zielt. Das ist der Trugschluss den ihr habt.


    https://www.dsb.de/aktuelles/arti…-auf-dem-podium

    Glück braucht man schon auch im Leben und beim Schießen erst recht. Die oben genannten Preisschießen werden aber nur für einen eingeschränkten Kreis interessant sein.

    Stimmt so schon mal nicht - niemand geht beim Munitionstest davon aus, immer in die "Mitte" der Scheibe (10,9 mit Null-Teiler) zu schießen. Muss man auch gar nicht. Der erste Schuss ist die Referenz (die angenommene Mitte) und die anderen werden danach bemessen. Es geht lediglich darum, den kleinsten Streukreis zu erzielen. Wenn man dann die "perfekte" Munition hat, würde man mit dieser in der Praxis, wenn es dann tatsächlich darum geht, in die Mitte der Scheibe zu treffen, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemals solche Ergebnisse erzielen. Schon gar nicht in dieser Häufigkeit und mit so vielen "Null-Teilern". Das gehört komplett in die Fabelwelt verbannt. Hier ist in der Meyton definitiv keine DSB- oder ISSF-konforme LG-Scheibe eingestellt! Dass das eingelegte Passepartout eine solche Scheibe ist, ändert nichts daran.

    ...die Kroatin Estera Herceg, die ihren Wettkampf mit einer sensationellen Serie von 108,1 Ringen...

    Was soll das beweisen? Es gab schon einige Freihandschützen, die eine!!! 108er Serie innerhalb ihres Wettkampfs geschossen haben. Das ist sehr wohl möglich und wird auch nicht angezweifelt. Hier geht es aber darum, zu suggerieren, dass diese schon inflationär guten Resultate auf einer regulären LG-Scheibe erzielt wurden. Das ist und bleibt technisch unmöglich (in der Häufigkeit und Menge) - Sandsack und aufgelegt oder was auch immer, hin oder her!

    Der von dir dem Tennis zugeschriebene "Mitgliederschwund" wird in der DOSB Statistik als Zuwachs geführt.

    Da liegt möglicherweise das Problem in eurer Kommunikation. Hansaxel schreibt vom DOSB und Max319nennt die Zahlen vom DSB.

    Irgendwie passt das nicht zusammen. Ich bin einigermaßen verwirrt. Außerdem erschließt es sich mir nicht, was das mit dem Bundesliga-Bundesliga-Finale 2025 zu tun hat.

    Um kurz die Übersicht von Murmelchen zu komplettieren und mich in gewisser Weise zu korrigieren:

    Hervorzuheben ist vor allem das sensationelle Abschneiden der Para-Athleten bzw. von Aushängeschild Natascha Hiltrop, die mit zwei Goldmedaillen den Schießsport mehr als würdig bei den Paralympischen Spielen vertrat und erfolgreichste deutsche Para-Athletin in Paris 2024 war.

    habt ihr mal gesehen, wie der Herr aus Gummersbach mit den folgenden Angeboten seine Bilder beschriftet hat?

    100%ig Fake-Angebote - ich möchte fast wetten, dass der angegebene Herr aus Gummersbach entweder nicht mal existiert, oder gar nicht weiß, dass er etwas verkaufen möchte, oder diese Pistolen bereits anderweitig (und zu einem anderen Preis) verkauft hat und die Inseratsinhalte einfach nur dreist kopiert wurden.

    weil die Betrugsmasche halt nur so funktioniert

    so ist es

    Immer wieder lustig wenn geklagt wird daß der Staat zu wenig reglementiert.

    Sehe ich ein wenig anders. Das ist in meinen Augen auch ein Stück weit Verbraucherschutz (also Aufgabe des Staates). Dass das auf Plattformen wie z.B. Kleinanzeigen nicht funktioniert, ist mir klar. Aber auf gewerblichen Plattformen muss aus meiner Sicht der Betreiber verpflichtet werden, sicherzustellen, dass dort keine kriminellen Machenschaften ablaufen. Ansonsten ist er in der Haftung. Wie genau er das anstellt, ist erst einmal sein Problem. Ob jetzt über eine Identitätsfeststellung oder was auch immer. An anderen Stellen funktioniert es doch auch.
    Sicher wird man damit dieser Betrügereien nicht vollständig Herr werden, aber es würde zumindest deutlich erschwert.
    Es ist für mich auch unbegreiflich, dass z.B. "der Enkeltrick" immer noch so gut funktioniert. Aber da sind wir wieder beim "gesunden Menschenverstand"...

    Vielleicht ist auch der Verkäufer auf egun seriös und jemand anderes hat seinen VK Namen einfach missbraucht um auf der anderen Plattform einen Account anzulegen.

    Das ist nicht auszuschließen, oftmals sogar gängige Praxis. Es gibt z.B. eine ganze Menge an "Fake-Shops", die sich komplette Webseiten bzw. Warenbestände von diesen kopieren, einen deutlich niedrigeren Preis ansetzen und dann anbieten (natürlich immer nur gegen Vorkasse).
    Wenn man sich dann das Impressum oder die Kontaktmöglichkeiten genauer anschaut, weiß man direkt, dass es ein Fake-Shop ist.
    Abgesehen davon, dass man anhand des Preises (mitunter die Hälfte oder noch weniger des normalen Preises) schon vermuten sollte, dass da etwas nicht stimmen kann. Zumindest mit gesundem Menschenverstand und nicht von Geiz oder Gier getrieben. Da sind die "Schnäppchenjäger" unter uns schon mal deutlich im Nachteil :amused::stunned:

    Habt ihr jetzt gezielt nach verdächtigen Angeboten gesucht?

    Nein, die beiden Angebote bei "waffengebraucht.at" aus dem obigen Screenshot sind mir einfach direkt aufgefallen.
    Dass es auch seriöse Angebote gibt, hab ich auch nicht in Frage gestellt. Nur, dass diese beiden garantiert keine sind.

    Das sollte auch nicht negativ oder gar abwertend rüberkommen. Es war nur eine rein faktische Richtigstellung.
    Ich habe größten Respekt vor jedem, der es überhaupt zu Olympia schafft. Dass dann auch die Tagesform und andere Kriterien über die letztendliche Platzierung entscheidet, ist eben im Sport (und nicht nur dort) so.