Ich würde nicht davon ausgehen, daß ein Scan für einen LP-Griff ohne Weiteres zur Herstellung eines SP-Griffes genutzt werden kann. Es gibt wohl keine SP, welche die gleichen Voraussetzungen (schräger Griffwinkel, lange Handkantenauflage usw.) für die Griffanpassung bietet wie eine LP. Benötigt werden sehr wahrscheinlich jeweils die Modelle beider individuell angepaßter Griffe.
Beiträge von Hans48
-
-
Die derzeitige Regelung ist mir bekannt. (Die kann ich nachlesen.) Über die diversen Regelungen der Vergangenheit fehlt mir der Überblick. (Es sind mir keine diesbezügliche Quellen bekannt.)
Gute Nacht!
-
Bei der Refraktion der Augen werden der Wert der Sphäre in dpt, die Stärke des Zylinders in dpt und die Achse des Zylinders in Winkelgrad des linken und des rechten Auges getrennt bestimmt. Die anzufertigenden Brillengläser setzen sich aus zwei Komponenten zusammen: einer sphärischen und eine zylindrischen Linse. Die sphärische Komponente bestimmt, in welcher Entfernung Objekte scharf gesehen werden. Die zylindrische Komponente soll die Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) ausgleichen. Sie verhindert, daß die Objekt verzerrt wahrgenommen werden.
Wenn der Schütze durch die Schießbrille das Korn nicht scharf sieht, kann es an einem ungünstigen Wert der Sphäre liegen, aber auch an dem ungenügenden Ausgleich der Hornhautverkrümmung liegen. Bei einer stärkeren Hornhaufverkrümmung macht sich eine unpräzise Refraktion der zylindrischen Gegebenheiten in einer Unschärfe bemerkbar. Der Schütze kann die Ursachen der Unschärfe nicht ohne Weiteres auseinanderhalten. Die Testgläser bringen m.E. nur eine Erkenntnis, wenn die Hornhautverkrümmung sehr gering ist.
Wenn die Schießbrille nicht das erstrebte scharfe Sehen des Kornes - ohne eine besondere Anstrengung - ermöglicht, hilft nur eine weiterer Besuch beim Opitiker. Der Optiker verfügt über Meßvorrichtungen (Meßbrille, Phorpter), mit denen er die sphärischen und die zylindrischen Werte separat variieren kann. Die subjektve Refraktion wird durch verschiedene, z.T. tagesabhängige Faktoren beeinflußt, so daß jede Messung einen Informationsgewinn bringt.
Was den Schießbrillenzuschlag (Addition) angeht, so kann es sinnvoll sein, unterschiedliche Brillengläser - je nach Einsatzzweck. SP, LP oder FP - zu verwenden. Als Anhaltspunkt kann die Entfernung zwischen dem zielenden auge und dem Korn genommen weren. Bei einer Entfernung von 80 cm würde der Zuschlag 1/0,80 = 1,25 dpt, bei einer Entfernung von 1m würde er 1/1 = 1,0 dpt betragen.
-
In der Sportordung des DSB heißt es in der Überschrift wörtlich "Regel 2.53". Wenn jemand von der Disziplin 2.53 schreibt oder spricht, so meint er dasselbe. In dem Schießbuch meines derzeitigen Vereins ist die Überschrift der entsprechenden Spalte "Disziplin". Gelegentlich wird von der Disziplin "25m Pistole nach Regel 2.53" geschrieben bzw. gesprochen.
Daß das Ergebnis des Finale schon lange separat geführt wird, ist mir wohl bekannt. Mich würde die Geschichte der internationalen Wettkampfregeln interessieren. Leider habe ich bisher keine Quelle dazu gefunden.
Tröstlich ist, daß die Qualifikationsrekorde in einigen Disziplinen über einen längeren Zeitraum vergleichbar sind.
-
Wie das Finale vor langer Zeit geregelt war, kann ich nicht mit Bestimmheit sagen. Hinweise lassen sich u.a. in den Ergebnissen der DM 2024 des DSB bei der Regel 2.53 usw. finden. Dort treten die 6 besten Schützenzum Finale an und geben auf Kommando 10 Einzelschüsse ab. Das Ergebnis der 10 Schüsse wird zu dem Ergebnis der Qualifikation addiert; danach richtet sich die Reihenfolge in der Meisterschaft. Es wird also keiner der Schützen im Finale eliminiert.
Es gibt ferner ein Video auf YouTube mit Uwe Potteck und Gernot Eder, die im Finale LP der DM in den 90-er Jahren auftreten. Das Endergebnis wurde auch hier aus der Summe der Qualifikation und des Finale ermittelt.
Ich nehme an, daß einer der Teilnehmer an diesem Forum über detailliertere Kenntnisse dazu verfügt.
-
Bei den ISSf-Finals ist der Zuschauerandrang überschaubar. Die meisten Zuschauer kommen aus dem Bereich des Schießsports, d.h. Mannschaftsmitglieder, Funktionäre, Angehörige u.s.w.. An einigen Veranstalungsorten finden sich auch Einheimische in einer bedeutenden Anzahl ein. Bisweilen sind große Zuschauertribünen aber sehr dünn besetzt.
Das Interesse der Fernsehzuschauer schätze ich als sehr gering ein. Ich nehme an, daß auch Änderungen der Regeln für die Finals keinen durchschlagenden Einfluß darauf haben werden. Das Sportschießen bietet angesichts der sparsamen Bewegungsabläufe und ständigen Wiederholungen keine Anreitz für für Zuschauer von außerhalb der Community. Dabei spielt allerdings die Darstellung und Kommentierung der Wettkämpfe eine nicht unwesentliche Rolle.
Die Spitzenschützen, die an den Finals teilnehmen und weitgehend von dem Sport leben, werden ihre Teilnahme nicht von den Regeln abhängig machen. Sie müssen mit den Regeln der ISSF leben.
Die ISSF und die nationalen Schützenverbände sind an der Beibehaltung des Schießsports in dem olymischen Sport interessiert. Dabei spielt die Vermarktung der Fersehrechte eine große finanzielle Rolle.
Die Schützen aus dem Breitensport sind daran ebenfalls interessiert, da der Verlust der Anerkennung als olympischer Sport u.U. in einigen Ländern Auswirkungen auf bestehede - ohnehin schon sehr restriktive - Waffengesetze haben könnte.
-
Ich habe mehrmals Fragen an einen der Anbieter gestellt. Die gestellten Fragen wurden beantwortet.
Die Versteigerungsplattform möchte aus eigenem Interesse direkte Absprachen zwischen Anbieter und Käufer verhindern. Ansonsten würden die Verhandlungspartner die Plattform umgehen können.
-
Auch wenn ich an keinem einzigen Final persönlich anwesend gewesen bin, so darf ich doch eine subjektive Meinung zu den Regeln der Finals äußern. Gegenteilige Meinungen nehme ich mit Interesse zur Kenntnis.
Ich kenne die Shoot Offs nur aus den Aufzeichnungen der ISSF-Finals. Es gab Finals in den 25m-Disziplinen, welche die eingeplante Zeit wegen der mehrfachen Shoot Offs um mehr als 100 % überschritten. In einigen dieser Finals wurden mehr Schüsse abgegeben als in der Qualifikation.
Auch in den 10m-Disziplinen und den 50m-Disziplinen gibt es gelegentlich Shoot Offs im den Finals. Daß solche Shoot Offs dort so selten vorkommen, liegt an der Zehntelwertung, die in diesen Finals zur Bewertung der Treffer herangezogen wird.
Auch bei den Skeet- und Trapfinals gibt es gelegentlich Shoot Offs. Daß solche Shoot Offs dort so selten sind, liegt an der Wertung der Schüsse, die sich an den tatsächlichen Treffern orientiert.
In den 25m-Disziplinen sind die Treffer dagegen nur fiktiv, d.h. es zählen - anders als in der Qualifikation - nur Treffer in einer bestimmten Zone. Die Finals in den 25m-Disziplinen unterscheiden sich in der Auswertung stark von den Qualifikationen. Insofern geben sie für das Publikum kein repräsentstives Bild der Disziplinen wieder. Die ISSF möchte offensichtlich die Finals möglichst spektakulär gestalten. Dabei hat sie bei den 25m-Disziplinen m.E. überzogen.
-
Ich möchte noch ein wenig nachsalzen. Bei den 10m-Finals in LP und LG versucht das ISSF den Zuschauern zusätzliche Informationen mit Hilfe der Technik zu übermitteln. Über das Ergebnis kann man durchaus geteilter Meinung sein. Bei den 25m-Finals geschieht seit Längerem schon das Gegenteil. Über die Punktwertung wird Information der Auswertungssysteme unterdrückt, welche die Treffer in einer Zehntelwertung ermitteln. Die tatsächliche Steuung der Schützen - ein Schaubild der Präzision - ist nicht unmittelbar erkennbar. Ferner ergeben sich daraus häufig Shoot Offs, welche den Ablauf des Wettkampfs und die Konzentration der Schützen stören. Schlielich gibt es einengravierenden Unterschied in der Auswertung in den Qualifikationen und derjenigen in den Finals.
-
Ich habe mir die Videos zu den 10m-Disziplinen angesehen, in denen diese SCATT-Einrichtung zu Testzwecken eingesetzt wurde. Auf den ersten Blick war es interessant, die Zielen und Abdrücken einzelner Schützen bei ausgewählten Schüssen zu beobachhten. Da der Zuschauer aber nur die Schützen nacheinander einzeln bei einem einzelnen Schuß beobachten kann, kann er als Laie aus der Information keinen Nutzen ziehen. Es ist eine überwältignde Fülle von Daten auf dem Bildschirm, die von dem Wesentlichen des Sports (Sportler, Abläufe, usw.) ablenken.
Die Kommentierung der Finals wurde dadurch nicht besser. Sie ist fast durchgehend schwach geweswen. Wier eine Kommentierung zum Besseren entwickelt werden könnte, hat die Einbeziehung eines erfahrenen Trainers im Finale der Schnellfeuerschützen gezeigt.
Die Überschneidung zwischen der Kommentierung des Stadionssprechers und des Online-Kommentators war besonders störend.
Die Bildführung war durchweg chaotisch. Sowohl die Kameraleute als auch die Regie hatten offensichtlich kein Konzept. Viele totale Einstellungen auf die Gesichter der Schützen, uninteressante Ausschnitte, keine durchgehende Darstellung von Abläufen.
Ein wichtiger Aspekt der Verwendung der SCATT-Apparatur bei der Übertragung bleibt unberücksichtigt. Die Schützen trainieren ohne diese Apparate. Die LP's und die LG's werden in den Finals der Wettkämpfe mit den Apparaten beschwert, so daß sich zumindest eine Irritation für die Schützen ergibt.
-
Auf YouTube gibt es zwei ältere Videos zur Technik des LP-Schießens mit (dem Olympiasieger FP 1976) Uwe Potteck:
https://www.youtube.com/watch?v=rc-fD4uOvZQ
https://www.youtube.com/watch?v=5grSN_5FKEk&t=643s
Für das Erlernen und Trainieren der Grundlagen des Pistolenschießens ist eine Scattanlage nicht notwendig. Eine Betreuung durch einen Trainer und ein gutes sportliches Umfeld im Schützenverein ist viel wichtiger, insbesondere für die Motivation.
Bei einem Griff von der Stange mußt Du damit rechnen, daß zumindest kleine Anpassungen notwendig werden, zumal im Fall einer Kreuzdominanz, die Du erwähnt hast. Bei einem Griff von MeshPro wird das schwierig. Thomas Rink bietet für diesen Fall Griffe mit einer 7-Grad-Drehung an. Auch bei einem solchen Griff können kleinere Anpassungen notwendig werden. Sie fallen aber geringer aus als bei einem Griff ohne diese Drehung. Ein Vereinskamerad hat eine gute Erfahrung mit einem solchen Griff gemacht. Wenn Du aber mit dem Seriengriff von Steyr ein etwa zurechtkommst, so daß voraussichtlich nur gerige Anpassungen am Griff notwendig werden, würde ich bei diesem Griff bleiben.
-
Als Einstieg in die Technik des Pistolenschießens gibt es das folgende Leitbild des Landestrainers im BSSB, Jan-Eric Aeply:
-
Ob Dir eine Schießbrille beim Pistolenschießen weiterhilft, kannst Du nur durch einen Besuch bei einem in der Anpassung von Schießbrillen erfahrenen Optikermeister feststellen. Er kann Dir anhand einiger Gläser zeigen, wie sich Dein Zielbild mit der LP auf 10 m verbessern läßt.
Derzeit wird in Suhl ein ISSF-Worldcup der Junioren veranstaltet. Die Finals werden in Sportdeutschland.TV überztragen. In der Übertragung des Finals LP der Juniorinnen haben alle Finalisten - alle um die 20 - eine Schießbrille getragen. Bei Männern über 40 würde ich vermuten, daß ihnen eine Schießbrille beim LP-Schießen eine große Hilfe sein könnte.
-
Die Frage nach dem Abzugsgewicht der FP wird zur Zeit auch auf http://www.targettalk.org diskutiert. Hier zwei Antworten daraus:
"65g in summer, 80g in winter and finals"
"When I was younger & more stable, I shot at about 30 grams. I find 100 grams works better now that I'm wobblier..."
Diese Aussagen bestätigen die vorangegangenen Ausführungen von :357Magnum und Califax.
Meine Zusatzfrage an die Experten lautet: Inwiefern sollte das Abzugsgewicht von der Technik der FP abhängig gemacht werden, insbesondere mechanischer oder elektronischer Abzug bzw. Stecher der FP.
-
Eine Lösung des Optikers zur Vermeidung einer unwillkürlichen Fixierung der Zielscheibe durch den Pistolenschützen besteht darin, daß der Schießbrillenzuschlag nicht nach der Entfernung zwischen Auge und Korn bemessen wird, sondern nach der Entfernung zwischen Auge und Kimme. Im ersten Fall würde der Schießbrillenzuschlag 1,0 dpt betragen, im zweiten Fall 1,25 dpt oder sogar von 1,5 dpt. Der größere Zuschlag des Schießbrillenglases erschwert das scharfe Sehen der Zielscheibe. In jedem Fall sollte die Entfernung zwischen Auge und Korn bzw. Auge und Kimme in Betracht genommen werden. Das Ergebnis hängt stark von der Akkomodationsfähikeit des Auges ab. Es gibt Pistolenschützen, die ihre Lesebrille zum Schießen benutzen.
Auf jeden Fall wäre der häufig empfohlener Schießbrillenzuschlag von 0,75 dpt - als Kompromiß zwischen dem scharfen Sehen der Kimme (+1,5 dpt) und dem scharfen Sehen der Scheibe (+0,0dpt) - hier kontraproduktiv.
-
Bei der Frage, ob es schon eine Fabrikpatrone in .32 ACP gibt, die auf sportlichen Bedarf hin konstruiert ist, bin ich auf eine Patrone von Winchester gestoßen. Die Patrone weist ein Kegelstumpfgeschoß auf und unterscheidet sich damit von den üblichen Rundkopfgeschossen. Allerding hat sie einen FMJ, so daß sie für den internationalen CFP-Einsätz nicht geeignet ist.
https://winchester.com/Products/Ammunition/Handgun/USA/Q4255
-
Die schweizer Nationalmannschaft ist seinerzeit mit der SIG P210-5 Heavy Frame im Kaliber 7,65 Para ausgerüstet worden. In welchen Wettkämpfen die Schweizer mit dieser Pistole angetreten sind, ist mir leider nicht bekannt. Auch die schweizer Polizei ist anfangs mit Pistolen in diesem Kaliber ausgerüstet worden. Einige Jahre später ist sie auf das Kaliber 9 mm Para umgerüstet worden.
Eine Patrone, die von vornherein für Pistolen konzipiert worden ist, wäre vermutlich die bessere Wahl für Sportpistolen in der Disziplin ZFP gewesen. Die Wechselsysteme der KK-Pistolen mit den unverriegelten Masseverschlüssen lassen aber keine so starken Pistolenpatronen zu.
-
Die S&W M52 und die SIG P240 - beide im Kaliber .38 Special - sind nicht als Diven bekannt, es sei man mißbraucht sie, indem sie mit unpassendem Futter versorgt. (SIG P240 mit zu stark geladene Patronen .38 Special mit HBWC-Geschossen)
Mit der S&W M52 wurde übrigens William Blankenship (USA) im Jahre 1966 in Wiesbaden Weltmeister.
Schützen mit der SIG P240 bin ich öfters in KM und BM begegnet. Die S&W M52 ist seltener hierzulande.
Eigentlich sind die Patronen .32 S&W long und die .38 S&W Special für Revolver gemacht. Wegen des überstehenden Randes kann es bei Pistolen gelegentlich zu Zuführungsproblemen kommen, insbesondere wenn das Magazin und die Zuführungsrampe der Pistole zu steil sind.
-
Im Kaliber .38 Spezial sieht es fast genau so schlimm aus wie im .32 long. Die Schachtel mit 50 Patronen WC kostet inzwischen um die 20 Euro.
Angesichts dieser Situation heißt es, sich auf das Trockentraining zu konzentrieren und die Zahl der scharfen Schüsse zu begrenzen. Es muß nicht jedes mal die ganze Schachtel geleert werden. Ich sehe das GK-Schießen als Ergänzung und Sahnehäubchen zum SP-Schießen.
Trockentraining ist mit einem Revolver und Exezierpatronen etwas einfacher als mit Selbstladepistolen.
Einen Ausweg bietet das Wiederladen, auch wenn die benötigten Verbrauchsmaterialien auch hier deutlich teurer geworden sind.
-
Vor einiger Zeit wurde über die relativ neue Pistole Chiappa FAS 6007 im Forum diskutiert. Gibt es inzwischen etwas Neues zu berichten?
Ich habe mir ein Video zum Demontage und Montage der Pistole angeschaut und war von der Konstruktion der Pistole beeindruckt. Die Pistole verfügt über einen relativ langen Lauf und bietet relativ viel Spielraum zur Gestaltung des Griffes. Die Demontage ist im Vergleich zu anderen modernen Pistolen sehr einfach. Sie bietet ferner einfache und vorteilhafte Möglichkeiten zur Befestigung der Zusatzgewichte.