Beiträge von Hans48

    Möglicherweise liegt eine starke Verschmutzung des Mechanismus vor. Ich öle den Schlagbolzen und die Ausszieherkralle der Pistolen leicht mit einem Nähmaschinenöl ein. Damit kann der Schmutz zwar nicht ferngehalten werden, es wird aber eine Krustenbildung verhindert. Auf die Rasten des Hammers, des Abzugsstollens und der Abzugsstange trage ich dünn Molkote oder das Gun Grease von Abbey auf, welches als Festschmierstoff ebenfalls Molybdändisulfid enthält. Damit soll die gleichmäßge Gleitung unterstützt werden.

    Daß das Abzugsgehäuse der letzten Version der Hämmerli SP 20 aus Aluminium besteht, halte ich für möglich, nicht dagegen der Hammer, die Schlagstange und die Feder.

    Ich würde es begrüßen, wenn die Sportschützen aus Rußland und Weißrußland an internationalen Wettbewerben des Schießsports teinehmen würden. In diesen Ländern (wie auch in der Ukraine) wird der Schießsport im Rahmen der olympischen Disziplinen besonders intensiv gepflegt. Der Sport sowie die Kultur sollten von der politisch verordneten Sanktionitis so weit wie möglich frei gehalten werden. Es geht letztlich um Menschen, die als solche Respekt verdienen.

    Übrigens ist die Homepage des ukrainischen Schießsportverbandes sehr umfangreich und informativ. Es sind viele Beiträge russischer Autoren darauf zu finden. Die meisten Beiträge sind in russischer Sprache verfaßt. Alle Achtung!

    Ich habe die von Holger (aus Soest) und von Jader35 aufgezeigte Lösung zur Scheibenbeobachtung auf dem 25m-Stand noch nicht ausprobiert. Es scheint mir aber für Brillenträger, die dazu noch eine Irisblende montiert haben, eine sehr vorteilhafte Lösung.

    Dadurch werden unvermeidliche Berührungen zwischen der Brille und dem Spektivokular vermieden. Das Bild dürfte wahrscheinlich größer und heller sein als bei einem einfachen Spektiv. Die Schießergebnisse könnten für eine spätere Analyse gespeichert werden. Dazu braucht es nicht ein sehr hochwertiges Spektiv. Ein für Brillenträger geeignetes, lestungsfähiges Spektiv zur Scheibenbeobachtung (Vergrößerung, Objektivdurchmesser, Austrittspupillendurchmesser, Austrittspupillenabstand) auf dem 25m- Stand (z.B. Kowa TSN-601) dürfte einiges mehr kosten.

    Übrigens: Die Abzugskonstruktion der Hämmerli SP20 und die Abzugskonstruktion der Hämmerli SP280 sind gleich. Das läßt sich an den Schnittbildern der SP's feststellen. Wer also bereits den Abzug der SP280 neu eingestellt hat, kommt auch mit dem Abzug der SP20 zurecht.

    Auch der elektronische Abzugsmechanismus beinhaltet Rasten. Die Auslösung des Schusses beruht ja darauf, daß der gespannte Schlagbolzen frei wird und auf das Ventil aufschlägt. Also gibt es auch hier einen Rastenübergriff.

    Die oben vorgeschlagene Neujustierung dieses Rastenübergriffs kann - wie oben, aber auch in der Bedienungsanleitung geschildert - über die Neujustierung des Druckpunktgewichts erfolgen. Zur Verbesserung der Sicherheit wird das Druckpunktgewicht erhöht. Anschließend sollte das Vorzugsgewicht abgepaßt werden, um das angestrebte gesamte Abzugsgewicht zu erhalten.

    Zur genauen Justierung des Abzugsgewichtes wird eine Abzugswage benötigt. Bei den Messungen wird man feststellen, daß das Abzugsgewicht von Schuß zu Schuß beachtlich streut. Deshalb ist ein Sicherheitszuschlag unumgänglich. An der Streuung des Abzugsgewichts und dem benötigten Sicherheitszuschlag kann bemessen werden, wie gut die Konstruktion des Abzugsmechanismus ist.

    Aus der Bedienungsanleitung: "Veränderungen an den werkseitigen Einstellungen für Druckpunktgewicht,
    Triggerstopp und Klinkenüberschnitt können zu Schäden, Störungen und ggf.
    zur Funktionsunfähigkeit der Pistole führen. Darüber hinaus besteht die Gefahr,
    dass sich durch leichtes Berühren des Abzugs, Erschütterungen oder sonstigen
    Handhabungen ein Schuss löst."

    Daraus ist zu entnehmen, daß durch eine der drei Änderungen der Werkseinstellung das beschriebene Auslösen des Schusses durch Erschütterung erfolgen kann. Ich würde Versuchen, die Einstellung des Triggerstops - wie bereits oben erwähnt - und die Einstellung des Druckpunktgewichts die Störung zu beheben. Bei mechanischen Abzugssystemen führt eine zu geringe Einstellung des Druckpunktgewichtes zu den erwähnten Störungen.

    Der empfohlene Besuch beim Kundendienst im Rahmen der DM bleibt davon unbenommen. Er führt mit Sicherheit zu weiteren Erkenntnissen.

    Vor einer weiteren Benutzung der Pistole sollte die Grundeinstellung des Abzuges überarbeitet werden. In der Bedienugsanleitung ist auf Seite 5 dazu eine Anweisung enthalten. Das Doppeln tritt dann auf, wenn der Rastenübergriff zu klein ist. Es ist möglich, daß der Vorbesitzer das Druckpunktgewicht sehr gering und den Druckpunktweg sehr kurz eingestellt hat, so daß der Abzugsmechanismus nicht mehr zuverlässig - unabhängig von der verwendeten Munition - funktioniert.

    Die Grundeinstellung des Abzuges müßte der Sportschütze eigentlich selbst hinbekommen. Dabei sollte die sichere Funktion im Vordergrund stehen. Für gute sportliche Ergebnisse sind extreme Einstellungen des Abzuges (Vorzugsgewicht, Druckpunktgewicht, Vorzugsweg, Druckpunktweg) nicht unbedingt notwendig.

    Das Einzige, was die Bedienungsanleitung noch übrigläßt, besteht darin, das Abzugssystem auszubauen und anschließend wieder einzubauen - wobei dabei die Reihenfolge des Anziehens der Schrauben zu beachten ist. Die Bedienungsanleitung weist darauf hin, daß sich durch den Wiedereinbau des Abzugssystems das Abzugsgewicht leicht verändern kann. Möglicherweise verschwindet dadurch auch das unbeabsichtigte Auslösen.

    Bestellbar sind derzeit folgende Griffe: S rechts, M rechts, L rechts, M links.

    Interessant wäre, ob die Walther GSP500 auch ohne Griff erhältlich ist. Die Walther SSP kann derzeit ohne Griff bestellt werden. Den Griff kann man gegebenfalls bei einem der Griffhersteller dazukaufen.

    Beim Auslösen des Schusses soll - so heißt es - der Finger krumm gemacht werden. Das bedeutet, daß der Unterstützungspunkt bzw. der Gegenpool für den ausgeübten Druck nicht genau parallel zur Seelenachse des Laufs hinter dem Abzug liegt, sondern etwas versetzt in Richtung des Knöchels des Abzugsfingers, dem Drehpunkt im Kräfteparallelogramm. Nachzulesen in: Bruno Brukner, Technik und Schießlehre, Melsungen 1983.

    Dieses Argument könnte eine mögliche Erklärung für das geschilderte Phänomen sein. Die Auswirkung hängt aber noch von den sonstigen, bereits erwähnten Faktoren ab.

    Ich vermute, daß die meisten Reparaturfälle bei Luftdruckwaffen die Undichtigkeit der Waffe bzw. der Kartusche betreffen. Wenn das Ereignis nach mehr als 5 Jahren Gebrauch eintritt, liegt es nahe, eine Generalüberholung durchzuführen. Kann dem Händler, der verschiedene Sportgeräte mehrerer Marken verkauft, zugetraut werden, daß er den Service zu gleichen Kosten, in der gleichen Qualität und in der gleichen Zeit durchführt wie der Hersteller?

    Bei anderen Mängeln ist die Service nicht einfacher? Es geht hier nicht um Reinigen oder Festziehen von Schrauben.

    Für die Hersteller ist der Service kein Zuschußgeschäft. Es wird zumindest kostendeckend (einschlielich einer Kapitalverzinsung) abgerechnet.

    Die bertriebswirschaftliche Frage der Unternehmensführung lautet, wie gestaltet man die Abläufe kostengünstig. Um diese Frage zu beantworten muß man Einsicht in die betriebliche Realität haben. Ein außenstehender kann sie nicht ohne Weiteres beantworten.

    Bei der ersten benötigten Reparatur habe ich den Händler gefragt, ob er die LP zum Hersteller schickt oder ob ich es selbst machen soll. Dem Händler war es egal. In Zukunft werde ich also auch einen Reparaturschein ausfüllen müssen und diesen zusammen mit der LP zum Händler bringen. Der Händler wird das Päckchen an den Hersteller senden. Nach der Reparatur sendet der Hersteller das Päckchen an den Händler, der es anschließend an mich weiterleitet. Der Ablauf wird komplexer und aufwendiger. Die Frage wird sein, ob der Kunde die Rechnung des Herstellers oder die Rechnung des Händlers (mit einem Aufschlag) begleichen wird müssen.

    Welche Gründe könnten aus der Sicht des Herstellers für die Einstellung der Onlineservicegeschäfts mit dem Kunden und dem Verweis auf den Händler sprechen?

    Ich kann mir vorstellen, daß es negative Erfahrungen mit Kunden gegeben hat, die der Hersteller zukünftig vermeiden möchte. Möglicherweise wurden Rechnungen nicht bezahlt. Möglicherweise wurden gesetzliche Bestimmungen für den Versand von Waffen nicht beachtet. Der Händler hat im Zusammenhang mit dem Verkauf der Waffe bereits Informationen über die Identität des Kunden und seine Bonität vorliegen.

    Ein weiterer Grund könnte in dem Ziel liegen, bestimmte Händler an sich zubinden und sie stärker in den Vertrieb der Produkte einzubeziehen.

    Leider hat es die Carl Walther GmbH versäumt ihre Gründe für die neue Regelung des Service darzulegen. Dieses Versäumnis schadet dem Vertrauen des Kunden zum Hersteller, insbesondere des Stammkunden.

    Im Übrigen steht letztendlich der Hersteller zumindest für die Gewährleistung ein. Dieses Risiko würde kein Händler übernehmen wollen. Durch die neue Regelung wird die Stellung des Händlers im Verhältnis zum Kunden gestärkt. Im besonderen Fällen kann damit gerechnet werden, daß der Händler sich beim Hersteller für die Rechte seines Kunden bei Mängeln einsetzt. Der Kunde steht damit nicht alleine da. Daß Hersteller nach Ablauf der gesetzlichen Gewährleistung den Kunden bei offensichtlichen Produktmängeln (z.B. schadhafte Kartuschengewinde, Risse im Rahmen, fehlende Ersatzteilversorgung nach Produktionsende usw.) im Regen stehen lassen, könnte eventuell seltener werden.

    Hallo Frank74, würdest Du bitte die Informationsquelle nennen, welche diese neue Regelung beinhaltet

    Ich kann es nicht glauben. Wie ist denn der Fall geregelt, daß es das Handelsunternehmen nicht mehr gibt, bei dem ich eingekauft habe? Muß ich mich dann an ein beliebiges Handelsunternehmen hinwenden?

    Die Qualität (LP,SP) ist nach meinem bishreigen Eindruck doch nicht so gut, da man auf so einem hohen Roß reitet. Ich lobe mir die Unternehmen, hinter denen Persönlichkeiten - nicht nur anonyme Investoren - stehen.

    Die CZ 75 Sport 2 hat zwar meistens einen überarbeiteten SA/DA-Abzug. Durch den Einbau eines speziellen Abzugszüngels kann gegen Mehrpreis ein reiner SA-Abzug realisiert werden. Dadurch verringert sich der Reset des Abzuges, was für den sportlichen Einsatz nach der DSB-Regel 2.53 von Vorteil ist.

    Die nicht mehr von dem S&W Performance Center hergestellten Sportpistolen verfügten serienmäßig über SA-Abzüge. Von der Konstruktion ähneln sich diese Abzugskonstruktionen. Der kurze Arbeitsweg des Abzugs ist für den sportlichen Einsatz von großem Vorteil. Der DA-Abzug wird hier nicht benötigt.

    Übrigens ähneln diverse Sportpistolen von Tanfoglio in der Verschuß- und der Abzugskonstruktion sowohl der SIG P210 als auch der CZ 75 Sport 2. Von der Qualität ist die CZ 75 Sport 2 am ehesten mit den Sportpistolen von S&W (Target Champions, Masterpiece) zu vergleichen. Sie wurden ebenfalls von erfahrenen Büchsenmachern auf Präzision getrimmt.

    Die CZ 75 Sport 2 hat mit der SIG P210 die Art der Schlittenführung (Schienen im Griffstück), die Art der Verriegelung (über Verschlußwarzen am Lauf und die passenden Vertiefungen im Verschlußstück) und die Abzugskonstruktion (Abzugsschiene in O-Form um den Magazinschacht).

    Im Vergleich zur SIG P210-6 ist das Micrometervisier der CZ Sport 2 schnittiger, der Lauf etwas länger (6 Zoll statt 120 cm), das Abzugsgewicht etwas leichter (etwa 1.250 g statt 1.750 g) und die Magazinhalterung etwas ergonomischer. Andererseits kommt die SIG P210 ohne das Bushing aus. Die enge Laufführung erfolgt hier über die besondere Form des Verschlußstücks an der Mündung. Das Material ist etwas stabiler (Schmiede- statt Gußstahl). Die Verarbeitung insgesamt etwas feiner, insbesondere des Griffstücks. Das Angebot an Griffen von Nill ist etwas vielfältiger.

    Für eine häufige Teilnahme an Wettkämpfen würde ich die modernere CZ 75 Sport 2 nehmen. Aber die SIG P210-6 hat auch etwas.

    Johannes, das ist eine gute Strategie: kein Doppelschlag, sondern Eines nach dem Anderen.

    Pistoletti, gemeint war wohl die CZ Target Shadow 2 (CZ TS2) bzw.CZ Shadow Target 2. Warten wir mal ab, was die First Mover darüber berichten werden.

    Im Test stellt Visier 1/2022 für die CZ Tactical Sports 2 Racing Green eine Abzugsgewicht von 1.068 g fest, für die CZ Tactical Sports 2 Deep Bronze 853 g fest. Das SWAT Magazine stellte bei der ersten Version der CZ TS ein Abzugsgewicht von 1.5 pound (680 g) fest. Die getestete Pistole wog 44.8 Unzen (1.270 g).