Beiträge von Hans48

    Ist die Sicherung auf der linken Seite der Pistole zugänglich oder wird sie durch den Griff verdeckt?

    Sie ist ja in Deutschland im Gegensatz zu den USA bei Sportpistolen eigentlich überflüssig.

    Ansonsten läge die Daumenauflage doch recht hoch, wie es auf den Prospekten zu erahnen ist.

    Ich habe zwei Preßluftpistolen. Die Hämmerli AP 40 ist vor kurzem - nach etwa 10 Jahren - undicht geworden. Die Walther LP400 schon nach wenigen Monaten (Gewährleistung) und dann wieder nach etwa 8 Jahren. Ich habe die Kartuschen nur mit Preßluft befüllt, die ich von der Feuerwehr über Preßluftflaschen bekam.

    Ich habe die O-Ringe regelmäßig mit Silikonfett gepflegt. Die O-Ringe halten unerwartet lange. Die Gewinde der beiden Preßluftkartuschen der Walther LP400 wurden trotz der empfohlenen Fettung mit dem Silikonfett nach etwa drei Jahren (keine Gewährleistung) schadhaft. Die Reparatur beider Kartuschen war mir zu teuer. Dafür hätte ich eine neue Karusche kaufen können. Der Service hat mir empfohlen ein graphithaltiges Schmierfett zu verwenden. Das hat geholfen. Demnächst werde ich den Gutschein für eine neue Kartusche in Anspruch nehmen.

    Den Rat zur einer leichte Fettung und regelmäßigen Kontrolle der O-Ringe kann ich nur bekräftigen. Den Abrieb samt Fett habe ich kürzlich aus den Kartuschengewinden entfernt.

    Die gleiche Aufmerksamkeit wie der LP und den Kartuschen sollte man auch dem Fülladapter widmen. Ich mußte kürzlich eine Dichtung in dem Fülladapter der Hämmerli AP 40 erneuern. Sie ist mir dadurch aufgefallen, daß sie an der Kartusche hängen geblieben ist, als ich diese abgeschraubt habe. Ihr Zustand war sehr schlecht, ma.W. verrottet. Vorher habe ich diese Flachdichtung nicht richtig wahrgenommen.

    Das die Betrachtung der Fettung bei der Feuerwehr wegen des Gesundheitsschutzes anders sein muß, ist schon klar. Das bedeutet aber auch, daß im Laufe der Jahre auch bei den Preßluftpistolen das Schmierfett in das System - LP und Kartusche - gelangen kann. Führt es dann nicht zu Undichtigkeiten?

    In der Bedienungsanleitung eines Herstellers von Preßluftpistolen wird empfohlen, das Anschlußgewinde für die Preßluftkartusche mit einem säurefreien Silikonfett alle 1000 Schüsse bzw. nach jeweils 10 Kartuschenwechseln leicht einzufetten. Andere Hersteller empfehlen dagegen, den O-Ring am Anschlußgewinde für die Preßluftkartusche in den entsprechenden Abständen leicht einzufetten. Was ist nun die bessere Vorgehensweise? Oder soll man sowohl das Gewinde als auch den O-Ring einfetten? Kann der Einsatz von Silikonfett eventuell zu Undichtigkeit der Preßluftpistole führen?


    Die Feuerwehr nutzt Preßluftflaschen im Rahmen der Atemschutzausrüstung. Aus Gründen der Sicherheit darf hier aber kein Fett an den Gewinden oder den O-Ringen der Atemschutzausrüstung angebracht werden.

    Wer weiß Rat?

    Jeder muß für sich entscheiden, was er braucht.

    Eine zweite Preßluftkartusche ist nicht unbedingt notwendig, wenn man über eine Preßluftflasche (20 Jahre Nutzungsdauer) oder eine excellente Preßluftpumpe (z.B. von Hill) verfügt. Wenn man allerdings auf die Versorgung mit Preßluft auf den Verein angewiesen ist, dann sieht es anders aus.

    Ob man mit dem 5D-Griff der Meisterklasse zurecht kommt, sollte man vorher ausprobieren. Ich habe den Griff für die Walther LP400 gekauft und ihn nach sehr kurzer Probezeit enttäuscht weiterverkauft.

    Positiv beurteile ich den Ladehebel, die Lademulde und die Befestigungsschienen für die Zusatzgewichte an den Walther LP's. Das ist mit dem Modellwechsel von LP400 auf LP500 sogar noch verbessert worden. Die Laufverkleidung aus Alu sieht m.E. wertiger aus als ein Röhrchen oder ein Gitter aus Plasitik. Über die bunte Beschriftung kann man geteilter Meinung sein. Auf targettalk.org tauschen sich die Fans aus, wie man die Beschriftung ohne Spuren zu hinterlassen beseitigt.

    Ich besitze zwar weder die Walther LP500 noch die Feinwerkbau P8x, sondern nur die Hämmerli AP 40 und die Walther LP400.

    Obwohl die Hämmerli AP 40 im Gegensatz zur Walther LP400 keinen Absorber, sondern dafür aber die Entlastungsbohrungen im Lauf aufweist, liegt sie trotzdem ruhiger im Schuß.

    Die Hämmerli AP 20 (Vereinspistole) weist leider keine richtige Trockentrainingeinrichtung auf, auch wenn bei halb geöffneten Verschluß eine Art Trockentraining möglich ist. Der Abzug läßt sich nicht - wie bei meinen beiden LP's - in allen Ebenen verstellen. Befestigungschienen für die Zusatzgewichte sind nicht vorhanden. Eventuell ließen sich die Gewichte - wie an der Steyr LP 2 - am Lauf befestigen.

    Ich bin sowohl mit der Hämmerli AP 40 als auch der Walther LP400 zufrieden. Beide LP's habe ich im jeweils letzten Produktionsjahr gekauft.

    Die Walther LP500 ist technisch bestimmt nicht schlecht, nur meiner Ansicht nach leider etwas zu teuer. Auf die schwenkbare Visierung der Walther LP500 könnte ich z.B. verszichten. Auch auf die Möglichkeit zum Einbau eines elektronischen Abzugs. Die Visierung der Walther LP400 ist einfacher und eleganter.

    Neben der technischen Ausstattung würde für mich die Paßform des Seriengriffes das ausschlaggebende Argument bilden, Ansonsten würde ich die LP ohne den Seriengrif kaufen und stattdessen einem Konfektionsgriff bei Thomas Rink bestellen.

    Ich schließe mich den Ausführungen von Matze1965 an: der Lichteinfall sollte in beiden Augen - dem zielenden und dem nichtzielenden - in etwa gleich sein.

    Die Irisblende kann zur Vergrößerung der Schärfentiefe eingesetzt werden, aber auch zur Verminderung des störenden Lichteinfalls von Vorne. Dabei muß sie nicht unbedingt stark abgeblendet werden.

    Wenn die Vergrößerung der Schärfentiefe im Vordergrund steht- d.h. bei der Fokussierung des Auges auf die Visierung soll die Scheibe etwas schärfer abgebildet werden -, wird die Irisblende stark abgeblendet und der Lichteinfall in das zielende Auge wird vermindert. Unter dieser Bedingung würde der schwarze Rahmen der Irisblende und die schwarze Augenabdeckung zusammenpassen.

    Wenn die Irisblende zur Verminderung des störenden Lichteinfalls von Vorne eingesetzt werden soll, dann würden der lichtdurchlässige Rahmen der Irisblende und die lichtdurchlässige Augenabdeckung für das nichtzielende Auge zusammenpassen.

    Die Irisblende mit dem lichtdurchlässigen Rahmen ist noch nicht sehr lange auf dem Markt. Ich habe die Schießbrille Knobloch K1 mit einer Irisblende mit dem schwarzen Rahmen und einer milchigen Augenabdeckung in Gebrauch. Diese Kombination hat sich nicht bewährt. Den schwarzen Irisblendenrahmen werde ich demnächst versuchsweise durch einen transparenten ersetzen, denn der Kontrast ist mir bei dem schwarzen Irisblendenrahmen und der milchigen Augenabdeckung zu groß. Alternativ werde ich die Augenabdeckung versuchsweise schwarz überkleben.

    Die milchige Augenabdeckung für das nichtzielende Auge ist angenehm, wenn sie ohne die Irisblende an der Schießbrille eingesetzt wird

    Hallo Pistoleros,

    im Zusammenhang mit der Diskussion um das Vorgehen bei blockiertem Abzugsfinger und insbesondere der Anregung von no.limits zum Training des Übergangs vom Trockenschießen zum scharfen Schießen bzw. Wertungsschießen habe ich mir die Frage nach der Gestaltung der Vorbereitung im Rahmen des Wettkampfablaufs. Die Vorbereitungszeit beträgt bei der LP 15 Minuten und sowohl bei der SP als auch der ZFP vor dem Präzisionsteil 5 Minuten und vor dem Schnellfeuerteil 3 Minuten. In der Vorbereitunszeit gestattet die Sportordnung Halte- und Anschlagsübungen sowie Trockenschießen. Bei der LP sind in der Vorbereitungszeit beliebig viele Probeschüsse zugelassen.

    In der mir verfügbaren Lieratur habe ich bisher keine Antwort auf die Frage gefunden, wie man diese kurze Zeit am besten nutzt. Das Ziel müßte m.E. sein, die tranierten Anbläufe in das (Muskeln, Nerven, Kopf) Gedächtnis zu rufen. Ich mache gewöhnlich einige Anschlagsübungen und etwa fünf Trockenschüsse. Bei der LP gebe ich etwa 10 Probeschüsse ab.

    Gruß Hans

    Hallo Zusammen,

    es wurde schon oben erwähnt, dass eine gute körperliche Kondition des Schützen, die durch vielseitige sportliche Betätigung erreicht wird, sowie ein regelmäßiges Trockentraining den flüssigen (ohne Blockade des Abzugsfingers oder Zittern) Ablauf des Prozesses zur Schußabgabe fördern.

    Ich würde gerne einen weiteren Aspekt hinzufügen; die Aktivierung der Muskeln und Nerven vor dem Training bzw. Wettkampf. Die Aktivierung erfolgt durch passende, mehrmals wiederholte Übungen und bewirkt eine bessere Durchblutung, Sauerstofversorgung und Leistungsbereitschaft des Schützen- sowohl körperlich als auch mental. Alle Leistungssportler tun so etwas. Die ambitionierten Amateursportler sollten es ihnen nachmachen. Das muß aber nicht unbedigt in diesem Ausmaß geschehen. Also statt einer halben oder ganzen Stunde vielleicht nur zehn Minuten.

    Es gibt ein Video, dass zeigt, wie Christian Reitz sich auf den Wettkampf vorbereitet.

    Gruß Hans

    Die Regel 2.1.1 Pistole/Revolver (2.50-2,59), die oben zitiert worden ist, erlaubt das Halten der Waffe mit beiden Händen sowie den Voranschlag.

    Das wird in der Wettkampfpraxis des GK-Schießens auch so gehanhabt.

    In der Regel 2.6 Fertighaltung wird für die Disziplin Standardpistole (2.60) die Fertighaltung zwar zunächst expresis verbis nur für die 20- und 10-Sekundenserien verlangt. Weiter steht aber, daß die Waffe erst gehoben werden darf, wenn die Drehscheibe sich zu dem Schützen dreht oder das Lichtsignal zum Schießen erscheint. Nach meinem Verständnis bedeutet diese Aussage, daß auch in der 150-Sekundenserie die Fertighaltung nach dem Kommando "Achtung!" einzunehmen ist. Etwas anderes habe ich auch nicht erlebt. Insofern ist die Aussage irritierend, daß die Fertighaltung nur für die 20- und 10-Sekundenserien gilt. Meiner Ansicht nach gilt sie für alle Serien. Die erwähnten, irritierenden Aussagen finden sich auch im den Regeln für Pistole des ISSF.

    Hallo,

    die Waffe könnte nach der Herstellung eventuell gefettet worden sein, um Rosten während des Transports und der Lagerung zu verhindern.

    Ich würde empfehlen, den Lauf vor dem Gebrauch mit einem Docht oder VFG-Laufreinigerpropfen durchzuwischen, um das Fett zu entfernen.

    Ein chemissches Lösungsmittel ist nicht erforderlich. Allenfalls kann beim ersten Durchwischen etwas Waffenöl verwendet werden.

    Nach dem Einsatz von Lösungsmitteln zur Entfernung von Blei- oder Kupferrückständen sollte immer eine gründliche Reinigung des Laufes erfolgen, da solche Lösungsmittel aggresive Substanzen enthalten, die nicht lange im Lauf verbleiben sollten.

    Das Verfahren würde ich bei jeder Waffe - nicht nur bei einer neuen Pardini - anwenden.

    MfG Hans

    Scherfestigkeit - ein Begriff aus der Materialkunde ist hier eigentlich nicht genau passend.

    Teile im Schloß von Waffen - wie die Rasten von Hammer und Abzugsstollen - stehen im gespannten Zustand unter sehr starken Druck. Dort angebrachte Schmiermittel sollen eine Zwischenschicht zwischen den Teilen bilden, um den Abrieb bei der Bewegung der Teile gegeneinander zu verringern und die Gleiteigenschaften zu verbessern. Gute Schmiermittel haben die Eigenschaft, daß sie nicht durch den Druck der aneinanderreibenden Waffenteile weggedrückt werden. Sie müssen trotzdem an den betreffenden Stellen abundzu erneuert werden, auch wenn sie gelegentlich als Dauerschmierung bezeichnet werden.

    Ähnliches gilt für die engen Passungen von Pistolenverschlüssen und -laufführungen. Hier entsteht eine starke Reibung beim Rückstoß und Repetiervorgang. Der Film, den das Schmierfett bildet und der den Abrieb vermindert, sollte möglichst lange erhalten bleiben. Er sollte nicht weggedrückt werden oder gar verdampfen.

    Ich reinige die Kurzwaffen nach jedem Gebrauch.

    Bei KK-Sportpistolen, die ich häufig benutze, wische ich den Lauf einfach mit einem leicht eingeölten Docht innen durch. Die Oberfläche wische ich mit einem leicht eingeölten Flanelllappen ab. Die Pistole lege ich in einer Plastiktüte (Salathaube) eingewickelt in den Safe, um das Abtrocknen durch einen Lappen zu vermeiden. Eine gründliche Reinigung nehme ich nach 500-1.000 Schuß vor.

    GK-Kurzwaffen, die bei mir viel seltener im Gebrauch sind, reinige ich jedesmal gründlich, bevor ich sie weglege.

    Der Einsatz der Waffenvaseline empfiehlt sich für eine längere Einlagerung. Die Vaseline läßt sich mit einem Tuch abwischen. Sie schadet weder der Waffe noch den Händen. Sie bleibt aber besser als Waffenöl an der Oberfläche haften und bietet damit einen besseren Schutz vor dem Rost.

    Es gibt Waffenfette, die einen guten Verschleißschutz mit einem guten Korrosionsschutz kombinieren. Dazu gehören das Waffenfett von SG-Sauer sowie das GUNTEC von Liqui Maly. Ich verfüge aber bisher über keine Erfahrungen mit beiden. Ob die Schmierwirkung und die Scherfestigkeit so gut ist wie die der speziellen Festschmierstoffe kann ich also nicht beurteilen. Für das Schmieren von Schloßteilen würde ich sie nicht einsetzen.

    Um das Rosten zu verhindern, würde ich die Kurzwaffen mit einer Waffenvaseline oder gar Rostschutzvaseline eincremen und dann in Fettpapier oder einen Kunsstoffbeutel einwickeln, so daß wenig Luft und Feuchtigkeit drankommt. Ein Zusatz von Trockenmitteln würde den Effekt noch verbessern.

    Die S&W-Pistolen und Revolver aus Kohlenstoffstahl wurden gefettet, eingewickelt in fettiges Papier sowie in Karton verpackt zunächst gelagert und dann ausgeliefert.

    Bei Langwaffen müßte man das Ganze entsprechend modifizieren.

    Ja, es gibt kein Mittel, das über alle benötigten Eigenschaften verfügt.

    Waffenöle müssen eine geringe Tendenz zur Verdampfung, eine recht hohe Viskosität im Zusammenhang mit tiefen Temperaturen und eine guten Rostschutz aufweisen. Waffenöle auf Basis von synthetischem Diester - wie z.B. Ballistol - verfügen über diese Eigenschaften. Sie eignen sich gut zur Pflege der Oberfläche von Pistolen. Mineralöle taugen dazu nicht. Waffenöle vefügen darüberhinaus auch über Schmiereigenschaften.

    Um eine spürbar bessere Schmierung zu erreichen, kann auf Festschmierstoffe - wie Graphit oder Molybdänsulfit - zurückgegriffen werden. Molybdänsulfit ist ein Bestandteil von Molykote, das ich zur Schmierung von Schloßteilen und von Verschlüssen benutze. Es bildet auf den Oberflächen eine Struktur, die durch die dort anfallenden Drücke nicht einfach weggeschert wird. Eine Alternative zu Molykote ist das Gungrease LT2 von Abbey, das ebenfalls Molybdänsulfit enthält. Diese Schmiersoffe verfügen aber nur über eine sehr geringe rosthemmende Wirkung.

    Was die Entfernung von Bleirückständen betrifft, so wird gelegentlich Quecksilber empfohlen. Die Handhabung ist für mich zu kompliziert und zu riskant. Deshalb verlasse ich mich auf die Muskelkraft in Verbindung mit den oben erwähnten, mit Messingfasern versehenen Reiningungsfilzen. Sie sind so auf das jeweilige Kaliber abgestimmt, daß sie nur mit etwas Kraftaufwand durch den Lauf gezogen werden können.

    Zur Entfernung von Geschoßmantelablagerungen benutze ich den Laufreiniger von Lupus, der die Kupferablagerungen im Lauf anlöst. Danach kommt bei mir der Einsatz der Reinigungsfilze.

    Hallo,

    ich verwende Reinigunsflize von VFG oder Putzdochte, die ich etwas mit Waffenöl tränke.

    Die Filze gibt es als einfache Wollfilze und als Wollfilze mit eingelagerten Messingfasern. Der Vorteil gegenüber den Putzschnüren besteht darin, daß die Filze auf das Kaliber abgestimmt sind und formschlüssig im Innern des Laufes anliegen.

    Das Öl bewirkt, daß die gelösten Rückstände mit dem Filz abtransportiert werden. Durch ein vorheriges Einölen werden die löslichen Verbrennungsrückstände im Lauf gelöst. Das beschleunigt den Putzvorgang. Die Verwendung von organischen Lösungsmitteln ist bei regelmäßiger Reinigung von KK-Pistolen nach dem Schießen nicht notwendig. Zur Beseitigung von Bleirückständen empfieht sich die gelegentliche Verwendung der Putzdochte mit den eingelagerten Messingfasern.

    Die Dochte lassen sich durch einen kunststoffummantelten Putzstock durch den Lauf durchziehen. Diese Vorgehen ist mir jedoch zu umständlich, da die Dochte jedesmal auf einen Adapter am Putzstock aufgeschraubt werden müssen. Ich bevorzuge zum Durchziehen der Dochte eine Schnur.

    MfG Hans

    Hallo zusammen,

    ich habe über den Luciano Rossi (Beruf, Hintergrund, usw.) nichts Konkretes im Netz gefunden, außer daß er Präsident des italienischen Schützenverbandes ist.

    Bei dem Unternehmen, das Waffen - insbesondere UHR und Revolver - produziert, handelt es sich um ein brasilianisches Unternehmen, das von Amadeo Rossi gegründet worden ist und später an Taurus verkauft wurde.

    MfG Hans

    Zusätzlich 500 Euro zum normalen Komplettpreis der LP wären wohl etwas zu viel.

    Thomas Rink berechnet 341 Euro für einen Maßgriff incl. Anpassung und 308 Euro für die Maßgriffkopie.

    Abzuziehen wären von dem derzeitigen Pistolenpreis die Kosten des Standardgriffes.

    Der Mehrpreis könnte sich bei guter Prozeßorganisation und industrieller Fertigung im Bereich von unter 250 Euro bewegen, unter der Voraussetzung, daß die Nachfrage für die Einrichtung einer industriellen Organisation ausreicht, Die Holzbearbeitung mit CNC-gesteuerten Maschinen ist ja schon vorhanden.

    Denkbar wäre auch eine Kooperation mit einem der freien Griffhersteller, wie es sie bereits für bestimmte FP und SP gegeben hat.

    Hallo CoolMint,

    ich meinte nicht den Laden, in dem es nur Luftpistolen und ein beschränktes Angebot an Griffen gibt. Von einer Konfektion kann auch nicht die Rede sein, wenn nur die Größen S, M und L angeboten werden. Thomas Rink bietet Standardgriffe für alle gängigen Pistolen differenziert nach Größe, Breite und Dicke an. Die Griffe werden allerdings auf Bestellung angefertigt. Insofern liegt hier ein wesentlicher Unterschied zu einer Konfektion im Textilgeschäft vor. Das Material und die Zusatzausstattung kann darüberhinaus noch gewählt werden. Da die Griffaufnahme der Luftpistolen sich von Hersteller zu Hersteller unterscheidet, kann ein Laden keine so differenzierte Kollektion anbieten,

    Wenn der Griff im Laden nicht paßt, bleibt die Entscheidung, die Pistole ohne Griff zu kaufen und einen Standardgriff von T.R. zu kaufen. Das geht, zumindest im Versand.

    Leider bietet kein Griffhersteller mehr Rohlinge als Vorbereitung für die Griffmodelierung an. Einen schönen und teuren Standardgriff des Pistolenherstellers durch eine umfassende Anpassung gleich nach dem Kauf zu massakrieren, kostet eine gewisse Überwindung.

    Hämmerli hat in seinen letzten Jahren angeboten (Prospekt 1996), Kopien von eingesandten Griffmodellen in dem damals neuen Hi-Grip-Material anzufertigen. Dieses Angebot ist nach der Übernahme von Hämmerli untergegangen. Lange Zeit hat Walther eine dazu passende Griffmodellierungpaste angeboten. Das Geschäftsmodell war wohl nicht tragfähig. Das Griffmaterial konnte sich am Markt nicht etablieren.

    MfG Hans

    Hallo Grenzenloser,

    ich habe mich über eine lange Zeit mit der Anpassung von drei Holzgriffen und einem Hi-Grip beschäftigt. Bei den Holzgriffen habe ich kein Epoxit oder andere Modelliermassen verwendet, sondern nur mechanische Werkzeuge. Mein Ziel war, nicht nur passende Griffe zu modellieren, sondern auch ästhetisch befriedigende. Der Erfolg der Bemühungen war bislang ernüchternd.

    Später habe ich Literatur zu diesem Thema gesucht und studiert. Wenn ich diese Information, die auf Erfahrungen von Experten beruht, zu Beginn der Arbeiten zur Verfügung gehabt hätte, wäre die Arbeit zielgerichteter und mit Sicherheit befriedigender verlaufen. Lernen aus Erfahrungen anderer ist klug; Lernen aus eigenen Erfahrungen ist bisweilen frustrierend. Der einzige Trost, der bleibt, ist der Spruch: der Weg ist das Ziel.

    Bereits in den 70-er und 80-er Jahren lagen das Wissen und die Technik vor, die im Bau von Pistolengriffen heutzutage verwendet werden. Mich wundert es, daß der technische Fortschritt, der in anderen Bereichen der Fertigung (Scaning, CAD, 3D-Druck, usw.) Einzug gehalten hat, nur im geringen Ausmaß im Bau von Pistolengriffen eingesetzt wird. Vermutlich ist der Bereich zu klein und die Umsätze zu gering, um die erforderlichen Investitionen zu tätigen.

    MfG Hans

    Hallo,

    die Ausbildung von scharfen Linien dürfte nicht allein das Rutschen der Hand im Griff unterbinnden. Wichtiger sind in diesem Zusammenhang die Gestaltung und die Stellung der Grifflächen zueinander. Die Auflagefläche für den Daumenballen und die Auflagefläche für den Handballen an der hinteren Seite des Griffes sollten in der Neigung zueinander so ausgebildet werden, daß sie sowohl das Rutschen der Hand nach Oben als auch das Rutschen nach Unten hemmen. W.A.Rasorenow, der übrigens mit E.L.Chaidurow an der Konstruktion von rückstoßarmen Sportpistolen beteiligt war, hat sich auch mit der Gestaltung von Pistolengriffen in Praxi und in einem Aufsatz auseinadergesetzt. Zu Testzwecken empfiehlt er das Einseifen des Griffs.

    Er empfielt ferner die Kanten des Griffes nicht scharf, sondern leicht abgerundet zu gestalten. Das Nervensystem reagiere - insbesondere beim Rückstoß - unwillkürlich auf Reize, die von scharfen Kanten ausgehen.

    Der besten Pistolengriff, den ich in der Hand hatte, stammte von Wilhelm Hofmann, der in den 70-er und 80-er Jahren aktiv war. Übrigens hat Thomas Rink bei ihm gelernt. Der Griff war eine Maßgriff, der an einer High Standard Citation eines Freundes angebracht war. Obwohl der Griff nicht für mich gemacht wurde, hatte ich beim Schießen eine unvergleichlich gute Kontrolle über die Ausrichtung der Waffe und den Abzug. Der Griff wies keine scharfen Kanten auf. Leider habe ich damals versäumt, mir zumindest eine Kopie des Griffes anfertigen zu lassen.

    MfG Hans

    P.S.: Es wäre nicht schlecht, ein neues Kapitel zu der generellen Gestaltung von Pistolengriffen anzulegen. Ansonsten gingen interessante Informationen und Meinungen in der Menge von Beiträgen unter.