Beiträge von nichtohne

    Hilfreich wäre außerdem, wenn man grundsätzlich mit einem eigenen Auflagebock schießen dürfte, auch dann, wenn vor Ort Auflagen gestellt werden.

    Oh, ich befürchte, da könnte es zu tumultartigen Szenen bei der Abnahme (Ausrüstungskontrolle) kommen ;););) und es bedürfte wahrscheinlich mehr als einer "Der Kampfrichter weiß das"-Mitteilungen bis mal halbwegs Klarheit herrschen würde.

    Meiner bescheidenen Meinung nach sind alle diese Bemühungen um mehr Publicity für den Schießsport zur Erfolglosigkeit verdammt.

    Es interessiert sich ja noch nicht mal die eigene Klientel, also die in siebenstelliger Zahl vorhandenen Sportschützen der verschiedenen Verbände, in nennenswerter Zahl für all diese Events von DM, EM und sogar WM und Olympische Spiele.

    Fragt doch mal in Euren Vereinen, wer die aktuellen Sieger der vorgenannten Wettbewerbe benennen kann. Viele werden es noch nicht mal für die selbst geschossene Disziplin wissen, geschweige denn für eine andere Disziplin oder gar Waffenart. (ISSF-/DSB-Disziplinen vs. solcher von BDS, BdMP etc.; bzw. Druckluft- und KK-Disziplinen vs. Bogen, Vorderlader, Ordonnanzwaffen, Longrange, IPSC, CAS etc. etc.)

    Bei den letzten Finals in München-Hochbrück waren auch zumeist noch Plätze frei in der Finalhalle. Auch international sieht das kaum besser aus, bei den jeweiligen World-Cup-Finals sind teilweise auch nur wenige Dutzend Zuschauer (darunter hauptsächlich andere Schützen und Funktionäre) zu sehen.

    Ich persönlich schaue mir ganz gerne mal entsprechende Videos oder Livestreams an. Mittlerweile aber fast nur noch Pistolen- oder Flintenwettbewerbe. Bei den Final-Übertragungen der letzten LG-DM's bin ich fast vor Langeweile eingeschlafen, trotz der fantastischen Leistung des Siegers bei den Herren (dessen Namen ich leider auch schon wieder vergessen habe).

    Zitat Hansaxel aus #68:

    Der Schütze der früher mit einer Waffe über Jahrzehnte hinkam hat muß heute kaum daß er das er die Scheibe trifft sich schon Gedanken um das Bedürfnis für die 7. oder 8. Waffe machen.

    • Und weil er mit all diesen Waffen so viel trainieren muß, hat er so gar keine Zeit mehr für die Teilnahme an Meisterschaften oberhalb der Bezirksmeisterschaft (nicht selten noch nicht mal für diese).

    Dann schau erst mal was die Standbetreiber verlangen, die Gastschießen anbieten. Auch die Vereine müssen ihrem Personal was zahlen.

    Habe ich getan. Auf der weithin bekannten und kommerziell betriebenen Schießstandanlage in Philippsburg zum Beispiel bezahlt man wie folgt:

    50m-Stand 12 EUR pro Person/Stunde

    100m-Stand 10 EUR pro Person/Stunde

    300m-Stand 15 EUR pro Person/Stunde

    https://schiessanlage-philippsburg.de/staende/

    Mir sind Preise wie die von Dir angegebenen 50 EUR bislang gänzlich unbekannt. Ja, bei recht speziellen Schießständen wie z.B. Schießkinos wird es deutlich teurer als bei den Schießständen für die zumeist betriebenen und hier besprochenen Disziplinen.

    Welche "auszehrenden Gebühren" ?

    Das sind gerade mal, hier den hessischen Schützenverband betreffend:

    Ab 21 Jahren: 7,00 € pro Mitglied (HSV-Anteil) + ca. 3,10 € (LSBH) + 0,14 € (DOSB) + 5,80 € (DSB), also insgesamt 16,04 €

    Darüber regen sich dann besagte Schützen auf.

    Ein Dank an Königstiger! Jetzt weiss ich endlich wofür meine ganze Kohle draufgeht. Und ich dachte immer es wären die Waffen und die Munition, die Motorräder und der Alkohol und das was ich noch sonstwie verprasse (wie weiland George Best).

    Hallo Ronny, in der aktuellen DSB-SO ist diese Tabelle nicht enthalten. Es gibt unter Regel 1.5.4 nach den Abmessungen für LG und GK-Standard-Gewehr nur eine Tabelle "Festlegungen", ohne Zusatz KK-Gewehr. Auch die Suchfunktion in der PDF-Datei brachte kein anderes Ergebnis. Also bezieht sich Punkt F meinem Verständnis nach nur auf LG und GK-Standardgewehr. Das mit dem Abfeilen bei den Suhlern haben mir Kameraden auch mal erzählt, aber ebenso, dass die Regel kurz darauf zurückgenommen wurde und alle, die ihre schöne Suhler abgefeilt hatten, sich tierisch darüber geärgert hatten. Ich glaube, meine Suhler haben den Wulst am Griff auch noch und ich hatte bislang auf Wettkämpfen nie Ärger deswegen bekommen. Muss direkt mal nachschauen.

    Damals gab es noch die Disziplin/Waffenkategorie des KK-Standardgewehres. Diese gab es in Abgrenzung zu den "Freien Gewehren", welche im normalen Sprachgebrauch als "Super Match" bezeichnet wurden. Diese Bezeichnung stammt wohl den entsprechenden Anschütz-Gewehren, welche wohl zu deutlich über 90 % zur Anwendung kamen.

    Berühmte Ausnahme ist hier Malcolm Cooper (1984 und 1988 olympisches Gold im Dreistellungskampf und Gründer von Accuracy International) der zumindest die erste seiner Goldmedaillen mit einem Walther KKM "Super Match" geholt hat.

    Das KK-Standardgewehr wurde durch das KK-Sportgewehr (ursprünglich nur für die Damen und Junioren gedacht) ersetzt.

    Auf dem Bild von holgär im Post 670 ist ja ein Anschütz Super Match mit Handballenauflage zu sehen. Tatsächlich haben allerdings damals die wenigsten Schützen diese Handballenauflagen (wie auch die Handstützen für die Stützhand) genutzt. Ich habe gerade noch mal in meine Bücher vom Bernd Klingner geschaut, der und auch andere (mit einer Ausnahme) in dem Buch zu sehende Schützen nutzen die Auflage nicht. Warum dass so ist/war weiss ich nicht wirklich. Die Freigewehr-Schützen bei mir im Verein damals nutzten sie auch nicht, aber aus verschiedenen Gründen, bzw. hatten zweie eine Super Match-Version mit hohem Vorderschaft und ohne Handballen-Auflage (Modell 1410, später 1810). Ich selber war damals noch Junior und durfte reglementbedingt nicht die schwereren (bis 7,5 Kg/bei 100m bis 8,0 Kg) - und leider auch recht teuren Freigewehre - nicht schiessen.

    Meinen Text belegende Bilder könnte ich auf Wunsch liefern, müsste ich allerdings erst mal im Job einscannen.

    Also: wie hier schon einige schrieben: für das LG (auch Auflage, da in Abschnitt 9 auf die Regularien des Abschnitts 1 verwiesen wird und keine Spezialregel in Abschnitt 9 zu den Handballen-Auflagen steht) ist die Handballen-Auflage "expressis verbis" verboten, für das KK-Gewehr nicht und somit zulässig.

    So, jetzt habe ich hoffentlich nicht zu sehr ausgeholt und meine Erinnerungen auch korrekt wiedergegeben.

    Sportliche Grüße

    Zitat DSB-Sportordnung (aktuelle, gültig ab 01.01.2026, somit also auch für die jetzt anstehenden VM, KM, BM):

    Abschnitt 2 Regeln für Pistole und Revolver (Seite 11)

    2.11 10m Luftpistole (2.10)

    Zugelassen sind Luftpistolen jeder Art im Kaliber 4,5 mm (.177 Zoll). Mehrschüssige Luftpistolen müssen als Einzellader verwendet werden.

    Ergo ist auch die P85 zugelassen.

    So was es aber. Er hat regelmäßig geschossen (monatlich) nur im Sommer bzw. Juli nicht wegen Urlaub etc. und Sie hatten es abgelehnt weil im Juli nicht geschossen wurden.

    Achtung, es folgen Klugscheisserei und ein wenig Ironie:

    Vielleicht war man beim Verband eingeschnappt, weil Ihr ihn falsch benennt, bzw. ihn falsch abkürzt!?! :)


    BHDS

    Am Kreispark 22

    Friedenberger Hof

    51379 Leverkusen

    Hallo Ihr Meisterschützen,


    ich habe mir eine Hämmerli 150 bei egun ersteigert. Leider bleibt bei dem nicht originalen Griff trotz Bearbeitung die untere Handrückenanlage zu eng und dauerhaft zu schmerzend. Da ich schon mal eine 150er besessen habe, weiss ich, dass der Original-Griff in M gut passt. Leider sind hier in diesem Forum keine Kaufgesuche erlaubt. Daher nun die Frage: gibt es für die Suche nach einem solchen Griff im www noch andere Alternativen als egun und Auctronia?

    Hinweis: ich brauche keine Empfehlungen hinsichtlich Rink-Formgriffe oder ähnlichem; die Qualität und der Nutzen von Rink-Griffen ist mir durchaus klar (hatte vor ca. 15 Jahren einen Rink-Maßgriff an meiner Hämmerli FP10). Aber ich mag zur Zeit nicht auf einen Termin im Februar 2025 warten, bzw. ist es für mich auch keine Alternative 317 Euro für einen Standard-Griff (bei zwei Monaten Wartezeit) auszugeben um dann als erstes die mir zu scharfkantigen Fingerrillen zu bearbeiten (hatte ich so beim Rink-Standardgriff meiner gebraucht gekauften MatchGuns MG2E).

    Ach ja, ich schiesse freihändig.

    Sportliche Grüße an Alle

    In einem früheren Verein von mir wurden diese Kleber ca. 2 Jahrzehnte lang bei den Gehmann-Scheibenbändern verwendet. Ich habe zeitweise (zuletzt 2003) im Waffenhandel gearbeitet und diese Rollen mit den Klebern, soweit ich mich erinnere über den damaligen Thune-Importeur Jürgen Billharz bezogen.

    Als ich in 2019 bei der DM in München war, bat mich mein Vater solche Kleber mit zu bringen. Leider blieb meine Suche bei den vor Ort befindlichen Firmen erfolglos. Auch die entsprechende Suche im Internet brachte keinen Lieferanten hervor.

    Nun, in den Ergebnislisten finden sich die Diszilinen "1.40 KK 3x20" und "1.60 KK 3x40". Diese finden sich dann auch in der Gewehrtabelle der Sportordnung als "1.40 KK-Sportgewehr 50m 3x20 " und "1.60 KK-Freigewehr 3x40 Männer".

    Soweit ich mich erinnere wurde das Sportgewehr als "Frauendisziplin" adäquat zum - den Männern vorbehaltenen KK-Freigewehr- mit ursprünglich maximal 6,5 Kg zulässigem Gesamtgewicht eingeführt. Später wurde dann das Sportgewehr auch für die Männer geöffnet bei Erhöhung des Waffengewichtes auf 8 Kg und gleichzeitigem Wegfall der Disziplin KK-Standardgewehr 3x10/3x20.

    Hat aber auch der Fragesteller am Stammtisch nicht gefragt oder? ;)

    Stimmt, er hat seine Frage sehr allgemein gehalten, weswegen man dann ja mit ISSF-Regel antworten und sogar auf die alternativen Verbände verweisen kann ;)


    Aja und Übersetzung der ISSF Regeln gibt's eigentlich auch keine.

    Dann google mal ... dank der Ösis wird man sogar fündig!

    ISSF 7.4.2.7 e

    Kann man so auslegen betrifft aber den deutschen Schützen nicht.

    ... und gilt auch nur für 300m-Standardgewehr und Luftgewehr, also nicht für KK-Gewehr-Disziplinen, siehe Überschrift des Abschnitte der da lautet:

    7.4.2 Festlegungen für 300 m Standardgewehr und 10 m Luftgewehr