Beiträge von Grumpy

    Danke für die sehr ausführliche Darstellung, die ich im Ablauf wenig nachvollziehbar finde.

    In den 90ern kurz vor der Abwicklung das Ruder herumgerissen und sogar den Mitgliederbestand erhöht.

    Problem klingt für mich die finanzielle Seite des vorgeschlagenen Neubaus (nenne ich jetzt einfach mal so) zu sein.

    Die genannten € 200,- sollte das ein Finanzieller Beitrag sein, oder sollte das die Berechnungsgrundlage für die Finanzierung sein, also gerechneter Aufwand je Mitglied (erwachsen) darstellen?

    Aber im Grundsatz glaube ich eine größere Diskrepanz in Richtung der Traditionsabteilung zu erkennen. Mag ggf. eine Generationenfrage sein?

    Du hattest ja weiter oben geschrieben, dass rund 60 Mitglieder jetzt abgewandert ist und noch immer über 100 Mitglieder im Verein sind. Da wundere ich mich doch eher, dass es da zu einer Liquidation kommen soll.

    Irgendwie erscheint mir das ganze etwas suspekt, was aber auch daran liegen kann, dass nicht alle Hintergrundinfos in der Tiefe bekannt sind, nicht hier jedenfalls.

    Das Problem wird aber sein, da die "...bremse" erst nächstes Jahr tatsächlich greift, viele Verein ins Schlingern geraten können, wenn Sie ab 01.01 wenn die neuen Energiepreise gelten, bis zum Greifen der "...bremse" sich die monatlichen Kosten nicht mehr leisten können.

    Gleiches trifft letztlich auch auf das Leben außerhalb der Vereine zu.

    Kleine Anekdote am frühen Morgen.

    In meinem ehemaligen DSB Verein, hatte der damalige Vorstand eine eher Ölhungrige Heizung in Betrieb. Da der Schießsport seinerzeit fast zum erliegen kam, das ist jetzt nicht negativ oder pauschal gemeint, sondern entspricht den damaligen Tatsachen, und der Vorstand nur noch im Schankraum saß um zu Würfeln oder Skat zu Klopfen, haben sie die Heizung 7 Tage die Woche brummen lassen, damit sie es schön warm haben.

    Damit wurde der Verein fast in die Insolvenz getrieben. Der nachfolgende Vorstand hat als erstes die Ölheizung abklemmen und außer Betrieb nehmen lassen. Im Schankraum kam dann eine Heißluftkanone zum Einsatz, die nur dann eingeschaltet wurde, wenn auch Vereinsbetrieb stattgefunden hat.

    Irgendwann hatte ich veranlassen können, dass der Verein eine Pelletheizung anschafft, die in einem kleineren Gastraum eingebaut wurde.

    der reguläre Vereinsbetrieb wurde dann in diesen Raum verlagert und der Schankraum nur noch im Sommer oder bei Veranstaltungen geheizt.

    Zu dem Zeitpunkt haben die Pelletsäcke einen Speutz im Baumarkt gekostet und die Betriebskosten konnten so stark reduziert werden.

    Will sagen, die Vereine wären gut damit beraten, wenn der Schankraum nicht an einen Gastwirt verpachtet ist, die Nutzung auf ein Minimum zu reduzieren, auch wenn das gegen die Geselligkeit, die in einem Verein gelebt wird, geht. Aber wenn es um das reine Überleben der Vereine geht, müssen durchaus auch drastische Maßnahmen angewendet werden.

    Habe ein wenig die Tante google belästigt und bin auf folgende Links gestoßen, in denen das Vorgehen grob skitziert wird:

    Nach § 41 BGB kann ein Verein nur durch Mitgliederbeschluß in die Liquidation geschickt werden. Allerdings ist der § 41 BGB hier auch wieder etwas schwammig formuliert.

    https://deutsches-ehrenamt.de/vereinswissen/vereinsaufloesung/

    https://www.vereinswelt.de/aufloesung-des-vereins

    https://vereinsmeier.online/wie-du-einen-verein-aufloest/

    Schlußendlich gleicht die Auflösung eines Vereins einem Insolvenzverfahren.

    Interessant finde ich diese Aussage aus dem ersten Link

    • Die Vereinsauflösung ist immer ein Beschluss der Mitgliederversammlung (gemäß § 41 BGB), der mit 75% der Stimmen bzw. mit der in der Satzung festgelegten Mehrheit gefasst wird.

    Wenn der Verein also noch 106 Mitglieder hat, benötigt der Verein über 75 Stimme (außer in der Satzung ist eine andere Mehrheit geregelt), um eine Vereinsauflösung zu beschließen.

    Ich habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen, aber wenn Du schreibst, dass von 160 Mitgliedern noch 106 Mitglied sind, was ist der Grund für die Auflösung?

    Findet sich einfach kein neuer Vorstand?

    Ist die Vereinssubstanz schlecht und der Verein kann sich eine Sanierung/Renovierung nicht leisten?

    Sind die 106 verbliebenen Mitglieder alle passiv und das Vereinsleben findet defakto nicht mehr statt?

    Ist der Verein einfach pleite?

    Ich verfolg(t)e die Thematik nur am Rande......


    Aber ich lese immer in den Headlines "Verbot von Bleibmunition (für den Schießsport)".

    Soweit ich informiert bin, war ein generelles Verbot von Bleimunition (für den Schießsport) nie Thema.

    Schießstände mit Kugelfang wären nie betroffen gewesen. Es wäre rein auf eine Nutzungseinschränkung hinausgelaufen.

    So nicht ganz richtig, soweit ich weiß.

    Es ging in erster Linie immer um ein komplett verbot, welches sukzessive etwas aufgeweicht wurde, je nach Standgegebenheiten.

    Auf Ständen mit Feuchtgebieten komplettverbot, also Trap und Skeetstände mit Erdwall und so.

    In der Tat denkst Du etwas falsch.

    AM Ende ist es egal ob ich auf 50m oder auf 200m einschieße. Das ändert am ende an den Höhen nichts, die ich korrigieren muss.

    Wenn ich auf 50m Einschieße danach auf 300m gehe (ist jetzt nur ein Beispiel) und 138 Clicks drehen muss, um ins Ziel zu kommen, oder ob ich das Glas auf 200m einschieße und von 50m zu 200m 70 Clicks drehen muss. Ich muss die Höhen kompensieren. Ich muss lediglich weniger drehen wenn ich auf 200m Einschieße und dann auf 300m gehe. Du muss trotzdem die 68 Clicks zusätzlich zu den vorherigen korrigieren. Du hast eben nur die Korrekturen von 50m (oder 100M) zu 200m schon im Vorefeld gemacht.

    Das Ergebnis bleibt gleich, der Hold Over über dem Ziel auf 300m bleibt bei 4m und mehr und ändert leider nichts daran dass es mit den Hochblenden problematisch werden kann.

    Was man aber bedenken sollte, ist der Verstellbereich des Glases, wie Ihr angemerkt habt.

    Der Verstellbereich ist begrenzt. Von Glas zu Glas ist dieser aber unterschiedlich.

    Um den Verstellbereich in eine Richtung, hier zur Korrektur nach oben, sollte eine Montage mit entsprechender Vorneigung verwenden. Ich habe wie oben erwähnt, eine mit 20MOA Vorneigung. Somit wird initial die Höge runter gedreht und ich habe für die Korrektur eine Verlagerung so dass ich mehr Clicks für die Höhenkorrektur habe. Das ändert selbstredent nichts am Gesamtverstellbereich, aber ich habe für längere Distanzen mehr Spielraum.

    Für 300m wird aber meist mehr als 20MOA benötigt. Erratac bietet seit kurzen eine bis 50 oder 60MOA verstellbare Blockmontage an. Diese kostet aber auch über 500 Euro…..🥸

    Ich teste unterschiedliche Munitionssorten. So ist das nicht. Ich betreibe nur nicht den Aufwand die Waffe einzuspannen.

    Und ja, dieTOZ ist schon gut für das, was sie ist. Sie ist aber eben keine Matchbüchse.

    Also:

    Aspekt 1: Wie ich geschrieben habe, handelt es sich bei der von mir verwendeten Waffe nicht um eine Matchbüchse, sondern eine 08/15 Schonzeitbüchse. Da kann man schlichtweg nicht die Streukreise oder das was möglich ist mit einer Matchbüchse vergleichen. Der Aufwand des eingespannten Schießens, um die richtige Ladung zu finden mit den besten Gruppen, ist hier nicht wirklich sinnvoll.

    Aspekt 2: Wie ich geschrieben habe, habe ich das alles ohne Training gemacht. Bedeutet, ZF auf 50m eingeschossen und dann ab auf den Wettkampf und schauen wie es läuft.

    Dafür, dass ich a) nicht trainiert habe und b) noch noch nicht wirklich mit einer KK Büchse vorher auf 100m geschweige denn 200m oder 300m geschossen habe, bin ich zufrieden.

    Aspekt 3: Es geht immer höher, weiter, besser, schneller und. Präziser. Aber eben nicht mit einer keine Ahnung wie alten russischen Schonzeitbüchse.

    Nächstes Jahr steht eine Long Range fähige KK Büchse auf dem Zettel. Dieser Wettkampf diente nur einem Zweck für mich, sehen ob mir diese art der Disziplin Spaß macht.

    Aspekt 4: Die Ballistic der KK Patrone auf 200m und 300m oder auf darüber hinaus ist eine vollkommen andere Sache. Aufgrund des sehr geringen Geschossgewichtes wie auch der stark abfallenden Geschwindigkeit gekoppelt mit dem Abfall des Geschosses, helfen eingespannt ermittelte Gruppen auf 100m nur bedingt.

    Die Umwelteinflüsse wie Wetter und Wind spielen hier eine sehr große Rolle. Ein Windzug an der falschen Stelle der Flugbahn und das Geschosse ist weg.

    Wir sprechen hier nicht über eine wirklich kontrollierbare Umgebung wie auf einem weitestgehend vor Seitenwind geschützten 50m oder 100m Schießstand, sondern über Situationen wie sie im GK Long Range auch vorhanden sind.

    Apsekt 5: Und zu guter Letzt, mir ist mein Abschneiden bei dem Wettkampf vollkommen egal. Persönlich habe ich sogar mit der roten Laterne spekuliert. Bin aber doch nicht als letzter reingekommen und das fand ich lustig. Hatte den Charme, dass ich einen Long Range erfahrenen Nachbarn damit etwas foppen konnte, da er zwei Plätze hinter mir lag.

    Alles andere, was Spaß und darauf ist es mir angekommen.

    Warum ich diesen Bericht eingangs verfasst habe ist auch recht einfach, Longrange Rimfire ist mal etwas anderes, etwas das Spaß machen kann und Spaß macht. Es ist weitestgehend in Deutschland etwas neues und weg vom Standardprogramm.

    Mehr ist es nicht. Kann man annehmen, oder nicht. Eine Wissenschaft will und werde ich aber nicht aus dem Thema machen, da es mir rein um den Spaß geht und alte Freunde auf der Range wieder zu sehen.

    mit meinem "normalen" KK-Sportgewehr mit dem ich DSB Disziplinen schieße muss ich von 50m auf 100m etwa 50 Klicks am Diopter drehen.
    Im ersten Thread steht das der Unterschied etwa 20cm in der Höhe wäre, das kann ich beim normalen KK nicht bestätigen, das müsste mehr sein. Ich weiß nicht genau wie viel, aber mit der 50m Einstellung und Standard KK Munition ist man soweit ich mich erinnere auf 100m nicht mehr auf der Scheibe.

    Was mich aber an dem KK Long Range Schießen prinzipiell interessieren würde, habt ihr mal Munitionstests mit eingespannter Waffe gemacht?
    Ich könnte mir vorstellen das auf 300m keine KK Munition ein verlässliches Trefferbild ergibt.

    Zum ersten Absatz:

    Es wird durchaus unterschiede zwischen den einzelnen KK Büchsen geben, je nach Lauf, Drall, Lauflänge, etc.

    Ich kann was die Einstellungen am ZF betrifft, ich glaube nicht, dass man die Clickwerte zwischen einem Diopter und einem ZF 1:1 übernehmen kann, kann ich nur für die Werte sprechen, die ich an meiner KK Büchse und dem von mir verwendeten ZF anführen.

    Die Werte die eine Ballistic App ausspuckt müssen auch nicht 100% stimmig sein. Leichte Abweichungen gibt es auch hier, aber die werte passen soweit, und das habe ich selber probiert, dass man soweit auf der Scheibe und ggf. auf der ISSF Scheiben im schwarzen Spiegelbereich sein sollte.

    Ich bringe mal ein Beispiel.

    Eingeschossen habe ich die TOZ 78-01, das ist keine Matchbüchse, sondern eine billige, grobgezimmerte Schonzeitbüchse, auf 50m. Eingeschossen wurde mit SK Longrange Munition.

    Die Ballistic App Strelok hat mit den Daten meiner TOZ 78-01, der SK Long Range Munition und dem Vortex Diamondback Tactical vorgegeben, dass ich für 100m 20 Clicks nach oben muss. Das entspricht einem Höhenunterschied von etwa 20cm, laut Strelok App.

    Ich habe vor dem Wettkampf mit dieser Büchse noch nicht auf 100m geschossen, also war es ein Sprung ins kalte Wasser.

    ZF in der Höhe um die vorgegebenen 20 Clicks korrigiert und ich war direkt dort, wo ich in etwas sein muss.

    Verwendet wurde die BDS Schiebe nr 2 50m mit sechs Spiegeln zu je etwa 12,7cm 1er Ring zu 1er Ring. der schwarze Bereich des Spiegels liegt bei ca. 8cm (5er Ring zu 5er Ring).

    Ja, das war gestreut und mit einer korrekten Matchbüchse wird das auch deutlich besser gehen und das tun sie auch. Dies war die beste Gruppe, die ich mit dem Material zustande bekommen habe.

    Die Korrektur der Höhe auf 200m hat ebenfalls gepasst, wie sie Strelok vorgegeben hatte und ich war auf 200m im Kasten mit den Stahlzielen, auch wenn ich keine getroffen habe. Die Geschosse sind allesamt genau zwischen die Stahlziele reingegangen, was aber für mich so nicht zu sehen war.

    Bedeutet beim Anhakten auf das linke Stahlpendel, war ich in der Seitenkorrektur nicht wirklich weit weg, konnte es aber wegen dem dunklen Hintergrund der Kiste nicht sehen.

    Bei den 300m war es komplizierter für mich.

    Laut Strelok musste ich 138 Clicks nach oben korrigieren, immer ausgehend von 50m Einschussentfernung.

    Trotz 20 MOA vorgeneigter Blockmontage, konnte ich nur etwa 100 Clicks verstellen, dann war ich am Ende der Verstellmöglichkeiten. Somit musste ich das Absehen (EBR-2C Absehen in der ersten Bildebene) verwenden um die restlichen 38 Clicks zu kompensieren. Also ein Holdover mit dem Absehen. Aber dafür ist so ein Abesehen auch da. Dies somit in etwas so aus.

    Hier ist aber der Vorteil, dass man die Geschosse sieht, wenn sie zu tief reinkommen, da das Gras bzw. das Erdreich spritzt. Somit musste ich den Holdover etwas nach korrigieren.

    Hallo Strindberg,

    danke für die Info. ich denke aber, die Höhe hat wenig mit der verwendeten App zu tun.

    Das von mir verwendete Vortex Diamondback Tacitical mit MRAD Absehen hat eine Verstellung von 0.1 MRAD je Click. Also 10 Clicks = 1 MRAD.

    Bei dem von Die verwendeten ZF hast Du 0,25MOA je Click.

    Ich habe mal bei gleicher Waffe das Diamoindback Tactical in MOA mit 0.25MOA je Click Verstellung eingegeben.

    Die Höhenangaben ändern sich dadurch ja nicht, nur die Zahlen.

    Bei 300m gibt Strelok vor:

    47,4MOA hoch / 13,8MRAD hoch / 413cm hoch / 189 Clicks hoch

    Die Daten der verwendeten Waffe in Kombination mit der verwendeten Munition sind maßgeblich.

    Aber nahezu alle Teilnehmer, zumindest die die sich darüber auch unterhalten hatten, mussten über 4m über dem Ziel anhalten, damit die kleinen 40gn Geschossen vor im Ziel ankommen.

    Auch wenn ich die 200m als Zero Range nehme, ändert dies ja nichts an der Einstellung für 300m.

    Das Problem ist ja der Bullet Drop auf die Entfernung.

    Viele der Initiatoren dieser Disziplin haben verschiedene Stände getestet und nur auf einem Stand war es möglich.

    Alsfeld ging nicht, Wetzlar ging nicht, Philippsburg ging nicht. Einzig WSG Wiesbaden ging, wegen der Kombination aus Hochblendenhöhe und Anstieg zum Ziel.

    Letztenendes muss man es probieren

    Ich dachte das könnte für den ein oder anderen hier durchaus interessant sein.

    Am Sonntag, 16.10.2022 fand der 2. Longrange Rimfire Cup in der WSG Wiesbaden statt.

    Was ist Longrange Rimfire?

    Aus dem US und Britischen schwappt das zunehmen nach Deutschland und findet großen Anklang. KK Schießen (Büchse) mit der Repetierbüchse, dem Einzellader und/oder der SL Büchse auf Entfernungen > 50m.

    Beim o.g. Cup wurde auf drei Distanzen geschossen, 100m, 200m und 300m

    Ablauf war folgender:

    100m auf die BDS Scheibe 50m. Die Scheibe hat 6 Spiegel.

    Probeschüsse in unbegrenzter Zahl in 3 Minuten auf die erste Scheibe (im Video seht Ihr dann alles). Dann absteigend 120 Sekunden, 90 Sekunden, 60 Sekunden, 40 Sekunden, 30 Sekunden für jeweils 5 Schuss. Zwischen den Serien 25 Sekunden Zeit für das Nachladen der Magazine.

    Dann weiter auf 200m auf Stahlplatten, zwei Stück in unterschiedlicher Größe mit unterschiedlicher Wertung und 300m gleiches Spiel auf Stahlplatten.

    Hier wurde mit Matchbüchsen wie Anschütz 54, wie auch Repetierbüchsen wie CZ 457, Ruger Precision Rimfire, Tikka T1x, Bergara, uvm. Geschossen.

    Alles in Allem eine hochinteressante Angelegenheit, die aber leider nicht überall trainiert und geschossen werden kann. Problem sind meist die Hochblenden auf den 300m Ständen, da der Holdover bei der KK Büchse schon brutal hoch ausfällt.

    Zielfernrohr mit entsprechender Vorneigung, Vergrößerung und Verstellbereich ist hier unerlässlich.

    Ich selber bin mit meiner einfachen und schlichten TOZ 78-01 Schonzeitbüchse angetreten. Verwendet habe ich ein Vortex Diamondback Tactical 6-24x50 mit einem EBR-2C Absehen in der ersten Bildebene und MRAD Vestellung. Ein gutes und robustes Glas, das auch auf 300m sehr gut funktioniert hat. Das ganze auf einer Vector Optic Blockmontage mit 20MOA Vorneigung.

    Verstellbereiche laut Strelok Ballistic App waren wie folgt, damit Ihr ein Gefühl bekommt:

    Eingeschossen wurde die TOZ auf 50m mit SK Longrange Munition.

    Verstellung auf 100m: 7 MOA / 2 MRAD / 20cm / 20 Clicks nach oben

    Verstellung auf 200m: 25,5 MOA / 7,4 MRAD / 149cm / 74 Clicks nach oben

    Verstellung auf 300m: 47,4 MOA / 13,8 MRAD / 413cm / 138 Clicks nach oben

    Verstellbereiche jeweils ab der 50m „0“ Stellung

    Wir sprechen also über einen Holdover von über 4m über dem Ziel und da kommen die Hochblenden meist nicht mehr mit. In meiner Region geht das nur in der WSG Wiesbaden. Alsfeld, Wetzlar oder Philippsburg, jeweils mit 300m Ständen, sind die Hochblenden zu tief.

    Für mich war es das erste mal, und das ohne nennenswertes Training. Ich bin nicht letzter geworden, was mich schon gewundert hat….;-)

    Alles in allem eine sehr interessante Thematik, die durchaus eine Zukunft haben kann. Sehr anspruchsvoll, aufgrund der ballistischen Probleme einer KK Patrone auf Entfernungen größer 100m.

    Teilnehmer waren ca. 40, was ordentlich war und wichtig es war Verbandsoffen.

    Ich habe einige Impressionen in einem Video verarbeitet, da es dort besser zu zeigen ist, als nur auf Fotos.

    Longrange Rimfire Cup 2022

    https://youtu.be/FlS1t66etcM

    Nachdem wir schon vor längerem hier beschlossen haben dass die Zeit der Foren vorbei ist muss das kein Problem sein.

    Noch schlimmer finde ich in diesem Zusammenhang allerdings die Unsitte zu Beiträgen zu antworten von denen der Antwortende selbst keine Ahnung hat.

    Ob das wirklich ein Verfall ist will ich so drastisch sagen.

    Da sind einige deiner Kollegen (Youtuber) der gleichen Meinung, wobei das beschimpfen der eigenen Kundschaft (Follower) allerdings schon für den Deutschen typisch scheint.

    Es geht hier nicht um die Frage, wie mit Followern umgegangen wird, sondern um die Frage ob und wie sich Fragesteller vorab informieren, bevor sie eine Frage stellen.

    Und genau hier ist leider immer öfter zu erkennen, dass der Wille sich aktiv selber zu informieren nicht sonderlich groß ist. Sehr oft gilt der Gedanke: „Ich lasse mal die anderen für mich suchen!“

    Ob es die Frage nach einer bestimmten Waffenplattform ist, ob es eine Frage nach einem Ausrüstungsgegenstand ist und wo es bezogen werden kann, etc.

    Ist egal. Auch wenn die Informationen gut sichtbar bereitgestellt wurden, wird. Nicht danach geschaut.

    Nehmen wir einfach mal ein Produktvideo.

    Im Video wird der Hersteller genannt, es wird erwähnt, wo das Produkt erworben wurde, es wird darauf hingewiesen, dass in der Videobeschreibung unter dem Video alle Links bereitgestellt sind.

    Und nun obwohl alle Infos in mehrfacher Form vorliegen, kommt in den Kommentaren die Frage wo der Gegenstand bestellt werden kann.

    Gleiches ist auch in diversen Foren auch so zu erkennen. Obwohl die Infos bereitstehen und mit schnellen und einfachen Mitteln gefunden werden können, werden diese Hilfsmittel nicht genutzt.

    Stattdessen wird die Frage gestellt und freundlicherweise gehen andere Forenmitglieder hin, bedienen sich der Suchefunktion und stellen die Infos bereit.

    Leider zieht sich diese Verhaltensweise durch viele andere Bereiche des Lebens, auch im Berufsleben und das ist in meinen Augen ein Anzeichen für einen gewissen Verfall der Gesellschaft.

    Manche möchten, dass andere die Arbeit für ihn/sie erledigen um den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen.

    Die Krux ist doch letztlich, dass die Fragen sich wiederholen. Die Suchfunktion hätte unter Garantie die ersten Antworten bereitgestellt.

    Aber das ist vielen leider zu viel.

    Ich sehe das ja auch bei meinen Videos.

    Selbst wenn ich einen Direktlink bereitstelle, ist man zu faul in die Videobeschreibung zu schauen und verlangt, oft auf sehr fordernde und unhöfliche Art.

    Es ist leider ein gewisser Verfall der Gesellschaft

    Ich glaube es hat weniger etwas mit den Foren an sich zu tun, sondern viel eher damit, dass die Fragenden sich alle Infos aus der Nase ziehen lassen, anstelle die Infos gleich von Anfang an bereitzustellen. Darin unterscheiden sich die Foren nicht.

    Wenn Infos fehlen, kommen halt viele eher unnütze Antworten bei raus. Darin unterscheiden sich die Foren leider auch nicht.

    Zum Rest stimme ich Dir zu