Beiträge von Rouch

    Morje,

    ich misch mich mal ein und verkünde meine Amateurmeinung.

    Reinigen ja, auf jeden Fall.

    Aber abhängig vom Grad der Verschmutzung. Soll heißen, Lauf ist unmittelbar nach dem Schießen auf dem Schießstand noch einzuölen, sobald die Waffe nur noch handwarm ist.

    Zuhause wird der Lauf dann blitzsauber gemacht. Bewegliche Teile übergereinigt und eingeölt, grobe Verschmutzungen beseitigt. Es muss nicht wie neu aussehen, aber die Funktion darf nicht eingeschränkt werden.

    Als Mittelchen einfach nen öligen Lappen, Ballsitol und Stangenreiniger mit verschiedenen Aufsätzen.

    Warum das Ganze so und nicht anders?

    Nun, einmal will ich lange was davon haben und ich riskiere es nicht, dass da irgendwas korrodiert. Andererseits lernt man sein Gerät so super kennen.

    Die ersten Male zerlegt man nur grob und nach und nach wagt man sich auch an die filigranen Teile. Wenn man dann mal eine Störung hat, weiß man zumindest, wie es innen drinne aussehen sollte. Man lernt dabei viel.

    Sicher hat Verschmutzung im Lauf Einfluss auf die Präzision. Mal mehr mal weniger. Aber ich bin nicht gut genug, als dass es mich stören würde.

    Ist ein bisschen wie bei anderen Sportarten auch. War ich laufen, geh ich duschen, mein Fahrrad mach ich auch grob sauber, damit ich lange was von der Kette hab. Nach dem Schießen mach ich die Waffe sauber.

    Man kann mal versuchen ein ganzes Magazin manuell durchzurepetieren. Also Verschluss nach hinten führen, Patrone auswerfen lassen (oder rausfummeln, wenn es nicht geklappt hat) und dann nach vorne schnellen lassen. Geht das einwandfrei, liegt es vermutlich an einer schwachen Patrone.

    Die Frage nach dem Ort, wo es hängen bleibt kann Aufschluss geben über:

    Bleibt komplett im Magazin: Patrone zu schwach, falsch aufmunitioniert (Ränder liegen falsch)

    Wird nicht komplett ins Patronenlager eingeführt: Verschmutzung, Beschädigung auf dem Weg dorthin.

    Als kleine Eingrenzung

    Wir haben bei uns einen Kompressor mit Wasserabscheider, der eine große Taucherflasche füllt. Diese wird dann mit 300 Bar gefüllt.

    Da wir viel Kurz- und Langwaffen versorgen müssen, wird die Flasche an eine Druckmindererstation geschraubt, die Abnahmen für 200 Bar und für 300 Bar hat. So ist jeder zufrieden.

    Ach, und keine Halteruhe ohne Haltekraft. Haltetraining ist wichtig und das Ganze immer beidseitig. Auch mal mit der schwachen Hand schießen, danach fällts mit der starken einfacher.

    Ich kann auch diese gyroskopischen Handtrainer empfehlen. Diese Powerballs.

    Damit geht Training für Finger, Hand, Arm und Schulter.

    Ja, genau. So muss ich nicht mehr großartig korrigieren, weil ich die Fehler sofort seh.

    Für mich passt das. Allgemeingültige Aussagen sind da schwer zu treffen, außer vielleicht, dass das Korn scharf sein muss 🤣 Selbst das Leitbild Technik dient nur zum Grundlagen erlernen. Danach muss jeder seinen eigenen Weg finden.

    Abend

    Ich persönlich schaue erst auf die Scheibe. Führe die Pistole hoch, Blick durch den Arm auf die Scheibe. Ausatmen, zweiter Halt. Einatmen, dritter Halt. Erst beim finalen Absenken in den Halteraum fängt das Auge das Korn ein beim Vorbeisenken. Hat für mich den Vorteil, dass ich nicht in Versuchung komme meinen Kopf mitzubewegen und dass ich sehen kann, ob der Anschlag passt und der Waffengriff.

    Komme ich nicht durch die Scheibenmitte runter oder ist das Korn nicht in der Kimme zu sehen, stimmt was nicht, dann brech ich ab und bau das nochmal auf.

    Zudem bin ich ja noch in OSP unterwegs, da muss ich nicht allzu viel anders machen.

    Gruß

    Lässt sich die Lebensdauer eines Laufs in Anzahl Schuss angeben?

    Schießt der Kadermensch in ein, zwei Jahren mehr als der Normalmensch in seinem Leben? Oder kommen noch andere Faktoren dazu, die den Verschleiß erhöhen?

    Ein großes Problem der LP ist die O-Ring Dichtung, die kartuschenseitig verbaut ist. Die reißen gern. Ggf. welche beilegen. Neue Kartuschen gibt es zum Beispiel von Prelutec (160€). Dann aber Gewindelänge beachten, schraubt man die zu weit rein, funktioniert die nicht mehr.

    Mir wäre sie 500€ wert, allerdings kenn ich die ja auch.

    Morje,

    1. Je länger die Visierlinie, desto eher fallen Zielfehler auf. Lange Visierlinie ist eher für Fortgeschrittene mit notwendiger Halteruhe. Armlänge spielt auch eine Rolle.

    2,3. zum Erstellen eines Visierbildes/Zielbildes mit "Wiedererkennungswert". Kopf und Auge fassen bestimmte Muster schneller auf. Auch hier lassen sich bei richtiger Einstellung Zielfehler schneller erkennen. Als Beispiel: Kornbreite entspricht Breite des Schwarzen. Hat man ein bis zwei Ringe Abstand Kornoberkante-Schwarzunterkante, kann dieselbe Breite der Lichthöfe links und rechts neben dem Korn ebenfalls vorteilhaft sein.

    Anmerkung: jeder hat hier eigene Vorlieben.

    4. Einstellung erfolgt bis man die für sich passende Einstellung hat. Darüber hinaus, wenn zum Beispiel Visierlänge oder Kornbreite geändert worden sind.

    Eine Einstellung zur Anpassung auf veränderte Lichtverhältnisse ist in meinen Augen sinnlos, da es dafür Möglichkeiten an der Schießbrille gibt (farbige Gläser, Iris).

    Jetzt muss ich aus Neugierde mal fragen, wie hoch die Kosten so für Munition bei FP und OSP ist.

    Die beiden Disziplinen (und das Schießen wieder) hab ich erst dieses Jahr aufgenommen und mache noch schwerpunktmäßig LP.

    Da die Grundlagen aber wieder sitzen, wollte ich LP etwas runterschrauben und die anderen Beiden etwas hoch.

    Momentan schieße ich die KKs einmal, manchmal zweimal, im Monat.

    In meinen Augen ist die Qualität der Waffe immer entscheidend. Vielleicht hat man 500€ gespart, dafür hat man eine Waffe, die um Ecken schießen kann.

    Aber ich denke, das sollte was anderes meinen. Also, mag sein, dass das am Anfang nicht bedeutend ist, später aber schon. Wenn man die ganze Einstellerei nicht bräuchte, gäbe es sie auch nicht.

    Auf dem Gebrauchtmarkt kenne ich mich nicht so aus und im Sinne meiner vorherigen Argumentation empfehle ich die Steyr LP10 oder EVO 10 mit mechanischem Abzug. Top Gerät und mechanisch auch neu nicht allzu teuer.

    Zudem online erhältlich. Der größte Teil der Anpassung an einen selbst erfolgt ohnehin über den Griff. Sei es nun ein Maßgriff oder ein bearbeiteter Griff.

    Hallo.

    Ich bring mich auch mal ein.

    Persönlich würde ich mich für ein neues Topmodell entscheiden.

    1) mich fasziniert die Technik, gerade mit der Elektronik. Man hat dann was ganz feines in der Hand.

    2) während man besser wird, entwickelt man sich mit seinem Gerät weiter. Mir gefällt die Verbundenheit zu dem Gerät.

    (This is my rifle... )

    3) Garantie/Gewährleistung spielen ebenfalls eine Rolle. Nach dem Grundsatz: Da hat man länger was von.

    4) auch wenn es am Anfang nicht so benötigt wird, spielen Einstellungsmöglichkeiten eine für mich wichtige Rolle.

    Sicherlich können ältere Geräte auch die Zehn halten. Aber für mich ist das eine, ja schon, emotionale Entscheidung.

    Ich hab, wie viele andere auch, mit Vereinswaffen begonnen und konnte eine gebrauchte erstehen. Der hat man ihre Vergangenheit angesehen. Bei meiner neuen bin ich für jeden Kratzer, Klemmer oder Dreck verantwortlich. Daher gehe ich sehr sorgsam mit ihr um.

    Ist halt meine Pistole.

    Abend auch,

    wie haltet Ihr das mit der Erholung?

    Habt ihr Phasen, eine Woche auf zwei, in denen Ihr nichts macht oder andersweitig trainiert ohne Pistole?

    Oder ein reduziertes Programm? Vielleicht auch ganz normal, dafür etwas Aua und ggf. auch mal ein schlechtes Ergebnis hinnehmt?

    Oder habt Ihr ein ganz anderes Vorgehen?

    Grüße

    Ok, zur Auflösung des Problems:

    Fehlerbild: LuPi blieb bei den meisten Schüssen schön liegen, bei einigen wenigen springt sie und tritt aus.

    Maßnahmen: Stabi auf Funktion geprüft, gereinigt, neu eingestellt.

    Fehlerursache: es war möglich die LuPi zu spannen, ohne dass der Stabi in den dafür vorgesehenen Hebel eingerastet ist.

    Fehlerbehebung: hier reicht es, den Spannhebel wirklich bis zur Endposition mit angemessener Kraft zu bewegen, sodass eine Bewegung durch die Fangkralle des Stabis sowie ein weiteres leises Klicken zu vernehmen war.

    Problem ist bislang nicht mehr aufgetreten.

    Inwiefern sind die pistolenseitigen Möglichkeiten zum Verstellen schon genutzt worden?

    Ich selbst hab auf meiner auch einen Maßgriff drauf. Beim Anpassen stand alles super, nach der Auslieferung waren dennoch ein paar Korrekturen über die Schrauben an der EVO nötig. Ist ja schließlich nicht derselbe Griff, sondern einer nach der angepassten Vorlage und dazu noch täglich wechselnde Aspekte im Anschlag etc.

    Wenn es danach passt, könnte auch ein gleichmäßigeres Greifen möglich sein.

    Bevor man den teuren Griff deswegen schon in den Ruhestand schickt...

    Danke, aber das hat bei meiner nur halb funktioniert. Es stellt sich heraus, dass bei meiner die Einstellungen möglich sind, ohne den Stabi rauszuholen.

    Da ist die Schraube von hinten erreichbar und durch eine an der Seite gesichert.

    Es war so, dass der tatsächlich etwas weit nach hinten lief. Hoffe, das bleibt jetzt mal gut.

    Morje,

    seit ein paar Wochen hab ich nun eine EVO E.

    Neuerdings ist mir aber aufgefallen, dass die bei den meisten Schüssen ruhig liegt, bei wenigen tritt sie dermaßen zurück... Da fühl ich im Griff noch ein Schwingen, wie von einer Feder.

    Die Frage ist nun, wie prüfe ich den Absorber auf Funktion?

    Alternativ, wer kennt sonstige Ursachen mit dem Fehlerbild?

    Grüße