Beiträge von SGU

    Da hätte ich sehr sehr gerne eine Quelle zu der kompletten Aussage. Nach meinem Wissen ist das leider komplett falsch.

    Versuche dich an einer komplett neuen Sportart, bspw Schwimmen oder Laufen und vergleiche wie sehr du am Anfang und nach 6 Monaten Training aus der Puste kommst. Dein Körper lernt dabei automatisch nur jene Muskeln bzw Fasern zu rekrutieren, die für die Bewegung nötig sind. Er ökonomisiert sich.

    Des Weitern wird das Anspannen eines Muskels in der Biologie wird als Muskelkontraktion bezeichnet. Dabei ziehen sich Muskelzellen zusammen, indem sich Proteinfilamente (Aktin und Myosin) ineinander verschieben und so die Muskelfasern verkürzen. Der Muskeltonus bezeichnet lediglich den Grundspannungszustand.

    Kenne das Video, für die Grundlagen sehr informativ aber hier werden ein paar Dinge durcheinander geworfen. In der "Fertighaltung" wird praktisch kein Muskel angespannt, es erhöht sich nur der Muskeltonus. Anspannung heißt, dass sich der Muskel (hier Agonist ) verkürzt und sich gleichzeitig der Gegenspieler (Antagonist) entspannt oder gedehnt wird.

    je besser die inter- und intramuskuläre Koordination ist, desto weniger ATP wird dabei verbraucht, laienhaft ausgedrückt. Für die Oxidation verbraucht man dabei dann weniger Sauerstoff und die Muskelermüdung wird verzögert. Im Volksmund ist das der Trainingseffekt, man hat mehr Reserven und die Nerven feuern deutlich weniger bzw gezielter. Ein top Schütze wird nicht mal halb so viele Aktionspotentiale (Signal an Muskel zur Anspannung) im Arm, Rumpf und Rücken verursachen wie ein Anfänger.

    Bei Übertrainingszuständen kann man gut beobachten, wie das Nervensystem die Muskeln nicht mehr so gezielt aktivieren können, es entstehen "Fehlzündungen", die der Laie als Mucken interpretiert. Die allermeisten schlechten Tage am Stand sind nicht deswgen auf geschwächte Muskeln sondern am fehlgesteuerten Nervensystem zurück zu führen.

    no.limits Danke für die Expertenmeinung und Respekt no limit, das deckt sich mit meinen bisherigen Erfahrungen im GK DSB Sektor. Es wurschtelt da jeder mal mehr oder weniger erfolgreich herum, die Besten Schützen mit ca. +385 kommen alle i.d.R von der LP.

    Bietest du in dem Bereich noch Lehrgänge oder FoBis an? Das Zusammenspiel von Waffe + Eigenlaborierung ist faszinierend, schade nur dass der GK Ruf, wohl auch durch die Medien, so schlecht ist ("Waffennarren, Rumballern ect").

    Hans48 Vielen Dank für den Link

    Für GK gibt es diesbezüglich keine mir bekannten wissenschaftlichen Ansätze.

    Das ist auch der Stand meiner Recherche, danke.

    Die meisten DSB-GK-Schützen schießen doch lieber Spiegel aufgesetzt. Und ja, wiederum die meisten, die ich gesehen habe, führen die Pistole direkt dahin vom unten.

    Ich schieße mit Teilnehmern beider Verbände und sehe sowohl, als auch.

    M.e. ist aufgesetzt und Doppelatmung am erfolgreichsten wobei die Tatsache, dass die Waffe beidhändig geführt wird dem Schützen deutliche Reserven bei der Muskelermüdung gibt.

    Gibt es ein generelles Technik-Leitbild wie die GK Kurzwaffe im Auftakt und Arbeitsphase von den Armen ins Ziel geführt wird?

    Schieße etliche Jahre LP, erst Einfach dann Doppelatmung. Habe beobachtet, dass praktisch alle erfolgreichen GK Schützen (+380) das Teil, egal ob Präzi oder Duell, einfach direkt ins Zentrum (viele sogar Fleck) führen.

    Weshalb gehen die nicht von oben rein bzw wäre das Kopieren des LP Ablaufs nicht erfolgsversprechender?

    Sobald du merkst, dass du öfters durchsackst wird es Zeit für eine Pause. Motorisches lernen findet nicht proportional statt, anfangs geht es steil bergauf, dann kommen Plateau Phasen. Falls man dazu die Regeneration vernachlässigt macht man sogar deutliche Rückschritte und jeder weitere Trainingstag verschlechtert deine Ergebnisse bzw den Ablauf zusätzlich.

    Leistungssteigerung findet in den Ruhephasen statt. Schießen ist eine enorm komplexe Sportart, es kommen Fein- und Grobmotorische sowie Kraft- und psychische Komponenten zusammen. Sobald - und das betrifft vor allem Neulinge - dein Nervensystem überlastet ist geht's in die Binsen. Dann lieber mal ein Buch lesen zB "Oympisches Pistolenschießen" oder einen Spaziergang mit der Famlie unternehmen 🙂

    Das ist objektiv ordentlich aber löse dich schnell vom Ringe zählen und vergleichen. Das wird dich hinten raus nur bremsen. Versuche lieber mit einem ordentlichen Trainer den Ablauf 100% korrekt auszuführen und daheim mit Trockentraining einzuschleifen. Im Wettkampf heißt es Schuss-für-Schuss denken.

    Die Frage, wie und warum der junge Mann so früh gestorben ist obliegt einzig den Ärzten bzw Forensikern. Sollte Schießen aber rein hypothetisch die selbe Popularität wie Fußball ect. haben, dann bin ich überzeugt, dass die Weltelite komplett aus ausgezeichneten Athleten bestehen würde.

    Wie gesagt, das ist unmöglich zu beurteilen. Als Standardantwort würde ich mehr Trockentraining mit Fokus auf Atmung und Abzug empfehlen aber ohne dich live zu erleben und deinen Trainingsplan zu kennen...wie gesagt. Außerdem spielen Alter und Trainingshistorie eine wesentliche Rolle.

    Ich selbst bin aufgrund von Verletzungen vom professionellen Radsport zum Schießen gekommen und die gängige Trainingslehre war damals "schmeiß 10 Eier an die Wand und fördere das 1, das die Tortur überlebt hat. Sprich, Training bis zum absoluten Nullpunkt und dann behutsam aufbauen.

    Man darf das Schießen auch nicht verkopfen, d.h. wenn ich schon mit der Prämisse rein geh, dass ich sowieso nicht ordentlich treffe, dann wird's auch nichts. Nennt sich in der Psychologie "erlente Hilflosigkeit".

    Hast du die Möglichkeit ein Scatt zu benutzen? Damit kann man die meisten Schnitzer selbstständig angehen. Vielleicht brauchts auch mal Abstand und Pause, der Körper und die Psyche passt sich nur in Ruhephasen optimal an.

    LG

    Außer Vereinen, die im Budget beschränkt sind und oft mehrere "Anfänger" LPs anschaffen, sehe ich bei angehenden Schützen keinen Grund nicht sofort auf ein Topmodel zu gehen. Steyr EVO, Pardini k12 usw. Diese bieten sowohl alle Einstell- wie auch Kompensationsmöglichkeiten (Absorber) um nicht nach 1-2 Jahren mit sich zu hadern und doch auf die teuere Variante umsteigen.

    Das kann nervig sein denn man muss sich wieder mit Griff, Winkel, Gewicht ect beschäftigen. Ich selbst fing 2011 mit einer LP10 mechanische an, Spitzenwaffe und ich konnte bald alle Fehler bei mir suchen anstatt zu hadern, dass der RWK mit 2-3 Ringen verloren ging. Der Wiederverkaufswert ist konstant hoch, ich habe damals 1200€ bezahlt und könnte 13 Jahre später immer noch min 900€ ansetzen. Pflege vorausgesetzt.

    Man hat obendrein einen psychologischen Vorteil, ich freue mich jedesmal wenn ich den Koffer aufmache 👍🙂

    Ein gutes Beispiel dafür, dass eine Standardgröße und -form niemals exakt passen kann. Mir würde das Setup nie passen (v.a. in Verbindung mit dem Abzug), du hast dir aber einen top Griff gestaltet. Finde es auch interessant, dass nicht mehr Schützen das Horn bearbeiten. Ich hab das gleich zu Beginn vor Jahren gemacht, damals mit 2k Spachtel. Mich erinnert deiner übrigens an Aliens 😎 viel Spaß damit. PS: servus miteinander.