Und auf deren Interessen muss man eingehen wenn man über Olympia redet?
Ja, muss man. Ohne Basis, aus welcher sich Kaderleute rekrutieren bzw. finanzieren lassen, kannst du die Olympia-Träume irgendwann auch knicken - ganz abgesehen davon, dass eine breitere Basis, dadurch grössere gesellschaftliche Akzeptanz und eine stärkere Wählerschaft z.B. im Rahmen von Wahlen oder Abstimmungen auch seine Vorteile hat.
Aber wahrscheinlich liege ich damit wieder falsch, denn nur die Einzig Wahren Freitagabend-OlympionikenTM gelten auch wirklich als so echt richtig zertifizierte Sportschützen... oder so. Man kann sich mit seinem Elitismus natürlich auch den eigenen Ast absägen und sich 20 Jahre später dann wundern, warum das Durchschnittsalter im Verein plötzlich 60+ ist und niemand mehr nachkommt.
Natürlich ist in der Schweiz auch der Wehrpflichtige der sein Obligatorisches Schießen erfüllt ein Sportler?
Ne, der ist ganz offiziell im Dienst, inkl. bezahlter Munition durch das VBS und Deckung durch die Militärversicherung im Unfall- oder Schadensfall.
Wenn der Wehrpflichtige seine Dienstwaffe nun nimmt und damit z.B. ans Feldschiessen oder sonst irgendein Preisschiessen irgendwelcher Art geht (und dafür ggf. sogar noch eine Lizenz löst), dann betreibt er definitionsgemäss Sportschiessen, denn er schiesst im Rahmen eines Wettbewerbs. Ob er nun gewinnt oder mangels Übung mit 10 Punkten Abstand Letzter wird, und ob er dies mit einer highend-Matchwaffe oder seiner lottrigen Dienstwaffe macht, ist dafür irrelevant. Wie gesagt: Was zählt, ist die Intention.
Da wird weder was geändert noch sitze ich da argumentativ in der Ecke.
Na wenn du meinst. Muss schön sein in deiner Fantasiewelt.
Mit deiner Argumentation hast du mich heute zum Motorsportler gemacht - Danke dafür. Ich wusste auch nicht, dass ich das auch schon so lange mache.
Gehen wir doch nochmal zurück zu meinem Beitrag.
Natürlich, auch davor schon. Ob jemand sportlich schiesst, hängt nicht von dessen Level ab, sondern vor der zu Grunde liegenden Intention.
Wenn du an Motorsport-Veranstaltungen wie track days oder z.B. sowas hier teilnimmst dann ja, natürlich.
Um zu deinem blödsinnigen Strohmann über Läufer zurück zu kommen: Wenn sie mit der Intention laufen, gegen andere Läufer anzutreten (was mein ursprüngliches Argument war, bevor du das in deinem Zitat herausgeschnitten hast), dann sind sie selbstverständlich Leichtathleten, ob sie sich so sehen oder nicht.
Per Definition aus dem Duden:
Sportler, der Leichtathletik betreibt - wobei Leichtathletik als die "Gesamtheit der sportlichen Übungen, die den natürlichen Bewegungsformen des Menschen (laufen, springen, werfen, stoßen) entsprechen" definiert ist.
Genauso wie du per Definition ein Motorsportler bist, wenn du mit deinem Auto an sportlichen Wettbewerben für Motorfahrzeuge teilnimmst. Genauso wie ein grottenschlechter Schütze, der an Wettschiessen teilnimmt, auch ein Sportschütze ist. Ob die jetzt vereinsintern, unter Freunden, oder ISSF-akkreditiert sind, ist irrelevant.
Du kannst such gerne der Bevölkerung mal das Kanonenschießen näher bringen. Bin gespannt ob die dann den sportlichen Ansatz darin sehen.
Man kann natürlich alles ins Absurde übertreiben, wenn man sonst keine Argumente vorbringen kann. Natürlich ist man kein Leichtathlet, wenn man die 100m nicht unter 10 Sekunden schafft, und kein Motorsportler, wenn man nicht mindestens DTM fährt. Genauso, wie man kein Künstler ist, wenn kein eigenes Bild im Louvre hängt.
Von daher. ![]()