Natürlich ist jeder Mord tragisch, aber wenn die Frau ihren Mann nun mit einem Küchenmesser erstochen hätte, was würde dann als Echo kommen? Gibts dann ab sofort nur noch Brei und vorgeschnittene Nahrung, da alle Messer konfisziert werden?
Ich sehe das Problem nicht im Besitz einer Schusswaffe, sondern im mentalen und psychischen Bereich der Frau. Wie kommt diese auf die Idee zu solch einer Gräueltat?
Ich denke aber nicht, dass die Diskussionen so hochkochen werden wie nach einem Amoklauf, da die Schützin "nur 1 Person" und auch noch ihren Mann getötet hat (das ist doch viel zu wenig für die Medienmaschinerie - da ist ein Anschlag in Russland doch interessanter mit vielen vielen Toten) und da die Waffen ordnungsgemäß verwahrt wurden. Auch das Armatix-Sicherungssystem hätte diese Tat nicht verhindern können.
Mich stört nur die Berichterstattung in den Medien. In dem zitierten Bericht ist die Mitgliedschaft im Schützenverein gleich wieder eine dicke Überschrift wert.
Ich habe gestern hallo Deutschland auf ZDF gesehen und mich fürchterlich ärgern müssen, denn da kam auch der Bericht über diesen grausamen Mord und gleich wurde betont, dass bei Mitglieder im Schützenverein waren.
Dann kam ein Bericht über "Pulver-Kurt" (der irre, der Waffennarr war und Sprengstoff zu Hause sammelte und auch mit Uniform mal durchs Dorft marschierte). Dort wurde ein Passant interviewt und der sagte ungefähr: Dass Pulver-Kurt Mitglied im Schützenverein war, wusste sie ja, aber dass er solch ein Waffennarr war, wusste sie nicht. In diesem Beitrag wurde das Schützentum und ein verrückter Militaria-Typ sehr vermischt.
Eine klare und ehrliche Berichterstattung über den Schützensport würde viele Vorurteile aus dem Weg räumen, aber sogar die öffentlich rechtlichen Sender nehmen an der sensationsgeilen Berichterstattung mittlerweile teil.