Hallo,
ich habe mir zuerst den ganzen Beitrag angesehen und ich konnte mir nur an den Kopf fassen. So wie sich hier die Schützen gegeben haben, kann ich nicht fassen. Ich habe selbst viel Kontakt zu anderen Schützen und Funktionären und habe solche Meinungen und Leichtsinnigkeiten eigentlich noch nie gesehen.
Der Amoklauf ist natürlich eine schlimme Sache und dass die Eltern sehr impulsiv reagieren ist komplett verständlich. Diese haben aber keinen Einblick in einen geregelten Schützenablauf. Wenn aber nun ein solches Bild von einem Verein dargestellt wird, muss man sich wirklich fragen, ob man bei diesem Verein nicht etwas grundlegend ändern muss. Dass ein Amoklauf auch mit anderen Gegenständen durchgeführt werden kann, ist zwar richtig, jedoch kann man dieser Verharmlosung des Amoklaufs keinesfalls zustimmen. Auch die Nachlässigkeiten mit dem Waffengesetz (kleine Kinder auf Stühlen stehen schießen lassen) und bei der Waffenverwahrung sind grob fahrlässig und man muss sich wirklich fragen, ob diese Schützen geeignet sind, weiterhin mit Jugendlichen und scharfen Waffen zu arbeiten.
Wo man aber dem dargestellten Personen recht geben muss, ist, dass eine Zentralverwahrung mehr Probleme liefert als löst (siehe Argumente des Jugendwarts im Film).
Dass die Produktionsfirma diesen Film realistisch dargestellt hat, ist für echte Schützen wirklich traurig, denn solche Nachlässigkeiten sind nicht hinnehmbar!!
Auch die Verschärfungen im Waffenrecht können von echten Schützen nur begrüßt werden, denn wer sich wirklich an die sichere Verwahrung hält, hat nichts zu befürchten und sollte obendrein sowieso selbstverständlich sein. Eine weitere Verschärfung ist meiner Meinung nach aber nicht nötig, da wir nun sowieso schon das weltweit strengste Gesetz haben. Nun ist die Verbesserung der Umsetzung und der Kontrolle wichtig.
Fazit: Schade, dass es in unserem Sport wirklich noch so viele gibt, die immer noch nicht wissen, wie man sich richtig verhalten muss. Bei uns im Süden Bayerns wird dies anders gehandhabt.