Beiträge von Wilhelm

    Bereits im Juni hat der Hessische Landesverband Geldpreise für die Vereine mit dem höchsten Mitgliederzuwachs in 2012 ausgelobt:


    ► 1. Preis: 1.000,00 EUR, 2. Preis 700,00 EUR, 3. Preis 400,00 EUR ◄

    Die Preisverleihung soll zum 62. Hessischen Schützentag im April 2013 in Gersfeld stattfinden.


    Ich kann - und will - mir nicht vorstellen, dass sich damit langfristig der negative Trend in der Mitgliederentwicklung aufhalten lässt.

    Aber nichts ist unmöglich - vielleicht hilft dieser "Wettbewerb Kopfgeldprämie" langfristig ja doch?

    Aufbewahrung Schießbuch

    Gemäß § 15 Absatz 1 Nr. 7 b WaffG sollte ein Verein die Schießkladde mindestens drei Jahre aufbewahren.
    Sollte es zu Nachfragen kommen, wird möglicherweise jedoch nicht nur der explizit genannte Zeitraum betrachtet sondern auch der Zeitraum, der für den Erstantrag betrachtet werden.

    Das Führen des Schießbuchs/ der Schießkladde sehe ich als Pflichtaufgabe des Vereins.


    Aus dem Waffengesetz
    § 15 Schießsportverbände, schießsportliche Vereine

    Änderungen / Synopse | 6 Gesetze verweisen aus 10 Artikeln auf § 15

    (1) Als Schießsportverband im Sinne dieses Gesetzes wird ein überörtlicher Zusammenschluss schießsportlicher Vereine anerkannt, der

    1. wenigstens in jedem Land, in dem seine Sportschützen ansässig sind, in schießsportlichen Vereinen organisiert ist,

    2. mindestens 10.000 Sportschützen, die mit Schusswaffen schießen, als Mitglieder insgesamt in seinen Vereinen hat,

    3. den Schießsport als Breitensport und Leistungssport betreibt,

    4. a) auf eine sachgerechte Ausbildung in den schießsportlichen Vereinen und

    b) zur Förderung des Nachwuchses auf die Durchführung eines altersgerechten Schießsports für Kinder oder Jugendliche in diesen Vereinen

    hinwirkt,

    5. regelmäßig überregionale Wettbewerbe organisiert oder daran teilnimmt,

    6. den sportlichen Betrieb in den Vereinen auf der Grundlage einer genehmigten Schießsportordnung organisiert und

    7. im Rahmen eines festgelegten Verfahrens die ihm angehörenden schießsportlichen Vereine verpflichtet und regelmäßig darauf überprüft, dass diese

    a) die ihnen nach diesem Gesetz oder auf Grund dieses Gesetzes obliegenden Pflichten erfüllen,

    b) einen Nachweis über die Häufigkeit der schießsportlichen Aktivitäten jedes ihrer Mitglieder während der ersten drei Jahre, nachdem diesem erstmalig eine Waffenbesitzkarte als Sportschütze erteilt wurde, führen und

    c) über eigene Schießstätten für die nach der Schießsportordnung betriebenen Disziplinen verfügen oder geregelte Nutzungsmöglichkeiten für derartige Schießstätten nachweisen.

    (2) Von den Voraussetzungen des Absatzes 1 Nr. 1, 2 oder 4 Buchstabe b kann abgewichen werden, wenn die besondere Eigenart des Verbandes dies erfordert, öffentliche Interessen nicht entgegenstehen und der Verband die Gewähr dafür bietet, die sonstigen Anforderungen nach Absatz 1 an die geordnete Ausübung des Schießsports zu erfüllen. Ein Abweichen von dem Erfordernis nach Absatz 1 Nr. 2 ist unter Beachtung des Satzes 1 nur bei Verbänden zulässig, die mindestens 2.000 Sportschützen, die mit Schusswaffen schießen, als Mitglieder in ihren Vereinen haben.

    (3) Die Anerkennung nach Absatz 1 erfolgt durch das Bundesverwaltungsamt im Benehmen mit den nach § 48 Abs. 1 zuständigen Behörden des Landes, in dem der Schießsportverband seinen Sitz hat, und, soweit nicht der Schießsportverband nur auf dem Gebiet dieses Landes tätig ist, im Benehmen mit den nach § 48 Abs. 1 zuständigen Behörden der übrigen Länder.

    (4) Die zuständige Behörde hat das Recht, jederzeit den Nachweis über das Vorliegen der Voraussetzungen für die Anerkennung zu verlangen. Die Anerkennung kann zurückgenommen werden, wenn die Voraussetzungen nach Absatz 1 für ihre Erteilung nicht vorgelegen haben; sie ist zurückzunehmen, wenn die Voraussetzungen weiterhin nicht vorliegen. Die Anerkennung ist zu widerrufen, wenn eine der Voraussetzungen für ihre Erteilung nachträglich entfallen ist. Anerkennung, Rücknahme und Widerruf sind im Bundesanzeiger zu veröffentlichen. Vom Zeitpunkt der Unanfechtbarkeit der Aufhebung der Anerkennung an sind die Bescheinigungen des betreffenden Verbandes nach § 14 Abs. 2 und 3 nicht mehr als geeignete Mittel zur Glaubhaftmachung anzuerkennen. Sofern der Grund für die Aufhebung der Anerkennung Zweifel an der inhaltlichen Richtigkeit von Bescheinigungen aufkommen lässt, können die Behörden bereits ab der Einleitung der Anhörung von der Anerkennung der Bescheinigungen absehen. Die Anerkennungsbehörde unterrichtet die nach Absatz 3 an der Anerkennung beteiligten Stellen von der Einleitung und dem Abschluss des Verfahrens zur Aufhebung der Anerkennung.

    (5) Der schießsportliche Verein ist verpflichtet, der zuständigen Behörde Sportschützen, die Inhaber einer Waffenbesitzkarte sind und die aus ihrem Verein ausgeschieden sind, unverzüglich zu benennen.

    Die Überschrift vom Waffenwahn der Amerikaner ist vollkommen überzogen und verkennt das seit Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika gelebte Selbstverständnis der amerikanischen Gesellschaft von Freiheit und Selbstbestimmung.

    Unter einem Wahn leiden die Amerikaner m. E. nur aus externer Betrachtung. Mit dem zweiten Verfassungszusatz wurde 1791 die Bewaffnung des kleinen Mannes gegenüber der Obrigkeit festgeschrieben. In Deutschland spricht man gern vom "Gewaltmonopol des Staates": In den USA existiert dieses Monopol nicht, und auch wenn es heute in unserer ach so modernen Gesellschaft veraltet klingt, ist das seit 1776 gelebte Kultur (Selbstverständnis) der amerikanischen Gesellschaft.

    Die hiesige Einstellung zum Waffenbesitz ist historisch unterschiedlich und mit historischen Brüchen durch Änderungen des Waffengesetzes gekennzeichnet:
    1938 Reichswaffengesetz

    1946 Verbot der Alliierten 1946 Kontrollratsbefehl 2 Befehl Nr. 2 des Kontrollrats in Deutschland (1946)

    1950 erste Lockerungen zum Kontrollratsbefehl

    1952 erhält die Bundesrepublik Deutschland mittels des Deutschlandvertrages wieder volle Souveränität und das Reichswaffengesetz erlangt wieder volle Gesetzeskraft

    1956 Erlaubnis für Privatpersonen Schusswaffen zu besitzen

    1968 Erstes einheitliches Bundeswaffengesetz mit föderalistischer Ausgestaltung, was den Privatbesitz betraf

    1972 Grundgesetzänderung die die Gesetzgebungskompetenz zum Waffenrecht dem Bund überträgt. Waffengesetz u.a. mit Einführung der Meldepflicht, Erwerbsscheine und Regelkontingente für Bedürfnisse

    1976 Aufhebung der auf fünf Jahre befristeten WBK

    1981 bis 1997 wurden mehrere Entwürfe zur Waffengesetzänderung nicht final beschlossen

    2001 wurde der überarbeitete Entwurf aus 1998 in erster Lesung beraten und unter Einfluss des Amoklaufes in Erfurt am 22.10.2002 beschlossen: u.a. Anhebung Altersgrenzen zum Waffenerwerb für Jäger und Sportschützen. Unter 25-jährige müssen ein medizinisch-psychologisches Gutachten vorlegen, um eine WBK für Großkaliber-Waffen zu beantragen

    2008 Änderungen u.a. Verbot des Führens von Anscheinswaffen in der Öffentlichkeit Erwerbsstreckungsgebot (Erwerb von in der Regel maximal zwei Waffen innerhalb von sechs Monaten) auch für Inhaber einer gelben Waffenbesitzkarte gilt

    2009 war die Gesetzesänderung induziert vom Amoklauf in Winnenden: danach haben Waffenbesitzer haben auch ohne begründete Zweifel an einer sicheren Aufbewahrung eine Überprüfung ihrer Wohnungen zu zuzulassen. Verstoß gegen Aufbewahrungsvorschriften stellt Straftat dar. Eine fortwährende Bedürfnisprüfung wird gefordert.Verpflichtung zum Aufbau eines nationalen Waffenregisters, welches laut EU-Richtlinie bis 2014 eingerichtet sein muss. Bis zum 31. Dezember 2009 begrenzte Amnestie für die Besitzer illegaler Waffen.

    Die aktuellen Forderungen z. B. der Grünen für die nächste Änderung des Waffengesetzes sehen u. a. das Verbot von großkalibrigen Schusswaffen in privaten Haushalten vor.

    Flankiert von Medienvertretern , die nach einer Studie der Freien Universität Berlin DFJV_Studie_Politikjournalistinnen_und_Journalisten.pdf sh Seite 13

    politisch eher links stehen, wird die Öffentlichkeit mit zum Teil manipulierten Sachverhalten bewusst falsch informiert, Ängste geschürt, Sportschützen stigmatisiert, das Schützenwesen insgesamt denunziert.

    Für viele Politiker ist diese Stimmungsmache (Sportschützen = Mordschützen) insgesamt Grund genug, sich nur inoffiziell mit den Problemen und Ängsten der Betroffenen auseinanderzusetzen. Mittlerweile ist der Druck auf die Schützen schon so groß geworden, dass sie sich selber schon aus Ämtern und Vereinen zurückziehen, Vereine sich nicht nur aufgrund demografischer Entwicklung auflösen.

    Shootingfan TEST-APP für Smartphones.

    Hermann Lücking bietet in Facebook eine Test-APP an, mit der es zur Zeit möglich ist, auf einem Smartphone die aktuellen LG/LP-Bundesliga-Ergebnisse und Setzlisten abzufragen.

    Ich finde die Idee sehr gut, auch die momentanen Inhalte und die Handhabung, einfach, praktisch und gut, insbesondere die Beschreibungen „Sportschießen in unserer Gesellschaft“, „Der letzte Schuss“!

    „Hermi“ bittet um unser Feedback, Vorschläge und Kritik

    „Bitte mailt mir eure Erfahrungen.
    Wenns gefällt als Lesezeichen speichern das ICON dem Startbildschirm hinufügen. Schon habt ihr atuelle Ergebnisse/News zur Bundesliga Luftpistole/Luftgewehr immer griffbereit.
    Eine spannende Saison wünscht Hermi der Shootingfan“


    kleine Spontanumfrage vom Shootingfan https://www.facebook.com/questions/3533…_t=question_ans


    Shootingfan Bundesliga Luftgewehr Luftpistole

    Firmenbiathlon erfolgreich beendet

    Der große Firmenbiathlon 2012 | NDR.de - NDR 1 Radio MV - Service - Mitmachen


    Die Veranstaltung war nach dem Bericht und den Angaben des Veranstalters ein großer Erfolg, der im nächsten Jahr wiederholt wird.

    Der Einsatz der Lichtgewehre ist auch von Nichtschützen-Organisationen möglich. Ist doch eigentlich eine tolle Sache, wenn über derartige Events das Interesse am Schießsport geweckt wird- oder?

    Im Alpincenter Wittenburg findet heute ein Firmenbiathlon mit Lichtpunktgewehren statt. Begleitet wird die Veranstaltung vom NDR1 Radio MV.
    36 Firmen starten bei diesem Event, dass zeigt, dass das Lichtschießen auch für Eventveranstaltungen im Erwachsenenbereich ankommt.

    Über den Spaß- und Freizeitbereich kann somit auch Interesse am Schießsport geweckt werden.

    Das Hauptinteresse dürfte allerdings hier auf Seiten des Betreibers des Alpincenters liegen, der seine Anlagen auch schon für eine Schulbiathlon-Veranstaltung zur Verfügung stellte, Der Gewinner des letzten Schulbiathlons ist die erste Mannschaft des Gymnasiums Rostock Reutershagen. Der Schulbiathlon findet morgen am 11.11. statt.


    alpincenter Wittenburg: NDR - Biathlon im November - alpincenter Hamburg-Wittenburg - lifePR

    NDR_Firmenbiathlon_2012_zeitlicher_Ablaufplan.pdf


    Interessant sind auch die Preisgelder: 3000 Euro. Motto der Veranstaltung: "Jeder kann Biathlon"

    Hallo myflasher,

    wenn ihr die bisherige Praxis, die evt. sogar aus der bisherigen Satzung hervorgeht, ändern wollt, würde ich vorher einen Mitgliederbeschluss herbeiführen, bzw. sogar eine Satzungsänderung. Auch würde ich darüber entscheiden lassen, die Einladungen, den Schriftwechsel per EMail zu versenden. Ein Aushang am "Schwarzen Brett" oder im "Gemeinde-Infokasten" kann auch nicht verkehrt sein, wenn man damit die Allgemeinheit informieren kann.

    Mit der Zielvorgabe 2018 wieder 1,5 Mio. Mitglieder in den eigenen Reihen zu haben, hat sich der DSB ein sehr anspruchsvolles Ziel gegeben.
    Ausgehend von der durchschnittlichen Mitgliederentwicklung der letzten drei Jahre hat der DSB jährlich ca. 1,34 % seiner Mitglieder verloren. Diese Entwicklung fortgeschrieben, würde per 31.12.2018 zu einem weiteren Minus von 122 Tsd. und einem Mitgliederbestand von 1,27 Mio führen.

    D. h., wenn das Ziel tatsächlich erreicht werden soll, müssten bereits in diesem und in jedem weiteren Jahr jeweils rund 32,6 Tsd. neue Mitglieder hinzukommen.

    Ich würde es mir zwar wünschen, jedoch glaube ich nicht, dass bereits in diesem Jahr wieder ein kleiner Mitgliederzuwachs zu verzeichnen ist.

    Interessant ist, dass nach dieser Modellrechnung das Saarland Mitgliederzuwächse hätte. der Westfälische Schützenbund mit weiteren 21,4% Mitgliederverlusten "an der Spitze der Negativentwicklung" liegt.

    Für die Langzeitstudie des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Würzburg unter der Leitung von Prof. Dr. Harald Lange, bei der es u.a. darum geht, aussagekräftigen Erkenntnisse, wissenschaftlich fundierte Argumente in den oftmals in der Öffentlichkeit unsachlich geführten Diskussionen um die Werte, Sozialisationseffekte und Erziehungsleistungen von Vereinssport generell und im Speziellen von Schießen im Sportverein zu erhalten, werden noch Teilnehmer/innen im Alter bis 17 Jahren, die noch nicht länger als ein Jahr Mitglied in einem Schützenverein sind, gesucht.


    Die Studie soll Anfang Dezember 2012 beginnen.


    Kontaktdaten für die Anmeldung und weiteres Informationsmaterial:


    Institut für Sportwissenschaft: Forschungsprojekt "Evaluation der Bildungsarbeit des Deutschen Schützenbundes (DSB)"


    Was_leisten_Schuetzenvereine_wirklich.pdf

    In dem Forschungsprojekt „Wie verändern sich Jugendliche, die in einem Schützenverein eintreten? Was bewirken die motorischen Anforderungen? Welche Erziehungsziele verfolgen die Vereine? Erreichen sie diese Ziele?“ soll auch untersucht werden, inwieweit eine Waffe eigentlich ein Sportgerät sein kann.

    DSB öffnet sich für weitreichende wissenschaftliche Studie - Deutscher Schützenbund e.V.

    Für Professor Harald Lange, Leiter des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Würzburg sei es wichtig belastbare wissenschaftliche Daten und darauf basierende Erkenntnisse zu erhalten, um damit argumentieren und Vorurteile klären zu können. Dabei gehen die Sportpädagogen der Universität Würzburg der Frage nach, inwieweit eine Waffe eigentlich ein Sportgerät sein kann. „In einem Gerät steckt nicht automatisch ein Verbrechen, aber auch kein pädagogisches Potenzial“, sagt Lange.

    Die Frage, die sich für ihn damit stellt ist: Wie wird aus einem Gegenstand ein Sportgerät? Und was muss passieren, damit er zur Waffe wird

    In dem Forschungsprojekt „Wie verändern sich Jugendliche, die in einem Schützenverein eintreten? Was bewirken die motorischen Anforderungen? Welche Erziehungsziele verfolgen die Vereine? Erreichen sie diese Ziele?“ soll auch untersucht werden, inwieweit eine Waffe eigentlich ein Sportgerät sein kann.
    Für Professor Harald Lange, Leiter des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Würzburg sei es wichtig belastbare wissenschaftliche Daten und darauf basierende Erkenntnisse zu erhalten, um damit argumentieren und Vorurteile klären zu können. Dabei gehen die Sportpädagogen der Universität Würzburg der Frage nach, inwieweit eine Waffe eigentlich ein Sportgerät sein kann. „In einem Gerät steckt nicht automatisch ein Verbrechen, aber auch kein pädagogisches Potenzial“, sagt Lange.

    Die Frage, die sich für ihn damit stellt ist: Wie wird aus einem Gegenstand ein Sportgerät? Und was muss passieren, damit er zur Waffe wird

    Der DSB sieht das vorläufige Ergebnis der Öffentlickeitsaktion aufgrund der bisher vorliegenden Rückmeldungen aus den vorliegenden Fragebögen positiv. Rückmeldungen zum ′Wochenende der Schützenvereine′ | Ziel im Visier

    Über 1000 Redakteure und Journalisten haben bundesweit auf die Aktionen des DSB hingewiesen.
    Beeindruckende Presseresonanz | Ziel im Visier
    Schützen treffen mit Angebot ins Ziel | NWZonline

    Auch Vertreter des Bundestages informierten sich über die Arbeit in den Vereinen und zum Thema Waffenrecht.
    MdB Reinhard Grindel | Ziel im Visier

    Für alle unbedarften Mitleser:

    Wenn Tom hier von " den Dingern " schreibt, dann meint er das nicht so. Er wollte sicherlich nur andeuten, dass Waffen auch für Recht und Ordnung sorgen. Waffenbesitzer können auch Spaß haben und lustig sein.

    Frank,
    Nachwuchsprobleme hat es auch schon in den 70er und 80er Jahren immer dort gegeben, wo man zwar über die Zukunft der Vereine gesprochen hat - beliebt war und ist die Schützenfestrede "Unsere Jugend ist unsere Zukunft" - aber effektiv nichts oder nur wenig dafür getan hat. In dieser Zeit hat die Mehrzahl der Vereine /Funktionäre/Mitglieder jedoch das geänderte Freizeit- und Konsumverhalten nicht mitbekommen. Mit dem gesellschaftspolitischen Wandel und dem Aufkommen der Gutmenschen und deren Schwarz-Weiß-Denken und Verbotsvorstellungen sind dann die ersten Schützen und Funktionäre aus ihrem Tiefschlaf aufgewacht, zuletzt durch die Ereignisse in E&W.

    Bis in die 90er Jahre hinein hat sich m. E. das gesamte Schützenwesen nicht mit der Zukunftsfrage beschäftigt - warum auch! Die Mitgliederzahlen stiegen auch durch die Grenzöffnung, die Kinder hatten ihre Freizeit- und Konsumwelt, alle hatten ihren Spaß. Die gewonnene Mobilität wurde genutzt um sich frei und unabhängig von Vereinen mit alten Denkmustern und Freizeitangboten
    abzuwenden - insbesondere die heutige Elterngeneration. Warum sollte ich im Verein noch für andere ehrenamtlich Arbeiten, meine Freizeit opfern, wenn ich doch in den Trendsportarten viel mehr bekommen kann (Sport, Spiel, Spannung, Unterhaltung -natürlich gegen Bezahlung )?

    Mit dem Lichtschießen, das hat der Vortrag von Dieter Ohmayer 2003 mir klar gemacht, hat das Schützenwesen schon zu der Zeit die einzige Chance im "Wettstreit um neue, junge Mitglieder" auf Augenhöhe mit anderen Sportverbänden und Freizeitorganisationen zu agieren. Im Gegensatz zum Schützenwesen haben sich viele andere Sportverbände konzeptionell und strukturell mit der Zukunfts- und Mitgliederentwicklung beschäftigt.

    Wäre Erfurt nicht gewesen, hätten wir wahrscheinlich ein niedrigeres Einstiegsalter für den Schießsport. Erfurt und Winnenden sind dann für die Medien die Eintrittskarten gewesen, auf das Schützenwesen insgesamt einzuschlagen - mehr oder weniger ohne Gegenwehr von uns, weil die Mehrheit von uns es bis heute nicht wirklich verstanden hat, einheitlich, offen und mit guten Argumenten in der Öffentlichkeit unsere Standpunkte, Verantwortlichkeit und Freiheit bei der Ausübung unseres Sports zu argumentieren.

    Die 30 - 50jährigen fehlen u.a. deshalb, weil es einfach nicht mehr chic ist, in einem Schützenverein Mitglied zu sein. Klar, die fehlen um überhaupt nachhaltig wieder Strukturen in der Alterspyramide aufzubauen.

    Meine Erfahrungen aus dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit sind aber durchaus positiv, wenn dieser "Spaßfraktion" Schießsport als Event angeboten wird. Interessante Vergleichsschießen von festen Gruppen, die sich nicht verloren vorkommen, wenn sie das erste Mal einen Schießstand betreten. Ein sogenanntes Firmenpokalschießen in meinem Stammverein hat in Spitzenzeiten knapp 120 Teams mit über 400 Starts und eine gute Vorsorge für Investitionen gebracht. Von 1995 bis 2006 ist die Mitgliederzahl von 118 auf 161 gewachsen. Schießsportliche Quereinsteiger sind direkt beim Auflageschießen "hängengeblieben".

    Also es geht - mit guten Ideen, Überzeugung und einem langen Atem.