Beiträge von Wilhelm

    Die nächsten zwei Veranstaltungen finden am 15.02. in Barendorf mit dem KKSV Wendisch Evern als Gastgeber und am 16.03. in Bleckede mit dem Gastgeber Schützengilde Bleckede, unterstützt vom Schützenkreis Bleckede statt. Die Ausschreibungen nebst Anmeldeformulare sind beigefügt. Achtung: Diese Termine weichen von denen ab, die ich am 1.11. gepostet habe.

    Ist die Schweiz eine Schießsportnation oder nicht?

    Bei der Suche nach guter, erfolgreicher Verbandsarbeit bin ich auf die Seite von http://www.swissshooting.ch geraten. Unter Facts und Figures lesen wir, dass der Schweizer Schießsportverband SSV aus 3100 Vereinen mit 175.000 Mitgliedern (Anteil 2,2% an der Gesamtbevölkerung), drittgrößter Sportverband der Schweiz) besteht. In Deutschland beträgt die "Schützenquote an der Gesamtbevölkerung" rund 1,7%. Lizenzierte Schützen, das sind wohl die, die aktiv den Schießsport mit eigenen Waffen betreiben, gibt es ca. 65.000 Schützen.

    Die Jahresberichte vermitteln eine sehr aktive, vielseitige Verbandsarbeit. alles ist sehr transparent beschrieben, auch die Finanzen.

    Wenn man die Übersicht der Vertretungsrechte SSV per 30.11. e. J. für die Delegiertenversammlung miteinander vergleicht, fällt auf, dass diese V. - ohne das Verhältnis der Vertretungsrechte zur Basis zu kennen - von 2010 (270) auf 257 in 2012 gesunken sind, gleichfalls die Lizenzbasis für Vertretungsrechte von 77.177 (2010) auf 72.203 (2012). Kann mir jemand sagen, welche Werte (Mitgliederzahlen?) hinter diesen Vertretungsrechten stecken, oder sogar Mitgliederstatistiken zeigen? Ich vermute, dass sich auch unsere Schweizer Schießsportfreunde mit Mitgliederrückgängen zu beschäftigen haben.

    Karl,
    was meinst Du damit, "vermutlich nicht vorhandene Probleme" zu klären? Etwa die fehlende Betriebserlaubnis?

    Gehst Du in Deiner Vorstellungswelt eigentlich davon aus, bestehende Gesetze und Regeln - auch in Betrieben - zu umgehen?

    Karl,
    richtig erkannt, Verein Kelinghusen und Landesverband haben Fehler gemacht, ein vorhandenes Landesleistungszentrum zu erhalten. Hätten sich beide regelgerecht verhalten, gäbe es die heutigen Probleme nicht.
    Mit dem Wissen um die Anforderungen und der Verantwortung regeltreu zu Handeln, wäre es nicht soweit gekommen.

    Hallo Karl,
    zur Richtigstellung, das hier vorgestellte Thema Compliance ist nicht „mein Compliance“.

    Es geht mir hier um die Frage, ob Compliance /Regeltreue– die bewusste Einrichtung einer Compliancefunktion - im Schützenwesen, ähnlich wie in der Wirtschaft, Sinn macht um Gesetze und verbandsinterne, vereinsinterne Regeln und Verträge besser zu befolgen, Haftungsriken zu minimieren, Transparenz schafft, präventiv Schäden aus der Nichtbeachtung von Regeln, Gesetzen usw. minimiert.

    Zur Beantwortung Deiner Frage
    Deine Frage, wie es mit dem Landesleistungszentrum in Kellinghusen bei Beachtung der Regel, dass Du als Betreiber der Schießsportanlage auch für die Nutzungsgenehmigung verantwortlich bist, ist rhetorischer Natur. Eigentlich ein Selbstgänger = gesunder Menschenverstand?. Doch aufgrund wohl häufiger Zuständigkeitswechsel und Unkenntnis der verantwortlichen Ehrenamtlichen wurden elementare Regeln nicht beachtet/nicht eingehalten.

    Ein vorhandenes „Compliance-Handbuch“ für den Vorstand würde auf Genehmigungspflichten hinweisen.

    Regeltreue wird angesichts der ständig steigenden Anforderungen an Unternehmen, Verbände, Oganisationen und damit auch im Schützenwesen immer wichtiger.

    Kogge, es geht dabei nicht um zusätzliche Regeln und Gesetze, sondern schlicht nur um die bestehenden Regeln und Gesetze.

    Was die Nichteinhaltung von Regeln und Gesetzen, Verordnungen alles negativ beeinflussen kann, zeigt sich bei den aktuellen Problemen des NWDSB. Ein weiteres Beispiel liefert aktuell der Norddeutsche Schützenbund, den hier schon kaum noch jemand wahrnimmt, der aber in seiner neuen Besetzung viel unternommen hat, ein Landesleistungszentrum zu erhalten.

    In einem offenen Brief des Präsidenten Peter Kröhnert heißt es: „Seit mehreren Jahren wurde das LLZ Kellinghusen ohne eine gültige Betriebserlaubnis betrieben. Das damalige Präsidium bis 2009 hat dieses so hingenommen, ohne etwas zu unternehmen.“

    Welche Konsequenzen das jetzt hat, kann hier nachgelesen werden:

    http://www.ndsb-sh.de/fileadmin/pdf/…aolscht2014.pdf

    Hallo Gerhard, hallo Karl, hallo Scherge, hallo Holgär, hallo Wegi82, hallo Nordwest,

    vielleicht verstehe ich Eure Antworten falsch, aber Compliance hat nichts mit dem Rückgang von Ehrenamtlichen in der Vereins- und Verbandsarbeit hier im Schützenwesen zu tun. Im Gegenteil, die Ziele einer strategisch eingesetzten Compliancefunktion (CF) sind:
    Risikominderung,
    zur Identifizierung von Risiken, die dem Verein /dem Verband oder dessen Mitgliedern oder Externen einen Schaden aufgrund von Missachtung, Unkenntnis, falscher Handhabung und Auslegung von bestehenden Gesetzen zufügen können,

    Die internen Regeln sollen keine zusätzliche Regeleinheit sein, sondern lediglich der Identifizierung und Fortschreibung im Auftrag einer von Qualität geprägten Vereinsführung dienen. Die bewusste Anwendung von Gesetzen und Regeln dient somit der Klarstellung und Strukturierung von Aufgaben.

    Ohne Gesetze und Regeln, die einige als Regelwahn beschreiben, die i.d.R. auch nicht zu verhindern sind, kommt unsere Gesellschaft nicht mehr aus.
    Bestehende gesetzliche und interne Regeln zu ignorieren kann ja wohl auch hier keiner wollen – oder?

    Gäbe es eine Verantwortung für eine eingerichtete Compliancefunktion hätte dies eher eine positive Wirkung auf Ehrenamtliche, die aufgrund der vorhandenen Transparenz der Prozesse besser einschätzen können was auf sie zukommt. Angesichts der doch immer häufiger wechselnden Ehrenamtlichen in Vereinsfunktionen würde ein existierendes Compliance-Kompendium auch eine echte Arbeitshilfe darstellen. Mit der gewonnenen Transparenz ist man als Verein flexibler um auf Veränderungen zu reagieren. Weniger Sicherheitsverletzungen, eher Positiv- als Negativberichterstattung in den Medien, geringere Ressourcenbelastung sind weitere Vorteile/Ziele.

    So sehr wie Compliance für Transparenz und Prävention sorgt, sorgt Compliance auch für einen positiven Eindruck des Vereins/des verbandes nach Außen. Auch nach Innen, im Verhältnis der Mitglieder zur Vereinsführung, bei der gemeinsamen Zielerreichung, hätte eine Compliancefunktion positive, belebende Wirkungen.

    Effizienzsteigerung
    zur Optimierung vorhandener Kontrollmechanismen zum Beispiel in der täglichen Geschäftsführung und Büroorganisation, Vorbereitung und Durchführung von Mitgliederversammlungen. Voraussetzung dafür ist allerdings Sach- und Handlungskompetenz um den Präventionsgedanken hervorzuheben.

    Die Folge aus mehr Transparenz und Effizienzsteigerung, bzw. die nächste Stufe ist eine

    Effektivitätssteigerung
    durch ein besseres, einheitliches Verständnis der Abläufe und interner Kontrollmechanismen, durch fundierte Entscheidungen der Mitglieder wie auch der Vereinsführung, durch Verbesserung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit.

    Die Frage ist nur, inwieweit passen das Unwort und die Einsicht, das Verständnis für die Vorteile zusammen?

    Ich glaube nicht, dass diese Frage alters-, geschlechts- oder Wohnortabhängig ist und dadurch unterschiedlich beantwortet wird, wenn alle Beteiligten den Sinn von CF besser verstehen würden.

    Leider gibt es zu wenig Beispiele für installierte und aktive CF – zumindest kenne ich keine. Vereine/Verbände die scheinbar erfolgreich unterwegs sind, weisen sich in aller Regel durch eine höhere Transparenz nach innen und außen aus, d. h. die Kommunikation zwischen Vereinsführung und Mitgliedern stimmt, Der Verein steht für ein bestimmtes Profil, mit dem sich Mitglieder und Vereinsführung gleichsam identifizieren, Nichtmitglieder sich dafür interessieren können.

    Wer sich nicht für seinen Verein interessiert braucht auch kein CF, dem sind dann wohl auch Gesetze und Regeln egal - außer es sind die selbst verfassten Regeln.

    In einem erfolgreichen Unternehmen, welches sehr auf die Einhaltung von Gesetzen und Regeln achtet, rückt der Begriff der Compliance mehr und mehr in die tägliche Praxis. Das Bewusstsein und die Konzentration auf Regeleinhaltung begleitet immer stärker die vielen, komplexer werdenden Arbeitsprozesse.

    Im Sport gibt es das Thema Compliance wohl in einigen Spitzenverbänden. Aber wie sieht es in den Vereinen – hier speziell im Schützenwesen aus?

    Hätte zum Beispiel beim NWDSB eine installierte, gelebte Compliancefunktion die aktuellen Probleme verhindert?

    Wir wissen, auch in den Schützenvereinen und in derem Umfeld sind eine Vielzahl von Regeln und gesetzliche Vorgaben zu beachten, deren Verletzung zum Teil schwerwiegende Auswirkungen auf die Vereine selbst, Verbände, Beitragszahler, Sponsoren und nicht zuletzt die Sportler und Vereinsmitglieder haben können. „Compliance“, d.h. die Einhaltung dieser Regeln, spielt auch im Sport eine zunehmende Rolle – nicht zuletzt bei der Gewinnung oder Gewährung von Finanzmitteln. Compliance ist m. E. die breite, unerlässliche Basis für die Zukunftsfähigkeit jedes Vereins.

    Welcher Schützenverein hat sich mit diesem Thema schon bewusst auseinandergesetzt?

    Wie – wenn überhaupt - wird Compliance im Schützenwesen organisiert und sichergestellt?
    Was müssen Vereine über Compliance wissen um sich danach auszurichten und sich zu strukturieren.
    Wer ist verantwortlich für Compliance (Regeltreue)?
    Wie gestalte ich eine rechtlich und moralisch einwandfreie Führung des Vereins/Verbands?
    Welche Organisation ist dafür erforderlich und was darf sie kosten?
    Worauf muss ein Geldgeber (z.B. Sponsor) hinsichtlich Compliance bei der Sportförderung achten?
    Macht ein eigener Compliance-Verantwortlicher im Sportverein und Sportverband Sinn?
    Welche Aufgaben und Befugnisse soll er haben?
    Welche Stellung und welchen Einfluss haben „Traditionswerte“ in Bezug auf Compliance?
    Welche waffenrechtlichen und steuerlichen Themen sind relevant?
    Wie stelle ich die Einhaltung von gesetzlichen, Vereins-, Verbands- und Wettkampfregeln sicher?
    Wie gestalte ich eine Compliance-Richtlinie?
    Wie verhindere ich Manipulationen und Korruption im Sport?
    Welche Haftungsrisiken bestehen bei Compliance-Verstößen?
    Welche geldwerten Vorteile darf ich einem Verbandsfunktionär oder Amtsträger gewähren?
    Wie sollten Sponsoring-Verträge, auch mit Blick auf Compliance, gestaltet werden?
    Was soll eine Vereins- und Verbandssatzung unter Compliance-Gesichtspunkten enthalten? etc.
    Wie schule ich die Betroffenen über Compliance-Themen?


    Beitragszahler, Sponsoren und -Förderer legen Wert auf Regeltreue bei ihren Vereinen/Verbänden/Kooperationspartnern. Denn zum einen gelten für sie idR interne Compliance-Vorgaben, die auch Standards für die Zusammenarbeit mit Dritten setzen. Zum anderen haben alle Beteiligten einen Ruf zu verlieren. „Saubere Vereins-/Verbandsführung, Sauberer Sport“ ist für das Umfeld der Schützenvereine und Verbände ein wichtiges Thema.

    Wer als Vereins- /Verbandsvorstand ein geeigneter Partner sein möchte, muss die Einhaltung der Regeln sicherstellen. Originäre Aufgabe eines Vereinsvorstandes sollte es daher sein, Maßnahmen zu veranlassen, die die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der vereinsinternen Richtlinien in der Organisation sicherstellen. Über alle relevanten Compliance-Fragen muss der Vorstand ggf. zusammen mit der Geschäfts-/Verbandsführung regelmäßig, zeitnah und umfassend informieren. Erfüllt der Vorstand und die Geschäftsführung ihre Sorgfaltspflichten vorsätzlich nicht, träfe sie eine persönliche Haftung.

    Wenn der NWDSB den Klageweg bestreitet, müsste er auch darlegen, was der Verband in der Vergangenheit unternommen hat um die Richtigkeit der Meldungen - auch in allen anderen Bezirken - zu kontrollieren. Im Fußball wäre das ein Eigentor, bei uns Schützen eine "Fahrkarte". Soll das Ziel der Klage sein, den BSV Osnabrück weichzuklopfen, ihn wieder auf Präsidiumskurs zu bringen?

    Soll damit erreicht werden, dass das ganze Dilemma um den Vertrauensschwund in die Arbeiten des Präsidiums und den desolaten Verhältnissen zum LLZ mit den Betrügereien bei den Mitgliedermeldungen zu tun hat? Die Situation wird leider immer irrealer.

    Welche Rolle sollten Juristen spielen, wenn Material und Qualität entscheidend verbessert werden und dies technisch in umfangreichen Prüfungen bestätigt wird?

    Warte te doch einfach ab und freue dich, auf die angekündigten Verbesserungen.

    Hallo,

    welche Ergebnisliste ist Spannend :D

    Der Ringwert zählt hier eben nicht, siehst ja das jede Paarung verschieden viele Schüße haben. Also würde des nur Verwirren, ich finde so wie es ist OK.

    Hat auch keiner nach den Ringen gefragt, ein Video gibt es leider nicht.
    Was soll ich nächstes mal Filmen?

    Hallo Mattl,

    jede Information zum Ablauf und Inhalt eines Wettkampfes ist für mich interessant, insbesondere dann, wenn der Modus abweicht, neu ist und ggf. der Gesamtzusammenhang dadurch transparenter wird.

    Bilder und Filme liefern zudem noch mehr Informationen z.B. vom Verhalten der Sportler im direkten Duell, Nervosität, Routine, Verhalten der Zuschauer. Was sagt ggf. ein Moderator? .... usw.