Vorab vielen Dank für die umfangreiche Antwort.
Tatsächlich wurde ja auch darüber diskutiert, wie man die vielen Informationen auch an den ganz einfachen Hobbyschützen bekommen kann, aber auch welche Themen für diesen überhaupt relevant sind. Interessiert sich eine Verein, der sich nur der Tradition und dem Brauchtum verschrieben hat für Weltcupergebnisse unserer Olympioniken? Hätte man eine größere Teilnehmerzahl beim Meisterschützen gehabt, wenn dies noch intensiver über die Verbände, an die Vereine, an deren Mitglieder gegangen wäre. Kann man die Bogenschützen motivieren, die kostenlose digitale Broschüre Faszination Bogen zu abonieren. Wie kann man die Vereine motivieren, eine ordentliche Webseite zu erstellen, um überhaupt gefunden und wahrgenommen zu werden. Wie kann man die Arbeit mit der lokalen Presse optimieren, um Berichte in Presse, Funk, Fernsehen zu erreichen.
In der Vergangenheit, und auch heute noch, haben die "eigenständigen Landesverbände" sowohl den Informationsfluss von unten nach oben als auch umgekehrt auf unterschiedlichste Weise behindert, blockiert, unterlassen usw. .... Die LV haben so ihre Traditionsecken und der DSB hat sich so eher dem nationalen Sport gewidmet. M. E. gibt es nicht die gemeinsame Sicht auf das Schützenwesen. Eine Beschreibung, wie sie hier häufiger angedacht wird (vielseitige Möglichkeiten der Sportausübung und Traditionspflege, Sammelleidenschaft, Technik, für alle Generationen und Einkommensschichten mit individuellen Leistungsansprüchen) fehlt, bzw. wird nur als Lagerdenken öffentlich, Deutlich wird diese Uneiheitlichkeit und Polarisierung wenn die öffentliche Meinung und Politik aufgrund besonderer Ereignisse/Urteile usw. auf die weggeduckten Schützen gucken muss:
Mord, Waffengebrauch, Unfälle Urteile, alles gute Themen für lernunwillige Journalisten mit ihren Artikeln die uninformierte Leserschaft zu erreichen und das Hühnervolk der Schützen mal wieder aufzuschrecken. Nur in ganz wenigen Fällen - Medaillenspiegel bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen - freut sich der Bundesmichelschütze. Nur geht es dann um Medaillen und wenig um die Inhalte des Schützensports. Gut, dass Biathlon und Bogenschießen wohl tatsächlich eine eigene Motivation erkennen lassen: Laufen und Schießen - Urgedanken und Handlungen des Menschen um in schlechteren Zeiten überleben zu können.
Das Schützenwesen hat nicht nur viele Facetten sondern auch viele Ableitungen - man sollte durch eine umfassendere ÖA auch mehr darüber sprechen, berichten und werben. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Ich hoffe sehr, dass der DSB in seiner Verantwortung eine stärkere Rolle auch in der Gesamtverbandsbetrachtung übernimmt. Die Anfänge sind unübersehbar: Professionelles Personal, Weiterbildungsangebote, Konzepte für die Vereine.
Wünschenswert wären direkte Verbindungen zu den Vereinen im Austausch der Informationen. Der m. E. gute Versuch von "Ziel im Visier" ist als Sammlung vieler Ideen m. E. schon erfolgreich gewesen. Es fehlte an der häufigen Inkompetenz vieler Landesverbände.
Viele Themen des DSB sind ja auf die großen "Stars" ausgerichtet, aber interessiert das wirklich jeden, oder ist das nur für einen Bruchteil der Mitglieder interessant? Wie kommen Themen des Hobbyschützen oder ehrenamtlich engagierten über die Vereine an die Landesverbände oder an den DSB (Thema Stiller Star).
Persönlich finde ich das auch als mittlerweile aktiver Hobbyschütze gut und interessant. Jedoch dürfte die Außenwirkung gegen "Null" tendieren. Zum Schützenwesen gehören jedoch nicht nur die die DSB-Sichten. Die Zeitschriften für die eher größeren Kaliber scheinen ja wirtschaftlich gut existieren zu können. Die Trendsportart Bogenschießen hat auch ihre eigene zunehmende Leserschaft. Alles zusammen in einem Journal anzubieten macht wohl keinen Sinn.
Für die Erarbeitung eines Konzeptes war dann doch der Samstag ein wenig zu kurz, da wir neben Ringelpiez und Anfassen natürlich erst mal grundsätzlich geklärt haben, wer denn was in den Verbänden macht, wie das gemacht wird und wie es der DSB macht. Für mich war und ist da in erster Linie der Netzwerkgedanke wichtig und mir hat dieses Treffen ja auch wieder neue Eindrücke und Blickwinkel für die Arbeit in meinem Verband gebracht. Aber auch das Mittagessen war lecker und die Führung durch den Bundesstützpunkt, in dem auch gerade Kaderathleten trainiert haben war sehr interessant 
Aber wie gesagt, es ist gut und wichtig, wenn man sich in Präsenz trifft und sich miteinander austauscht, aber diese Themen zu filtern, miteinander Konzepte zu erstellen, das wird jetzt sicherlich in den nächsten Wochen / Monaten angegangen werden.
Was im Sport mit Aufbau- und Leistungskonzepten möglich ist, muss auch in anderen Bereichen mit einer Top-Down-Lösung möglich sein. Ich nehme auch an, dass Thilo von Hagen dazu Vorstellungen hat und als erste Basis eine Netzwerkbildung auch vernünftig ist.
Meine Vorstellung ist, dass ähnlich wie bei ZIV mit einer Analyse bis hin in die Vereine begonnen wird. Wenn zukünftig etwas erreicht werden soll, so kann dies nur über und mit den Vereinen geschehen. Mit einer umfassenden Analyse sollte jeder Verein seine Zielrichtung für die Zukunft festlegen, sich dies von der Mitgliederschaft auch bestätigen lassen. Die Unterstützungsleistungen kommen dann vom LV ud DSB als Dienstleister.
Wenn da die letzten 17 Jahre nichts passiert ist, kannste auch nicht von 0 auf 100 gehen, das ist ja in der Verbandsarbeit genauso.
Ideen hätte ich da genug, nur an der zeitlichen Umsetzung scheitert es. Da brauchst Du dann doch ein größeres Team, das Dich unterstützt. Und wie schon gesagt, wenn ich jetzt die Kontakte habe, meine Herausforderungen bei Projekten mit den anderen Verbänden zu diskutieren und hier wertvolle Informationen erhalte, dann ist das für mich ein großer Vorteil, der sich aus diesem Treffen ergeben hat. Das ist dann vielleicht noch kein großes Thema für den DSB, vielleicht auch nicht für ein globales Gesamtkonzept, aber für mich in meiner Verbandsarbeit unglaublich wichtig. Wenn sich daraus dann irgendwann die großen Themen erschließen, wie wir als Verbände den Schießsport mit unserer Öffentlichkeitsarbeit positiv darstellen können und darüber dann auch wieder neue Mitglieder in die Vereine bekommen, dann ist das doch gut.
Der Hinweis auf die vergangenen 17 Jahre "Nix ist passiert" könnte sowas wie eine Abrechnung mit den vorher verantwortlichen Personen sein - was ich aber für falsch und unangebracht halte (ZIV darf nicht vergessen werden, ebenso nicht die Diskommunikation mit einigen LV). Dass Du/ alle übrigen Teilnehmer/innen motiviert seit und das Erfordernis eines Gesamtkonzeptes wohl alle gleichermaßen befürworten, ist dann tatsächlich als Erfolg der Veranstaltung zu sehen.
Aber wenn Du Ideen hast, die man in dieser Runde mit einbringen kann, nur her damit. Oder noch besser, direkt an den Verantwortlichen in Deinem Landesverband, der kann das dann da mit reinschmeißen und was draus machen 
An Ideen - auch aus praktizierter Erfahrung - mangelt es mir Gott sei Dank nicht. Ich habe die Hoffnung auch nicht aufgegeben, dass es wieder bessere Zeiten im Schützenwesen geben wird. Bis dahin werden sich jedoch noch viele ziellose Vereine auflösen, fusionieren oder umorientieren.