Der DSB ist laut seiner Satzung § 2 Zweck u.a.
für die Förderung und die Überwachung des Sportschießens nach einheitlichen Regeln,
die Regelung der Aus- und Fortbildung,
die Förderung der sportlichen und allgemeinen Jugendarbeit,
die einheitliche Präsentation des Sportschießens und der überverbandlichen Schützentradition in der Öffentlichkeit zuständig.
Die in § 4 Zuständigkeiten enthaltenen Punkte sind u.a.
der Erlass einheitlicher Regeln für das Sportschießen,
Die Regelung und Durchführung der Aus- und Fortbildung,
die mit der öffentlichen Präsentation des Sportschießens zusammenhängenden Grundsatzfragen der Werbung, des Sponsoring, und des Merchandising…,
Allerdings wird auch angeführt:
Soweit der DSB für Grundsatzfragen zuständig ist, schließt dies nicht generell die Zuständigkeit der unmittelbaren (Landesschützenverbände) und mittelbaren (Untergliederungen der Landesverbände) Mitglieder aus, erfordert aber vor entsprechendem Tätigwerden eine Abstimmung mit dem DSB.
Bezogen auf den Einsatz der Lichtgewehre bedeutet es, dass der DSB zwar rechtzeitig auf den Mitgliederrückgang durch die Forderung nach neuen (Sport-?) Geräten für den Altersbereich bis 12 Jahr reagiert und gehandelt hat, dieser Initiative in der Folge allerdings keinen Nachdruck verliehen hat.
Warum?
M. E. ist seitens der Waffenindustrie mittels Sponsorenmittel entsprechend „Druck zur Unterlassung“ ausgeübt worden, da die etablierten Sportgerätehersteller in den neuen Laserwaffen eine nicht kontrollierbare Konkurrenz gesehen wurde/wird, die politisch ausgenutzt werden könnte. „Warum noch mit Bleikugeln schießen, wenn es auch mit Lasertechnik geht?
Meiner Meinung nach liegt in dieser ablehnenden Haltung ein fataler Fehler der Sportwaffen-Industrie.
Lichtschießen wird niemals das scharfe Schießen ersetzen. Sollte es auch von Anfang an nicht.
Allein die Fehleinschätzung, auf eine früher beginnende Mitgliederwerbung und Nachwuchsarbeit durch den Einsatz der Lichtgewehre und -pistolen im vorwaffenrechtlichen Alter zu verzichten sowie das mangelnde Selbstvertrauen des DSB und dessen finanzielle Abhängigkeit von den Zuwendungen der etablierten Industrie und Händler führten dazu, dass sich im Ergebnis die Vereine alleine damit beschäftigen mussten, unkoordiniert, zeitaufwendig und ggf. auch unter unnötig hohen Kosten.
Es wäre m. E. besser gewesen die Initiative stringent auch von den Landesverbänden und deren Untergliederungen einzufordern. Stattdessen haben sich der Mitgliederrückgang und die Überalterung in den Vereinen weiter beschleunigt.