Beiträge von uli2003

    Als der Karl das mal geschrieben hat wussten viele User dass beim Schützenfest immer noch einiges hängenbleibt.

    Allerdings wird es künftig sicher schwerer werden aus einem Schützenfest noch einen Gewinn zu erwirtschaften.

    Ich muss dich mal zitieren, das hast du gesagt. Daraus habe ich abgeleitet, dass eure Sport(schützen)vereine ebenfalls ein jährliches Schützenfest veranstalten.

    Im Westen Deutschlands ist das Gang und Gäbe, von hier bis an die BENELUX-Grenzen, hoch bis zur Nordsee, dann Richtung Süden den Kölner Raum bis Aachen. Das ist nicht wenig Deutschland, und fast alle Traditionsvereine (die Vereine sind alt, wie unser auch, so ~200 Jahre), wohingegen die Schützenvereine als Sportvereine, die du nennst, viel jüngeren Datums sind, meist Mitte 19. Jahrhundert.

    Ich sehe schon Du willst es sowieso nicht verstehen.

    Ebendeshalb verstehe ich das, lass das traditionelle (alte) Schützenwesen von dir aber nicht herunterreduzieren auf einen beiläufigen Anteil.

    Was mich gleichfalls zu der Frage geführt hat, wie groß eure Vereine sind, und wie diese finanziert werden, auch um die Notlage zu verstehen, aber das ist ohne Zahlen schwierig.

    Und ja, ich kenne mich im Vereinswesen sehr gut aus, habe jetzt 20 Jahre geschäftsführenden Vorstand hinter mir, das als Kassenwart. Randdaten unseres Traditionsvereins: ca. 900 Mitglieder. Schießabteilung: ca. 70 Mitglieder.

    Schützenfestumsatz ist mir unbekannt da vergeben, hochgerechnet denke ich ca. 200.000 Euro. Also nicht unwesentlich für einen Stadtteil mit ca. 3000 Einwohnern.

    Wie ich oben # 603 schon geschrieben habe mag es da Unterschiede geben.

    Darf ich fragen in welchem Rahmen und in welcher Größe eure jährlichen Schützenfeste stattfinden?

    Und um welche Vereinsgröße es sich bei euch handelt?

    Es wäre mal ganz interessant, den Unterschied zum wohl unwesentlichen Westdeutschland zu erfahren.

    Die Schießabteilungen sind in den meisten Ländern der Schützenverein, die haben schon in einigen Fällen durch den Wegfall der Einkünrfte aus der verpachteten Gastronomie bei bestehenden Kosten für die Anlagen kräftige Ausfälle.

    In den meisten Ländern - in meinem Umkreis NRWs definitiv nicht. Hier sind die Schützenvereine (was von der Wortherkunft nichts mit Schießen zu tun hat, sondern mit Schützen) in der Regel Traditionsvereine, welche (oft) noch eine angegliederte Schießsportabteilung besitzen.

    Wir sind ein mittelgroßer Schützenverein, die Schießabteilung ist mit 6 LG-Ständen im Schützenhaus untergebracht. Alles Eigentum, nur etwas Erbpacht für den Standort. Solange wir nicht schießen, haben wir kaum Ausgaben. Natürlich, Verbandsabgaben, Versicherungen etc. Problemlos zu deckeln durch den Jahresbeitrag der Schießabteilung (dieser hat eine getrennte Kasse).

    Dann der Hauptverein, traditioneller Schützenverein, einmal im Jahr natürlich das große Schützenfest (Vergeben an einen Festwirt). Damit erzielen wir keine Gewinne, bzw. rechnet man alle Kosten, welche dem Schützenfest zuzurechnen sind zusammen, legen wir noch ein paar Tausend drauf. Mal mehr, mal weniger.

    Das mag mit dem Umfang unseres Festes in Relation zur Vereinsgröße zusammenhängen, zum Jahresende passt es jedoch mit einem leichten Überschuss. Da wir als gemeinnütziger Verein kein Sparverein sind, ist auch aktuell keine Not etwas zu ändern - zu hohe Bestände sieht unser strenges FA gar nicht gern.

    Meine Frage war aber ob bei Euch Vereine Zuschüsse aus den Coronahilfen erhalten können?

    Wenn wir von Schieß- oder Schützenvereinen sprechen - wozu wird das dann eingesetzt?

    Diese Vereine haben in der Regel doch nur sehr selten Personal, und wenn, wird das doch aktuell gar nicht eingesetzt.

    Wir haben aktuell kein Defizit, sondern eher weniger Ausgaben dieses Jahr. Das hängt damit zusammen, dass wir kein Schützenfest feiern, für das der Verein sonst hohe Ausgaben hat.

    Die Schießabteilung (selbstbewirtet) hat zwar ebenfalls keine Einnahmen, aber auch so gut wie keine Ausgaben wenn nicht trainiert wird. In beiden Fällen deckeln wir das problemlos mit den Mitgliedsbeiträgen.

    Aber auf die Frage zur Wiesn geantwortet.

    ich habe auf die Frage zum Saisongeschäft geantwortet.

    Bei den Wiesn-Wirten brauchst du keine Bedenken haben, dazu ist schon ein Startkapital von mehreren Millionen Euro nötig. Von den dort beteiligten Wirten muss ganz sicher niemand Armut leiden. Leicht herauszufinden, welche Personen dahinterstehen.

    Portieren kann man das auch auf die vielen kleineren Feste, wie unsere Schützenfeste und die angeschlossenen Brauereien. Dazu kommen alle Beteiligten wie beispielsweise die Zeltverleiher. Da gilt es halt Hilfen in Anspruch zu nehmen, den Gürtel eng zu schnallen und jeden Groschen zweimal umzudrehen.

    Diese Pandemie hat sich ja niemand ausgesucht, so gilt es halt das Beste daraus zu machen. Es gibt kein Allheilmittel, dass alle völlig unbeschadet dort herauskommen.

    Toll wenn die Saisonkräfte 200€ Fahrtkosten zur Arbeit sparen und noch die Steuern für 2000€ Einahmeausfall sparen können. Angabe einer Wiesnbedienung, eine eher Konservative Schätzung.

    Ich habe nicht von der Wiesn gesprochen. Das ist eine andere Nummer.

    Aber für die Saisonkräfte sicherlich auch zu verkraften, zudem reden wir gerade von Betrieben.

    Ich bin übrigens kein Freund von Anfeindungen, weiß aber, dass sie in diesem Forum zum Umgangston gehören.

    Rücklagen SIND in der Regel mittel- bis langfristige Anlagen.

    Ich hätte schreiben sollen 'nicht zwingend gewinnbringende' Anlagen.. In welcher Höhe und für welchen Zweck sollte man sicherlich im Blick haben, natürlich auch im Rahmen der Inflation.

    Nachdem Du Dich auskennst doch einige Fragen?

    Gastronomie ist nicht wirklich mein Gebiet, daher kenne ich da die Bücher nur vom sprachlichen Austausch.

    arbeiten die alle mit Beschäftigten die mind. nach Tarif bezahlt werden

    oder doch mit Hilfen auf Stundenbasis je nach Arbeitsanfall,

    Völlig unterschiedlich. Manchmal auch in Kombination.

    auf wieviele Stunden und welchen Stundenlohn kommen die selbstständigen Wirte,

    Das frage ich mich im Handwerk manchmal auch ;) Es gibt gute, und es gibt schlecht gelaufene Aufträge. Bei uns ist die Kalkulation nur ungleich schwieriger.


    was machen die Betriebe mit Saisongeschäft, bei uns waren das die Osterferien bei anderen das Oktoberfest, das erforderlich sind übers Jahr zu kommen, und die künftig im Übernachtungsbetrieb nur noch deutlich weniger als die hälfte der Betten belegen können?

    Da die Kosten während der Nichtbelegung sinken, (Personal in Kurzarbeit, Energiekosten etc.), staatliche Hilfen gewährt wurden und werden, Zahlungsaufschübe möglich sind (Krankenkassen, Finanzämter, Banken, selbst die Telekom bietet es an..), gibt es Möglichkeiten den Betrieb am Leben zu erhalten. Es ist nicht einfach (das Risiko tragen wir Unternehmer nun einmal), aber machbar. Hat man jetzt noch etwas vorgesorgt, geht's noch besser.

    Willkommen im Club.

    Ich bin seit 27 Jahren selbständig und hab in der Zeit viele scheitern sehen trotz guter Konzepte und Engagement.

    Nicht jedes augenscheinlich gute Konzept ist auch wirtschaftlich gut. Engagement benötigt es eine Menge, das stimmt.

    Ganz so schlimm sieht's hier nicht aus, ich hatte 4 größere Planungen im Ladenbaubereich, welche erst einmal abgesagt wurden. Die Lücken konnte ich gut füllen. Jetzt sind 2 Projekte von denen schon wieder am Start.

    Vollkommen richtig - nur ist eben "Geld" ein ganz schlechtes Mittel, Werte langfristig aufzubewahren (der dicke Schlitten in der Garage meist noch weniger, natürlich).

    Bitte nicht aus dem Kontext reißen. Ich meine keine langfristige Kapitalanlage, sondern Rücklagen um einen Betrieb bei einer Ausfallzeit wie sie augenblicklich vorherrscht aufrecht bzw. liquide erhalten zu können.

    Die, welche jetzt nach 8 Wochen die Grätsche machen, haben exakt Null zurückgelegt. Da war eigentlich vorher schon das Ende nah.

    Denn "Wissenschaft" heißt nicht "Ewige Wahrheit", sondern Diskurs, Diskussion, konstruktiver Streit. Was sich sonnenklar - wissenschaftlich - erklären lässt, kann am Ende falsch sein. Denn alle Wissenschaftler arbeiten mit Modellen. Nur ist ein Modell stets eine Vereinfachung der Wirklichkeit - vernachlässigt also systembedingt Einflussgrößen.

    Exakt so sieht es auch, natürlich ist auch ein Stück wissenschaftliche, unumstößliche Erkenntnis dabei.

    Und daraus muss in kurzer Zeit etwas konstruiert werden, was der gesamten Bevölkerung hilft. Den möglichen Schaden so weit es geht begrenzen, unter Berücksichtigung möglicher daraus resultierender Schäden.

    Das Menschen dadurch eingeschränkt werden und ihre Grundrechte zurück fordern, war zu erwarten. Das es eine weitreichende Einsicht gibt, auch. Das es einige nie einsehen werden, ebenfalls.

    Ich kenne berufsbedingt recht viele Gastronomen, jedoch keinen, der jetzt nicht wieder öffnen kann. Man muss ja auch Betriebsstrukturen hinterfragen, wenn eine Pause von 2 Monaten den Betrieb in die Insolvenz treibt, natürlich auch unter Berücksichtigung der Möglichkeiten die von staatlicher Seite bereitgestellt wurden. Der Informationsfluss seitens (ich arbeite im Handwerk) unserer Verbände war und ist sehr gut und hoch, Hilfen werden überall angeboten.

    Ich weiß, dass es hart sein kann, aber dann muss das Geld zuerst in Rücklagen gelegt, statt in dicke Autos gesteckt werden. Spare in der Zeit, so hast du in der Not - sagte mein Opa schon.

    Die Fallzahlen aus den Standesämtern sind schon recht genau. Es gibt eine ganz natürliche Verschiebung aufgrund des Lockdowns, sodass die Sterblichkeit im Gesamten nicht einmal exorbitant höher ausfallen muss.

    Ein großes Problem zum Ende der Pandemie wird die Ungenauigkeit der Auswertungen der ‚was wäre wenn‘ Alternativen sein.

    Was am Ende das absolut Richtige war, wird ein ewiger Streitpunkt bleiben.

    Man findet (heute) für das Jahr 2020 die einzelnen Todesfälle für jeden Tag bis zum 12. April, das sind die ersten 69 Tage des Jahres, wenn ich mich nicht verzählt habe.

    Öhm - hat der Monat neuerdings weniger Tage?

    Dachte immer um die 30...

    Edit: Hier ist es trotzdem noch zu sehen, wenn auch leider nur im Originalton (englisch) ohne deutsche Übersetzung.'

    Aber das dürfte ja keine wirkliche Hürde darstellen, mich als dämlich hinzustellen.

    Ich habe mir das Video einmal angesehen. Dazu passt dieser Ausschnitt aus der öffentlichen Meinung über Frau Mikovits:

    "Mikovits has become a champion for believers in medical conspiracy theories," aus ihrem Wikipedia.

    Glaube was du willst. Tue, was du für richtig erachtest. Was schlussendlich eher richtig war, werden wir erst viel später erfahren.

    Das mache ich ebenfalls. Was richtig war, welche Ängste begründet und welche nicht, welche Reaktionen auf diese Pandemie sind richtig oder falsch, übertrieben oder nicht, werden wir sehen.

    Ich hoffe, dass wir dann darüber nochmal reden werden.

    Wir hatten auch nur 1,60m von der Wand bis zum Schützenstand. Im Zuge des Umbaus auf DISAG wurde die Wand mit den Kugelfängen um 2m nach hinten versetzt. Jetzt sind wir voll im grünen Bereich.

    Nein, haben wir noch nicht. Wir sind keine Mieter, unser Stand befindet sich im Schützenhaus des Schützenvereins, deren Abteilung Schießsport wir sind. Ich weiß, dass dies nicht überall so strikt getrennt ist.

    Betreiber des Standes auf dem Papier bin momentan noch ich. Ich gehe davon aus, dass wir - nach Freigabe - mittels Einhaltung der Abstandsregelungen ggf. in Verbindung mit Mundschutz das Training wieder aufnehmen.

    Wie strikt das dann eingehalten wird, liegt sicher an allen Beteiligten.

    Im Aufenthaltsbereich ist der Abstand bei uns kein Problem. Auf den Ständen dürfte nur jeder Zweite belegt werden, was die Trainingszeiten natürlich stark verlängert.

    Jetzt muss man sich halt überlegen, was schwerer wiegt - die längere Zusammenkunft, oder das Nutzen aller Stände, wenn man mit Mundschutz schießt und konsequent nur in Zielrichtung schaut.

    Meiner Meinung nach ja. Die Unterschiedlichkeit der Bundesländer hinsichtlich der Infektionen liegt ja erkennbar an einigen Brandherden. In der Region in NRW in der ich wohne ist fast nichts.

    Falls Du den Vorsitzenden der MinisterpräsidentenKonferenz meinst,

    Dass ich, wenn ich anfangs von Ministerpräsidenten schreibe nicht die Kultusministerkonferenz meine, sollte klar sein. Aber Danke für die Ergänzung.

    Das Bayern die Lockerungen schon bekanntgab ist mir klar, ich wollte damit auch eher sagen, dass Markus Söder mit den Wünschen/Entscheidungen anderer Ministerpräsidenten der Länder nicht unbedingt konform geht.

    Eine gewisse bundesweite Gleichmäßigkeit wäre schon wünschenswert.