Hi zusammen,
ich merke das gerade bei mir als Wiedereinsteiger auch, dass ich an den Wettkämpfen sehr aufgeregt bin.
Ich habe festgestellt, je mehr Zeit ich vor einem WK habe, desto nervöser werde ich. Für mich ist es gut, ins Schützenhaus zu kommen, kurz aufzuwärmen und los geht's.
Wenn ich da erst noch sitzen und warten muss, dann werde ich immer nervöser.
Die Nervosität legt sich dann meist nach den ersten Probeschüssen, der Puls schnellt beim ersten Wertungsschuss aber wieder hoch, was nicht sehr hilfreich ist.
Mir hilft es, wenn ich mich wirklich auf meine Technik konzentriere. Ich versuche (es klappt tatsächlich nicht bei jedem Schuss) auszublenden, dass ich ne 10 haben will.
Das Ergebnis muss mir "egal" sein, dann schieße ich am entspanntesten.
Bestes Beispiel dazu war mein letzter RWK: ich habe es völlig vermasselt und mir auf der 2ten Scheibe eine 6 tief reingehauen (nicht abgesetzt und gerissen). Danach habe ich mir gedacht, nun ist es eh Wurscht, nimm es als Training. Ich habe mich aufs Atmen konzentriert, aufs Korn, auf den Druckpunkt und eine 48er Scheibe geschossen- mit einer 8. Daran sehe ich dann, wie wichtig diese "blöde" Schießtechnik ist und das Ausblenden von dem ganzen anderen Mist.
Klappt wie gesagt längst nicht immer, deshalb nehme ich jeden Wettkampf mit, den ich kriegen kann, um mich dieser Situation auszusetzen.
Aus dem Grund mache ich auch beim Stammschießen mit, indem ich mir vorher sage: heute ist Fernwettkampf, das Ergebnis gilt, egal was bei rauskommt. Und dann nehme ich das auch.