Beiträge von Rabe74

    Mir ist in der kompletten Diskussion viel zu viel Mitgefühl, Geheule und Drama drin. Das es die Leute in Hanau erwischt hat, ist nicht schön, aber - und jetzt sollten wir alle mal ehrlich sein - bestimmt auch kein Drama. Fährt ein Bus irgendwo ne Klippe runter oder vor irgendeinen Brückenpfeiler (passiert ja nun oft genug) und reißt zig Leute aus dem Leben, kommt das kurz in den Nachrichten und das war es dann. Keine Mahnwache, keine Politker und keine Reiseverbände, die am Teller drehen.

    Ist auch nicht nötig. Der Busfahrer war entweder übermüdet oder besoffen, hat gepennt oder was auch immer, tot ist tot. Sagt man "ach wie Schade..." und "Beileid..." und Ende. Richtet aber ein Schütze derlei Unglück an, rasten alle gleich aus - die Schützen an erster Stelle. Da wird Panik geschoben, als gäb´s kein Morgen mehr. Da wird von "Nazi-Prävention" in den Vereinen gefaselt, geheult und gewettert - und alle pissen sich kollektiv die Hosen voll, weil sie Schiss haben, dass irgendwann die Rennleitung klingelt und die Kanonen einkassieren möchte. Und es wird gewettert gegen die bösen, bösen Medien. Warum die nur immer und immer wieder auf den armen Sportschützen rumhacken. Lächerlich...was sollen sie denn sonst machen? Das ist Presse, die war schon immer so und wird immer so bleiben.

    Aufkochen tut es in diesem Fall wieder mal die Schützenwelt. Anstelle das einfach mal beiseite zu schieben, weiter zum Training zu gehen und fertig. Die Opfer sind unter der Erde, der Täter ist weg vom Fenster und eigentlich könnte man jetzt einen Deckel drauf machen. Macht man aber nicht - es wird immer weiter diskutiert. Die sozialen Netzwerke sind voll von Idioten, die immer und immer weiter posten. Umfrage hier, Nazi da, Verschärfung da - wohlgemerkt Post´s von Sportschützen, nicht von irgendwelchen Grünen oder Linken. Vielleicht sollte man sich einfach mal entspannen und die Zeit genießen, alles halb so wild.

    So lange es scharfe Feuerwaffen in Privathand gibt, wird damit Unheil geschehen, das ist sicher.

    Nö, gibt in dem Kontext keine "Sonder- und Übergangsregelungen". Grain ist Grain und Gramm ist Gramm. Es ist nicht verboten, in der EU imperiale Maßeinheiten zu verwenden, wenn sie im technischen Bereich besser ihren Zweck erfüllen. In der Baustatik werden Lasten schließlich auch in kN abgebildet und nicht in kg.

    Ja, aber dies überfordert die meisten "in den Lauf Stecker" intellektuell.

    Exakt so ist es nämlich. Eigenverantwortung wird per Regelwerk aberzogen. Betreutes Denken ist da angesagt, schön mit Strippe rumfummeln und vom Vorturner ein wohlwollendes Nicken kassieren. Was soll der Verband auch mit Schützen anfangen, die nicht linientreu sind?

    Da wundert man sich geradezu wie wir das damals überleben konnten.

    Und ich mich erst. Mich wundert auch, wie ich Vorderlader schießen überlebe, wo es nicht mal einen Verschluss gibt, den man öffnen könnte. Oder GK Gewehr - da steht einfach so ne .300 Magnum neben der .30-06 neben ner 6.5 Creedmore im Waffenständer in der Ecke - nur mit offenem Verschluss, ohne Schur (!!!) und (jetzt kommt´s) - keiner stört sich daran. Wie geht das nur?

    Oder wie ich das Taubenschießen überlebe - seit 20 Jahren. Da hat man den Verschluss auch nur offen - und jetzt kommt´s wieder - bei 2 (!!!) Läufen an der Bockflinte. Quasi doppelt gefährlich...

    Und erst die Jäger. Die haben auf der Drückjagd alle keine Schnur in der Kanone. Nur beim Luftpistölchen - da herrscht Zucht und Ordnung. Da wird eingefädelt, was das Zeug hält. Die einzigen Schützen mit Durchblick, der Rest ist schlicht lebensmüde. Alle Wahnsinnig...

    Weg vom Stand -> Schnur rein. Ist das so schwer oder aufwändig, dass man sich über diese Regel so aufregen muss?

    Das rote Fähnchen konntest du nicht auf die Entfernung erkennen?

    Und noch mal: Ich rege mich nicht im Ansatz über diese Regel auf. Ich merke nur an, dass eigenständiges Denken und das kritische hinterfragen von Regeln nie schlecht ist. Die Schnur bringt absolut keinen Sicherheitsgewinn, egal wie gerne man DSB-Fanboy ist und wie geil man das Regelwerk findet.

    Wir reden hier von Waffen, die mit offenem Verschluss und Mündung Richtung Kugelfang abgelegt werden. Und dann, wenn der Schütze aus welchem Grund auch immer für nur eine Minute den Stand verlässt, soll er zusätzlich die Schnur reinfummeln? Wo der Verschluss schon offen ist?

    hallo ich weiss nicht warum da rum diskutiert wir es ist nun mal so mit der Sicherheitschnur und das gilt für alle also bitte seit nett zueinander das ist so in der Sportordnung dann ist es so.

    Naja - trotz allem darf man sagen, was man von derlei Regeln hält. Ich wiederhole mich da ausgesprochen gern: Absoluter Oberschwachsinn! Das aber allein macht mir ja keine Sorge. Sorge macht mir die bereitwillige Gefolgschaft vieler Schützen. Da wird blind akzeptiert, was sich ein paar Leutchen ausdenken. Je kleiner und harmloser das Kaliber, um so übereifriger wird abgenickt.

    Merkste auch, wie schräg das ist, oder?

    Und nicht falsch verstehen - ich will hier keinen aufhetzen. Ich mahne nur zur Kritik und nüchternen Überprüfung solcher Regeln - nicht mehr und nicht weniger

    Man muss in diesem Kontext natürlich verstehen, dass es sich bei einer Luftpistole um die letale Waffe schlechthin handelt. Es gibt quasi nichts auf diesem Planeten, was gefährlicher ist, als eine Luftpistole - vor allem dann, wenn sie mit offenem Verschluss für 20 Sekunden unbeaufsichtigt irgendwo rumliegt.

    Haben wir doch alle noch die grausigen Unfälle vor Augen, die 100te und Aber100te von arglosen Schützen

    um´s Leben brachten, als es noch keinen Sicherheitsschnüre in Luftpistolen gab. Jahr für Jahr gab es Tote und Verletzte, weil die gemeine Luftpistole die einzige Waffe ist, die sich selber Laden und dann eigenständig zielen und abdrücken kann. Aber mit der Sicherheitsschnur hat man dieses Monster nun quasi am Zügel - nur so wurde es gebändigt.

    Aber immer wieder gibt es Schützen, die die Anweisungen der heiliggleichen Kampfrichter hinterfragen. Muss sich ein Kampfrichter, der die zu 100% sowohl sinn- als auch wertvollen Regeln des DSB durchsetzt, das gefallen lassen - wo er doch Vertreter der Institution des gesunden Menschverstandes schlecht hin ist? Wir sollten uns freuen, dass so einen tollen Verband wie den DSB gibt, in dem Fakten mehr zählen als Meinung und Schwachsinn keinen Boden findet, auf dem er wachsen kann.

    Die überregionale Presse hat deutlich mehr mit Corona zu tun - das Thema generiert gerade online deutlich mehr Klicks als dieser 6fache Mord. Regional mag es im Süden sicher noch ein Thema sein, hier im Nordwesten liest man wenig bis nichts.

    Auch die Politiker (bis auf diesen einen Grünen) haben sich weitestgehend raus gehalten - ich gehe davon aus, dass ein Grund dafür die doch deutlich größere Gegenwehr der Schützen Ende letzten Jahres war, als das Seehofer seinen Schwachsinn abgezogen hat.

    Naja, 90% wird wohl Marketing sein. Da erfindet ja keiner mehr das Rad neu. Carbon und auch Alu sind im Fita und Compoundbereich die Werkstoffe, die sich durchgesetzt haben. Billig in Fernost herzustellen, mit guter Marge für den Händler.

    Kommt man dann mit irgendwelchen angeblichen "Wunderpfeilen" um die Ecke, gibt es erstmal genug Leute, die voll drauf einsteigen und das Geld gerne zahlen. Ist ja bei den Bögen nix Anderes. Da wird "entwickelt" was das Zeug hält und dann geht´s auf den Markt, mit dem stabilsten Mittelteil, den schnellsten Wurfarmen, dem besten Schwerpunkt, dem tollsten Griff und so weiter und so weiter. Jedes Jahr auf´s Neue. Schau ich mir dann aber mal einen 6 Jahre alten Podium an und vergleiche den mit einem Prevail, fällt mir eigentlich nur auf, dass am alten Podium alles hochwertiger, stabiler und vor allem "mehr" war. Ein schöne Ausnahme stellt Hoyt da aktuell im Fita und Traditionell Bereich dar - die Sachen sind durchweg ordentlich, die man dort bekommt.

    Ich hab mir kürzlich einen Santori geholt - der ist echt schön und für seine 42# auch richtig schnell. Meiner Meinung nach sind die auf dem richtigen Weg...