Beiträge von Murmeltier

    Ich muss zugeben, dass ich das Wort "Fase" bislang nicht kannte. Ich konnte aber nachvollziehen, dass damit diese "Sache" am Rand gemeint sein muss. Deswegen habe ich den Begriff dann selbst aufgegriffen und selbst benutzt. Es ist gut von dir, dass du hier Klarheit in die Begriffe bringst, Murmeltier. Vielen Dank.

    Ist es also auch nicht egal, also nicht "Hose wie Jacke", von welcher Seite man durch das Korn schaut? Den wiederholbar "planen Sitz" der Korne ohne die "Sache" am Rand habe ich tatsächlich vermisst und das Gewehr darum im 90° Winkel aufgestellt, wenn ich das entsprechende Korn eingelegt habe, in der Hoffnung, es zentriert einlegen zu können. Die anderen Korne habe ich durch die "Sache" am Rand dann wiederholbar genau im Kornträger feststecken können, aber dann halt von der sich konisch verjüngenden Seite her auf das Korn geschaut.

    Die Ringkorne, die nicht gefräst sind, also ohne Fase, habe ich immer so eingebaut, dass der konische Zuschnitt an der mir abgewandten Seite liegt. Ich habe also auf die Flache Seite des Plexiglases geschaut. So machte es in meinen Augen auch Sinn. Auf diese Weise befand sich die Beschriftung des Kornes in Richtung des Schützen.

    Da die Beschriftung bei den anderen Kornen auf der Seite mit der konischen Fräsung angebracht ist, war ich verwirrt, zumal, weil sie wegen der Fase so gut in den Kornträger passten.

    Aber wenn das Korn in die Korntunnelmutter eingeschraubt wird, dann macht alles Sinn. Ich gucke auf die Flache Seite des Korns und nicht in die konische Fräsung hinein, die Beschriftung des Korns ist aber sichtbar, wenn man die Korntunnelmutter in der Hand hält. Vielen Dank!

    Danke Dir!

    Bei einigen ist eine Fase in den Rand des Korns gefräst, bei anderen nicht. Die Korne mit Fase am Rand habe ich bislang so montiert, dass der Rand nicht in die Korntunnelschraube einrastet (ich meine damit die Feststellschraube), sondern in den Kornträger selbst, also in Schussrichtung. Bei diesem Modell an Kornen schaue ich dann in die konische Öffnung hinein, die Beschriftung zeigt zu mir hin.

    Ich habe mehrere Lochkorne aus Plexiglas. Auf einer Seite sind sie glatt, von der anderen Seite her läuft die Öffnung konisch zu. Bei einigen steht die Beschriftung (z.B. 3,9mm) auf der einen Seite, bei anderen auf der anderen Seite. Von welcher Seite her muss ich auf das Korn schauen. Schaue ich auf die glatte Seite oder schaue ich von der Seite her, von der aus die Öffnung konisch zugeschnitten ist?

    Ich habe nun die H&N Sport (0,53g). Die kosten beim Versandhaus Schneider 4,30 Euro pro Dose, bzw. 3,91 Euro pro Dose, wenn man eine Stange kauft (10+1 gratis).

    Aus einer früheren Bestellung hatte ich neben 2 Dosen H&N Sport noch eine Dose H&N Match Light hier (0,51g). Diese kosten 8,95 Euro pro Dose. Bei den letzten 200 Schuss der Sport und Match Light habe ich je 5 Diabolos mit dem Kopf nach unten auf den Deckel der Verpackung gestellt, um sie begutachten zu können, bevor ich sie verwende. Bei den H&N Sport sind mir über 200 Schuss tatsächlich keine verformten Diabolo-Kelche aufgefallen, bei den Match Light (beworben mit "selected quality") waren einige Diabolos dabei, deren Verformungen einem regelrecht in's Auge sprangen. Einige wenige Diabolos waren von der offenen Rückseite her betrachtet eher oval oder gar eckig, und nicht rund. Ich rede hier zwar von weniger als 10 % der Diabolos, und ich weiß auch nicht, ob man im Schussbild einen Unterschied sehen kann, aber trotzdem war ich überrascht über solche Ungenauigkeiten. Ich kann natürlich nicht nachvollziehen, ob die Diabolos so das Werk von H&N verlassen haben, oder die Verformungen durch den Transport zum Händler, bzw. vom Händler zu mir zu erklären sind.

    In einem anderen Forum habe ich davon gelesen, dass es bei JSB immer mal wieder ärgerliche Qualitätsschwankungen gibt.

    Von der Marke RWS habe ich aktuell noch eine halbe Dose Meisterkugeln. Die Kelche sehen bislang alle schön gleichmäßig und rund aus. Bei den Meisterkugeln stelle ich aber fest, dass einige relativ leicht in den Lauf gesteckt werden können, andere aber nur sehr fest in den Lauf gelangen. Dort gibt es scheinbar auch spürbare Toleranzen.

    All das war dann letztlich auch ein Grund für mich, die billigen H&N Sport zu nehmen, denn die doppelt so teuren Diabolos scheinen auch nicht allzu ordentlich kontrolliert zu werden. Wahrscheinlich haben nur die Spitzenprodukte wie H&N Finale Match oder RWS R10 eine wirklich tadellose Qualitätskontrolle durchlaufen, da diese dort ja laut Werbung per Mensch/Hand durchgeführt wird.

    Hi Murmelchen,

    Du fasst die Sache eigentlich so zusammen, wie auch meine Gedanken zum Thema waren. Aber wenn man im Internet eine Frage stellt, dann darf man sich über Antworten und Kommentare wundern, von sinnvoll und nachvollziehbar, über eine Meinung, die man zwar nicht teilt, die aber argumentativ schlüssig vorgetragen ist, bis hin zu absolutem Quatsch. Ich habe mir versucht, das rauszupicken, was ich verwenden kann.

    Ja, es ist aber trotzdem auch nicht ganz verkehrt, nicht doch auch mal zur Sicherheit einen Munitionstest zu machen. Kostet ja schließlich auch nicht die Welt und wer sagt denn, dass es nicht auch unter den mittelpreisigen Sorten richtig gut gehende Lose für das jeweilige Gewehr gibt. Der einzige Nachteil bei einem Seitenspanner ist halt, dass man beim richtigen Einspannen etwas mehr Obacht geben muss, weil da ja doch ganz schöne Kräfte wirken.

    So ist es. Deshalb ist es auch so schade, dass die Händler in erreichbarer Entfernung keine Tests für Seitenspanner anbieten. Denn das wären 10 Euro und 30-60 Minuten gut investierte Zeit. Punkt.

    Ich wüsste dann konkret, wie hoch das Potential meines Gewehrs ist, und was damit theoretisch abrufbar wäre. Dann wüsste ich auch, ob es Sinn macht, für eine Dose so viel Geld auszugeben, wie ich beim Griechen um die Ecke für 2 Gläser Wein bezahle, oder ob dies nicht nötig ist, und es vielleicht 50-70 % billiger sein darf. Verglichen zu so vielen anderen Dingen ist ja selbst "Premiummunition" nicht teuer, "Trainingsmunition" gar spottbillig. Wir reden halt davon, dass ich 2x pro Woche 40 Schuss mache oder so. Ratschläge, keine Zeit mit Munitionsvergleichen zuzubringen, erinnern mich ein bisschen an dieses Bild: Link zum Bild

    So ein Test liefert auch eine eine Aussage, ob das Gewehr an sich noch in Ordnung ist und die Streukreise im Rahmen der zu erwartenden Größenordnungen liegen. Und wie soll gerade auch ein Anfänger so etwas denn sonst feststellen und dann auch noch bei einem gebrauchten Gewehr. So in Test liefert einfach in Stück Gewissheit, selbst wenn auch nur für den jeweiligen Augenblick.

    Genau das ist ein sehr wichtiger Punkt für mich. Es macht ökonomisch keinen Sinn, das alte Feinwerkbau einem Büchsenmacher zur Begutachtung zu übergeben. In Verbindung mit einem Munitionstest ließe sich praktisch nebenbei herausfinden, ob an dem Gewehr vielleicht irgendwas nicht stimmt, oder die Schussleistung dem Modell entspricht. Es würde eben Gewissheit bringen, selbst bei so Spielereien, ob es die RWS Meisterkugel in 4,48mm oder 4,51mm daherkommen sollte. Ob ich dann eine Schießjacke trage oder nicht, die das Ergebnis vielleicht mehr beeinflusst als Unterschiede in den Diabolos, spielt dann keine Rolle. Klar, mit Blick auf das Gesamtsystem schon, aber nicht mit Blick auf die Munition. Für 'meinen' Kopf wäre es schön zu wissen, dass die Munition so gut wie möglich passt, und jeder Fehler auf meine Kappe geht.

    Für mich ist das Thema aber eigentlich abgeschlossen. Ich bestelle mir dieser Tage eine Stange H&N Sport, keine H&N Match oder Finale Match. Klar wäre es aber schön zu wissen, ob nicht vielleicht die blauen Match S100 Heavy von JSB besser laufen, die mir Feinwerkbau pauschal neben RWS R10 und H&N Finale Match in 4,49mm sowie 4,50mm als Auswahlkandidaten genannt hat. Aber vermutlich wird mir bei meinem Ziel, die 8 sicher halten zu können, auch mit den H&N Sport nur eines wirklich im Weg stehen: mein Können (an dem ich fleißig feile).

    Nur um das richtig rüberzubringen: ich habe hier viele Tipps gerne und dankend angenommen.

    Danke nochmals für Eure Beiträge bzw. Meinungen! Ich teile zwar nicht alles, aber das ist Ok.

    Ich hatte seinerzeit 6 Gewehre mit den gleichen Diabolosorten angeschossen. Da war von "hält die 10" bis "knapp vorbei" alles mit dabei. Die Gewehre waren alle ungefähr gleich alt. Der äußere Pflegezustand oder überholtes Innenleben waren dem Streukreis egal.

    Das ist interessant. Ich habe meine 300 S vorgestern mal auseinandergebaut. Soweit ich das beurteilen kann, sieht alles noch gut aus. Beeindruckend, wenn ich bedenke, dass das Gewehr Baujahr 1979 ist. Ich weiß allerdings nicht, wie oft das Gewehr benutzt wurde, und auch nicht, wie es all die Jahre aufbewahrt wurde. Habe mir beim Waffencenter Gotha aber trotzdem mal ein Set Ersatzteile bestellt, um das nötige Material im Haus zu haben, sollte irgendwann mal was defekt sein. Schließlich weiß ich nicht, wie lange die Ersatzteile für das 300 S noch verfügbar sein werden. Im Idealfall kann ich das Ding vererben :)

    Ich habe weitere Fragen:

    1. Sind Ballistol oder WD40 geeignet, um das Gewehr (beides: Holz und Metall) von außen zu pflegen, oder gibt es empfehlenswertere Mittel?
    2. Ist eine freie Lagerung im Schrank besser für das Gewehr als eine Lagerung in einem verschlossenen Futteral (Schaumstoff eingenäht)?

    Vielen Dank für Eure Antworten! Das ist wieder etwas, womit man arbeiten kann. Auch hier wird deutlich, wie die Meinungen beim Thema der Reinigung des Laufs von innen auseinandergehen.

    Wenn Du es weiterhin als Hobby betrachtest, spielt die Munition auch keine große Rolle. Solltest dann aber auch mit der 8 zufrieden sein. Evtl. macht ja regelmäßiges/ öfters Schießen aus den einen oder anderen 8er einen 9er.

    Viel Spaß beim Schießen

    Danke Dir! Meine Ergebnisse nach 5 Schuss sehen momentan ungefähr so aus:

    Es sind dann 4 Schüsse, mit denen ich zufrieden bin, aber es ist fast immer ein Schuss dabei, der mir entglitten ist. Innerhalb der Ringe 7 und 8 landen die Treffer gefühlt zufällig. Mal gehen 2 stark in Richtung der 10, mal bleibt die Mitte ausgespart.

    Wirklich Routine in einen ordentlichen Anschlag zu bekommen ist jetzt etwas, was bei mir ganz oben steht. Ich versuche nun auch mehr, mich zu längeren Pausen zwischen den einzelnen Schüssen zu zwingen. Wichtiger als die Munition ist wahrscheinlich auch, dass ich die für mich passende Größe des Korns finde. Aber es bleibt dabei, dass ich natürlich am liebsten mal irgendwo einen Munitionstest durchführen würde, um die "Fehlerquelle Diabolo" zu minimieren, egal, ob ich nun eine Schießjacke trage oder nicht. Je weniger potentielle Fehlerquellen im Gesamtsystem vorhanden sind, desto besser (würde ich mich fühlen).

    Die Finale Match dürften m.E. fast schon an der maximal erwartbaren Eigenpräzision einer 300s liegen. Vor 50 Jahren war der Spiegel noch der damals üblichen Präzision der Gewehre angepasst. Mit beiden Schussbildern wäre man seinerzeit im Breitensport vorne mit dabei gewesen.

    Ich hoffe doch, dass die Eigenpräzision etwas über dem von mir auf Seite 1 gezeigten Schussbild liegt. Zumindest, wenn ich als Vergleich das Schussbild heranziehe, welches von Feinwerkbau dem Gewehr im Handbuch beigefügt wurde. Das nämlich sieht ziemlich nach Loch in Loch aus, bzw. nach einem Loch mit einer kleinen Delle zu einer Seite hin.

    Ich war gestern bei einem Büchsenmacher. Wollte mal messen lassen, ob die V0 des Gewehres konstant ist, und ob es vielleicht die Möglichkeit gibt, das Gewehr für einen Munitionstest einspannen zu lassen.

    Auf die Frage danach, wie ich den Lauf der Feinwerkbau von innen reinigen sollte, bekam ich die Antwort, am Besten überhaupt nichts zu tun. Laut Büchsenmacher würden Diaobolos im Vergleich zu richtiger Munition keine aggressiven Stoffen hinterlassen, sondern durch Bleiablagerung zum Schutz des Laufes beitragen und sich sogar positiv auf das Schussbild auswirken.

    Seht ihr das auch so? Bei meiner Recherche hier im Forum zum Thema Diabolo-Vergleich habe ich immer wieder von Reinigungen des Laufes gelesen. Der Markt bietet Bürsten, Schnellreinigungspfropfen, Reinigungsdochte aus Baumwolle, Bore Snake Reinigungsschnüre und noch viel mehr. Ist das wirklich alles überflüssig?

    Meinem Gewehr lagen Schnellreinigungspfropfen bei sowie eine Tüte Reinigungsdochte. Habe bislang mal ein paar Propfen verschossen (je 2 pro Ladung), die schon recht dreckig aus dem Lauf kamen.

    Der Händler Schlottmann empfiehlt auf seiner Internetseite, man solle die Propfen in Ballistol tränken und verschießen, anschließend mehrere trockene Propfen verschießen. Er empfiehlt, vor längerer Lagerung des Gewehrs getränkte Propfen zu verschießen. Quatsch oder sinnvoll?

    Hallo, ottokar und Quickley,

    Danke für Eure Erfahrungsberichte.

    Da war von 6mm umschlossen bis 10mm alles an Schussbildern dabei. Das würde ich bei dem Modell als gängige Präzision ansetzen. Schlechter wurde es bei allen, wenn die Systemschrauben ungleichmäßig angezogen oder leichte Diabolos (0,45g) verwendet wurden.

    Sehr gut, damit kann ich arbeiten!


    Und ich schwöre im Normalfall auf die passende Munition zum Lauf und schieße seit Jahren nur ausgetestete Munition. Dein Test ohne eingespannte Waffe ist da auch nicht wirklich Aussagekräftig.

    Dass der Test ohne eingespannte Waffe nicht wirklich aussagekräftig sein wird, habe ich oben ja schon bedauert. Auch ich würde sehr gerne Munition austesten lassen, nur leider bieten sich keine Möglichkeiten.

    380 Ringe mit so einem Gewehr... das macht mir echt Mut und Freude darauf, mich zu verbessern. Ohne Schießjacke etc. pp. wird sowas denke ich mal nicht drin sein, ob mein Talent und meine Disziplin dazu reichen würden ist auch fraglich, aber es ist schön zu hören, was so ein altes Gewehr theoretisch leisten könnte.

    Dass aber bei dem Anspruch des TE an die Munition nicht ohne Test geht konnte Ihm vermutlich noch niemand vermitteln.

    Also Karl, deine Versuche mir zu helfen finde ich gut. Aber du verwirrst auch ganz schön, weil du nicht genau liest, oder mich irgendwie nicht richtig interpretierst. Die Antworten hier, die konkrete Erfahrungsberichte liefern und die Sache für mich grob einordnen, sind genau das, was ich gesucht habe. Es hat mir sehr geholfen. Hast du denn diese Sätze oben nicht gelesen?

    • "Wenn ich aufgelegt schieße liefert die H&N Finale Match über 10 Schuss hinweg minimal kleinere Streukreise als H&N Sport oder RWS Geco. Ich kann aber nicht ausschließen, dass dies rein zufällig geschieht, da das Gewehr nicht eingespannt ist."
    • "Ich habe hier im Forum oft gelesen, dass man sich zu seinem Gewehr je ein passendes Los einer bestimmten Sorte an Diabolos kaufen sollte, nachdem das entsprechende Los bei einem Händler durch einen Schusstest ermittelt wurde. In vertretbarer Reichweite habe ich 3 Händler gefunden, die Tests anbieten. Leider tun sie dies aber nur für Pressluftwaffen und nicht für Seitenspanner. Ich würde die Munition also ins Blaue hinein kaufen müssen, wenn ich 10 oder mehr Dosen ordern würde um einen Rabatt zu bekommen."
    • Ich weiß nicht, wie ich zu Hause wirklich stichhaltig verschiedene Munition vergleichen könnte, denn beim aufgelegten Schießen wird es zwangläufig zu mehr oder weniger starker Streuung kommen, wenn ich auf 10 Meter durch ein Diopter ziele.
    • Mich wurmt es halt ein bisschen, dass die H&N Finale Match bei meinen Tests etwas engere Streukreise ergeben haben als die H&N Sport. Es wurden je 10 Schuss auf 10 Meter aufgelegt abgegeben, das ganze zwei Mal. Nur hat diese Art von Test leider kaum eine Evidenz fürchte ich. Zu groß die Gefahr, dass Kommissar Zufall am Steuer saß, bzw. mein unstetes Ziel-/Abzieh-/Halteverhalten den Ausschlag gegeben haben könnte. Eigentlich müsste die Waffe mal eingespannt werden für einen ordentlichen Schusstest, nur fehlen mir die Optionen dazu. Ich habe weder einen Schraubstock zur Verfügung noch sonst was.

    Wie kann man nach diesen Aussagen von mir zu der Schlussfolgerung kommen, mir hätte noch niemand die Wichtigkeit eines Tests vermitteln können? Ich würde doch nichts lieber tun, als das Feinwerkbau bei einem Händler einspannen zu lassen und nach diversen Munitionstests mit bestem Wissen die passende Munition kaufen.


    Ich laboriere hier zu Hause rum. Schieße ich aufgelegt auf 10 Meter 5 Schuss, dann sieht es mit den H&N Sport so aus, dass 4 Kugeln mehr oder weniger in ein Loch gehen, und eine weitere Kugel dieses Loch um circa 50 % bis 100 % des Durchmessers zu einer Seite hin erweitert. Auf der Scheibe sind nachher 2 Löcher nebeneinander, oder leicht ineinander verschmolzen. Mit den H&N Finale Match sieht es im Grunde ebenso aus. Fazit: Unterschiede gering oder kaum vorhanden, H&N Sport genügen. Das spiegeln ja auch die Antworten oben wider, also dass ich selbst so viel Streuung in das Gesamtsystem bringe, dass es nicht wirklich an der Kugel liegt.

    In einem anderen Szenario, das ich zwei Mal durchgeführt habe, sieht es aber leicht anders aus. Ich habe mit H&N Sport und Match je 10 Schuss auf 10 Meter abgegeben. Das Ganze habe ich 2 mal wiederholt, mit ähnlichen Ergebnissen. Ich habe das Gewehr dazu auf einem Tisch abgelegt, an den ich eine durch Schraubzwingen befestigte Schiene angebracht habe. Ich habe versucht, die Auflage des Gewehres nach jedem Schuss so gleich wie möglich einzurichten und so sanft wie möglich abzuziehen.

    So sieht das Ergebnis eines der beiden Durchgänge aus:

    Links Sport, rechts Match.

    Ganz generell beißen sich beide Ergebnisse mit denen des aufgelegten Schießens der je 5 Schuss, denn beide Streukreise waren dort viel enger. Liegt wohl daran, dass der Versuchsaufbau zu mangelhaft ist. Oder es könnte sein, dass ich beim aufgelegten Schießen durch Glück engere Streukreise erhalten habe. Was ich damit sagen möchte ist einfach folgendes: mir ist klar, dass nur Tests Ergebisse liefern, aber mir fehlen halt die Möglichkeiten.

    Danke nochmals für Eure Antworten. Habe wieder einiges aufnehmen können.

    Scherge, so werde ich es machen! Werde das Kontrollweiß vergrößern und mal einige Zeit so schießen.

    Auch an Dich Senior, Danke für Deinen Erfahrungsbericht. Ich habe im Internet Beschreibungen und YouTube-Videos gefunden, die verständlich beschreiben, wie man eine Feinwerkbau 300 S zerlegt. Ich werde das dieser Tage mal machen und nachschauen, in welchem Zustand das Gewehr von innen ist. Werde mir dann gegebenenfalls die nötigen Austauschteile besorgen. Das Waffencenter Gotha bietet für knapp 50 Euro ein Reparaturset an.

    Ich denke, statt mir für circa 100 Euro eine Stange H&N Finale Match zu bestellen, kaufe ich für das gleiche Geld lieber eine Stange H&N Sport, und falls nötig die passenden Ersatzteile. Da werde ich wohl mehr von haben.

    Mich wurmt es halt ein bisschen, dass die H&N Finale Match bei meinen Tests etwas engere Streukreise ergeben haben als die H&N Sport. Es wurden je 10 Schuss auf 10 Meter aufgelegt abgegeben, das ganze zwei Mal. Nur hat diese Art von Test leider kaum eine Evidenz fürchte ich. Zu groß die Gefahr, dass Kommissar Zufall am Steuer saß, bzw. mein unstetes Ziel-/Abzieh-/Halteverhalten den Ausschlag gegeben haben könnte. Eigentlich müsste die Waffe mal eingespannt werden für einen ordentlichen Schusstest, nur fehlen mir die Optionen dazu. Ich habe weder einen Schraubstock zur Verfügung noch sonst was.

    Kulzer Daniel, auch Dir Danke für Deine Meinung.

    Karl, der von Dir verlinkte Beitrag hat mir leider nicht weitergeholfen. Trotzdem Danke. Er hat mir aber gezeigt, dass es nicht an meiner Frage allein liegt, wenn vereinzelt Mitglieder dieses Forum sich berufen fühlen, eine ernstgemeinte Frage oder Diskussion durch absolut überflüssige Beiträge zu verwässern. Als Gegenstück zu der Funktion, Beiträge mit "Gefällt mir" bewerten zu können, wäre es vielleicht nicht schlecht, auch ein "Gefällt mir nicht" abgeben zu können. Dann könnten Teilnehmer wie Carcano oder moinman ("ohne Worte, sorry") ihre Ablehnung kundtun, ohne andere Leute zu stören. Nur ganz "ohne Worte" würde dann natürlich die Möglichkeit fehlen, sich irgendwie zeigen und hervortun zu können, oder mit den übrigen vertrauten Haudegen mal wieder in's Gespräch zu kommen. Ein Glück, dass es hier nur um das Thema "Schießen mit einem Luftgewehr" geht und nicht um ein wichtiges Thema. Ich mag mir kaum vorstellen, mit solch Personal über relevante und kontroverse Themen wie Politik, Wirtschaft, Soziales diskutieren zu müssen, wenn sich hier schon ihr Umgang mit nicht geteilten Präferenzen oder Meinungen auf so eine unsympathische Art zeigt.

    Wenn jemand freundlich fragt, so wie ich das hier getan habe, dann sollte gutes Benehmen solch dümmlichen Antworten doch verhindern, ganz egal wie blöde einem eine Frage vorkommen mag. Für Kontroversen und konstruktive Kritik bin ich gerne und immer offen. Aber dieses ganze leere Reviergehabe ist in meinen Augen nur eines: langweilig.

    Ich kenne es so, dass die Gewehre damals standardmäßig mit nem 4,2er Ringkorn ausgeliefert wurden. Gerade ohne Klamotten, wenn der Anschlag eh etwas dynamischer wird, würde ich es mal mit nem größeren Ringkorn versuchen. Sicherlich wird Dir das Kontrollweiß zuerst riesig vorkommen, man gewöhnt sich aber dran. Mit einem so kleinen Ringkorn müsstest Du recht schnell mit dem Ring das Schwarze berühren und dann ist kein vernünftiges Zielen mehr möglich. Selbst mit Schießklamotten kenne ich keinen, der solch kleines Ringkorn verwendet.

    Ich habe sehr viele verschiedene Korne zwischen < 3mm bis knapp über 5mm. Mit dem 3,4er kam ich bislang gefühlt am besten zurecht. Aktuell kommt mir das 3,4mm Korn wesentlich angenehmer vor als ein Korn > 4mm.

    Deine Beschreibung trifft genau zu. Bei größeren Durchmessern kommt mir das Kontrollweiß riesig vor. Genau wie Du schreibst, berühre ich derzeit mit dem Ring das Schwarze recht schnell. Ich werde Deinen Hinweis mal aufnehmen und mich an größere Kornöffnungen herantasten. Wahrscheinlich habe ich einfach nicht genug mit größeren Kornen geschossen und mich deshalb nicht an ein größeres Kontrollweiß gewöhnt. Ich werde die nächsten 200 Schuss mal auf 3,8mm hochgehen. Freue mich schon zu sehen, ob sich da spürbar was tun wird. Danke für Deinen Hinweis!


    Karl, Carcano, Königstiger,

    ich hoffe ich habe hier mit meiner Frage niemandem auf die Füße getreten. Bei dem Beispiel mit dem gut genährten Hobbysportler auf dem superleichten Rennrad musste ich schmunzeln, da ich denke, dass dieser Vergleich ziemlich passend ist. Ich denke ihr habt vollkommen Recht. Mein Eingangsposting zeigt ja schon, dass ich selbst weiß, dass ordentliches Schießen auch passende Kleidung bedingt.

    Aber akzeptiert bitte, dass ich nunmal ohne besondere Ausrüstung schießen mag. Vielleicht wird sich das ja noch ändern. Aber selbst wenn mir eine Jacke zu mehr Stabilität verhilft würde ich die oben gestellte Frage dann trotzdem erneut aufwerfen, sie wäre dann quasi die nächste Baustelle.

    Mir geht es einfach darum, nicht auch noch durch die Munition zu einem schlechteren als möglichen Ergebnis beizutragen. Ich hätte schon viel gewonnen, wenn ich mir nicht die Frage stellen müsste, ob nun auch noch die Munition eine Rolle spielt oder nicht. Was ich suche ist eigentlich die Erfahrung von jemandem der selbst recht häufig mit dem Gewehr geschossen hat und mir sagen könnte, ob er wirklich Unterschiede festgestellt hat zwischen z.B. H&N Sport und H&N Finale Match, oder meintewegen RWS Geco und RWS Meisterkugeln, JSB Match Heavy oder sonstigen Diabolos.

    Meinen bescheidenen Ansprüchen genügt es echt, wenn ich die 8 im Hobbykeller halten kann. Ich möchte nur nach Möglichkeit ausschließen, dass Ausreißer zur 7 hin an der Munition liegen. Ehrlichgesagt weiß ich auch nicht wirklich, wie hoch die Eigenpräzision des Gewehrs ist, da ich es gebraucht bekommen habe und mir nicht bekannt ist, wie das Innenleben aussieht, also ob Federn und Dichtungen noch vollkommen in Ordnung sind. Mir ist klar, dass die meisten Mitglieder hier im Forum auf einem ganz anderen Niveau unterwegs sind.

    Grüßt Euch!

    Ich schieße mit einer Feinwerkbau 300 S, Baujahr 1983. Ich schieße auf 10 Meter Wettkampfscheiben. Ich trage keinerlei Schießbekleidung und habe auch nicht vor, mir welche anzuschaffen. Mit einem 3,4mm Ringkorn schaffe ich es, die 8 mehr oder weniger zu halten. Nur wenige Treffer über 40 Schuss hinweg sind schlechter als eine 8. Innerhalb des 8er Rings aufwärts kommen alle möglichen Punkte mal vor.

    Wenn jemand wie ich also ambitioniert hobbymäßig schießt, d.h. nichtmal eine Schießjacke tragen möchte und ein so altes Gewehr benutzt, macht es dann wirklich Sinn, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, ob man nun günstige H&N Sport Diabolos oder RWS Geco benutzen darf, oder nicht doch lieber zu höherpreisiger Munition wie der H&N Finale Match oder RWS R10 oder JSB Match Heavy greifen sollte?

    Bislang erkenne ich in meinen Schussbildern keinen Unterschied zwischen H&N Sport und beispielsweise H&N Finale Match. Ist die Eigenpräzision einer alten Feinwerkbau überhaupt so hoch, dass sich wirklich Unterschiede ergeben?

    Wenn ich aufgelegt schieße liefert die H&N Finale Match über 10 Schuss hinweg minimal kleinere Streukreise als H&N Sport oder RWS Geco. Ich kann aber nicht ausschließen, dass dies rein zufällig geschieht, da das Gewehr nicht eingespannt ist.

    Ich habe hier im Forum oft gelesen, dass man sich zu seinem Gewehr je ein passendes Los einer bestimmten Sorte an Diabolos kaufen sollte, nachdem das entsprechende Los bei einem Händler durch einen Schusstest ermittelt wurde. In vertretbarer Reichweite habe ich 3 Händler gefunden, die Tests anbieten. Leider tun sie dies aber nur für Pressluftwaffen und nicht für Seitenspanner. Ich würde die Munition also ins Blaue hinein kaufen müssen, wenn ich 10 oder mehr Dosen ordern würde um einen Rabatt zu bekommen.

    Ich weiß nicht, wie ich zu Hause wirklich stichhaltig verschiedene Munition vergleichen könnte, denn beim aufgelegten Schießen wird es zwangläufig zu mehr oder weniger starker Streuung kommen, wenn ich auf 10 Meter durch ein Diopter ziele.

    Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass die H&N Finale Match einfach besser laufen müssten als H&N Sport, selbst in einem alten Gewehr. Zumindest sollte man auf der sichereren Seite sein was Ausreißer angeht, da das Produkt besser kontrolliert wird im Werk. Bei 80 Schuss pro Woche kann man auch nicht wirklich davon sprechen, dass der Mehrpreis gegenüber H&N Sport wirklich in's Geld geht. Auf der anderen Seite denke ich mir, dass es Quatsch wäre, mehr als das Doppelte für Diabolos zu zahlen, wenn mein altes Gewehr oder ich als Schützte ohne Jacke etc. eh für mehr Streuung verantwortlich sein könnten als Unterschiede in der Munition.


    Wie denkt ihr darüber?

    Viele Grüße

    Tim

    Ich habe mir nun viele verschiedene Korne besorgt. Derzeit komme ich gefühlt mit 3,4mm am besten zurecht. Mit dieser Größe kann ich die 8 halten, was mich erstmal zufrieden macht. Werde aber noch weiter rumprobieren, ob eine andere Größe besser für mich passt. Natürlich brauche ich als Schütze ganz generell noch mehr Sicherheit und Erfahrung in Sachen Stand, Nullpunkt, etc. pp...

    Hallo Waldmeister,

    ich habe das Gewehr aus einem Nachlass in der Verwandtschaft geschenkt bekommen. Das Gewehr ist äußerlich in einem absolut tadellosen Zustand was Schaft und Brünierung angeht. Es schoss aber nicht mehr konstant. Habe mir deshalb für circa 50 Euro das Verschleißteile-Reparatur-Set 1 beim Waffencenter Gotha bestellt und einfach alle beiligenden Teile ausgetauscht. Das ging mit Anleitungen aus dem Internet relativ gut, und jetzt schießt das Gewehr ordentlich. Vermutlich könnte ich es auf eGun für 250 Euro verkaufen, mach ich aber nicht.

    Darf ich mal fragen, mit welcher Art an Korn (Typ: Plastik-Lochkorn, Metall-Ringkorn; Lochgröße) du deine Ergebnisse erzielt hast?

    Welchen Grund hat es, dass heutzutage Lochkorne aus (Plexi-)Glas den Ringkornen aus Metall vorgezogen werden? Ist ein schwarzer Ring um die Öffnung bei einem Lochkorn empfehlenswert?

    Hallo Meisterschützen,

    Danke für Eure Anregungen.


    Zum Thema Verein:

    Ich gehe 1-2 mal pro Woche zum Tennis, an mehreren Wochenenden im Monat spiele ich noch Fußball in einer Ü30-Mannschaft. Da ich auch noch andere Interessen habe, z.B. Familie, Freunde, Zeitungslektüre, wöchentlicher Kraftsport zu Hause, mag ich dem Schießen als Hobby nicht mehr Raum geben. Ich möchte spontan abends ein wenig schießen, um für eine Stunde Spaß an der Konzentration und Präzision zu haben. Ich lehne nicht das Prinzip Verein ab, sondern setze einfach Prioritäten.

    Zum falschen Lernen:

    Wenn man autodidaktisch, mit Hilfe von Youtube Videos, Anleitungen aus dem Internet oder auch Buchlektüre versucht, sich einen Anschlag selbst beizubringen, ist es wohl zwangsläufig so, dass man sich mehr oder weniger auch schwere Fehler aneignet, da diese nicht frühzeitig korrigiert werden. Diese sind später wohl schwer bis kaum noch zu beheben, ein Trainier oder andere Vereinsmitglieder würden dies verhindern. Klar ist darum der Kontakt zu erfahrenen Schützen der einzig richtige Weg, um einen richtigen Anschlag zu erlernen. Aber, für mich spielt das keine allzu große Rolle. Ich suche hier nur Ambition, nicht Perfektion. Mir würde es vollkommen reichen, eine 7 oder 8 auf dem 10 Meter Spiegel konstant halten zu können. Meine Ambitionen liegen so aber dennoch weit über den Hobbyschützen, die mit einer Weihrauch HW 30 samt Zielfernrohr aufgelegt auf 10 Meter schießen.


    Zum FWB 300 S:

    Die genannten Schwächen sind klar. Aber, es macht mir unheimlich Spaß bislang. Sollte ich am Ball bleiben, werde ich mir vielleicht mal eine Feinwerkbau 603 kaufen. Als Vorkomprimierer mit Stabilisator und mehr Verstellmöglichkeiten des Schafts wird sie sich sicherlich leichter schießen lassen als die FWB 300 S. Dass der Spannvorgang per Hebel den Nachteil mit sich bringt, im Vergleich zu einem Pressluftgewehr den Anschlag verlassen zu müssen ist zwar der Fall, aber wäre für mich in Ordnung. Dafür finde ich es sehr angenehm, auf Pressluft-Zubehör verzichten zu können. Aber: ich werde erst noch lange oder gänzlich mit der 300 S schießen. Ich mag das Gewehr trotz seiner Schwächen, und gerade sein Alter und seine Robustheit finde ich toll. Trotz ergonomischer Nachteile gegenüber neueren Modellen sollte ich damit mein Ziel erreichen können, eine 7 oder 8 auf dem Spiegel zu halten, oder meint ihr nicht?


    Für weitere Anregungen zu meinen Fragen bezüglich der Korne und der unterschiedlichen Irisblenden für das Diopter wäre ich dankbar.

    - Tim