Hallo Christian,
eigentlich gibt es keinen Unterschied - wenn man das Glas immer so stellt, dass man schön in der Mitte durchschaut. Beim großen Glas kommt man ab und zu halt in Versuchung, nicht genau mittig zu Positionieren. Das passiert besonders leicht beim Dreistellungskampf, wo bei jedem Stellungswechsel das Glas anders eingestellt werden muss.
Beim kleinen Glass erkennt man sofort die Unstimmigkeit und ist aufgrund der Nähe des Glasrandes sofort interessiert, die Mitte neu einzustellen.
Das eigentlich Entscheidende ist aber die Einstellung des Glases: Unerfahrene Optiker reden einem ein Glas einer normalen Lesebrille ein. Das ist absoluter Quatsch. Entscheidend ist die Entfernung zum Korn. Einfach die Entfernung zwischen Auge und Korn abmessen und für diese Weite ein Glas anpassen lassen. Das klappt mit den normalen Optikerinstrumenten nicht - da muss manuell nachgeholfen werden.
Die Schärfe der Scheibe ist dabei unwichtig. Die regulierst Du nachher über die Öffnungsweite der Diopterscheibe. Das ist wie die Tiefenschärfenregulierung beim Teleobjektiv!
Ich hoffe, das hilft Dir
schöne Grüße
Manfred
PS: An meinem Nick-Name kannst DU unschwer erkennen, dass ich da wohl einige Erfahrung habe .-))