Beiträge von Parallax

    Beantrage also gleich 3 Waffen auf Grün PLUS die Gelbe WBK - und zahle für zwei Verwaltungsakte und erhalte vier!

    Machen manche (viele?) (Teil-)Verbände nicht mit und meinen die Erwerbsstreckung bereits über die Bedürfnisbescheinigungen durchsetzen zu wollen. Auch wenn der Schütze dafür verantwortlich ist.

    Und nicht nur die Behörden, auch unsere Verbände erlauben sich oft ihre ganz eigenen Interpretationen des Waffenrechts.

    Naja, das Problem bei dem Bedürfnisbescheinigungsverlangen für Gelb ist, das man das durchaus ins Gesetz reinlesen kann, auch wenn es (wenn man gleichzeitig eh ne Grüne mit entsprechender Bescheinigung beantragt oder bereits hat) sinnlos ist da die Anforderungen Gelb eine echte Untermenge derer für Grün sind. Aber solcher Logik war meine SB nicht zugänglich und forderte stur eine Bedürfnisbescheinigung nach (damals) § 14 Abs 4, ich habe ja nur Bescheinigungen nach Abs. 2. Wenn ich meinen Antrag auf gelb nicht zurückziehen würde, müsse sie den gesamten Antrag negativ bescheiden... Formell wie gesagt schwierig wegzudiskutieren.

    Der Verband jedoch treibt den Unsinn auf die Spitze und will dafür das ganz normale Formular zum Bescheinigungsantrag, also mit Nennung Waffentyp, Disziplin etc... anstatt einfach nur die Erfüllungs der Kriterien nach (damaligem) § 14 Abs. 4 zu bestätigen..

    Moin,

    gestern mal die V0 meiner EVO 10E kontrolliert, und mit Erschrecken festgestellt das sie bei nur noch 118-120m/s lag.

    Zu welchen Effekten beim Schußbild kann das führen?

    Macht es Sinn zu versuchen die V0 mit der entsprechenden Stellschraube wieder auf Normalniveau (Steyr sagt 150-155m/s) zu bringen, oder bin ich da mit 118-120m/s in einem Bereich wo man von einem Defekt ausgehen muß (Druckminderer?) und ich mit Kompensationsversuchen über die Stellschraube womöglich was kaputt machen könnte, oder einen schleichenden Defekt nur temporär kaschiere?

    Ich hatte vor Jahren mal mit dem damals neuen Chrony R2H Tests gemacht, bin aber nicht mehr 100% sicher ob wirklich mit meiner EVO 10E oder damals der Vereins-LP5. Deswegen bin ich nicht 100% sicher ob die V0 jemals im Normbereich war (aber ich gehe mal davon aus das sie das Steyr-Werk nicht so "langsam" verlassen hat).

    Grüße,
    dabbler

    Kannst du mir bitte den Gesetzestext für die Behauptung zeigen, ich dachte immer 12 Monate mit WBKpflichtigen Waffen reicht.

    Korrekt. Ich denke er verwechselt da was mit dem Nachweis für das fortlaufende Bedürfnis. Der ist für Kurz- und Langwaffen separat zu erbringen. Ref: § 14 Abs. 3 und 4 WaffG.

    Jain. Immer eine Frage der Subnet Maske bzw. Prefixlänge.

    FritzBox benutzt per Default in der Tat 192.168.178.0/24... Meyton allerdings 192.168.0.0/16! D.h. aus Sicht von standardmäßig konfigurierten Meyton-Komponenten ist 192.168.178.x sogar Teil des "eigenen" Subnets und es wird fröhlich geARPt statt über das Default-Gateway zu gehen. Was dann wenn beides in einer Broadcast-Domain (VLAN) gefahren wird auch magischerweise funktioniert.

    Allerdings funktioniert es andersherum nicht - für 192.168.178.x/24 Endpunkte ist 192.168.10.x "entfernt" und der Verkehr geht damit zum Default-Gateway (FritzBox 192.168.178.1) die das dann in erster Näherung verwirft oder der Defaultroute zum Provider folgend rausschickt (und damit ins Nirvana).

    Ergo wird UDP-Verkehr ohne Anspruch auf Antworten von Meyton-Geräten zu 192.168.178.x funktionieren, aber alles was eine Antwort braucht (TCP-basierte Protokolle und UDP-basierte Protokolle mit Erwartung einer Antwort vom Gegenüber) nicht. Am Ende bleibt da in dem Szenario nicht viel was "versehentlich funktioniert". Vielleicht Drucken zu einem Drucker in 192.168.178.x.

    Ich habe bei uns das Vereins-LAN (192.168.178.0/24), das Gäste-Internet (FritzBox Gastnetz) und Meyton-Gedöns komplett in getrennte VLANs gepackt. Das Meyton-VLAN hat aktuell kein Gateway irgendwohin, nur die Steuer-Workstation (eine VM) ist "dual-homed" ins Vereins-VLAN und ins Meyton-VLAN. Dort gibts nochmal nen extra AP der eine WiFi-SSID fürs Meyton-Netz in die Luft dröhnt damit mit Laptop, Tablet und Mobiltel da direkt reinkomme. Plane allerdings mal ne zweite FritzBox als Router zwischen Vereins-LAN und Meyton-LAN zu packen, mit dem DSL-FritzBox als Ethernet-Uplink Richtung Internet. Damit kann ich (und Admin-Kollegen) dann mit meinen Devices mich standardmäßig ins Meyton-LAN verbinden und bekomme auch darin Internet (durch zwei NAT-Ebenen) und komme direkt ans Meyton-Zeug. Andere verbinden sich ins Vereins-LAN die da ran müssen (ohne Zugriff auf Meyton) und die große Menge bleibt im Gastnetz isoliert. Weiterer Vorteil: die Meyton-Stände können direkt auf nen Drucker im Vereins-LAN drucken und wir können uns den zweiten Drucker im Meyton-LAN ohne Handstäne sparen - der gerade eh hinüber gegangen ist.

    Erm nein, das Umstellen der Netzmaske in der FritzBox sorgt nur für Chaos. Ohne das konkrete Netzsetup da zu kennen kann man nur spekulieren. Könnte sein das (wie bei uns) die Workstation zwei Netzwerkinterfaces hat, eine im FritzBox-LAN und eine im Meyton-LAN, welches ansonsten aber isoliert ist. Dann kommt er aus dem FritzBox-LAN gar nicht ins Meyton-LAN sondern nur von der Workstation aus. Kann aber auch sein das das Meyton-LAN mit einem Router hinter dem FritzBox-LAN ohne NAT kaskadiert ist, dann kann er vielleicht (falls auf der FritzBox eine passende Route für 192.168.0.0/16 auf den hintergelagerten Router vom Meyton-LAN gesetzt ist) auch aus dem FritzBox-LAN aufs Meyton-Netz zugreifen. Wenn dort aber auch geNATtet wird, geht das in erster Näherung aber auch nicht.

    Könnte aber auch sein das jemand beide LANs auf Layer 2 im gleichen VLAN fährt, beide Layer 3 Subnets einfach parallel.

    It's complicated. Es gibt zu viele denkbare Spielarten.

    Nur wenn ich alleine auf dem Stand bin, verrammle ich die Bude. Man weiß ja nie, selbst im Sauerland. ;)

    Kann es sein das Du von "allein im ganzen Schützenhaus" meinst? Da bin ich bei Dir, da schließe ich dann auch hinter mir ab wenn sowas überhaupt mal passiert. Ich meinte aber wirklich "allein am Stand", und ansonsten normaler Vereins-/Trainingsbetrieb im restlichen Schützenhaus. Passiert bei uns schonmal das man gerade am Ende des Trainingsabends noch allein schießt wenn man vorher (mal wieder) z.B. Aufsicht für den Rest der Bande gemacht hat. Da schließe ich dann nicht hinter mir ab.

    Allerdings würde der Jurist dann wohl gleich spitzfindig hinterfragen: "und niemand anderes hat Schlüssel?" (bei uns elektronische Schließanlage) Und schön müßte ich natürlich verneinen, und schwupp... "also haben Sie nicht sichergestellt das Sie allein auf dem Stand sind und bleiben!". Faktisch kann ich das auch gar nicht. Dürfte also der AWaffV gemäß gar nicht allein dort schießen weil ja jederzeit jemand mit zugangsberechtigtem Schlüsselchip reinkommen kann.

    Wo fängt "sicherstellen" an, wo hört es auf? Vollkommen Auslegungssache (im Zweifel gegen den Schützen, wie üblich). Die Auslegung würde wohl gehen von "sobald zweite Person dazukommt, findet kein Schießen ohne VA mehr statt" bis hin zu "verschlossene Sicherheitstüren die nur mit massiver Gewalteinwirkung zu öffnen sind und nur der allein schießende Schütze einen Schlüssel hat". Möchte eigentlich diesem Risiko nicht ausgesetzt sein, bin es aber zwangsläufig. Und wie gesagt - sollte ich mich verletzen, WILL ich auch das mir schnell jemand zu Hilfe kommen kann und nicht erst jemanden mit berechtigtem Schlüssel suchen muß. Oder wenn man es juristisch hart zuende denkt gibt es den "anderen" ja nicht und man kommt gar nicht ohne Aufbrechen zu mir auf den Stand. Na Prost Mahlzeit... Alles irre.

    Egal was nach dem WaffG/AWaffV alles erlaubt ist - wenn der Schießstandbetreiber was dagegen hat, dann untersagt er es einfach. Wobei die Formulierung in der AWaffV ("...sichergestellt ist...") sowieso sehr unglücklich ist und Raum für Interpretation durch Exekutive und Jurisdiktion läßt. Oder verrammelt jeder die Zugangstüren zum Schießstand hinter sich wenn er/sie allein schießt?

    Wie funktioniert so ein Scatt eigentlich? Brauche ich dazu eine elektronische Anlage oder geht das auch auf Papier?

    SCATT ist eine Kamera die den schwarzen Spiegel beobachtet und die relative Bewegung als Zielweg anzeigt. Zusätzlich ist ein Piezomikrofon eingebaut welches den Schuß erkennen soll (oder auch Trockenklick) und dann anhand der aktuellen Trajektorie Deines Schußweges den Trefferpunkt hochrechnet. D.h. je schneller Du im Moment der Schußauslösung "auf der Scheibe unterwegs" bist, desto weiter weg ist diese Extrapolation des Trefferpunkts vom wirklichen. Dazu kommt natürlich die fehlende Balistikeinwirkung.

    Wie gesagt: perfekt ist die Kombination von SCATT plus elektronischem Ziel. Es gibt da auch eine App die dann beides zusammenbringt - d.h. Zielweg von SCATT plus genaue Treffpunktlage vom elektronischen Ziel.

    SCATT liefert Dir keine zuverlässige genaue Trefferlage. Es dient zur Analyse des Zielwegs und daraus abgeleiten Erkenntnissen. Wenn es Dir um Ringergebnisse geht, geht gerade bei Auflage-Zehntelwertung nichts an einem echten Ziel (ggfs. elektronisch) vorbei.

    Eigentlich will man beides wenn man schon "scharf" schießen kann zuhause. :)