Beiträge von Elysium

    Aber jetzt mal mein eigentlicher Gedanke:

    Wir können natürlich gerne weiterhin davon reden, dass es den DSB nicht gibt, dass es egal ist, welches Dach über uns ist, und jedes Mitglied egal wo es ist unseren Sport hochhält.

    Auch dass olympische Disziplinen nicht wichtig sind.

    Das Gegenteil ist in meinen Augen der Fall.

    Gerade ein großer starker Verband hat sein politisches Gewicht, dass er zumeist eben nicht im Vordergrund spielt sondern geschickt hinter den Kulissen.

    Von gestern hab ich die Aussage von einem Funktionär des Turnerbundes (der zu einem Gespräch an der Schule war) im Ohr, der zu unserem Schulleiter gesagt hat, ob wir uns mit 4,9 Millionen Turnern und diesem großen Verband anlegen wollen. Klar weiß auch er, dass von diesen 4.9 Millionen die wenigsten aktiv sind ... aber das Pfund wirft er trotzdem in die Waagschale.

    Es sind so viele Dinge wo man den großen starken Dachverband braucht, der eben auch im DOSB verankert ist (was der BDS, die DSU... nicht sind).

    Die finanziellen Hilfen - z.B. beim Bau über die Landessportbünde....

    Ebenso eben auch die Erfolge (und hier vor allem bei olympischen Spielen). Hat jemand von euch mal nachgedacht was ohne die staatliche Förderung aus unserem Sport wird? Dass diese Förderung massiv davon abhängt wie erfolgreich der DSB bei olympischen Spielen und WM´s (in den olympischen Disziplinen) abschneidet?

    Wenn der Staat die mischfinanzierten Trainer nicht mehr finanziert, die z.B. dann in der Trainerausbildung bereit stehen als Referenten, oder die 100%finanzierten nicht mehr unterhält.

    Wenn die Mittel für die Stützpunkte gestrichen werden - ketzerisch würde ich sagen, dass selbst der BSSB ohne die staatliche Förderung Hochbrück nicht halten könnte.

    Wer soll die Kader trainieren ? Ehrenamtliche? Die Physiotherapeuten, die Psychologen oder die Leistungsdiagnostiker werden sicherlich auch nicht umsonst weiterarbeiten.


    Wenn das alles nicht wäre, gäbe es genau 2 Möglichkeiten: Wir stampfen unseren Sport auf eine viel kleinere Nummer ein, oder wir erhöhen massiv die Beiträge - und das wollen wir wohl alle nicht. Denn da geht es nicht nur um ein paar Euro (im Moment bekommt z.B. der DSB 3,80 Euro pro Erwachsenem Mitglied).


    Zusammenfassen: Ich finde es toll, dass entweder im DSB oder in anderen Verbänden jeder von uns seine Heimat findet - jedoch ist für uns alle ein starker DSB wichtig!

    @TommyTheGun

    So jetzt hab ich mir die Mühe gemacht dein Argument zu liefern:

    Mitgliederstand lt. BDS 2011: 50.000

    Mitgliederstand lt. BDS 2017: 70.000

    Auf der Homepage steht dass der Verband in dieser Zeit jedes Jahr ca. 10% gewachsen ist (was laut meiner groben Überschlagung aber dazu führen müsste, dass der Verband heute bei ca. 100.000 Mitglieder stehen müsste und eben nicht bei 70k)

    Seis drumm also im letzten Jahr 7.000 neue Mitglieder. Ziehen wir diese vom DSB ab... das fällt noch nicht mal auf.

    Zumal ich immer noch denke, dass einige davon auch im DSB ihre Disziplinen und ihren Spaß finden.

    a) ich hab die Links angeklickt - wo bitte stehen da Mitgliederzahlen oder gar Verlaufszahlen über die letzten Jahre?

    b) es ist DEIN Argument - dann solltest du auch bereit sein dieses zu unterlegen - mit Zahlen.

    Oder ist Dein Argument so an den Haaren herbeigezogen, dass du durch die Ablenkung (such du es dir doch raus) hoffst aus der Nummer rauszukommen?

    Sorry - aber wenn ich ein Argument bringe muss ich es eben auch bereit sein dieses auszuführen.

    Alle Mitglieder die von BDS/DSU/BDMP Gruppen in den Vereinen gewonnen werden tauchen zwangsweise in den DSB Statistiken auf. Aber wenn du es anders sehen willst, nur zu.

    Nun ich denke dass a) nicht alles Zwangsmitglieder sind, da ich auch welche kenne die sowohl im BDS gerne sind als auch z.B. Luftgewehr im DSB schießen. Selbst wenn alles "Zwangsmitglieder" wären - von wie vielen Zuwächsen in absoluten Zahlen sprechen wir denn bei BDS/DSU/BDMP pro Jahr? Wenn wir die (wie gesagt beim Jahresvergleich 31.12.17 zu 31.12.16) abziehen würde die DSB Statistik wohl kaum sehr viel anders aussehen.

    alles schön und gut.

    Frage : wieviel Doppelmeldungen sind es denn?

    Bin selber in Baden Württemberg in 3 Vereinen Mitglied.

    Auch hier wurde ja bereits gesagt, dass diese Doppelmeldungen bereits früher dagewesen sind.

    Wenn dein Argument zu träfe müssten die Mehrfachmeldungen in den letzten Jahren so massiv gestiegen sein, dass sie den tatsächlichen Mitgliederrückgang (da ja ein aussterben droht) nicht nur kaschiert haben sonder positiv aufwiegen, da der DSB wächst. Hast du dafür Belege?

    Natürlich gibt es DEN DSB !

    Es gibt eben Verbände die aus einer Sportart bestehen, wo es nichts daneben gibt. Und es gibt Spartenverbände wie Leichtathletik (Lauf, Sprung, Wurf ...) oder der Deutsche Turnerbund wo Sportler vom klassischen Reck bis hin zum Korfball vereint sind. Und sie fühlen sich alle ihrem Verband verpflichtet.

    Vielleicht sollten wir einfach mal erkennen, dass nicht jeder Mensch und auch nicht jeder Schütze genau die gleichen Vorlieben hat, und dann ist es doch umso schöner wenn unter dem Dach des DSB (oder auch anderer Verbände) alle ihren Neigungen nachgehen können.

    So einen Schwachsinn habe ich selten gelesen. Die Stände sind in der Regel keine Stände des DSB, des BDS, der DSU, des BDMP - es sind Stände der Vereine, die von ihren Mitgliedern gebaut, finanziert und betreut wurden und werden.

    Da kommt vielleicht auch noch ein wenig Sportförderung hinzu - aber die kommt dann - ebenso in der Regel - nicht vom DSB, sondern vom Kreis- oder Landessportbund. Ausnahmen bestätigen die Regel, auch in meinem Verein.

    Ich gebe dir Recht - jedoch unter folgender Einschränkung:

    Durch die Mitgliedschaft im DSB ist es zum Beispiel erst möglich auf gewisse Fördermittel der Landessportbünde etc. zurückzugreifen. Das ist bei den anderen schlicht nicht möglich. Die Fördermöglichkeiten reichen hier je nach Landessportbund recht weit - z.B. 30 % der Bausumme. Und das ist schon ein Pfund. Wenn das weg fällt - wie viele Vereine hätten das nicht schmerzlich gespürt?

    Der DTB hat sich in den letzten Jahren doch recht stabil gehalten, da wird das Überholen recht schwierig.

    Wenn aber die Reihung so eine große Rolle spielt sollte man auf den neuen im Club der 1 Mio Mitglieder achten, Der Alpenverein hat sich, vor einigen Jahren neu aufgestellt und das in einen erheblichen Zuwachs generiert, denen würde ich in den nächsten Jahren auch einen 3 Platz zugetrraut.

    Hallo Karl... die Reihung ist mir eigentlich egal. War nur als Beispiel gesagt. Wenn ich es beim DAV richtig mitbekommen habe (meine Frau ist da aktiv) profitiert der DAV massiv vom boomenden Mittelgebirgstourismus. Da über die Mitgliedschaft z.B. Hüttenübernachtungen billiger werde, man kann sich über den DAV Ausrüstung billig ausleihen. Man ist besser versichert, bekommt verbilligte Bergführer, starke Vergünstigungen in Kletterhallen etc. etc.

    https://www.alpenverein.de/mitglied-werde…_aid_10447.html

    Da wundert es auch nicht, dass gerade an Standorten wie Stuttgart, wo in den letzten Jahren Kletterhallen entstanden sind die Mitglieder nach oben gehen. Denn wenn man die Hallen nutzen will, lohnt es sich. Die Mitgliedsgebühr ist da rasch wieder drinn.

    Somit hat der DAV einfach die Zeichen der Zeit richtig erkannt... es ist ihm gegönnt.

    Ob er jetzt von den absoluten Zahlen vor oder nach dem DSB kommt - da bricht dem DSB kein Zacken aus der Krone.

    Zum DTB:

    Sie haben die letzten beiden Jahre je ca. 10.000 verloren, während z.B. der DSB gewonnen hat.

    Oder von 2010 bis 2017 haben sie knapp 170.000 verloren.

    Es sind (da hast du recht) nicht mehr die ganz großen Verluste (die waren 2002 / 2003) aber ob sie den turnaround schaffen ... mal sehen.


    So das wären in aller Ausführlichkeit meine Gedanken dazu....

    Alles in allem glaube ich nicht, dass der DSB ausstirbt und wir hoffentlich alle noch lange unserem Hobby frönen können!

    Qualifikation in Deutschland? Ja auf dem Papier schon und geschossen wird auch. Wer aber fährt entscheidet der Bundestrainer und sein Hiwi. Auch nach Sympathie.

    Na ich glaube kaum, dass die Startplätze nach Sympathiewerten vergeben werden. Zumal bei allen Verbänden die ich so kenne genau reglementierte Qualifikationsrichtlinien vorhanden sind. Die meistens auch nicht der Bundestrainer alleine beschließt und somit schon hier seine Günstlinge nicht so positionieren kann.

    Auf den Blick kurz nachgeschau gibt es beim DSB dann auch noch den Bundesausschuss Spitzensport

    https://www.dsb.de/media/PDF/Stru…and11112016.pdf

    s.S.24

    die am Ende wohl die Nominierung abnicken müssen und vermutlich peinlichst darauf achten, dass die Nominierungsordnung eingehalten wurde.

    Bei den Sportverbänden die ich etwas näher kenne, müssen sogar die Nominierungsordnungen durch den DOSB - bei WM und Olympischen Spielen - abgesegnet werden / bzw. zur Prüfung vorgelegt werden.

    Als jemand der ganz automatisch (Kraft Job in der sportbetonten Schule) mehrere Verbände im Überblick hat:

    Wie kommt der Gedanke, dass der DSB ausstirbt?

    Wenn ich mir die Zahlen ansehe und mir so Gedanken mache..... irgendwie erschließt sich mir die Diskussion nicht.

    Der DSB hat in den letzten beiden Jahren Mitglieder hinzugewonnen:

    https://www.dsb.de/media/PDF/Mitg…_31.12.2017.pdf

    Wenn nun trotzdem die Zahlen in den jüngeren Jahrgängen massiv zurückgehen würden und "nur mehr die alten" mehr werden, könnte man ja von einem aussterben bzw. überaltern sprechen. Aber dem ist nicht so. Wenn ich mir die Klassen bis 18 Jahre anschauen haben fast alle an Mitgliedern dazugewonnen.

    Es trifft damit wohl auch nicht zu, dass der DSB für die jüngeren komplett unattraktiv ist.

    Ebenso erkenne ich beim DSB keinen extrem auslösenden Faktor wie ihn andere Verbände schon schlucken mussten.

    Z.B. beim Deutschen Turnerbund die massive Diskussion in manchen Vereinen wegen sexualisierter Gewalt ( der Übungsleiter muss hier nun mal Hilfestellung geben....), was nach Aussagen eines Turntrainers gerade im Kinderbereich massiv die Mitgliederzahlen drückt.

    Oder ein wegbrechen von medialen Stars. So hab ich neulich von einem Fußballtrainer vernommen, dass man kaum noch die Mädelsmannschaften zusammenbekommt, da einfach die großen Erfolge der Frauennationalmannschaft als Zugpferd nicht mehr da sind.

    Oder das in meinen Augen beste Beispiel: der Deutsche Tennisbund - der zu Erfolgszeiten von Graf, Becker, Stich.... knapp 2.3 (Stand 31.12.1994) Millionen Mitglieder hatte, und seitdem diese medialen Stars fehlen auf 1.391.986 (Stand 31.12.17) eingebrochen ist.

    https://www.dosb.de/medien-service/statistiken/


    Wenn die Entwicklung vom DSB und DTB so weitergeht sind es noch 2-3 Jahre bis der DSB den DTB überholt und als drittgrößter Dachverband im DOSB geführt wird (s.S.9).

    https://cdn.dosb.de/user_upload/ww…on_25.01.18.pdf

    Dies ist in meinen etwas neutralen Augen jedenfalls wahrscheinlicher als ein Aussterben des DSB.


    Daher einfach mal meine Frage an die hiesigen Totensänger:

    Warum glaubt ihr dass der DSB ausstirbt?

    allen ein schönes Wochenende

    Hallo Rogo

    sorry wollte Dir den Thread nicht mit Off-Topic zukleistern.

    Eure Ausschreibung finde ich super klasse.

    Ein paar Ideen und lose Gedanken (falls das nicht alles vorgesehen ist):

    Aus der Studie von Hr. Albert und aus anderen Untersuchungen au der Soziologie (hier gerne mal Prof. Ansgar Thiel aus Tübingen googeln) wissen wir z.B. dass sich Kinder dann Wohlfühlen / dass es Ihnen Spaß macht wenn sie verschiedene Faktoren erfüllt sehen:

    - Wenn Sie bei dem was sie tun Erfolg haben - also in allem versuchen, dass die Kids Erfolgserlebnisse haben!

    - Wenn die Rahmenbedingungen den Kindern Spaß machen - Flapsig gesagt: Es gibt noch was um den Sport drumrum. Das kann mal ein Kartenspiel danach sein. Oder eine andere Aktivität. Oder mal nach dem Training grillen - oder ein Abschlussfest am Ende der Aktion mit Übernachtung (Zelten) etc. etc.

    - Dinge die die Gruppe zusammenschweißen

    Aus persönlicher Erfahrung (oder aus der Erfahrung, wie es bei uns in besagtem Gesangsverein abläuft) sind die KIds enorm begeistert von "alten" Dingen, wo wir heute vielleicht meinen, dass sie das nicht mehr begeistert. Sie kennen diese schlichtweg nimmer so. Gerade meine beiden (16 & 12) und ihre Freunde sind mit Zelten, Grillabend mit Freunden sehr zu begeistern. Denn das ist einfach nimmer die Regel. Eben mal ohne Handy/PC/Technik.....


    Was ich sehr gut finde, dass ihr in den Wettkämpfen den Fokus nicht nur auf das Schießen richtet.

    Da die KIds von heute enorme Probleme haben in ihrer Motorik finde ich das Ansinnen super.

    Hierzu habe ich mich ja auch letztes Jahr an der DM an diesem Talentcontainer lange unterhalten. Da waren auch Poster mit Übungen vorhanden - z.B. Rumpfkraft und Gleichgewicht. Und was für das Schießen da wichtig ist / Studien wie es bei Kindern darum bestellt ist etc.

    Daher würde ich euch auch empfehlen, während der Trainingswochen ein wenig Übungen aus diesen Bereichen einfließen zu lassen.

    Es fördert Dinge die man fürs Schießen braucht. Es macht den Kids Spaß - und vor allem wenn sie sich im zweiten Test verbessern haben sie ihr Erfolgserlebnis und bleiben vielleicht eher da als wenn sie nichts zu Stande bringen.

    Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Maßnahme und bin sehr gespannt wie es wird!

    Ich hoffe du berichtest.

    viele Grüße

    Auch wenn das jetzt Off-Topic ist:

    @MichaelB

    Erstmal weiterhin viel Spaß beim Studium

    Auf den Hinweis von Michael hin lese ich gerade ein wenig auf den Seiten der Sporthilfe, und freue mich, dass zumindest für einige (wenige) Athleten die Möglichkeit eines Studiums (und das will heißen: richtiges Studium, nicht vier Semester "Eventmanagement, Touristikförderung und Mediengestaltung") eröffnet wird. Hier helfen auch Stipendiengeber (z.B. Deutsche Bank).

    Eine Statistik dazu habe ich freilich noch nicht gefunden.

    FH ... Feldwebel ...


    mit niedrigem Einser-Abitur (nicht in Bremen, sondern in Sachsen!). Na danke aber auch. Wegtreten!

    Nochmal dazu:

    Es werden jetzt hier EInzelbeispiele genannt und leider ist das meine tägliche Praxis mit unseren Abiturienten die dann im Kaderstatus ins Nachschulische Leben gehen.

    Ja jeder Bundeskader MUSS zu einem Anfangsgespräch mit dem Laufbahnberater am Olympiastützpunkt. Und ich quassel mir den Mund fusselig, dass Sie dort auch zuhören sollen. Aber die Schüler .... ein Ohr rein, das andere raus..... ist ja noch so weit weg, was interessiert mich das. Und dann haben Sie Abitur und brauchen die ganzen Info´s und laufen mit 5 Minuten googeln los, ohne sich an den Laufbahnberater zu erinnern oder zu fragen.

    Jeder Kaderangehörige ist frei zu studieren!

    Weder MUSS er zur Polizei noch zur Bundeswehr.

    Jeder kann sich, wenn er das möchte, an einer normalen Uni einschreiben. Klar gibt es paar Dinge die man beachten kann.

    Z.B. versuchen gewisse Verbände oder Bundestrainer ihre Schützlinge Richtung Polizei und Bundeswehr zu schieben, da dort mehr Trainingszeit realisiert werden kann. Oder aber dass man sich clevererweise eine Partnerhochschule des Sports sucht. An diesen Uni´s sind Regelungen wie z.B. die anderweitige Terminierung von Klausuren bei Parallelität im Wettkampfkalender möglich, oder die Entbindung von Präsenzveranstaltungen bei gleichzeitiger sportlicher Verpflichtung.

    Aber erstmal kann jeder sich seinen Lebensweg gestalten, ob Studium oder Ausbildung etc. etc.

    Gerade für die, die nicht zur Bundeswehr gehen oder in andere Stattsförderungen gibt es ja vor allem die Stipendien (z.B.) der Sporthilfe.

    Um diese Athleten zu unterstützen, damit Sie nicht z.B. parallel zur Uni noch viel arbeiten müssen um sich zu finanzieren, und dann gar keine Zeit zum Training übrig bleibt.

    Es sind also nicht nur wenige Athleten, denen die Möglichkeit offen steht zu studieren. Es sind ALLE (natürlich nur bei eigener Vorqualifikation, Abitur etc.)

    Sie sind dann halt nicht bei einem Staatsorgan und verdienen dort kein Geld. Sind aber frei zu studieren oder was anderes z.B. Ausbildung.

    Kommen wir jetzt zur Polizei (es gibt noch andere Einrichtungen, Bundesgrenzschutz etc. die lass ich da jetzt mitlaufen).

    Hier sind die Regelungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich - daher auch wichtig mit dem Laufbahnberater am OSP zu reden. Der kennt sich in seinem Bundesland aus!

    In der Regel wird die Ausbildung auf einen längeren Zeitraum gestreckt, so dass parallel zur Ausbildung ein gewisses Trainingspensum realisierbar ist.

    Je nach Bundesland stehen der Mittlere und/oder der gehobene Dienstweg offen.

    Danach ist es meist abhängig vom Kaderstatus und / oder Erfolgen wie viel Freistellung man bekommt (50% oder gar 100%).

    Das entscheidende ist, dass wenn ich mit dem Sport aufhöre, habe ich bei dem Organ (z.B. Polizei) einen Arbeitsplatz!


    Bei der Bundeswehr ist es wieder anders.

    Ich gehe dort in den Dienst und bin nur die Zeit der Kaderzugehörigkeit dort. Wenn ich aus dem Kader fliege als Athlet/in bin ich raus.

    Je nachdem wie lange die Dienstzeit war, folgt danach der sog. BFD (Berufsförderdienst glaube ich).

    In diesem verdient der Athlet weiter sein Geld, kann aber z.B. eine Ausbildung machen oder studieren etc.

    Ist glaube ich die exakt selbe Regelung wie für normale Zeitsoldaten.

    Lange war es bei der Bundeswehr nicht gewollt parallel zu studieren, denn der Staat hat dem Sportler ja die Dienstzeit bezahlt und freigestellt dass er trainieren kann. Und nicht dass er die Zeit aufwendet für ein Studium.

    Diese Regelung ist aber auch immer lockerer geworden. Und im Sinne der Dualen Karriere ist es für viele Sportler inzwischen Realität während Ihrer BW-Dienstzeit zu studieren (in Absprache mit dem Fachverband und der Bundeswehr).


    So viel geschrieben.....


    Für die, die es zum Thema wird kann ich hier nur das gleiche sagen wie an der Schule:

    Wendet euch an den Verband (wenn ich die Internetseite des DSB richtig deute wäre das die Athletenmanagerin Fr. Aslanidis) oder aber an die Laufbahnberater an den Olympiastützpunkten. Die wissen immer sehr gut Bescheid.


    in diesem Sinne genießt den schönen Feierabend!

    Ich glaube Califax bezog sich mit seiner Aussage speziell und eigens auf SPORTSCHÜTZEN in der Kaderförderung. Hätte er das deutlicher machen sollen?
    Denn Du hast sicherlich recht damit, dass - auch und vor allem dank der zwischenzeitlichen Athletenvertreter in den Verbänden - die Möglichkeiten dualen Studiums in vielen Fachsportverbänden exploriert werden, teilweise auch bereits aktiv gefördert.


    Für welche unserer Sportschützen gilt das?


    Carcano

    Hallo Carcano,

    die von mir dargelegten Sachen sind von der Deutschen Sporthilfe, bzw. der Bundeswehr.

    Das hat nichts mit Sportschützen oder Handballer oder .... zu tun.

    Jeder Kaderathlet der in Deutschland einem Bundeskader (inzwischen heißen sie ja glaub Olympiakader und Nachwuchskader statt A/B/C) angehört hat je nach Kaderstatus, und Hintergrund (z.B. Student oder Arbeiter) Zugriff auf die Förderprogramme der Sporthilfe. das hat überhaupt nichts mit dem Verband Schießen zu tun. Ebenso die Sportfördergruppe. Wenn man Athlet/in in dieser ist, ist die Sportart erstmal völlig Wurst. Die Förderrichtlinien sind für alle gleich!

    Das hat nichts - rein gar nichts mit den "Fachsportverbänden" zu tun.

    Für welchen Schützen das zutrifft? Da kenne ich mich zu wenig aus, und auch keinen persönlich. Kann mir aber nicht vorstellen, dass der DSB so "doof" ist, diese Förderungen zu verschlafen.

    Als lange Zeit Still-Mitlesender habe ich jetzt aber doch mal beschlossen mich hier an zu melden.

    Als einigermaßen wenig begnadeter Hobbyschütze nehme ich bewusst zu vielen anderen Threads keine Stellung. Jedoch als Lehrer an einem sportbetonten Gymnasium erlaube ich mir hier ein wenig Expertise einzubringen, da hier doch vieles nicht wiedersprochen stehen bleiben sollte.

    Ein Studium ist für Bundes-Kader-Sportler - nach meinen Recherchen - ausgeschlossen. Entweder studieren (gern auch für Polizei oder Truppe), aber dann keine Sportförderung. Oder Sportfördergruppe - aber dann kein Studium! Damit ist "Sport" als Lebensunterhalt nichts für Leute mit gutem Abitur. Soviel zum "was bieten".

    Meine Bundeskaderschützin wird ihre Sportkarriere an dem Tag an den Nagel hängen, an dem sie mit ihrem Studium beginnt (Das weiß auch die Bundestrainerin). Vielleicht wird sie - viel später - mal selbst Trainerin. Oder auch nicht, das wäre jedoch schade.

    Das ist so komplett falsch. Das müsste spätestens aber die Bundestrainerin, die du erwähnst, wissen.

    Bundes-Kader-Sportler können sehr wohl studieren. Das nennt sich Duale Karriere und wird auch z.B. von der Sporthilfe gefördert. Es gibt sogar ein extra Studien Stipendium:

    https://www.sporthilfe.de/foerderer/wirt…/deutsche-bank/

    Und auch bei der Bundeswehr ist es durchaus in Absprache mit der Bundeswehr möglich ein Studium zu absolvieren:

    https://www.bundeswehrkarriere.de/bundeswehr-spo…rung-bundeswehr

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    Carcano

    Du erwähnst immer wieder die Sportwissenschaft..... und ihre Meinung zur Kaderstrategie.

    Fast alle deine Aussagen beruhen nach deinen Ausführungen auf der Diss von Andreas Albert, die in meinen Augen Ergebnisse hat, die man auch zerteilt betrachten sollte.

    Für alle in der Kurzübersicht:

    1329 Athleten/innen D-Kader in Baden-Württemberg im Eingangstest.

    1073 davon 4 Jahre später im Ausgangstest.

    Aufgrund deiner Äußerungen, da du immer z.B. die Talentstützpunkte des WSV erwähnst und das LLZ in Pforzheim ausnimmst.

    D-Kader sind die direkten Kader unter der Nationalmannschaft - also in dieser Untersuchung explizit die Ebene des LLZ in Pforzheim und eben nicht die Landeskader (eine Stufe tiefer) in Württemberg, Baden und Südbaden.

    Herr Albert hat nun verglichen wo der Unterschied ist, zwischen denen die in diesem Zeitraum Ihre Kaderkarriere aufgegeben haben und denjenigen, die sie fortgesetzt haben. Dabei werden ein paar erstaunliche Sachen deutlich:

    z.B.

    "Bei der Betrachtung der Ergebnisse, wird deutlich, dass die Gruppe der Aussteiger (SDF) angibt, dass sie sich aufgrund des Leistungssports finanziell weniger einschränken musste ..."

    "Überraschend zeigt sich, dass vor allem in Bezug auf die regelmäßige Trainingsarbeit im Verein die Aussteiger (SDF) durch die größte räumliche Nähe zum Trainingsort gekennzeichnet waren."

    Die Beurteilung der Aussteiger fällt in folgendem Punkt wesentlich schlechter aus: Die Trainer kümmern sich um Bereiche des aussersportlichen (Hilfestellung bei persönlichen Problemen, Freizeitaktivitäten des Clubs / der Trainingsgruppe)

    Das durchschnittliche Sportbeginnalter der untersuchten Gruppe lag

    Sein Fazit beginnt Albert (unter anderem) ja mit den Worten, "dass Deutschland bezogen auf die Erneuerungsrate im Bereich der Bundeskader im internationalen Vergleich deutlich hinter anderen Nationen wie den USA und China zurückbleibt.

    Dass diese Nationen aber auch eine deutlich höhere Anzahl an Einwohnern haben und somit mehr Talente durch die Systeme bringen, womit dann immer wieder gute Nachrücken bleibt er schuldig. Flapsig gesagt wir haben eben nur einen Herr Reitz, in China gibt´s da mehr von.

    Wenn man nu sieht dass von den 1073 Athleten/innen am zweiten Untersuchungszeitpunkt noch 903 in ihrer Sportart aktiv sind, finde ich das sogar bemerkenswert hoch und komplett gegenläufig zur Meinung dass die Jugendlichen oft die Sportart wechseln.

    Wie unterschiedlich allerdings verschiedene Untersuchungen sein können zeigt sich an der Analyse: Erfolgsfaktoren der Athletenförderung in Deutschland.

    Hier wird gesagt dass Geld ein wichtiger Faktor ist. (z.B.)

    Allerdings betonen beide Dinge dass das Einstiegsalter relativ jung ist. Dies ermöglicht lange Trainingsjahre. Jetzt könnte man sagen, dass dies aufgrund hoher Leistungsalter im Sportschießen nicht zutrifft. Wenn ich mir aber auf issf-sports.org die Athletenprofile anschauen und das Einstiegsalter von vielen Vergleiche, stelle ich fest, dass es auch hier die große Mehrheit ist, die früh angefangen hat.

    Beispielhaft:

    Christian Reitz geb. 1987 Schießbeginn: 1997

    Barbara Engleder geb. 1982 Schießbeginn: 1994

    Henri Junghänel geb. 1988 Schießbeginn: 1998

    nur um drei Beispiele zu nennen. Natürlich gibt es Ausnahmen aber ich hab bestimmt 30-40 Profile durchgeklickt und hab nur sehr wenige davon gefunden. Im Gegenteil, die Asiaten fangen sehr früh an.

    Wenn ich mir Trainingstheorien anschauen wie das Alter der sensiblen Phasen im motorischen lernen (grob gesagt um das 12 Lebensjahr herum) Trainingsumfangstheorien wie die von Erricson (10.000h in 10 Years), dann dürfte auch klar werden warum das nicht ganz so schlecht ist, in dem Alter anzufangen.

    Wenn man nun das Argument nutzt, dass viele Leute recht schnell aus dem Kader wieder aussteigen, so kann man vielleicht noch 2 Punkte nennen.

    Zum einen bemängelt Albert ja gerade diesen langsamen Austausch (im Verhältnis USA & China) zum anderen es werden nach oben eben immer weniger.... ich möchte nicht wissen wie viele 100 D-Kader in Deutschland rumsporteln. Nach oben wird die Luft eben dünn.

    Zum anderen ist gerade eine lange Kaderkarriere laut ( Erfolgsfaktoren der Athletenförderung in Deutschland ) ein absoluter Indikator für Weltklasseleistung.


    Abschließend zu dem Punkt ein eigenes Beispiel aus dem Ort.

    Die größte Jugendabteilung hat bei uns der Gesangsverein - "Megacool" singen - und doch. Die Jugend macht regelmäßig Ausflüge, bietet einen Jugendraum, so dass die Jugendlichen unter sich sein können und nicht im verstaubten Kneipenraum sitzen müssen. Kurz um es wird sich gekümmert. Und die Jugendabteilung umfasst sämtliche Altersgruppen inklusive meinem 16 jährigen Sohn und meiner 12 jährigen Tochter. Und wenn die Gruppe Spaß hat, wenn das überschlägt wird es was. Gesanglich haben sie erst wieder einen Preis gewonnen.

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    Carcano

    Der DSB hat sich Projekte (Plural) fördern lasen, in denen es um die Übertragung von Handball Sachen geht?????

    Was hat Handball mit Schießen zu tun?

    Ok nachgeschaut..... tatsächlich ein Projekt gefunden. Wo es um Psychologie ging / geht.

    Wo allerdings Du eine sportwissenschaftliche Führungsstellung des Handballbundes siehst würde mich echt interessieren.

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    Also zusammengefasst - ohweh das war viel Text - ich befürworte total die hier zu Grunde liegende Idee.

    Wichtig ist dass die die da sind mit Spaß an der Sache sind. Wie dieser erzeugt wird, kann sehr breit sein (Stichwort Gesangsverein). Und wenn sich dieser Spaß herumspricht, und auch einige Erfolge da sind, wird es in einen Augen ein leichtes sein da was am Laufen zu halten.

    Und wenn ihr bereits erste Ansätze habt - toll.

    Wenn noch nicht - die Aktivitäten, wie Sommerferienprogramm etc. wurden angesprochen. Und wenn immer nur einer hängen bleibt.... wenn der Spaß hat und was trifft.......


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    Off-Topic noch eines:

    Ich lese seit längerem hier mit. Es fällt mir immer wieder auf wie Themen die man glaube ich schnell lösen könnte zeredet und hin und her diskutiert werden.

    Es gibt beim DSB doch Ansprechpartner.

    Zum Thema Talentdiagnostik etc. hatte ich auf der letzten DM das Glück mich lange mit 2 Bundestrainern des DSB unterhalten zu dürfen, die an einem Talentmessungscontainer anzutreffen waren.

    Gerade mit einem Trainer der für Wissenschaft zuständig ist, hatte ich eine äußerst zielführende Diskussion.

    In meiner Funktion in der Schule habe ich schon etliche Verbände angeschrieben (Handball, Fußball, Turnen) und überall relativ schnell gute bis sehr gue Antworten bekommen.

    Funktioniert das beim DSB nicht? (da noch nicht gemacht, keine eigene Bewertung möglich)