Beiträge von sherry

    Als Vorderladerschütze wiege ich meine Kugeln auch, allerdings nutze ich die Grain-Anzeige, wie für das Pulver (1gn = 0,065g). Das macht es m.E. genauer, weil man nicht mit so vielen Nachkommastellen arbeiten muss. Ich vermute, dass eure Wagen die Einheit auch anbieten, bei meiner Waage mit 2 Nachkommastellen.

    Mit Diabolos hab ich es noch nicht ausprobiert, aber das werde ich jetzt auch mal tun, für LG aufg. und LP aufg. Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis.

    Das Programm der Scatt-Anlage kann man kostenlos herunterladen. Die Scheibenscalierung kann man auch benutzen, wenn man keine Scatt-Anlage hat. Vielleicht erst mal zum probieren. Druckerpapier macht aber schäbbige Löcher.

    Ich finde, dass das Trainieren im Flur ganz anders ist als auf einem Stand, vor allem auf einem großen. Wenn man die Wände aus dem Gesichtsfeld verliert und die elektronischen Anlagen in Reihe nebeneinander hängen fehlen einem dann im Wettkampf alle gewohnten Bezugspunkte.

    Aber 50km fahren sind schon eine Hausnummer :/

    Ich habe eine Scatt-Anlage gewählt, nutze sie aber nicht sehr oft, weil das Ausrichten an der Waffe ewig dauert. Aber wenn es dann mal dran ist liefert es sehr interessante Infos, auch im Trockentraining. Die Scheibe muss aber sehr gut beleuchtet sein, sonst wird sie nicht erkannt. Und wie oben schon erwäht: Die Trefferlage ist nur bedingt aussagekräftig.

    Vor allem an welcher Stelle? Kein Raum ist gleichmäßig x Grad warm :/

    Wir hatten die Diskussion im Verein auch, teilweise auch recht aggressiv. Daraufhin habe ich einen Bundesligaschützen gefragt, ob es Vorgaben gibt, er meinte nein.

    Warme Stände haben aber auch nicht nur Vorteile. Bei einem Verein in unserer Umgebung gab es von den Heizungen, die nah an den Schützen waren einen ziemlichen Luftzug. Meine Augen fanden das nicht so gut. Im Sommer hätte man das gleiche Problem mit Klimaanlagen.

    @Königstiger

    Es wird zwischen akuter Bleivergiftung (Aufnahme einer größeren Menge, also eine Kugel futtern :/) und chronischer Bleivergiftung unterschieden. Chronische bauen sich langsam auf und sind, nachdem was ich verstanden habe, alles über dem Grenzwert, das sind für Frauen 70, Männer 100 Mikrogramm/l Blut. Iich war bei 256, Tendenz steigend, auch vor dem Hintergrund dass das Blei im Blut zügig in die Knochen eingebaut wird, also hatte ich ständig Nachschub. Ab 400 gibts geistige Schäden. Mittlerweile gibts wohl auch schon Aussagen, man könne keinen Grenzwert mehr festlegen, bis zu dem gesundheitliche Auswirkungen ausgeschlossen werden können.

    Bei mir hat es das Imunsystem geledert. Infektionen waren nur schwer in den Griff zu kriegen. Auf der Suche nach der Ursache wollte ich eigentlich nur das Blei ausschließen lassen. Hat wohl nicht geklappt ;(.

    Der Wechsel zu einem neuen Hausarzt war interessant: Guten Tag, ich bin Sportschütze und habe eine Bleivergiftung. Er hat mich erst mal ne Minute schweigend angesehen ?( :D.

    Kleiner Nachtrag noch: die Häfte bis 2/3 des Grenzwertes kriegt man schon mit dem Essen rein. Die Böden sind wohl relativ hoch belastet wegen des früher verbleiten Benzins, alles was bodennah wächst kommt dabei wohl eher schlecht weg. Betrachtet man die Grenzwerte hat Salat mit 300 Mikrogramm/kg wesentlich mehr Belastung als Fleisch (100 Mikrogramm/kg) Ich wusste es schon immer dass das Zeug nicht gut ist für mich :saint:

    Ich hatte eine Bleivergiftung. (Nein, ich habe keine Kugeln gelutscht, auch wenn`s süß schmecken soll :P, die Hände hab ich auch gewaschen, aber ich verbringe recht viel Zeit auf dem (offenen) Stand). Es hat sich herausgestellt, dass es wohl Leute gibt, die Blei nicht so gut abbauen können, zu denen ich leider gehöre.

    Man kann das beim Hausarzt testen lassen, kostet bei meinem 23,90. Das haben einige Schießkollegen aus Neugier daraufhin auch mal gemacht, nur bei einem (von ca 10-15) hat es auch ein mieses Ergebnis gegeben, bei ihm sind die Ergebnise zudem stark schwankend. Da es für mich immer ein Problem bleiben wird schieße ich mittlerweile mit Staubmaske (P2). Seitdem hab ich den Wert fast wieder in den Normalbereich gebracht. Weniger schießen - keine Option :evil:

    Ich schieße eine Unterhammerpistole mit ca 150g Abzugsgewicht und einen Perkussionsrevolver mit ca 50g (nicht ganz freiwillig wegen kleiner Hände muss ich bei dem von der Seite auf den Abzug drücken).

    M.E. sollte man den Abzugsfinger noch so eben fühlbar auflegen können, damit man merkt, ob der Finger an der richtigen Stelle ist.

    Das Verreißen beim etwas höheren Abzugsgewicht kann man weg trainieren, die Unsicherheit bei dem geringen Abzugsgewicht macht das Ganze viel schwieriger. Gerade wenn man im Wettbewerb aufgeregt ist oder wenn es draußen kalt ist, was ja bei der Kreis- und Bezirksmeisterschaft meistens der Fall ist, und VL-Stände sind ja häufig offene Stände, hat man ziemlich wenig Gefühl in den Fingern.

    Außerdem verändert sich das Abzugsgewicht etwas mit der Außentemperatur und im Laufe der Nutzungsdauer. Und schon fällt man durch die Waffenkontrolle, weil die Waffe beim Aufditschen auslöst, oder noch schlimmer: man jagt im Wettbewerb einen Schuss durch Erschütterung raus.

    Da bei Perkussionspistolen ja wenig bis keine Griffmanipulationen möglich sind ist es ganz wichtig, eine Pistole zu finden, die dir richtig gut in der Hand liegt und sich gut in der Handfläche nach hinten abstützen kann. Man hat ja auch keine Handballenauflage oder diese Nase, die oberhalb der Hand aufliegt. Bei dem Krückstock-Griff der Le Page hat das für mich gar nicht funktioniert, bei großen Händen ist das aber vielleicht nicht so das Problem.

    Außerdem hat es mir geholfen einen etwas geschlosseneren Stand zu wählen, bei dem man das Handgelenk mehr abknickt. Die Waffe hat dann mehr Handfläche zum Abstützen. Gegenargument ist natürlich die dadurch nötige Muskelspannung.

    Ja, das denke ich auch, vor allem weist es m. E. darauf hin, dass die Pistole nicht für häufigeren Gebrauch konzipiert ist. Bei der Steyr einer Vereinskollegin passiert da nichts, obwohl sie erheblich mehr schießt als ich. Vielleicht liegen die Unterschiede nicht so sehr in der Genauigkeit der Pistolen als in der Fehlerhäufigkeit.

    Bei einer meiner LP400 Kartuschen ist auch das Gewinde herausgerissen. Leider war die Pistole da gerade aus der Garantie, wirklich genutzt habe ich die Kartusche aber nur ca. 1,5 Jahre und im Wechsel mit einer weiteren Kartusche. Walther wollte knapp 60 Euro für das Einsetzen eines neuen Gewindes von mir haben.

    Aussage vom Kundendienst war außerdem, dass ich daran Schuld wäre, weil ich kein Fett auf das Gewinde gemacht hätte. Meine metallbearbeitenden Mitschützen halten das allderdings für Blödsinn, ihrer Meinung nach liegt daran, dass ein wesentlich weicheres Metall auf ein härteres Metall trifft.

    Trotzdem habe ich aber weisungsgemäß Fett auf das Gewinde gemacht, jetzt verliert das ganze System leise pfeifend Luft. Ich habe den Verdacht, dass es was damit zu tun haben kann, weil es nicht auszuschließen ist, dass etwas Fett in den Druckminderer gekommen ist. Die Kartuschen-Pleite ist erst ca. ein halbes Jahr her. Viel geschossen habe ich seitdem nicht. Hab die Nase ziemlich voll von Walther. ;(