Beiträge von bigboreshooter

    Praktisch mag's ja sein, aber die Lackierung / Beschriftung von diesen "Handrädern" finde ich persönlich ausnehmend hässlich. Und warum M8 statt M5? Die Schrauben dürften doch M5 sein, oder?

    Eine Sportkameradin würde gerne eine Auflageplatte unter ihre Sportpistole montieren. Allerdings ist die eine FN Browning 150 Match, die einen Magazinschacht im Griffstück hat, was die fixe Montage einer Auflageplatte unter dem Griffstück nicht zulässt.
    Mein Vorschlag wäre eine abklappbare Auflageplatte zu montieren (eine individuell gestrickte Lösung), die per Scharnier fürs Laden weggeklappt und fürs Schießen wieder drangeklappt wird; sie wird mit einem Magnet in der drangeklappten Position festgehalten.

    In der drangeklappten Position würde die Sportpistole selbstverständlich die Maßvorgaben für den Griff (die max. 4 cm Überstand) und die anderen Maßvorgaben (passt also in den Prüfkasten) und auch die Regeln für das Gewicht einhalten.

    Was denkt ihr? Erhält die Pistole bei der Waffenkontrolle eine Zulassung?

    Wenn das ein Problem darstellen sollte könnte man vieles am verbleibenden "Holz" wegnehmen.

    Das ist eine Überlegung wert, das wäre aber ziemlich großer zusätzlicher Aufwand und wahrscheinlich der Optik nicht sonderlich zuträglich, milde ausgedrückt. Polyesterharz ist mehr als doppelt so schwer wie Holz. Für jeden Kubikzentimeter Spachtelmasse müsste man zwei Kubikzentimeter entfernen. Dann ist doch meine Idee gar nicht so falsch.

    Bei anderen vergleichbaren Produkten ist das möglich, warum soll das bei den genannten Fabrikaten nicht möglich sein, soweit es gebraucht wird.

    Deinem Gedankengang kann ich nicht folgen. Die Viskosität ist doch eine feste Größe, die der Hersteller festlegt (und versucht beizubehalten - Abweichungen sind zumeist unerwünscht, siehe no.limits Antwort) und die ich als Anwender zumeist nicht beeinflussen kann.

    Teuer sind die Bubbles schon.

    Okay, mit dem Blick aufs Gewicht stimmt das. Das ist aber eine Milchmädchen-Rechnung. Aufs Volumen umgerechnet, und das ist die entscheidende Größe, ist es preiswerter als das Harz von Presto. Spez. Gewicht 1,2 g/cm³. Die 1000 g entsprechen dann 0,833 Liter. Den ebay-Preis zugrunde gelegt, kostet 1 Liter Harz 22,56 €. Die Glass Bubbles kosten bei 400 g 44,40 € inkl. Versand. 400 g entsprechen 3,3 Liter. 1 Liter kostet damit 13,45 €.

    Überlegungen zum Thema "Spachtelmasse, selbst zusammengebraut":
    Die umtriebigsten und erfahrendsten Experten in Sachen Spachtelmasse sind sicher no.limits / Bernd und Matze1965 / Matthias.
    Bernd schwört auf die Morini-Paste, während Mathias auf 'Holzmasse K2' setzt. Ich denke, dass das bis heute so ist. Korrigiert mich, wenn das inzwischen anders ist.
    Beide Produkte sind, wie leider fast jedes Produkt, heftig im Preis gestiegen. Die große Dose kostet so um die 20 €, im Direktimport schlägt die Morini-Paste mit 20 € Porto zu Buche.
    Beide Produkte verwenden m.W.n. als Füllstoff feinstes Sägemehl und kommen auf ein spez. Gewicht von ca. 1,5 g/cm³, sind also mehr als doppelt so schwer wie Nussbaumholz. Also hat eine Griffverkleinerung für Jugendliche bis Kids mit viel Polyester-Spachtelmasse aufgetragen eine kaum beachtete Gewichtszunahme zur Folge.
    Die beiden Spachtelmassen haben ein unterschiedlich Viskosität. Die Holzmasse scheint fester zu sein, die Morinipaste wesentlich weicher und feinzeichnender, so dass sich die Papillarleisten (Linien der Haut) darin sogar verewigen. Der Proband (Griffbesitzer) muss also auch genau instruiert werden, wie fest er zugreifen soll. Gut, dass hat der Griff-Umdesigner im 'Griff'. Es wäre dennoch schön, wenn ich die Viskosität einstellen könnte.
    Und wenn es um die Farbe geht, wäre eine flexible Farbwahl noch das i-Tüpfelchen oben drauf. Deckende Farben zum Dazumischen gibt es flüssig von MIXOL oder als Pigmentpulver.


    Entdeckt habe ich als superleichten Füllstoff die "3M Glass Bubbles". Hammer!!! Spez. Gewicht nur 0,12 g/cm³.
    Damit sollte sich die Spachtelmasse auf geschätzte 40 % Gewicht von den oben genannten Produkten drücken.
    Polyester-Harz flüssig gibt es von Presto, bei einem ebayer für unter 18,05 € inkl. Versand.
    Und Mixol gibt es in 30 Farbtönen, bei mir lokal z.B. bei Hornbach. Braun-Töne gibt es 4 verschiedene, Nr. 3 Oxyd-Rehbraun erschien mir am passendsten.

    --- Sooo, das sind theoretisch durchdachte Bestandteile. Praktisch ausprobiert habe ich das noch nicht.
    Einen KnowHow-Träger mit 'Hands-On-Erfahrung' suche ich noch.
    Hat jemand schon mal was in dieser Richtung davon ausprobiert? Oder kennt jemand jemanden, der sich damit auskennt?
    Euer /unser Schwarmwissen ist gefragt!
    Link zu den "3M Glass Bubbles" - Datenblatt unten auf der Seite
    https://www.r-g.de/art/210130

    Die Beschreibung von Bausb ist schon genau richtig. Die "Druckpunktschraube", wie BausB sie benennt, bestimmt die Rastüberschneidung.

    Bedienungsanleitung:
    Grundeinstellung des Druckpunktes:
    Waffe muss entladen und gesichert sein!
    1. Triggerstopschraube (43) ca. 1 Umdrehung im Gegenuhrzeigersinn nach links drehen.
    2. Schraube (44) z. B. 2 Umdrehungen nach links, gegen den Uhrzeigersinn, drehen.
    3. Spannhebel bis zum Endanschlag nach hinten spannen.
    4. Trainingsschieber (1) nach links drücken bis er einrastet (Trockentraining).
    5. Schraube (44) langsam nach rechts (im Uhrzeigersinn) drehen, bis der Abzug auslöst.
    6. Vom Auslösepunkt aus Schraube (44) um ca. 10 (Minuten) nach links, gegen den Uhrzeigersinn, zurückdrehen.
    7. Triggerstop neu einstellen.
    8. Abzug erneut spannen und Auslösecharakteristik prüfen.

    Mit der Aktion unter 5. wird die Rastüberschneidung komplett weggedreht.
    Mit 6. wird die Länge der Rastüberschneidung wiederhergestellt.
    Eine winzige Menge Fett auf diese Rasten (so man da dran kommt - habe selbst kein P8X), z.B. mit einem Zahnstocher aufgetragen, kann da hilfreich sein, dass ein "Kratzen" im Druckpunkt verschwindet. Wenn die Rasten / Rastüberschneidungsflächen schadhaft geworden sind und das Kratzen nicht verschwindet, dann hilft wohl doch nur nur ein Service von FWB.
    Die Rastüberschneidung bestimmt u.a. die sichere Funktionsweise einer Waffe, so dass sie bei normalem Handling (und besser auch in extremen Situationen wie Herunterfallen) nicht ungefragt auslöst. Den Punkt 5 und 6 besser zwei oder drei Mal ausführen und sich die exakte Stellung der Schraube 44 bei Auslösung merken. Nach der Justage ist ein (Trocken)Trainingsprogramm angesagt und ggf. auch ein Sicherheits-Check mit einem Schlag der anderen Hand gegen das Sportgerät.
    Worst-Case-Fall: Defekte Federn, stark verstellte Federdrücke und/oder abgenudelte Rastkanten könnten trotz einer korrekten 60°-Rückstellung (= 10 Minuten) der Schraube, so wie vorgegeben, einen Schuss undefiniert auslösen. Es ist auch denkbar, dass die Rastkanten, spitz Kante auf Kante, hängen bleiben und nicht auf der Rastüberschneidungsfläche zurückgleiten, wenn der Schütze den Druck auf das Abzugszüngel wieder wegnimmt. Die Beschreibung der Einstellung der Rastüberschneidung ist in den Bedienungsanleitungen aus meiner Sicht ein ungeliebtes Thema bei den Waffenherstellern! Lieber nichts darüber schreiben als die eventuell möglichen Probleme beim Namen zu nennen ...

    Ich gebe zu, dass ich diesen Eintrag nicht gesehen habe.
    Ein Fehler, eine Ungereimtheit mehr, die ich nun in der SpO kenne ...
    Es gibt ja Dutzende andere Stellen, die ich als mangelhaft oder zumindest als missverständlich und interpretierbar betrachte.
    Aber wenigstens kann man hier seine eigene Sichtweise darlegen und kommt hier über das Schwarmwissen zu neuen Erkenntnissen.
    Über alles betrachtet ist dieses Forum das einzige, dass das, bezogen auf die SpO des DSB leistet.
    Allerdings denke ich so manches Mal, dass der Ton hier weniger rau sein könnte.

    ...
    In der Tabelle im Teil 9 stand bei mir noch das Maß 60 mm für den Abstand von Kornmitte zur Laufachse. ... 􀀔􀀑􀀘􀀑􀀗

    ??? Nööö, das steht weder in der 2023er Version der SpO noch in der Online-Version von 2024, jedenfalls nicht bei der Disziplin 1.11 (LG), bei den Disziplinen 1.31 (Zi), 1.36 und 1.41 (beide KK) schon. Unter 1.11 in der Tabelle steht auch noch: "Restl. Maße 1.5.4"

    Unter
    "9.7 Gewehr
    Bezüglich aller Abmessungen und Beschreibungen sowie den Optiken und Visieren für das Auflageschießen gilt Teil 1 der Sportordnung, Abweichungen davon sind im Teil 9 geregelt."

    Und unter Regel 1.5.4 in der Tabelle unter "C" stehen die max. 80 mm, gemessen von Laufmitte bis Kornzentrum, die 80 mm, die in der TK-Info 2-2023 schon genannt wurden.

    Übrigens darf der Untergriff fürs LG Auflage sich jetzt auch bis zu 140 mm unterhalb von der Laufachse ausdehnen, in Analogie zur jetzt erlaubten Tiefe des Vorderschafts beim LG von 140 mm . Das habe ich auf Nachfrage hin als Antwort von Herrn Furnier per Mail in schriftlicher Form vorliegen.
    􀀔􀀑􀀘􀀑􀀗

    Hallo Freunde,

    vielleicht hilft es ja, wenn man sich die Ausgangslage vergegenwärtigt. Vor nicht allzu langer Zeit durfte der Korntunnel ja überhaupt noch nicht über die sichtbare Mündung ragen, auch bei KK-Standard. So stellt die jetzige Regelung eine kleine Erleichterung da, z. Bsp. für überlange Korntunnel mit verstellbarem Korn und Adlerauge. Leider wie immer etwas verunglückt, wenn unser Vize Sport so etwas umsetzt. Ich befürchte, neue Zettel braucht das Schützenland.


    Mit bestem Schützengruß

    Murmelchen lebt auch noch im vorigen Jahrhundert! Ein "KK-Standard" gibt es gefühlt in der SpO seit 30 Jahren nicht mehr. :amused:

    Murmelchen

    Mit Blattfederstahl aus einer alten Aufziehwanduhr oder einem Gurtaufroller für Rolläden, einem Dremel mit einer Trennscheibe und Schleifkörpern und ein wenig handwerklichem Geschick müsste sich die Stecherfeder auch nachbauen lassen. Ggf. müsste man 2 oder 3 Lagen des Blattfedermaterials übereinanderlegen.

    Man kann zB. als Korntunnel einen Centra Score verwenden, mit einem überlangen Kornfuß (1).

    Der normale Centra Score Korntunelfuß hat eine Länge von 24mm. Centra kann als Sonderanfertigung auch einen überlangen Kornfuß anfertigen., technisch gar kein Problem.

    Oder völlig unkompliziert, wie wäre es mit einem dementschsprechend langen Tube (2)?

    zu (1): Wird dann aus Sicht der Kampfrichter aus dem überlangen Kornfuß plötzlich eine Visierschiene ?
    zu (2): Wenn beim LG die Systemlänge von den erlaubten 850 mm bereits ausgereizt ist, dann geht da nichts mehr mit regelkonformem verlängern.

    Faktisch müsste man Fotos bzw. genaue Beschreibungen von zugelassenen Lösungen auftreiben.

    Ronny, schon klar. Eigentlich hat man nur beim LG das diskutierte Problem. Beim KK-Gewehr kann man eine beliebig lange Tube dranschrauben, bei einem Zimmerstutzen auch.

    @ Sven, um die 5 cm auszunutzen ist der Hammerhai ja auch voll überzogen, denke ich.

    Die erlaubten 5 cm ausnutzen muss doch aber irgendwie gehen, ohne gegen die Visierschienen-Regelung zu verstoßen.

    Vielen Dank schon mal für eure Kommentare.
    Ich habe selbst die Frage gestellt bekommen. Es ging bei dem Fragesteller um ein LG und da ist die Systemlänge ja auf 850 mm begrenzt.
    Dass jemand den Korntunnel nach vorn über die Laufmündung/Tube volle 5 cm montiert hat, habe ich auch noch nicht gesehen.
    Sven, deine Aussage 'nicht zulässig', kannst du die Quelle dazu nennen? Interessehalber. Waffenkontrolle? Wenn ja, welcher Level?

    In der Sportordnung stehen im Kapitel Auflage die folgenden Regeln:

    9.7.3 Zielmittel

    Optiken und Visiere siehe die Auflagentabelle Teil 9. Abweichend zur Gewehrregel darf der Korntunnel

    die Mündung max. 50 mm überragen. Visierschienen oder ähnliche Vorrichtungen sind nicht gestattet.

    Desweiteren findet man in der Tabelle 'Regeln für das Auflageschießen' in der Spalte 'Sonstiges' den Text:

    'Länge Korntunnel ≤ 80 mm, Korntunnel darf über die Mündung stehen. Restl. Maße 1.5.4'

    Meine Frage: Was versteht man / versteht ihr unter 'Visierschienen oder ähnliche Vorrichtungen sind nicht gestattet.'

    Ein frisch zum Kampfrichter A ausgebildeter Sportskamerad bezieht das auf den vorhergehenden Satz, dass das Überragen einer Visierschiene über die Mündung unzulässig ist und somit das Überragen des Korntunnels gar nicht machbar ist.

    Stellt sich mir doch die Frage: Was ist nun eine Visierschiene überhaupt? Die 11-mm-Prismenschiene?

    Solch einen Korntunnel kenne ich aber gar nicht, der ohne eine 11-mm-Montage auskommt oder die Montage als 'Schwänzchen' über den Lauf bringt.

    Außerdem: Die Aussage zu 'Visierschienen oder ähnliche Vorrichtungen' ist doch eine generelle. Mir fehlt der Bezug auf den vorhergehenden Satz.
    Aber damit würde am gesamten Gewehr eine 11-mm-Prismenschiene unzulässig (so man die als Visierschiene betrachtet) ...
    Und 'ähnliche Vorrichtungen' öffnen Tür und Tor für Interpretation! :cursing:

    Murmelchen hat da wohl recht. Die Schäfte wurden gleich für die Anschütz-System gefertigt. Die Unterschiede waren, so weit ich mich erinnere, nicht so groß. Die Bohrungen für die Systemschrauben saßen an anderer Stelle und man benötigt eine Ausfräsung die Stoßplatte und die Stoßplatte selbst. Aber die ist wohl nicht kriegsentscheidend.
    Und nicht vergessen: Man braucht auch noch die extra kurzen Schrauben mit dem Anschütz-Feingewinde.
    Der KK300-Schaft ist doch kein Mehrgewinn ggü. einem 1913er SuperMatch-Schaft. Der KK300-Schaft ist eher ein Jugend-Gewehrschaft und in den ein schweres System einbauen?

    Bei dieser 'stacheligen' Berührfläche wird die Schneide des Abzugskontrollgewicht schon Halt finden. Wenn die Schneide nur um 45° versetzt aufgesetzt werden kann, so sollte die Abzugsgewichtskontrolle doch trotzdem funktionieren. Aber die Leute der Waffenkontrolle sind ja immer für Überraschungen gut ...

    Hallo zusammen!
    Auf meine Anfrage per Mail bei Gerhard Furnier habe ich folgende Antwort erhalten:

    Meine Anfrage vom 26.06.2023:

    Herr Furnier,
    in der Kampfrichter-Info 6/2018 nehmen Sie bei der Höhe der Griffs unter dem Vorderschaft am LG Bezug auf das von der SpO vorgegebene Maß D von 120 mm.
    Mit der Neuregelung der Maße durch die ISSF wurde das Maß D auf 140 mm erhöht und im Februar in die SpO des DSB übernommen.
    Darf ich schlussfolgern, dass dieses Maß nun auch für den Griff unter dem Vorderschaft beim Auflageschießen Gültigkeit hat?
    Mit sportlichen Grüßen

    ---

    Gerhard Furniers Antwort vom 12.07.2023 (habe ich glatt bis heute übersehen):

    Sehr geehrtes Mitglied,

    die Maße nach Tabelle 1 gelten auch für die Auflage-/Parawettbewerbe.

    Mfg

    Furnier

    Gerhard Furnier

    Vizepräsident Sport

    Deutscher Schützenbund e.V.

    German Shooting Sport & Archery Federation

    Lahnstr. 120 – 65195 Wiesbaden

    http://www.dsb.de/

    T: 08294 80050 | F: 0171 6213183

    g.furnier@dsb.de