Beiträge von Ludwig

    @Johann: Danke. Bin davon nur indirekt betroffen aber werde das anbringen.

    Allerdings hat das bei uns in der Gemeinde etwas einfacher funktioniert, den ersten Gang zur Gemeinde konnten wir uns sparen. Das wurde über eine Liste abgearbeitet. Aber da sieht man schon (wie auch @Karl sagt), dass die Auslegung sehr unterschiedlich sein kann. Das ist dann sehr verwirrend und eine echte bürokratische Hürde, die nicht erst nach 5 Jahren wieder hochpoppt, sondern bei jedem neuen Betreuer.

    Die Antwort ist da :)

    Am 19.09 und 27.09 wird es Tageslehrgänge geben.

    ratet mal, wo ihr mich dann da findet...

    Hast du eine Liste bekommen?
    Wenn du jetzt noch deine Informationen (etwas genauer ... Diszipliln, Niveau, Datum, Trainer) hier teilst.... vielleicht gesellt sich noch jemand aus dem Forum dazu. (Äh ich nicht, war schon x-Mal da)

    Allerdings hat es mich überrascht wie unterschiedlich selbst im gleichen Bundesland die Bestimmungen angewandt werden.

    Na da haben wir doch schon etwas, das es sich zu verbessern lohnt. Eine unterschiedliche Auslegung von Bestimmungen kann ungerecht sein.

    Hättest du da vielleicht ein konkretes Beispiel zur Hand?

    Um noch mal zum Thema zurück zu finden. Ich meinte nicht die selbst geschaffenen Hürden im Verein (sicherlich auch ein interessantes Thema). Sondern es geht um bürokratische Hürden, die man als Verein bzw. Funktionär überwinden muss, wenn man z.B. ein Schützenfest organisiert und dabei dieses und jenes Dokument bei den Behörden abliefern muss, gesetzliche Regelungen, Verischerungen, Haftung, Genehmigungen, Belehrungen etc.
    Wir sind in Deutschland ja sozusagen "zugeschissen" mit Gesetzen und Regelungen wo man in einem Sumpf von Fristen, Anträgen und Genehmigungen unter geht, sobald man nur einen Finger rühren will und am Ende wird man als Vereinsvorsitzender von irgend einem Hirni abgemahnt und verklagt.

    Die Politik hat verstanden, dass das Ehrenamt eine wichtige Säule in unserer Gesellschaft ist und dass diese Säule dabei ist wegzubrechen. Deshalb will man scheinbar helfen. Ein Abbau von Bürokratie führt zu einer Entlastung für alle, die ehrenamtlich tätig sind.

    Was fällt euch zu dem Thema "Bürokratische Hürden im Ehrenamt ein"?

    Mir wurde die Möglichkeit eröffnet, Meinungen an dafür zuständige Stellen in Bayern heranzutragen. Mit landesspezifischen Sachen aus anderen Bundesländern kann ich leider nicht viel anfangen.
    Gemeint sind wohl Dinge, die mit Behörden geregelt werden müssen.

    Beispiel: Organisation von Veranstaltungen. Was funktioniert gut, was weniger?

    Bitte mal das Waffenrecht und Sprengstoffrecht ausklammern.

    Schreib einfach mal Monika Karsch oder Thomas Karsch an. Für einen größeren Lehrgang mit mehreren Leuten kommen die auch mal nen Tag zu euch in den Verein. Der Preis pro Kopf liegt da auch bei ~40€.
    Wenn du dich an den BSSB wendest, dann ans Sportbüro. Petra Horneber ist dort für die Lehrgänge zuständig. Die richtigen Kontakte findest du auf der BSSB Homepage unter Verband->Geschäftsstelle.

    Die Ausbildungsordnung selbst ist ja vom DOSB vorgegeben.
    ...
    Mein Verein hat nur für letztes Jahr 460 EUR Vereinspauschale bekommen, die Kursgebühr haben wir jetzt nach einem Mal schon wieder drin und unsere Kids und Erwachsene kann ich nun mit mehr Wissen versorgen und voranbringen.

    Das für Sport zuständige Landesministerium hat auch noch die Finger drin. Zumindest steht das so in der Lehrgangsausschreibung des BSSB. Das mit der Vereinspauschale gibt es glaube ich nicht in jedem Bundesland.

    @Carcano: Danke für deine Ausführungen (Das Posting mit den Punkten 1-8). In vielen Punkten stimme ich dir zu. Eins würde mich jetzt etwas mehr interessieren. Wie meinst du das mit den "Vereinsämtern" und "Verbandsämtern". Was müsste sich da genau ändern?

    Ja, Califax:
    Die Grundidee ist ja, dass jeder Verein, der auch tatsächlich Zuwachs hat (zumindest als Ersetzung der Abgänge), auch einen Vereinstrainer oder Clubtrainer hätte. Wer natürlich nur noch auf die Selbstauflösung wartet, braucht den nicht. Und genau diese Idee liegt dem französischen Modell zugrunde.

    Hinzu kommt noch die Überlegung, das die Ausbildung vor allem des Trainers C-Basis, aber zunehmend (!) auch die Ausbildung des Trainers C-Leistungssport sich nicht mehr nur auf (zunehmend imaginär) vorgestellte Kinder und Jugendliche als Trainingsteilnehmer fokussieren darf, sondern immer stärker auch das Training mit breitensportlich interessierten Erwachsenen und mit leistungsbereiten späteren EInsteigern ins Auge fassen muss.

    ... auch die Hürden unnötig hoch und den Zugang unnötig schwer.

    Das klingt alles sehr einleuchtend und wäre schön wenn es so wäre.
    Ich würde aber trotzdem erst mal klein anfangen. Jeder Verein einen Trainer wäre schon toll. Wäre auch nicht schlecht, wenn dieser so ausgebildet wäre, dass er Anfänger jeden Alters in den Schießsport einführen kann, aber das halte ich für zweitrangig.

    Aber erklär mir das mit den Hürden noch mal.


    Zitat von BSSB Ausschreibungsheft 2015

    Bewerber werden nur zugelassen, wenn sie einen gültigen VereinsübungsleiterAusweis besitzen. Dieser ist mit der Bewerbung an den Bezirks-Referenten einzusenden. Ferner müssen alle Bewerber den Nachweis eines „Erste-Hilfe-Kurses“ erbringen. Dieser darf nicht älter als drei Jahre sein. Für die Bewerber der Gewehrausbildung muss zusätzlich die Ausbildung zur Standaufsicht nachgewiesen werden.

    Also (Bayern):

    • Vereinsübungsleiterausweis
    • Erste Hilfe Kurs
    • Ev. Standaufsicht
    • 350€ Lehrgangsgebühr (zahlt bei uns der Verein - man bekommt das ja doppelt und dreifach dann über die Vereinspauschale zurück). Verpflegung und Unterkunft übernimmt der Verband
    • Befürwortung des Gaues (zeig mir den Gau der das verweigert)
    • "Bewerbung" über den Bezirk

    Das sehe ich nicht unbedingt als große Hürden an. Mir erscheint es eher als große Hürde, dass das Kompaktlehrgänge sind. D.h. man muss sich ca. 10 Tage (in zwei Teilen) nach Hochbrück setzen. Das kann ja ganz nett und kuschelig sein, aber die Zeit muss man neben Beruf und Familie erst mal aufbringen. Ich finde es wäre leichter jeden Monat einen Samstag dort zu verbringen. Das höre ich auch immer wieder von Interessenten. Ich schätze den Referenten ist es kompakt lieber. Kann ich auch verstehen, weil die ja nebenher noch fast jedes Wochenende mit dem jeweiligen Kader unterwegs sind.

    Um noch mal auf die Studie zurück zu kommen. Diese bestätigt dem DSB auf einem guten Weg zu sein. Interessant wäre jetzt zu wissen, wie groß die Lücke zu "gut" tatsächlich ist und in wie weit es bei den Landesverbänden Unterschiede gibt. Ich bin auch gespannt, was mit der Studie weiter passiert. Ob man weitere Maßnahmen ergreift und ev. Druck auf die Landesverbände ausübt ihre Angebote auszubauen.

    Grandioser Quatsch von olympischem Ausmaß. Schön wär's ja. Ist aber nicht.
    Bayern (resp. die Oberpfalz) ist nicht Deutschland und Deutschland ist nicht Bayern.

    Carcano

    Also wenn du glaubst, dass es in Bayern gut ist, dann will ich mir gar nicht vorstellen wie es bei anderen Landesverbänden aussieht. Kürzlich wollte ich alle Jugendleiter in meinem Gau anschreiben und durfte feststellen, dass 1/3 der Vereine nicht mal einen hat. (Das hat allerdings mit der Zahl an VÜL nicht direkt etwas zu tun)

    Der BSSB bietet die volle Breite des DOSB Konzepts an. Das ist schon mal nicht schlecht aber wenn ich auf die Zahlen schaue, dann kommt Ernüchterung auf. Jährlich wird ein Lehrgang zum J und einer zum C Trainer angeboten. Wenn ich mal annehme, dass diese Lehrgänge ca. 60 Trainer ausspucken, dann ist das nichts bei einem Landesverband dieser Größe. Eine vernünftige Durchdringung mit qualifizierten Trainern wird man bei der Zahl nie erreichen, nicht mal wenn alle Trainer ihren Job 40 Jahre lang durchhalten. Ich bin mir sicher, wenn sich 200 jedes Jahr anmelden würden, dann würden auch 200 ihre Ausbildung bekommen. Nur sie tun es nicht. So gesehen geht die Studie mit dem DSB sehr freundlich um.
    Ich beobachte immer wieder, dass überall wo ein Verein einen C/J Trainer hat, auch die Nachwuchsarbeit sowohl quantitativ als auch qualitativ gut läuft. Vor allem liegt das am Engagement der Trainer, aber auch daran, dass ihnen das richtige Wissen vermittelt wurde. Ich habe auch noch nie einen sagen hören, dass die Kurse schlecht wären oder ähnliches. Im Gegenteil, alle raten dazu die Zeit zu investieren und diese Ausbildung zu durchlaufen. Also so schlecht kann das DOSB Programm ja nicht sein. (Gut, das ist jetzt nur Bayern, die Situation andernorts ist mir unbekannt)

    ... ich trainiere Jugendliche seit 1978 ... Ich hatte und habe im Moment auch wieder Jugendliche die an ADHS leiden und von denen ist keiner aggressiv. Anfang der 80 Jahre kam der Erste und weil ich nichts wusste von der Krankheit und mir das auch keiner sagte, war ich drauf und dran den Jugendlichen zu entfernen. ... ich wurde über die Krankheit aufgeklärt und ich lernte damit um zu gehen...


    Das ist auch einer der Knackpunkte. Als "alter Hase" bist du mit deiner Erfahrung allen Situationen gewachsen. Aber wie ist das bei einem "Betreuter" Anfänger?
    Der VÜL schafft eine gute Grundlage, aber einem ADHSler ist man dadurch noch lange nicht gewachsen. Beim Trainer C oder J ist weitaus mehr Psychologie auf dem Lehrplan. Nur ist es leider so, dass die meisten Schützenvereine gerade mal einen VÜL vorweisen können. Im Vergleich mit anderen Sportarten ist die Zahl der C/J im Schützenwesen sehr gering.
    Und jetzt kommt diese Studie. Sie empfiehlt dem DSB sein Bildungsprogramm weiter voranzutreiben, d.h. aber auch dass die Zahl der entsprechend ausgebildeten Trainer und Betreuer noch nicht hoch genug ist. Da darf man dann auch mal kritisch auf den eigenen "Laden" schauen.

    Hitze ist für ein Scheitern bei einer Meisterschaft mehr oder weniger eine Ausrede. Schließlich haben alle Teilnehmer bei über 30 Grad ungefähr die gleichen Bedingungen und schwitzen. Ich glaube nicht, dass man so eine Meisterschaft abbrechen oder verschieben muss.
    Ich sehe aber eine anderen Aspekt. Der Veranstalter ist ja auch für seine Teilnehmer verantwortlich. D.h. er muss dafür Sorge tragen, dass niemand zu Schaden kommt z.B. dadurch dass er ausreichend Getränke zur Verfügung stellt und seine Aufsichten anweist, darauf zu achten, dass alle Teilnehmer Getränke zur Verfügung haben und genügend Flüssigkeit zu sich nehmen.
    Im Fußball und Tennis ist das allen geläufig, im Schießsport nicht unbedingt.

    Der DSB hat eine Studie bei der Uni Würzburg in Auftrag gegeben um Erkenntnisse über die Bildungsarbeit im DSB zu gewinnen.

    Kaum ist die Studie veröffentlicht stürzen sich auch schon die Medien wie die Geier darauf.

    http://www.dsb.de/aktuelles/meld…chuetzenbundes/

    Der Augsburger Allgemeinen ist das sogar eine Spalte auf der Titelseite wert "Schützenvereine ziehen vor allem aggressive Kinder und Jugendliche an".

    Der Bayerische Rundfunk ist da schon etwas vorsichtiger "Hort der Wütenden?"

    Die Mainpost berichtet "Aggressive Kinder beim Schießsport"

    Das Hamburger Abendblatt zeigt sich bei der Überschrift etwas differenzierter "Schießsport an sich macht nicht aggressiv"


    Zunächst mal will ich den DSB für den offenen Umgang mit der Studie loben. In anderen Sportverbänden (wo Schlägereien am und auf dem Spielfeld auf der Tagesordnung stehen) würde man die Studie für immer und ewig wegschließen. Andererseits ist die Medienarbeit des DSB offensichtlich gewaltig in die Hose gegangen. Wollte man doch eigentlich herausstellen, dass die Bildungsarbeit des DSB bei der Studie gelobt wird, der DSB auf dem richtigen Weg ist und sogar eine Vorreiterrolle unter den Verbänden des DOSB einnimmt.

    Hier die kurze Ergebnisdarstellung (link) der Uni Würzburg.

    Mich wundert nur ein bisschen, dass die Zahl von nur 94 Teilnehmern anscheinend als repräsentativ bewertet wird - bei über 40.000 Mitgliedern in dieser Altersgruppe. Es wurden Kinder und Jugendliche im Alter von 10-14 Jahren befragt. Offensichtlich wurden auch in anderen Sportarten Teilnehmer gesucht, z.B. Handball. Ich konnte allerdings nichts über deren Ergebnisse und Teilnehmerzahlen finden.

    Hallo,

    ich mache nicht mehr mit. Das rumgeeiere ist mir zu blöd. Die DSB Schützen sind nun mal die größte Gruppe. In der Ecke habe ich auch das Stammschießen gesehen. Die anderen sind mir da ehrlich gesagt auch ziemlich Wurscht. Die Diskussion darüber erschließt sich mir nicht so recht.

    Den bisherigen Organisatoren danke ich für die gute Arbeit in den letzten Jahren. Das war prima und hat mir Spaß gemacht.

    Grüße
    Ludwig