Beiträge von Wulfrin

    Hallo,
    ich hab jetzt noch einmal in Sachen SpO recherchiert. Danach sieht es wie folgt aus:

    SpO 2009 Ziffer 0.5.4.1 beinhaltete Beschränkung auf max. 1,5-fache Vergrößerung.

    SpO 2014 Ziffer 0.5.3.1:
    „Die Verwendung eines optischen Zielhilfsmittels ist gestattet. Farbgläser dürfen verwendet werden.
    Eine optische Hilfe darf entweder im/am Diopter oder im Korntunnel angebracht sein.
    Die Verwendung einer Schießbrille ist gestattet“

    SpO 2016 Ziffer 0.5.3.1:
    Die Verwendung einer opotischen Korrekturlinse (Astigmatismusausgleich) ist gestattet. Farbgläser dürfen verwendet werden.
    Eine (1) optische vergrößernde Hilfe darf entweder im/am Diopter oder im Korntunnel angebracht sein.
    Die Verwendung einer Schießbrille ist gestattet.

    Somit ist ab 2014 die frühere Beschränkung auf max. 1,5-fache Vergrößerung entfallen.

    Um aber auf die Eingangsfrage von

    Was bedeutet "Visierhilfe/optische Zielhilfsmitte frei"? Darf ein Adlerauge demzufolge mit einer Optik am Diopter kombiniert werden oder gilt dann SpO 0.5.3.1?

    zurück zu kommen; Adlerauge (0,3 bis 0,75) also entweder im Korntunnel oder im Diopter, Astigmatismusausgleich, stufenlos einstellbarer Dioptrien-Ausgleich oder Schießbrille zusätzlich möglich. Bezüglich des Adlerauges ist aber SpO 2016 Ziffer 1.5.1 zu beachten, danach im Gewehrbereich erst ab dem 46. LJ zulässig.
    Die irreführende Formulierung in "SpO Teil 9, Seite 6 (Auflagetabelle): "Visierhilfe/optische Zielhilfsmittel Frei" ist dem handwerklich katastrophalen Wortlaut (wie so vieles in der SpO) geschuldet.

    Ab 46 darfst du zusätzlich ein Adlerauge bis max. 1,5 fache Vergrößerung(0,5dpt.) oder eine Optik am Diopter benutzen.

    Frage: Woher nimmst Du die Aussage "bis max. 1,5 fache Vergrößerung(0,5dpt."? Nach Ziffer 0.5.3.1 darf doch "Eine (1) optische vergrößernde
    Hilfe entweder im/am Diopter oder im Korntunnel angebracht sein. Eine Reglementierung auf 0,3, 0,5, 0,6 oder gar 0,75 Dioptrien ist doch dort nicht getroffen !

    Hallo,
    Nach Ziffer 0.2 der SpO darf die Waffe nur abgelegt werden, wenn u.a. die "Sicherheitsvorrichtung" eingeführt ist. Es ist aber in der SpO nicht erwähnt, dass eine rote Sicherheitsschnur vom Munitionsschaft bis über die Mündung hinaus reichen soll. Der DSB-Vizepräsident Sport, Gerhard Furnier, hat mir auf Anfrage bestätigt, dass in der SpO der Begriff Sicherheitsschnur gar nicht erwähnt ist und damit national jede Behauptung zu dieser einer Grundlage entbehrt. Es seien lediglich die Sicherheitsbestimmungen des Standbetreibers zu beachten, d.h. deren Sicherheitsblatt. Üblicherweise gibt es bei Kreis- oder Landesmeisterschaften gar kein Sicherheitsblatt. Die Sicherheitsblätter zu den DM München, Dortmund oder Hannover sind im Wortlaut unterschiedlich und geben auch keine Auskunft über die genaue Handhabung der Sicherheitsschnur.
    Gruß
    Wulfrin

    Hallo an alle,
    auch H&N hat auf meine Nachfragen zum Thema Reinigen mitgeteilt, dass sie empfehlen, nach dem Verschießen einer Dose (= 500 Stück) den Lauf mittels Reinigungsdochten einmal trocken durchzuziehen.
    Aber hinzugefügt: Achtung: Nach dem Reinigen benötigt der Lauf bis zu 70 Schuss, um wieder auf dem alten Geschwindigkeitsniveau zu sein. Deshalb niemals direkt vor einem Wettkampf reinigen.
    Fakt ist aber, dass ich seit Anfang des Jahres bei beiden Gewehren nach jedem Schießen (40-80 Schuss) den Lauf wie erwähnt reinige. Probleme, wie sie H&N erwähnt, sind bisher nicht aufgetreten, eher im Gegenteil, die Schusswerte sind von Anfang an top!! Ich werde daher mal so weiter machen.

    Übrigens, die Antwort von H&N von gestern zum Thema Rotationssymmetrie beim Diabolo:
    "Ein exzentrisch gefertigtes Geschoss beginnt während der Flugphase zu taumeln. Entsprechend groß wird der Streukreis.
    Je exakter ein Geschoss gefertigt ist, desto kleiner der Streukreis. Ich kann Ihnen aber keine allgemeingültige Antwort auf Ihre Frage geben, denn eine „unterschiedliche Exzentrizität“ ist ein relativer Begriff.
    Grundsätzlich versuchen alle Geschosshersteller, alle Maschinenparameter so einzustellen, dass die produzierten Geschosse optimal geformt und nahezu rotationssymmetrisch sind.
    Eine vollkommene Rotationssymmetrie gibt es nicht, denn schon die kleinste Beschädigung, der kleinste Grat, geringste Abweichung der Legierungsbestandteile innerhalb eines Geschosses (um nur einige Faktoren zu nennen), bewirken eine kleine Asymmetrie.
    Ebenso muss man bedenken, dass jedes Geschoss durch den Lauf mit seinem Profil stark verändert wird. So werden z.B. kleine „Fähnchen“ am Heck durch die Felder des Laufes gebildet."
    Es bleibt also die Frage offen, ob die mit dem Diabolojoker messbaren Unterschiede von einigen Hundertsteln Abweichung tatsächlich aufwandsrelevant sind.

    Die Regel 0.9.7 nach der SpO 2015, wonach bei bestimmten explizit genannten Disziplinen ein Scheibenwechsler zulässig war, ist nach der SpO 2016 m.E. auch nicht besser geregelt worden. Jetzt sind die explizit genannten Disziplinen gestrichen worden. Nunmehr kann der Schießleiter Hilfskräfte zulassen, sofern die technischen Voraussetzungen dies erfordern. Was dass für technischen Voraussetzungen sein sollen, bleibt aber offen und damit wohl auch die weitere Unsicherheit.
    Bei den LM 2015 in unserem Verband wurde erwähnt, dass ab der C-Klasse Auflage ein Wechler zulässig sei. Meine Frage, wo dies steht, konnte mir aber niemand beantworten. Auch nicht, ob zwischen C-Klasse sitzend oder C-Klasse stehend ein Unterschied bestünde.

    Ich kann Murmelchen bezüglich der SpO 2015 bzw. jrtzt 2016 nur Recht geben. Ergänzen möchte ich nur noch, daa in der gesamten SpO im Gegensatz zum Thema Schuhe, Jacken Hosen etc. kein Hinweis auf Mützen o.ä. erwähnt wird.
    Wo das Problem sein soll, wenn der Neonschirm das Diopter berüht, erschließt sich mir ohnehin nicht.
    Allerdings bin ich auch schon anlässlich der DM 2015 in Dortmund von der Standaufsicht auf dieses "Problem" angesprochen worden. Unabhängig von der rechtlichen Situation ist es halt kontraproduktiv aus eigener Sicht, wenn ich mich im Wettkampf mit derartigen Dingen herumstreiten muss. D.h. im Zweifel halt den Neonschirm etwas höher rücken.

    Erfahrungen mit dem Diaboloprüfgerät von lottessporttechnik.de/produkte/joker/ kann ich gerne mal zum Besten geben.

    Auf der Hompage von lottessporttechnik.de/produkte/joker/ wird dargestellt, dass der Streukreis bzw. die Präzision der Diabolos auch davon abhängt, wie doch die Exzentrizität (Unwucht) des Diabolokelches ist. Geringe Exzentrizität = kleinerer Streukreis, größere Exzentrizität = größerer Streukreis.

    Als ambitionierter Auflageschütze interessiert mich dieses Thema natürlich. Daher habe ich dieses Prüfgerät erworben und getestet.

    Mein bisheriges Fazit ist, dass ich den Zusammenhang von Exzentrizität und Streukreis bisher nicht bestätigen kann. Aber der Reihe nach:

    Meine Frau und ich schießen mit dem FWB 800 Auflage, wobei ich bisher eine H&N 4,49 (ausgeschossen auf Papier, kreisrundes Loch, Diabolo fiel nicht durch) und meine Frau eine R 10 Match 4,49 (ausgeschossen elektronisch auf Meyton, Streukreis 5,9) verwende.

    Messungen mit dem Diaboloprüfgerät ergaben an sich zunächst hochinteressante Ergebnisse:

    Die Verwendung des Prüfdornes 4,48-4,49 für die R 10 war problemloser möglich als für die H&N. D.h., die H&N im Prüfdorn 4,48-4,49 sitzt so fest, dass bei Verwendung des am Gerätes befindlichen Entnahmestiftes jedes Diabolo anschließend im Kopf eine Delle aufwies! Messungen sollten daher zur Sicherheit mit dem nächstgrößeren Prüfdorn 4.50-4,51 erfolgen. Auswirkungen auf die Präzision konnte ich, allerdings im Auflageanschlag, aber nicht feststellen. Wie auch schon im Forum erwähnt, ist offensichtlich eine R 10 4,49 etwas anderes als eine H&N 4,49!

    Messungen in Bezug auf 500 Diabolos ergaben bei der verwendeten R 10 in etwa folgende Exzentrizitätenverteilung: 0,001 = 30%, 0,002 = 40%, 0,003 = 30%. > 0,003 ca. 5 Diabolos, bis zu 0,006.

    Messungen in Bezug auf 500 Diabolos ergaben bei der verwendeten H&N in etwa folgende Exzentrizitätenverteilung: 0,001 = 25%, 0,002 = 50%, 0,003 = 25%. > 0,003 ca. 10 Diabolos, bis zu 0,008, ein Ausreißer 0,017 (Kelch verdrückt).

    Nachdem die Auswirkungen der unterschiedlichen Exzentrizitätenverteilung im Auflageanschlag nicht wirklich beurteilt werden können, habe ich bei einem Waffenhändler dieses mit meinem Gewehr bei eingespannten LG auf Meyton mit je 10 Schuss elektronisch getestet (Lauf seit ca. 500 Schuss ungeputzt).

    H&N aus der DoseStreukreis 6,6

    H&N Ex. 0,001Streukreis 6,4

    H&N Ex. 0,002Streukreis 7,5, Wiederholung 6,6

    H&N Ex. 0,003Streukreis 6,5

    H&N Ex. 0,004Streukreis 6,5

    Signifikante Erkenntnisse kann ich daher aus diesen Ergebnissen nicht ablesen. Im Übrigen habe ich mit der Ex. 0,002 im Auflageanschlag schon öfters Ergebnisse pro 10 Schuss von 106 und höher geschossen.

    Ein anschließender Test mit einer Händlermunition R 10 Match ergab ein Streukreis von 5,5 bei 13 Schuss (1-2-3-meins)

    Die Ergebnisse mit dem Gewehr meiner Frau bei eingespannten LG auf Meyton mit je 10 Schuss elektronisch getestet (Lauf seit ca. 500 – 1.000 Schuss ungeputzt) waren deprimierend (Diabolokauf ausgeschossen im Oktober 2015 = 5,9 elektronisch, Test 12.2015).

    R10 Match DoseStreukreis 6,7, Wiederholung 7,8

    R10 Match Ex. 0,001 Streukreis 6,8, Wiederholung 7,0

    R10 Match Ex. 0,002 Streukreis 7,4

    R10 Match Ex. 0,003 Streukreis 6,9

    Signifikante Erkenntnisse kann ich daher auch aus diesen Ergebnissen nicht ablesen, im Gegenteil, die Diskrepanz des Streukreises vom Ausschießzeitpunkt zum Test war zunächst unerklärlich.

    Nach einer Laufreinigung mit Bürste und Docht war der Streukreis wieder im Bereich besserer Werte. Daraus habe ich die Erkenntnis gezogen, künftig der Laufreinigung mehr Beachtung zu schenken. Z.Zt. reinige ich den Lauf nach jedem Schießen (40-70 Schuss) mit 5 Dochten.

    Die Messergebnisse meiner neuen R 10 Match sehen in bezüglich der Exzentrizitätenverteilung total anders aus, als die R 10 Match meiner Frau, allerdings mit dem Prüfdorn 4,50-4,51 gemessen.

    0,001 = 0%, 0,002 = 5%, 0,003 = 65%. 0,004 = 30 %.

    Ich werde jetzt mal meine R 10 im Auflageanschlag (mit allen Vorbehalten) testen. Rein gefühlsmäßig glaube ich trotzdem, dass eine geringere Exzentrizitätenverteilung Einfluss auf das Schussbild hat. Ich habe interessenhalber mal RWS. H&N und FWB bezüglich ihrer Ansicht zur Exzentrizitätenverteilung und Laufreinigung angeschrieben. Mal sehen, ob und welche Antwort von da kommt.