So grüß euch,
ich habe nun die Randzünder Sellier und Bellot von Gromar erhalten. Die in die Hülse gesetzten Kugeln hatte von 4,35 - 4,50 mm alles dabei, und waren daher für mich untauglich. Diese habe ich herausgezogen.
S&B gibt ein paar körner pulver in die Hütchen, auf 800 Hülsen 1/3 Ü-Ei voll.
Vereinzelte Hülsen (unter 20 auf 800 hülsen) haben nicht genügend Zündmasse, um die kugel aus dem lauf zutreiben, diese ist dann allein im Rand und reicht nicht bis in die mitte hinen. Es macht dann auch nur ein verhaltens Klack des schlagbolzens ohne weitere Reaktion. Bei einem Teil der Hülsen weist die zündmasse in der mitte "materialverlust" auf, der sich aber im rahmen hält.
Da es sich hierbei um "kurze" Hülsen handelt , solle man die kugel bis in die Züge per hand setzen, ich hab dazu einen inbusschlüssel genommen - so erhält man auch direkt rückmeldung über den wahren durchmesser der kugel - mit entsprechender einpresskraft.
Die Basics zu den folgenden Schussbildern:
Nach jeder Scheibe 2x mit der kunststoffbürste durch den lauf,
die kugeln nicht rolliert (H&N 4,55, blei ohne kupfer)
das gewehr auf 2 punkten justierbar aufgelegt, gezielt per Diopter
Zu Bild 1:
Die Kugel wurde mit dem Inbusschlüssel bis ans Ende des Übergangskonus (eigene Deutung des einpressgefühls) / anfang der Züge gedrückt
Es wurden Hütchen ohne materialausbrüche genutzt.
Zu bild 2:
Die Kugel wurde mit dem Inbusschlüssel bis in die Züge hinein gedrückt, merklicher Kraftanstieg am ende des übergangskonus (anm. s.o.)
Es wurden Hütchen mit materialausbrüchen genutzt.
Zu bild 3:
Die Kugel wurde von Hand in das Patronenlager gerollt. Es wurde mit dem Hütchen weiter eingeführt.
Es wurden Hütchen ohne materialausbrüche genutzt.
Zu bild 3:
Die Kugel wurde von Hand in das Patronenlager gerollt. Es wurde mit dem Hütchen weiter eingeführt.
Es wurden Hütchen mit Materialausbrüchen genutzt. Der Ausreisser rechts unten entstand durch Hülse ohne ausreichend (s.o.) Zündmasse, der Laufstecker wurde mit weiterem Hütchen rausgeschossen.
Zu den Hütchen selbst:
der Durchmesser des Randes ist augenscheinlich etwas kleiner (ca 0,5mm) als bei RWS.
Die Hütchen dichten nicht sauber ab, es tritt Schmauch am Stoßboden aus.
Sie verursachen wesentlich mehr Verunreinigung als ich von RWS gewohnt.
Fazit:
Für mich als Trainings & ÜbungsHülse durchaus ausreichend.
Die Kugel setzen:
eine RWS-Hülse setzt die Kugel soweit, dass sich leichte Abdrücke der Züge auf der Kugel finden, (vmtl bis in einen Konus hinein). eine von Hand durch den Lauf gepresste Kugel weißt eine um ein vielfaches tieferes "Zugbild" auf.
Zu klären wäre die Frage, ob ich das Geschoss auch nach DSB per Hand bis in die Züge setzen darf (mit etwas, das Materialschonender ist als ein Inbus-schlüssel), da sich damit das problem des Rollierens teilweise lösen würde, da die Setzkraft nicht durch die Zündmasse aufgebracht werden muss, und diese dann gleichmäßiger wirken sollte.
Das setzen werde ich per hand durchführen, ich weiß nicht, ob sich der übergangskegel "zuschmieren" könnte mit blei, wenn ich die kugeln gar nicht setze.
Soweit heute meine Eindrücke.
mfsg daniel