Es würde mich überraschen, wenn bei einem Interessenten, der sich um die Aufnahme in einen Verein bemüht, nach der politischen Ausrichtung gefragt würde, ich kann mir das jedenfalls nicht vorstellen. Andererseits ist klar, dass eine Partei, die ein Schusswaffenverbot ausdrücklich in ihr Parteiprogramm schreibt, nicht gerade beliebt ist bei den Schützen. Aber kann man eine offizielle Parteimeinung so ohne weiteres einem einzelnen Anhänger dieser Partei anlasten? Das war eine allgemein gestellte Frage, denn es dürfte keine Partei in diesem Land geben, mit deren Programm deren Anhänger zu 100% einverstanden wären.
Was das Aufbewahren von Waffen im Verein betrifft, die einem Schützen gehören - Das mag in Einzelfällen zwar möglich sein, aber was ist das für ein Schütze, der aus prinzipiellen Gründen keine Waffe zu Hause haben will? Das ist in meinen Augen ein Widerspruch in sich. Und das dürfte bei dem Verein vermutlich nicht gut ankommen. Es gibt aber einen anderen, in meinen Augen wichtigeren Grund. Der Verein dürfte wenig Sinn darin sehen, einem Schützen dauerhaft eine Waffe zu leihen, nur um dem Betreffenden Kosten zu sparen. Die Vereinswaffe verschleißt auf Vereinskosten und steht auch nicht für Anfänger zur Verfügung.
Leihwaffen sind aus meiner Sicht dazu gedacht, dass Neulinge Waffen kennen lernen, lernen, damit umzugehen und - ganz wichtig - die Unterschiede zwischen der verschiedenen Waffen kennen lernen, damit sie sich aufgrund fundierter, eigener Erfahrung später eine eigene, für sie selbst passende Waffe zulegen zu können. Fehlkäufe sind gerade bei Waffen schwer bis gar nicht zu korrigieren.
Klaas