Die Theorie besagt, dass Abzugsbewegung, Abzugsachse und Laufachse in einer Linie liegen sollen. Das hat den Hintergrund, dass man keinerlei seitliche Drehmomente oder Bewegungen in den Schussablauf bekommt. Je nach Fingergeometrie oder Gesamtgeometrie der Hand sind allerdings auch individuelle eigene Positionen des Züngels möglich, bei denen sich alle sich aufbauenden Bewegungen und Kräfte aufheben. Züngel rechts bedeutet in der Regel Rechtsschüsse,....Züngel links Linksschüsse, Züngel zu weit vorn Linksschüsse, Züngel zu weit hinten Rechtsschüsse.
So weit die Theorie. Das gilt nämlich nur wenn die Handposition, Fingerlage und alle anderen Einflüsse durch entsprechende Maßnahmen (Griffgestaltung, Gewichte, Griffneigung, Griffdrehung, und was sonst alles noch möglich ist) auf neutral gestellt sind.
Trotzdem können individuelle Vorlieben oder "Zwangsbewegungen" es sinnvoll machen das Züngel nach links oder rechts auszuschwenken. Auch die Fingerlänge spielt hier eine Rolle.
Für die LP 10 bietet sich bei kurzen Fingern entweder der gerade Putter oder der schräge Putter an. Hierbei kann konstruktionsbedingt die Züngelvorderkante weiter nach hinten gestellt werden. Die schräge Oberfläche des neueren schrägen Putters ermöglicht individuelle Einstellungen die durch kein schwenkbares oder drehbares Züngel erreicht werden können, obwohl die Einstellmöglichkeiten begrenzt sind.
Bei der LP 10 hat sich der schräge Putter (bis auf wenige Ausnahmen) bewährt, bei anderen Waffen mal ja,...mal nein. Bei der LP 10 oder auch EVO kommt der Abzugsfinger von recht weit oben im gegensatz zu anderen Waffen. Das begünstigt den Einsatz des schrägen Putters.
Einfach mal probieren wenn es den Putter für eure Waffen gibt.