Beiträge von Matze1965

    Ich habe das Problem an meiner MG2 nur sporadisch.... Die mg2 mag es nicht wenn man zögerlich oder vorsichtig lädt... Dann scheinen die "Steuerzeiten" nicht mehr zu passen. Zusätzlich sind die projektile vorn in der Regel rund. Verkantet man dann etwas legt sich die Patrone quer. Was ich inzwischen mache ist den Schlitten oder Hammer vor dem zuführen des Magazins auszuhaken. Je zackiger repetieren desto weniger querlieger...

    Bei uns im Verein gibt es keinen Gastbeitrag für Tagesgäste.....

    Wenn ich natürlich von jedem Gast einen Tagesbeitrag bekomme schaut es anders aus. Allerdings möchte ich schon Dauergäste in den Verein einbinden.

    Und das auch "rechtssicher". "Betriebsfremden" die Anlage überlassen dürfte langfristig etwas komisch sein. Egal ob Geld in die Kasse gespült wird oder nicht. Da gibts immer noch die Forderung nach einer Aufsicht. Und wenn die nur Plinkern zuschaun soll lassen die sich irgendwann nicht mehr einbinden.

    Ich sehe das ganze etwas gespalten. Nicht unbedingt abgeneigt, aber die Regel sollte das nicht sein.

    Dann kommt es ja auch noch auf die Standgröße an. Bei 3 Luft Ständen und 2,5 KK 50 m Ständen ist das Zeitfenster zum Plinkern schon recht eng.

    Plinker als ständige Gäste und dann noch ohne jegliche Verantwortung geht gar nicht. Mitgliedschaft (nach angemessener Testphase beiderseits) muss schon sein. Wie oben schon erwähnt, unterhalten sich Gebäude und Stände nicht von allein. Andererseits gibts unangenehme Fragen wenn es doch einmal zu einem Zwischenfall kommen sollte, und dann steht der Verein blöde da weil er die Plinkerei zugelassen hat. Unser Amt fragt dann halt ganz blöde nach ....och...die Disziplin habt ihr ja gar nicht angemeldet.....zum Teil ist das ganze etwas engstirnig,...zum anderen aber nicht ganz unberechtigt.

    Bestimmt muss die Behörde nicht alles wissen,....dennoch muss das Augenmaß gewahrt bleiben.

    Man darf auch mal seinem Gefühl vertrauen und ein paar standardisierte Dinge probieren. Dazu gehört durchaus mal den Lauf durchziehen oder Schrauben kontrollieren. Man muss seine Waffe halt beobachten und überlegen ob das Ergebnis zum persönlichen Empfinden passt. Bedeutet nicht dass man bei jeder 8 alles zerlegt. Aber sich selber etwas in Frage stellen und parallel dazu überlegen welche Ursachen da sein könnten gehört dazu.

    Dass Deine ersten 5 Schuss eine Katastrophe waren ist völlig normal.

    Wichtig für Dich persönlich wäre halt nur festzustellen ob es eine magische Zahl (an Schüssen) gibt bei Der Du reinigen solltest, oder ob der Zeitpunkt variiert. Ist wie Lotto.......aber kann hilfreich sein.

    Die Frage wäre auch ob Du öfters die Munisorte wechselst oder nur mit einer Sorte schiesst....Hat alles Einfluss.....

    Viel Spass beim Austesten...

    Ottokar,...

    Du hast es einfach verstanden........

    Grundsätzlich ist eine Laufreinigung nicht notwendig, da die Bleischicht selbstregulierend ist. Das weisse am Kegel ist einfach oxidiertes Bleipulver. Wenn es zu viel wird stört es eventuell die Luftströmung. Ist aber eher eine optische Sache.....

    Ob der Filz schwarz oder grau wird ist egal. Hängt von der Form und dem Material des Laufes ab. Dann bleibt mal mehr oder weniger im Filz hängen. Grundsätzlich ähneln die sich, trotzdem machts jeder Hersteller ein klein wenig anders.

    Meiun Vorschlag ist ganz einfach.....

    Wer täglich seinen LG Lauf putzen will soll das ruhig tun....desto beruhigter können alle anderen den gemeinsamen Wettkampf angehen.

    Mein Eindruck...es wird zu viel von Luftdruck und KK Läufen vermischt. Warum sei dahingestellt.....ist mir ehrlich gesagt auch egal.

    Ist denn der Effekt, vor dem Schuß Ruhe im System zu haben nicht großer, als den Impuls nach dem Schuß zu minimieren?

    Um das System vor dem Schuss in Ruhe zu haben ist es völlig egal (oder annähernd) ob das Balance Gewicht weiter oben oder weiter unten sitzt. Idealerweise hebt man Impulse in der gleichen Ebene und (Gegen)Richtung auf in der sie entstehen. Alles andere provoziert zusätzliche Drehimpulse, die noch schwieriger zu beherrschen sind. Bin ich auf der Auflage auch nur einen mm weiter vorn oder hinten ist der Drehimpuls ein anderer als wenn ich auf der "geeichten" Stelle der Auflage sitze.

    Grundsätzlich sind LP ja für das freihändige Schiessen konzipiert. Somit wirkt sich ihr Eigengewicht incl. Absorber anders aus wenn ich plötzlich aufgelegt damit schiesse. Ich nehme durch das Auflegen Eigengewicht weg. Das fehlt mir dann an träger Masse ....Meine Hand muss trotzdem den Lauf hoch halten. Ist bei Auflage aber ganz anders unter Spannung als freistehend. Also wird schon die haltende Hand mehr Bewegung in das System bringen nur weil ich einen Teil des Waffengewichtes auf die Auflage übertrage. Je höher ich die Zusatzgewichte an den Lauf bringe... oder sogar drüber hinaus, desto mehr wird von dem Impuls neutralisiert. Ab irgend einer Höhe X über dem Lauf kehrt sich das ganze um und die Waffe will nach unten schlagen.

    Da das Teil aber komplett in den Prüfkasten passen muss bin ich von der Bauart begrenzt.

    Schau Dir die FP von Steyr an. Die hat den Lauf in der Handmitte. Das um den Impuls mittig in die Hand und den Arm zu leiten und nicht oberhalb der Hand. Damit wird das Hoch schlagen der Waffe selber vermieden.

    Das Gewicht wirkt in (oder über) Laufhöhe direkt dem Impuls entgegen. An anderer Stelle angebracht wirkt es als Pendel dem Impuls entgegen. Einen Impuls auf der gleichen Achse zu eliminieren ist sinnvoller als über 3 oder 4 Umwege.

    Massenträgheit an der richtigen Stelle ist sinnvoller als alles an Gewicht auszureizen den Impuls aber nicht eliminieren zu können.

    Nun ja,....

    die Gleitschicht besteht halt aus dem Blei aus den Diabolos,....weil,... was anderes wird bei Luftpumpen ja nicht durchgeschickt,.....

    In Oldtimern waren die Motorlager auch aus Blei,....hatte schon seinen Grund.....schmiert super....und....frisst nicht.....verschleisst einfach....

    Wird in der Chemieindustrie immer noch gern zum Abdichten oder auch schmieren bei speziellen Behältern genommen. Kann aber kaum noch jemand mit umgehen.....

    Und wir haben bislang nur von kalten Waffen im Zusammenhang mit Putzen geschrieben.

    Aber wenn Du es besser weisst, klär mich unwissenden doch mal auf, aus was die bleihaltige Gleitschicht in Druckluftläufen besteht.......

    Mir dürstet nach richtigen echten Rechtskonformen Erkenntnissen die auch einer gerichtlichen Prüfung stand halten und nicht nur der bildlichen Erklärung für noch unwissenderes Schützenvolk dient.....

    Boar Leute,...wie oft war das hier schon Thema ???

    Bei LG bildet sich im Lauf eine art Gleitschicht aus Blei durch die verwendeten Diabolos. Diese variiert je nach Einstellung des Gewehres (Geschwindigkeit etc.) und verwenderter Projektile (Mischung des Bleis, Alter,.....).

    So lange man bei einer Charge bleibt sollte sich da auch nichts ändern. Bei einem Muniwechsel oder äußeren Einflüssen (Oxidation durch nicht benuzten oder oder oder) kann sich diese "Gleitschicht" verändern. Meisst neutral dass sie sich einfach umstellt, bei Pech aber auch in Aufbauchungen im Lauf. Kurz da lagert sich Blei auf. Das kann dann irgendwann schädlich werden (Präzision, Geschwindigkeit, Schussbild.......vielleicht erzwungene Defekte).

    Wenn man dann einen Munitest macht und findet kein Los, wird in der Regel der Bleifilm gestört. Entweder mit Durchziehen von Filzen, Dochten oder Putzstock. Durch schiessen von Filzen hat in der Regel kaum effekt und kann zu Problemen führen weil bei einigen Gewehren nur ein Pistolenlauf verbaut ist und ein ganz viel Nichts nach von aufgebaut ist um die Systemlänge zu erreichen. Da können Filze auch schon mal im Nichts stecken bleiben. Ist dann etwas Aufwand alles wieder raus zu bekommen. Die Fasern der Filze setzen sich auch gern in Strömungsrelevante Bauteile und verändern die Strömungsverhältnisse.

    Jedenfalls bewirkt das "Putzen" des Laufes eine Störung der Gleitverhältnisse und des Bleigleichgewichtes im Lauf. Das muss sich erst wieder einstellen (ist halt bedingt reversibel). Bedeutet: wer vor einem Wettkampf seinen Lauf Putzt spielt gern Lotto. Das Schussbild wird sich verändern und erst zum Wettkampfende hin wieder wie gewohnt sein.

    Den Effekt nutzt man halt beim Munitest, dass sich mit Grenzwertigen Losen bei einer Vollreinigung das Gleichgewicht im Lauf anders einstellt und dann brauchbare Lose gefunden werden.

    Öl im LG oder LP Lauf.....phu.... wurde mir bislang von keiner Seite geraten. Weder Hersteller noch Ladenbesitzer. Luftpumpen würde ich immer trocken reinigen bis kein schwarzer Abrieb mehr auf den Dochten oder Filzen ist. Die groben grünen von VFG müssen es auch nicht unbedingt sein. Zu Abrasiv....

    Am Griff sehe ich da keine Chance, weil die Tiefe der Auflage vorgegeben ist...da war was mit 4 cm. Ein Anbau am Griff oder der Auflage würde dann da hinzugerechnet werden.

    Möglich ist aber eine Gewichtsstange am Abzugsschutzbügel zu befestigen. Die LP@ und andere LP´s haben es so oder ähnlich gelöst

    Seitenbewegungen kommen oft auch von unvollständig angepassten Griffgeometrien. Die Handspannung verdreht dann die Waffe und der Schütze korrigiert dann gegen seine eigene Handspannung. Liegt oft an der Fingerlage (Mittel bis kleiner Finger). Wenn man die Hand anspannt sieht man es an dem wandernden Korn. In Kombination mit einem nicht optimal eingestellten Züngel wird das eine Zitterpartie. Einige kommen trotzdem mit guten Ergebnissen raus,....andere lassen sich durch das "Wackeln" verunsichern. Sehr individuell das Thema. Auch der Stand beeinflusst die Seitenbewegung. Das Schussbild allein gibt nur Hinweise auf die Baustellen die man sich anschauen kann.

    Die Bleifreien Diabolos haben ein anderes Gewicht und sind dadurch schon anfälliger für Fehlschüsse. Ob das Produktionsverfahren gleich ist und somit die gleiche "Präzision" erreicht wird kann ich Dir nicht sagen. Jedenfalls reagieren die Läufe anders auf das Material, weil die "Schmierwirkung" anders ist als bei der Bleimuni.

    Durch andere Gewichte werden andere Geschwindigkeiten im Lauf erreicht. Ob das sinnvoll einzuregeln ist, das kann ich Dir so nicht sagen. Schneller heisst nicht immer präziser......Oft liegt das Geheimnis in der Langsamkeit.

    Die Bleibelastung von Schützen ...da habe ich bislang keine vergleichbare Studie gesehen. Eher so allgemeines. Aber nichts das über die breite Masse der Schützen erhoben wurde. Somit...Einzelfall zur allgemeinheit hochgerechnet.

    Ansonsten hängt die persönliche Bleibelastung von vielen FAktoren ab. Das beginnt beim Trinkwasser (Auch da sind immer noch Bleileitungen im Einsatz), geht über Bleistaub auf den Ständen. Hier hängt viel von der Luftfeuchte und der Luftbewegung auf den Ständen ab und natürlich von der Disziplin. Hier hat jede Waffe seine eigene Bleiabgasfahne. Je nach Bauart, Lauflänge, Kompensatoren, Entlastungsbohrungen und natürlich von der Munition. KK Muni oder Luftdruckmuni.......

    Das größte Bleipotential hat mit der Kugelfang. Je mehr Projektile dort zerspritzen anstatt eingefangen zu werden, desto höher ist die Bleibelastung in der Luft.

    Auch das Laufende gibt beim Verlassen des Projektils Blei ab. Bei einer Luftströmung Richtung Kugelfang kommt das Blei nicht beim Schützen an.

    Das Aufnehmen von Blei über die Haut dürfte den geringsten Anteil haben, während Verschlucken den größeren Anteil hat. Verbleite Finger durch Hantieren mit Projektilen und Bleischrott sind da wohl die größten Quellen.

    Ein funktionierender Stand und Handhygiene sollten die Bleibelastung des Schützen niedrig halten.

    Waffen wie Revolver geben schon Konstruktionsbedingt mehr Blei in die unmittelbare Umgebung ab.

    NAchdem die Römer Bleigefäße zur Aufbewahrung von Wein genutzt haben und nicht an Bleivergiftung sondern an anderen Dingen gestorben sind finde ich eine zu strikte Diskussion über Blei im Schießsport an sich müßig. Das bedeutet nicht, dass alle gehalten sind unnötige Bleiemissionen zu vermeiden. Also den Stand sauber zu halten, die Kugelfänge auf einen sinnvollen technischen Stand zu bringen etc..

    Unnötig Blei in die Umgebung zu blasen muss nicht sein.