Auf der anderen Seite, was spricht dagegen, das Mitglieder, die nur bei Vereinsinternen Wettkämpfen mitmachen, mit den Waffen ihrer Vereinskollegen schießen?
Hat sicher nicht jeder ein Teures Matchgewehr, welches man ungern fremdschießen lassen möchte.
Ich persönlich gebe ungern meine Waffen für solche Aktionen her.
Wenn ich weit mehr als 1000€ ausgegeben habe, habe ich dabei immer ein ungutes Gefühl.
Ich denke, ein Jugendlicher, der den Ernst des Sportschießens verstanden hat, wird so schnell wie möglich, eine eigene Waffe anstreben.
Das ist logisch! Aber die wenigsten Jugendlichen haben so viel Geld (auch gebraucht sind gute Sportwaffen ja keine Schnäppchen).
Und die meisten Eltern geben auch nicht so viel Geld für ihre Kinder aus (wenn sie nicht selber im Verein sind).
Alleine schon der Stichpunkt Führerschein: Wenn Eltern ihr Kind vor die Entscheidung LG/LP oder Führerschein stellen, werden die wenigsten sich für das Sportgerät entscheiden!(an ihrer Stelle würde ich das selber ja auch nicht machen)
Ich für meinen Teil halte nicht viel davon, das ein Verein über alles verfügen muß, was der Waffenmarkt hergibt.
Wir im Verein haben es wie folgt gelöst:
Bis letztes Jahr waren wir sehr stark Seitenspanner geprägt (damit wollte keiner mehr schießen, alleine weil die ganz Jungen und die Älteren die Kraft zum Spannen nicht haben.
Dann haben wir fast alle Seitenspanner verkauft 2 FWB 700 Basic gekauft und an der FWB Vereinsaktion teilgenommen .
Jetzt haben wir 1x FWB P70 Junior (wir auch für das Lichtpunktschießen benutzt)
1x FWB 700 Universal und 2x FWB 700 Basic sowie eine Walther LP 300 Club.
Zusätzlich haben wir noch ein paar Seitenspanner (die keiner mehr benutzt
) wie FWB 65 und FWB 600.
Dann haben wir ein gutes, gebrauchtes Anschütz 1903 KK Gewehr gekauft und ein Weihrauch übernommen.
Vorher hatten wir ein altes Walther KK aus den 60er und ein Anschütz von vor 1958 (Beschussstempel ohne Ort und Datum) 

So sind wir ganz gut aufgestellt.
Ich verstehe meinen Schützenverein halt als Sportverein. Warum für den Breitensport (ob nun Gelegenheitsschütze oder ambitionierter Freizeitsportler) kein eigenes Sportgerät genutzt werden sollte, erschließt sich mir nicht.
Weil sich kein Mitglied, welches nur 2-3x im Jahr schießt (Königsschießen und allgemeines Preisschießen), sich für mehr als 1000€ eine Waffe kauft. So viel Geld hat (jedenfalls bei uns) niemand übrig!
Bei Schützen, die wöchentlich Trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen, ist das natürlich was ganz anderes!