Das kann ich alles sehr gut gebrauchen, Mouchhunter! Danke!
Die Fragen will ich natürlich nicht unbeantwortet lassen. Zunächst zu mir: Ich bin bisher reiner Kurzwaffenschütze. Die Langwaffe ist für mich komplettes Neuland. Ich habe demnach weder Ahnung vom Langwaffenschießen noch sonstige Ausrüstung und spezielle Bekleidung. Das ist für mich ein Nebenthema zur GK-Pistole, so wie die Lupi für mich auch eher Ausgleichssport ist (man kann nicht alles gleich gut machen) aber wenn es Spaß macht und ich was erreiche, werde ich das sicher ausbauen.
Der Schwedenmauser, den ich von einem Schützenbruder übernommen habe, ist nach einem Todesfall jetzt nach zwei Stationen bei mir gelandet. Der Verein hat die Waffe gemeinschaftlich vor einem Verkauf in fremde Hände quasi "gerettet". Man wusste warum. Der Schaft ist übersät mit Meisterschaftsaufklebern bis zur DM. Dabei waren Forster Competition-Halskalibrierer und Setzmatrize, RCBS-Vollkalibrierer, ca. 900 (!) feuergeformte Hülsen, größtenteils Norma und sehr viel andere, nette Kleinigkeiten, die ich hier nicht alle aufzählen will. Die Matrizen habe ich schon zerlegt, gereinigt und dann nach den Anleitungen von Forster wieder zusammengesetzt und justiert. Ergebnis sieht gut aus.
Von den ersten zwanzig (selbstgeladenen) Schuss habe ich zehn aufgelegt auf 100m abgegeben: Erst einen rechts oben in die Sieben gesemmelt, dann in die 9 dann die 10. Am Ende standen die Sieben, eine Acht, drei Neuner, fünf Zehner auf dem Zettel. Gewehr und Munition funktionieren! Mit den zweiten 10 Schuss habe ich mich dann mal am freihändigen Liegendanschlag versucht. Schon ein ganz anderer Schnack. Eine Fünf (örks!) eine Sieben, zweimal die Acht, fünfmal die Neun, immer schön um die Mouche herum.
Die Waffe ist keine Schönheit aber sie tut was sie soll und der Rest liegt jetzt an mir.
Der Abzug hat etwas Vorzug, deutlichen Druckpunkt und bricht nach reichlich Gewicht schön trocken. Lange nah am maximalen Abzugsgewicht den Druck zu halten und den Schuss dann erst bei ruhigem Visierbild mit wenig restlichem Druckaufbau brechen zu lassen, kneift ganz schön im Zeigefinger, ist aber auch machbar. Wenn man das Visierbild schnell ruhig bekommt, ist es gar kein Thema. Die Visierung ist offen, die Schießbrille ist auf mich angepasst, damals schon mit dem Gedanken, sowohl für die Pistole als auch das Ordonannanzgewehr nutzbar zu sein, was auch funktioniert, verstellen muss ich sie nur immer ensprechend für den jeweiligen Anschlag.
Im Moment brenne ich darauf, die nächsten Patronen zu laden und weiter zu machen!
Für Tipps zur Optimierung bin ich immer dankbar. 

Viele Grüße
Stefan