Beiträge von sammler

    Hallo JoJo1955,
    Viel Spaß mit deinem Revolver!
    Bis zur Ausstellung der Genehmigung nach §27 (Pulverschein) kannst Du deinen Revolver auch mit Presslingen schießen. Die zählen als Munition, wenn Du den VL-Revolver auf der "gelben" hast, hast Du damit einen Munitionserwerb für diese Presslinge.
    Die sind zwar etwas teurer als loses Schwarzpulver, zum Sammeln erster Erfahrungen aber durchaus brauchbar.
    Zur Reinigung: Trommel herausnehmen (geht ganz einfach, musst nur die Trommelachse lösen und nach vorn herausziehen) und den Pulverschmmauch mit Wasser (feuchten Lappen) entfernen, auch den Lauf innen erst mit feuchtem Lappen reinigen, bevor er trocken gewischt wird. Auch die Trommelbohrungen so reinigen. Am besten dreht man auch die Pistons heraus und reinigt auch die Pistons und auch die Trommel hinten.
    Nachdem die Waffe wieder trocken ist, hauchartig einfetten, damit kein Rost entsehen kann. Das "hauchartig" gilt auch für die Trommelachse.

    ...So schön der Beitrag auch war, ich fürchte, eine Ausstrahlung am Sonntag um 19 Uhr nur im Bayerischen Rundfunk bringt uns da nicht so viel....


    jeder beitrag, in dem wir Sportschützen als teil des ganz normalen Lebens (und nicht als Ausbilder für Amokläufer) dargestellt werden, hilft.

    Zitat

    ...Trotzdem großes Lob an den BR für diesen gelungenen Beitag so ganz ohne Dummschwatz....


    Hat irgendjemand den beitrag mitgeschnitten? Und ihn irgendwo zum Download eingestellt. Oder kann mir eine DVD/VCD davon machen (Kosten werden erstattet)?

    Die Basis des Schießsports sind intakte Vereine. Die schaffen nämlich mit ihren Beiträgen erst die Basis für solche Dinge wie Jugendarbeit. Ein Verein kann aber nur dann überleben, wenn er die Interessen ALLER Mitglieder befriedigt, nicht nur die einer bestimmten Altersgruppe. Ein Verein hat immer auch soziale Aufgaben, ist, gerade auf dem Lande, auch Gelegenheit für Kommunikation.
    Zu einem guten Verein gehört aber auch Tradition, wobei Tradition nicht das Anbeten von Asche, sondern das Weitertragen des Feuers bedeutet. In diesem Sinne verändern sich gute Vereine ständig, sie passen sich an aktuelle Gegebenheiten an, ohne zu vergessen, woher sie kamen und wohin sie wollen.
    Jugendarbeit und Nachwuchsgewinnung ist sehr wichtig. Sie stellt das Weiterleben des Vereins sicher und sichert auch die immer notwendige personelle Erneuerung. Genauso wichtig ist es aber, auch die anderen Mitglieder im Verein zu halten. Ein Verein braucht beide, "Junge" und "Alte", braucht Leistungssport, aber auch Spaß in der Freizeit. Eine Orientierung der Vereine ausschließlich auf den Leistungssport und das Herausdrängen (bzw "Entmündigen") von Mitgliedern, die keinen Leistungssport (mehr) betreiben, wird kurz-, auf jeden Fall aber mittelfristig zu einer Zerstörung des Vereins führen.

    Ich arbeite übrigens gerade ältere Jahrgänge der Schützenzeitung durch und lese dort die gleichen Klagen über das Fehlen der Jugend (die "heute") ganz andere Interessen hat als auf dem Scheibenstand zu schießen, Klagen über die fehlende Anpassung an die Moderne, das Überwiegen der "Alten", die den Fortschritt verhindern, das die betriebenen Schießdisziplinen langweilig sind und dringend an die Erfordernisse der Neuzeit angepasst werden müssten usw. usw..

    Achso, ich lese gerade die jahrgänge 1880 bis 1884.

    Ein Freund bat mich, auf Folgendes hinzuweisen:
    "Am Sonntag, den 03. Oktober um 19.00 Uhr zeigt das Bayerische Fernsehen in seiner Reihe „Unter unserem Himmel“ den bereits 2009 gedrehten Film „Schützenleben in Bayern“.

    Wir hoffen, dass der Film bei unseren Mitbürgern, die bisher dem Sportschießen gegenüber skeptisch eingestellt sind, etwas Verständnis und Interesse wecken kann und auch bei den Schützen selbst große Resonanz finden wird.

    Bitte geben Sie den Sendtermin an Ihre Vereine weiter – auch positive Reaktionen und Zuschriften an den Intendanten des Bayerischen Rundfunks, Dr. Thomas Gruber, können sicher nicht schaden, um die Bereitschaft, zukünftig über das Schützenwesen zu berichten, zu fördern!"
    Positive Reaktionen können gerichtet werden an:

    Bayerischer Rundfunk
    Anstalt des öffentlichen Rechts
    Rundfunkplatz 1
    80335 München

    Telefon: 089 / 59 00-01

    ... Ruger Vorderladerrevolver "Old Army" ... Soll ich dat Teil kaufen?? :S :S Die Frage die sich anschließt, ist die, wo kann ich was für Disziplinen damit schießen. Der Verein wo ich Mitglied bin, ist im DSB und ich bin außerdem im BDMP Mitglied.


    Endlich mal ein Interessent für das schöne Vorderladerschießen!

    Der Old Army ist eine schöne Waffe, leider beim DSB nicht startberechtigt, da er eine "Neukonstruktion" ist und kein historisches Vorbild hat. Beim DSB sind aber nur Nachbauten alter Originale zulässig. Wie das beim BdMP ist: ???


    Was brauch ich noch an Wissen, Lehrgänegen etc für den Vorderlader/Schwarzpulverbereich. Murmel und so kann man ja frei kaufen, Pulver aber nicht. Und wie günstig sind die Lehrgänge im Bereich Vorderlader/Schwarzpulver.


    Du brauchst einen Lehrgang. Frag in deinem Verein oder Kreisverband nach, wer bei euch wann/wo einen Lehrgang macht. Daneben gibtb es auch gewerbliche Lehrgangsträger; Frankonia macht z.B. von Zeit zu Zeit Lehrgänge.
    Alles, was Du wissen musst, wird Dir im Lehrgang beigebracht. Was Du vor dem Lehrgang an Dokumenten beibringen musst und wo Du die bekommst, wird Dir bei der Anmeldung zum Lehrgang schon gesagt werden.
    So ein lehrgang kostet so irgendwo zwischen 100 und 150 Euro. Nach Bestehen der Prüfung musst Du dann bei deinem zuständigen Amt eine genehmigung nach §27 Sprengstoffgesetz auch Pulverschein genannt) beantragen. Erst wenn Du die hast, kannst Du Pulver kaufen.

    ...Was kann ich machen dass ich nich sonn schiss vor wettkämpfe habe?
    ...


    So komisch das auch klingen mag: Mehr Wettkämpfe schießen, um Dich an den Stress zu gewöhnen. Und die Ratschläge beherzigen, die schon gegeben wurden. Zudem: Es gibt auch so etwas wie eine "mentale Wettkampfvorbereitung". Dazu gehört z.B. autogenes Training. Hast Du es damit schon mal versucht?

    ...habe diesen Beitrag auch gesehen und mich echt gewundert, dass so etwas zulässig ist. Obwohl es ja die USA ist, hätte ich nicht gedacht, dass man so frei rumballern darf.
    ....


    Und Du glaubst so einfach alles, nur weil es RTL im Fernsehen zeigt?

    Denk mal an all die Berichte der letzten Wochen über die "Waffennarren" und "psychopatischen Sportschützen" und über die Vereine, "in denen Amokschützen ausgebildet werden", dann kannst Du Dir in etwa vorstellen, wie "wahr" und "realistisch" auch dieser Bericht war.

    Für mich heißt das: Ich darf maximal 3 halbautomatische Gewehre oder 2 mehrschüssige Pistolen (z.B. Sportpistole) haben. Alles was darüber hinausgeht, muss vom Verband genehmigt werden (evtl. wieder ein "Formularwirrwarr").


    Nein, das ist eine falsche Interpretation. Generell muss schon die erste Waffe vom Verband genehmigt werden. Allerdings brauchen dazu keinen NAchweis der Teilnahme an Wettkämpfen, sondern nur Sachkunde und regelmäßiges Training müssen nachgewiesen werden.

    Ab 3. KW bzw ab 4. Selbstladegewehr (Selbstladegewehre sind aber nur in einigen Landesverbänden zugelassen) gilt zusätzlich, dass die Teilnahme an Wettkämpfen des Verbandes nachgewiesen sein muss.


    Zitat

    Das Problem von zu vielen Waffen stellt sich eher den Waffensammlern, ein Sportschütze kann seine Berechtigung immer irgendwie nachweisen.

    Naja, auch das ist so nicht richtig. Der Waffenerwerb der Sammler (die haben eine spezielle WBK, die "rote") ist völlig anders geregelt als der der Sportschützen; ein Sammler muss keine Teilnahme an Wettkämpfen nachweisen und soll mit seinen Waffen auch nicht sportlich schießen.

    Und das ein Sportschützen "seine Berechtigung immer irgendwie nachweisen kann", könnte bei "3 und mehr Waffenbesitzkarten" (also 24-36 Waffen) durchaus schon mal schwierig werden.

    ... Als Problem sehe ich jedoch die hohen Munitions- und Waffenpreise. Denn im Vergleich zu LG oder KK ist Feuerstutzenschießen doch sehr kostspielig und daher für Jüngere meist ungeeignet, da man ja auch trainieren will ohne gleich "arm" zu werden.


    Ja, das ist tatsächlich ein Problem. Für die Jugendarbeit sind Feuerstutzen (schon wegen seines Gewichts) kaum geeignet, und auch für die Munitionsversorgung muss man selbst laden. Auch das geht frühestens ab einem Alter von 21 Jahren.

    Trotzdem denke ich, dass man die jüngeren Schützen in die Traditionspflege (und auch das Traditionsschießen) einbeziehen sollte.

    Und ich kann mir dann auch vorstellen, dass mancher ältere Schütze seinen Stutzen, mit dem er (aus Altersgründen) selbst nicht mehr schießen kann, lieber zu einem günstigen Preis an einen jüngeren Schützen im Verein weitergibt und damit hilft, dass die Tradition nicht stirbt, als dass seine Erben später seinen Stutzen bei egun oder sonstwo meistbietend verhökern.

    bei uns wird Feuerstutzen geschossen. Wir haben ein paar ältere Schützen im Verein, die die Tradition weiterleben lassen.


    Vielleicht klappt es ja, dass die älteren Schützen die Tradition (und irgendwann vielleicht sogar ihre Stutzen und ihre Erfahrungen damit) an die jüngeren Schützen weitergeben. Ich finde es immer schade, wenn die Tradition nur etwas für "die älteren Schützen" ist.

    Nur mit Leistungssport allein ist es sehr schwierig, einen Verein am leben zu erhalten.

    ...
    Nächstes Wochenende haben wir bei den SPS-Simbach-Zell einen int.Wettbewerb.Wenn Du Lust hast

    ...

    Danke für die Einladung, Lust hätt ich schon, aber so 750-800km Strecke nur für die Hinfahrt sind mir doch zu weit.
    Hab mir grad eure Homepage angesehen, auf den Bildern ist auch zumindest ein Schütze mit einer Bristlen zu sehen.
    Ansonsten: Hochachtung für die separate Blattl-Wertung. Hier im Norden ist diese Art der Wertung so gut wie unbekannt.

    Aber sag mal, schießt ihr auch Feuerstutzen?

    ...daß wäre der richtige Moment wo der DSB die Großkaliberschützen ausgliedert, daß die einen eigenen Verband gründen. ... So könnte der Gesetzgeber wenn er Großkaliber zu lassen möchte, daß mit den dementsprechenden Auflagen tun.Ich möchte nicht alle über einen Kamm scherren, aber diese ganze Misere wurde ja mit solchen Waffen verübt. ....


    Das nennt man das St. Florians-Prinzip, nach dem schönen Spruch. "Guter Heilger Florian, schütz dieses Haus, zünd andre an."

    Wenn wir als Schützen nicht zusammenstehen, haben wir bald keinen Schießsport mehr. Es geht auch nicht um "böses Großkaliber - gutes Kleinkaliber", sondern um den Schießsport im allgemeinen. Auch mit KK-Pistolen kann man Amok laufen, wie z.B. vor ganz kurzer Zeit an einer Schule in Finnland.

    Achso: Auch "Olympische Disziplinen" können sich übrigens jederzeit ändern. So war bis 1972 z.B. 300m-Gewehrschießen olympisch.

    Wie ist das eigentlich, wenn eine Bedürfnisbescheinigung widerrufen wird? (Nehmen wir mal an es ist bekannt geworden, dass ein Schütze eine schwerwiegende psychische Erkrankung hat)

    Damit ist doch eigentlich die rechtliche Grundlage für den Besitz einer Waffe weg und der Eigentümer müsste sich entweder um eine neue Bedürfnisbescheinigung kümmern oder die Waffe verkaufen.
    Wie muss sich ein Schützenmeister in so einer Situation verhalten?


    Zunächst: Hat der Schütze bereits eine Waffe oder nicht?

    Fall a: Er hat lediglich ein vom Verband unterschriebenes Bedürfnis und noch keine Waffen: Das Bedürfnis kann dann auch nur vom zuständigen Funktionär des Verbandes widerrufen werden. Folge: Die Bescheinigung ist ungültig, es kann keine WBK beantragt werden. Falls der Mitarbeiter der zuständigen Behörde bei Vorlage einer gültigen Bedürfnisbescheinigung erfährt, dass eine schwerwiegende psychische Erkrankung vorliegt, darf er keine WBK ausstellen (mangelnde persönliche Eigung des Antragstellers).

    Fall b: Er hat eine Waffe. Hier ist die für die Ausstellung der WBK zuständige Behörde zuständig. Sie wird aber nicht eine einzelne Bedürfnisbescheinigung widerrufen, sondern die ganze WBK (... wenn nachträglich Gründe bekannt werden... ). Dann muss der Schütze alle Waffen verkaufen oder einem Berechtigten übergeben. Im Falle einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung wird wahrscheinlich die zuständige Behörde die Waffen sofort einziehen. Das hat nichts mit dem Eigentum zu tun, die waffe bleibt Eigentum des betreffenden Schützen; nur hat er nicht mehr die tatsächliche Gewalt über die Waffe.

    Der Schützenmeister des Vereins muss, wenn ihm so etwas bekannt wird, gerade im Falle einer schweren psychischen Erkrankung dafür sorgen, dass das betreffende Vereinsmitglied keine Leihwaffe auf dem Stand bekommt, da sonst eine akute Gefährdung 8fremd- oder selbstgefährdung) nicht ausgeschlossen werden kann. Und das so lange, wie die Erkrankung besteht.