Beiträge von strobo89

    Einzelne Körner hauspicken ist besser, als nur zu lesen und gar nichts zu kommentieren @Carcano von daher ist das vollkommen in Ordnung so.

    Ich muss jedoch ein paar Dinge vielleicht noch hinzufügen bzw. zu genannten Dingen von dir Stellung nehmen.


    In beiden Punkten hast Du recht. Das WaffG gibt in § 27 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 eine Untergrenze vor, und die lässt sich bis auf 10 Jahre nach unten erweitern. In Frankreich ist der Einstieg etwas früher als hier (ab 8 Jahren).

    Neuer Zuwachs wird überwiegend nicht mehr aus den Altersgruppen "Kinder" und "Jugendliche" kommen (ganz anders als z.B. bei Schwimmvereinen und im Fußball), sondern frühestens ab (AB !!!) Ende 20; das warr mit dem obigen indirekten Zitat wohl auch ursprünglich gemeint.
    Realistisch ist aber ein Neueinstieg und Wiedereinstieg (beides trenne ich erst einmal nicht) in den oberen Dreißigern oder Vierzigern.

    Kinder und Jugendliche kannst Du sinnvoll und zielgerichtet ohne zu hohe Reibungs- und Unterwegsverluste nur noch aus Migranten (ggf. auch 2. Generation) abschöpfen und gezielt aufbauen. Viele andere Sportarten haben das _längst_ begriffen und haben es vor allem auch massiv und offen medial thematisiert. Schützen kapieren's noch nicht.

    Seit einigen Jahren bietet sich den Vereinen doch die Möglichkeit, dass man sich für die Jugendarbeit Lichtpunktsysteme ("Lasergewehre/-pistolen") zulegt. Somit fällt die Altersgrenze von 10 Jahren weg. Man kann also auch bereits früher anfangen. Und saubere Technik lässt sich damit auch vermitteln bzw. kontinuierlich aufbauen. Ganz davon ab: Ausnahmegenehmigungen erteilt der ein oder andere Landkreis auch bereits vor dem 10. Lebensjahr.

    An Jugendlichen mit Migrationshintergrund haben wir bislang keinen einzigen erreichen können. Das liegt aber mitunter vielleicht auch an unserer ländlichen Beschaffenheit und dem bisherigen Nichtvorhandensein eben jener Menschen mit Migrationshintergrund. Aber die Vereine in der Nähe, die von so etwas profitieren könnten, selbst die haben sogut wie keine solcher Schützen in ihren Reihen.

    Und wenn ich in den Vereinen hier bei uns mal die Altersstrukturen analysiere, so stelle ich fest, dass doch mehr wirkliche Jugendliche zum Schießsport hinzugewonnen werden als eben ältere. Bei "älteren" liegt - meiner Ansicht nach - die Schwierigkeit in verschiedenen Punkten: Arbeitssituation, Familie bzw. Familiengründung, etc. etc. Da ist also wenig Spielraum für Mitgliedergewinnung bei 20+. In den letzten Jahren haben bei uns lediglich zwei Schützen den Weg in den aktiven Schießsport gefunden, die über 20 sind. Beide im 40er-Bereich. Und das auch nur, weil ihr eigener Sohn (Schülerklasse) seit drei Jahren bei uns aktiv ist. Wenn also der Sohn nicht im Jugendbereich gewonnen worden wäre, hätten wir auch diese beiden nicht als Mitglieder und als aktive Schützen hinzugewonnen.


    Diese Feststufe ist aber in 5 bis 7 Jahren ausgebrannt, und das wirst Du feststellen. Damit hat sich in den letzten 10 Jahren auch die Sportwissenschaft sehr intensiv auseinandergesetzt; nur sind die Erkenntnisse in vielen Fachverbänden noch nicht angekommen.

    Auch wir merken natürlich, dass es nicht leichter wird, neue Jugendliche/Personen für unseren Sport zu begeistern. Aber wenn man Jugendtage veranstaltet, sich bei Ferienspielen oder Märkten beteiligt, so zeigt man Präsenz und diese kann dann wiederum dazu führen, dass man neue Gesichter im Training begrüßen kann. Man muss jährlich an Konzepten pfeilen. Man muss entsprechende Werbung betreiben. Man darf auch gerne auf die "modernen Medien" (á la social network) zurückgreifen, damit man den Menschen allerzeit auch präsent ist - das mag für die einen nervig sein, aber darauf zielt Werbung im allgemeinen ja ab.


    Ja, und Kader ist auch nicht gleich Kader. Bayernkader oder Hessenkader will schon etwas heißen. In meinem SBSV dagegen können wir die auf dem Papier vorgesehenen Kaderplätze mangels Masse überhaupt nicht besetzen.

    Da du es nicht wissen kannst: ich bin aus Hessen. Entsprechend weißt du dann auch nun, auf welchen Kader ich mich in unserem Fall beziehe.
    Eine Entwicklungslinie in den Kadern und Landesverbänden muss natürlich auch stattfinden. Das liegt zum einen an den Landestrainern, zum anderen aber auch an dem Landesjugendleiter sowie seinen Gau- und gegebenenfalls Kreisjugendleitern. Diese haben durchaus in der Hand, dass sie etwas entwickeln bzw. beeinflussen können. Und bei den Kreisjugendleitern setzen dann wiederum die einzelnen Vereinsvertreter an - sofern man ihnen eine gewissen Mitsprache oder Zuwortmeldung denn zugesteht. Bei uns findet entsprechender Austausch regelmäßig statt.


    Und der Landesjugendleiter mit seinen Landesjugendsprechern arbeitet durchaus im Sinne und Wohle der Jugend. Zum Teil reagiere auch ich da mit einem gewissen Unverstädnis, wenn man z.B. das Jahrgangsschießen oder den Shooty-Cup dermaßen auflockert, dass alle eingeladen werden, auf der anderen Seite gibt man aber den Jugendlichen auch die Möglichkeit einmal mehr an einem großen Wettkampf und fremden Stand zu schießen und eine Art "Training unter Wettkampfbedingungen" (für viele ist es ja genau das) für die Landesmeisterschaften zu haben. Darüber hinaus wird das Kleinkaliberschießen durch Jahrgangsschießen im Liegendkampf und Sportgewehr seit einigen Jahren auch gefördert (nur Gau- und Landesebene, Kreisebene fällt weg). Und es gibt einen größeren Wettkampf mit dem Lichtgewehr/-pistole ein Mal im Jahr.


    Ihr braucht _einen_ Trainer, ja. Aber nicht notwendigerweise mit C aufwärts, so gut das wäre. Denn das deutsche Lizenzwesen ist verheerend fehlentwickelt und dysfunktional. Überhaupt nicht bedarfsorientiert. Es ist zum Haareraufen.

    Genau das meinte ich ja auch. Ich selbst sehe keine direkte Notwendigkeit einen Trainer mit Schein zu haben, wenn man in den eigenen Reihen - so wie wir - zwei Schützen, die mittlerweile in der Schützenklasse ("Herrenklasse") sind, hat, welche auf mehrjährige Kadererfahrung zurückgreifen können.


    Beste Grüße!

    Natürlich ist ein vorhandenes Konzept auch immer kompatibel für andere Altersklassen. Das wird keiner anzweifeln.
    Es bedarf dann hier und da mitunter kleinen Korrekturen und Anpassungen.
    Ein Konzept "von unten" wird aber vermutlich immer einfacher Anpassbar sein als ein Konzept "von oben" schnell abwärtskompatibel gemacht werden kann.

    War deine Frage bezüglich der Ansicht auf mich bezogen? Wenn ja: kurz nochmals melden und dann bitte gedulden. Da ich dafür etwas weiter ausholen müsste - auch um gewisse Dinge zu belegen und zu verdeutlichen -, bräuchte ich etwas mehr Zeit. Die ist aber in den kommenden Tagen doch eher rar bei mir...

    Hallo zusammen!

    Also, dass man ein Konzept als die Vorstellung eines einzelnen oder einzelner abtut, das halte ich doch für sehr fragwürdig. Hier liegt ja, wie Felix richtig sagte, die Zukunft. Und selbst hier haben wir Schützen es doch schwerer als andere Sportvereine. Anderswo kommen die Jugendlichen schon mit 5 oder 6 Jahren unter. Bei uns doch erst später.
    Und mit Ende-20 bewegt man nur die wenigsten (!) noch in einen Schützenverein, das setzt überwiegend erst viel später wieder ein. So sind da meine Erfahrungen.

    Um diesen Trend zu sehen, brauche ich mir nur mal unseren Schützenkreis und -gau anzuschauen. Hier ist es um die Jugendarbeit jeweils nicht so gut bestellt. Und auch bei den Schützen in den 20er sowie 30er Jahren tut sich nichts. Immer weniger schießen noch aktiv. Das sieht man zum einen bei Meisterschaften. Hier kommt noch hinzu, dass ab dem Alter der Schützenklasse fast die Hälfte der gemeldeten Schützen nicht mal bei den Meisterschaften antritt, die Starts einfach ausfallen lässt. Und die Rundenwettkämpfe bzw. Ligawettkämpfe? Beim Sportgewehr hat unsere Gauliga in 2016 wohl noch ganze 4 Mannschaften. Kreisklassen gibt es schon seit einigen Jahren de facto keine mehr. Und bei LG sieht es auf Dauer auch nicht unbedingt besser aus. Hier ist mancher Verein sogar froh, wenn noch eine einzige Mannschaft gestellt werden kann. Für eine zweite Mannschaft reicht es auf Dauer in den wenigsten Fällen. Schützen mit Ende-20 und mehr hören also aktuell vermehrt sogar auf. Vielleicht auch bedingt durch fehlende Perspektiven. Und die Vereine mit einer fortdauernden Jugendabteilung und -arbeit kann man fast an einer Hand abzählen - bei wohl gemerkt über 20 Vereinen im Schützenkreis.

    Wir selbst können immerhin 2 Mannschaften Sportgewehr und sogar 5 Mannschaften LG stellen. Vom Potential her sogar 3 Mannschaften Sportgewehr und 6 Luftgewehr. Mit jeweils vier Schützen pro Mannschaft. Und wieso geht das? Sicherlich nicht, weil wir Ende-20er für unseren Sport gewinnen (können), sondern weil wir eine ordentliche Jugendarbeit betreiben und hier regelmäßig und sinnvoll investieren. An sehr guten Tagen dürfen wir bis zu 30 Jugendliche beim Training begrüßen. Und wir sind kein Ort, wo es nur Sportschießen gibt. Bei uns herrscht eine große "Konkurrenz" der Vereine im Jugendbereich. Hoch frequentiert ist bei uns z.B. auch Kunstradfahren, Prellball, Reiter, Tischtennis und natürlich die Klassiker á la Fussball sowie Jugendfeuerwehr.

    Und wieso haben wir so einen guten Zulauf? Weil wir etwas dafür tun. Wir haben die Betreuer, die die Jugendlichen motivieren und "einfangen" sowie begeistern können. Wir haben eine gute und klare Linie und wir haben zwei exzellente Schützen, die an den richtigen Stellrädchen bei den Jugendlichen schrauben und sie antreiben über sich hinaus zu wachsen.
    Nicht zuletzt deshalb haben wir seit gut 15 Jahren kontinuierlichen Erfolg auf Landesebene und seit 2003 ununterbrochen Starter im Nachwuchsbereich bei der DM. Und der Erfolg hält Sportler - vor allem junge Sportler - in den meisten Fällen dabei. So ist es auch nicht verwunderlich, dass wir in den letzten 15 Jahren über 30 Medaillen bei Landesmeisterschaften sammeln konnten - knapp an die 20 davon waren Goldmedaillen - und sogar zwei Male Gold von der DM mit im Gepäck hatten. Und nicht nur im Einzel- sondern auch in Mannschaftswettbewerben waren Medaillen dabei. Nebenbei noch eine hohe Anzahl an Jahrgangssiegern auf Landesebene sowie auch eine Teilnahme am Bundesfinale des Shooty-Cup hatten. Dass wir seit 2003 ununterbrochen auch eine gewisse Anzahl an Schützen im Landeskader haben, sei nur mal eine Randnotiz. Frühere "Hochburgen" der Jugendarbeit in unserem Landesverband sind derzeit nur noch ein Schatten der Vergangenheit.


    Und dann soll man nur halbherzig Jugendarbeit betreiben? Oder zu spät Jugendarbeit betreiben? Oder vielleicht auch gar keine Jugendarbeit betreiben?

    Wenn das der Fall ist, dann habe entweder ich die Zeichen der Zeit falsch verstanden, oder aber viele andere verfolgen einen falschen Ansatz oder haben sogar gar keinen.


    Und wenn nun jemand sagt, dass das zu sehr in Richtung Leistungssport tendiert, dann muss ich betonen, dass nur Leistungssport bzw. Erfolg auch für eine entsprechende Basis an Breitensport sorgt. Man geht gerne in einen erfolgreichen Verein und unterstützt diesen - egal in welcher Form diese Unterstützung dann auch stattfinden mag. Es entsteht eine Zusammengehörigkeit und auch eine Teilhabe an Erfolg und Erfolgen.


    Ich sehe es als riesigen Erfolg an, wenn man ein Konzept entwickelt und dieses stetig verfolgt. Klar, es ist ein langwieriger Prozess, aber irgendwann kann man dann auch die Früchte des Erfolgs ernten. Und nur so kann man auch vermeintliche Top-Schützen in seinen eigenen Reihen halten. Ein Verein braucht nunmal Entwicklung und diese kann nicht nur von extern kommen. Mir ist natürlich bewusst, dass das viel Zeit und auch finanzielle Mittel in Anspruch nimmt, aber so erhalten wir uns. Wo wäre denn der Fussball, wenn man dort nur Sportler in den 20ern anspricht und keine Jugendarbeit betreibt?
    Und wir Schützen dürfen und sollten uns ruhig auch Dinge bei anderen Sportvereinen abschauen und neue Wege gehen.

    Jugendarbeit fördert darüber hinaus auch noch Aspekte der Sozialkompetenz und kann letztlich zu einem besseren Klima innerhalb des Ortes führen. Auch kann man durch zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Sportarten positive Synergieeffekte erzeugen und nutzen. Und wenn man eine gut strukturierte Jugendarbeit betreibt und sich Erfolge einstellen, so findet man auch einfacher Gönner bzw. Sponsoren. Das wiederum kommt dann ja auch wieder den ganzen Verein zu gute.


    Und braucht man dafür unbedingt einen Trainer mit C-, B- oder A-Lizenz? Ich denke, dass es mit entsprechendem Konzept und Eifer sowie Erfahrung auch ohne geht. Wir haben selbst keinen lizenzierten Trainer im Verein bzw. vor Ort und dennoch klappt es bis hin zu besten Erfolgen, sei es im Leistungs- als auch im Breitensport, sehr gut.


    Aus guter Quelle weiß ich auch, dass eine Vielzahl an Jugendlichen bei Landesmeisterschaften kaum noch eine ordentliche Technik drauf hat. Das durfte ich auch selbst schon beobachten. Und die, die eine gewisse Technik mitbringen, die kommen meist von den gleichen Vereinen und belegen auch entsprechende Platzierungen dann.


    Wer es anders sieht, der soll doch bitte seine Vorstellung mal entsprechend zu Papier bringen und darstellen, wie man Zukunftsfähig handeln kann. Wer nicht in 10, 20 oder 30 Jahres Schritten denken kann oder möchte, der sollte sich aber auch mit Pauschalphrasen zurück halten und nicht andere kritisieren oder durch unnötige Kommentare keinen expliziten Mehrwert bringen.


    Vereinssterben ist aufgrund von mangelnder Jugendarbeit und einer auch dadurch bedingten Überalterung mittlerweile keine Seltenheit mehr und wird wohl vermehrt vorkommen.

    Hallo!

    Also, das Konzept ab dich ist gut. Auch das zuerst sitzend Aufgelegt (Kniendrolle ist dabei auch vollkommen ausreichend) gar nicht schlecht. Diesen Punkt würde ich nochmals aufgreifen, um später den Schützen einen guten Umgang mit dem Einstellen/Korrigieren des Diopters zu erklären bzw. sie dies direkt testen zu lassen. Das schaltet etwaige eigene Fehler aus und der Schütze kann auch somit auf das "Drehen" konzentrieren.

    Was mir jedoch ein wenig "Kopfzerbrechen" bereitet: gerade Jugendliche lernen nicht so schnell und können sich auf Dauer auch nicht alles so direkt behalten.
    Meine Erfahrung in mehreren Jahren ist auch die, dass die meisten jedoch erst nach Jahren ein Gefühl dafür entwickeln, wo genau ihre Schüsse liegen.

    Dein Konzept ist auf jeden Fall ambitioniert und teilweise gut durchdacht. Ab einigen Stellen hinkt es jedoch - meiner Meinung nach - etwas.

    Wenn du Interesse hast, dann lass mir doch einfach mal das Dokument als Word-Doc zukommen - wenn ich am Wochenende etwas Luft habe, würde ich dann vielleicht den einen oder anderen Punkt in dem Dokument mit meinen eigenen Erfahrungen oder Einschätzungen kommentieren...

    Also, wenn es darum geht die Diopterscheibe beim Biathlon einzusetzen, dann ist natürlich die Qualität unabdingbar. Hier muss ja bei extremeren Temperaturen eine Reproduzierbarkeit ebenso noch gegeben sein wie bei "normalen" Temperaturen.
    da würde ich mich direkt bei den Herstellern auch mal "Infos" mit direktem Verweis auf Biathlon einholen. Bei MEC/Centra ist Herr Daniel in sehr kompetenter Berater was die Optiken angeht. Er wird dir mit Sicherheit auch mal eine Einführung in die richtige Einstellung der Diopterscheibe geben. Hier ist nämlich die Öffnung in zusammenspiel mit der gewählten Ringkorngröße entscheidend. Man kann da mehr falsch als richtig machen...

    Also, hört man auf das, was einige Optiker so sagen, dann sollte deine Wahl auf Centra fallen.
    Die Qualität an sich soll wesentlich besser sein und langlebiger. Außerdem besser reproduzierbar und genauer.

    So habe ich es bereits mehrfach gehört.

    Ich habe selbst sowohl Centra als auch Gehmann (gehabt) und kann ad hoc keine großen oder gar größten Unterschiede feststellen bzw. benennen.

    Mir ist bewusst, dass ein X kein Garant für gute oder gar beste Trefferleistung ist. Das Beispiel sollte eigentlich auch nur verdeutlichen, dass alte/ältere Läufe nicht schlechter sind als heutige bzw. auch besser sein können. Und bei einem X-System können die allermeisten eine entsprechende Alterszuordnung vornehmen...

    Ich muss aber auch sagen, dass ich selbst aus meinen Umfeld drei verschiedene X-Systeme kenne und alle drei sehr gute Leistungen auch heute noch bringen (!) ... Zufall oder nicht, dass sei dahingestellt und kann nicht beantwortet werden.
    Ohne einen älteren Lauf geschossen/getestet zu haben, würde ich diesen sowieso niemals kaufen. Egal ob X oder sonst etwas.

    Hallo OldGunner,

    ich sehe das recht ähnlich wie du auch: gewisse Dinge - man kann schon von Kleinigkeiten sprechen - werden geändert, aber was die Läufe angeht, da fehlt es ein wenig an der nötigen Leistung. Klar, als Spitzenschütze bekommt man auch hier was gutes, aber ansonsten zahlt mehr nur noch "Masse statt Klasse". So mein Eindruck.

    Ich habe ein System/Lauf "von der Stange" und der frisst gut was an Munition. Hatte lediglich einmal bei RWS in 2003 Munition getestet. Da konnte ich an Ende sogar aus drei verschieden Sorten (Special Match, R50 sowie R100) und dazu noch verschiedenen Losen auswählen. Jetzt nutze ich seit Jahren Rifle Match und mein Lauf bringt auch damit sehr gute Bilder zusammen...
    Vor kurzem kam ich durch Zufall während eines Wettkampfes kurzfristig in den "Genuss" ersatzweise mit einem der X-Systeme zu schießen. Trotz des Alters beste Trefferlage! (Schade, dass der Besitzer aufgrund der guten Schussleistung nicht verkaufen will...)


    Es ist nur die Frage, wie sich alles langfristig entwickeln wird. Werden Schützen bereit sein so viel für ein neues Sportgerät auszugeben? Oder bleiben sie stattdessen bei ihren bisherigen? Je nachdem wie sich das entwickelt, kann es passieren, dass zwischen den Leistungsniveaus eine Kluft entsteht. Attraktiver würde das unseren Sport definitiv nicht machen.

    Und dann der Stichpunkt Nachwuchs (-gewinnung): Wenn alles stets teurer wird, dann können sich natürlich auch immer weniger Jugendliche bzw. deren Eltern entsprechendes leisten. Ich habe das im vergangenen Jahr bei einer unserer Schützinnen gesehen: Im Frühjahr ein LG 8002, im Herbst ein KK 1907 Precise (+ zwei weitere Hakenkappen). Rolle, Riemen, Handschuh(e), Brille, Jacke und Hose (Maßanfertigungen jeweils). Nun sollen dieses Jahr noch neue Schuhe folgen. (Ich muss zum Verständnis dazu sagen, dass sie im Landeskader schießt). Wir wissen alle nur zu gut, was sie bzw. ihre Eltern also ausgeben mussten. Und wenn das dann andere Eltern sehen oder hören, dann ist das natürlich für die erstmal abschreckend...

    Aus wirtschaftlicher Sicht müssen natürlich auch die Entwicklungs- und Materialkosten der Firmen gedeckt sein. Aber je weniger Schützen sich neues Kaufen, desto weniger wird naturgemäß abgesetzt und desto teurer werden die Produkte dann auch wiederum verkauft.
    Das wirkt sich letztlich dann auch wieder auf die Vereine aus. Sei es in der Mitgliederzahl oder eben auch in der Vereinskasse.
    Wenn man sich als großes Ganze mal vor Augen führt, dann kann man ohne weiteres nicht beantworten, wo man als Schießsportverein in 10, 20 oder 30 Jahren steht...

    Was die Frage "mit oder ohne Visierung" angeht: ich weiß nicht, wie es Anschütz mittlerweile bei den KKs handhabt, aber bei den LG's ist mittlerweile die Visierung im Preis inbegriffen. Das ist dann standardmäßig die Visierung mit dem Diopter 6805. Du kannst gegen Aufpreis (von rund 200€, glaube ich) aber auch das Diopter 7002 dann bekommen. Ich denke, dass man das LG auch zu einem Minderpreis komplett ohne Visierung kaufen kann.

    Bei meinen LG 8002 war im letzten Jahr die Visierung (mit Diopter 6805) auf jeden Fall im Preis inbegriffen.

    Genau das meinte ich mit dem Verweis auf das Walther KK500. Besser durchdacht vom System her (das Schloss scheint noch kürzer als das von Anschütz zu sein und die Lademulde sitzt noch einen Tick weiter hinten) und auch was den Schaft angeht moderner und frischer.

    Wieso man das 54.30 nicht auch mit einem neuen Schaft versehen hat, bleibt mir momentan noch ein Rätsel. Man beachte dabei nur mal, dass für das LG ein - auf den ersten Blick - sehr gelungener Schaft entwickelt wurde. Da verstehe ich nicht, wieso man nicht diesen neuen Schaft gleich entsprechend auch für KK modifiziert hat... Hinterschaft, Backe, Kappe - das hätte man ja annähernd 1:1 übernehmen können. Bedeutet: man hätte am Vorderschaft eine andere Bettung gebraucht und vielleicht eine andere Vorderschafterhöhung konstruieren können...

    Ich selbst mag den Precise-Schaft beim KK nicht sonderlich - schieße selbst den vorherigen Alu-Schaft und finde den persönlich besser als den Precise-Schaft. Auch was z.B. die Hakenkappen dann beim Precise-Schaft angeht, greifen die meisten - auch Landeskader - auf Tec-Hro, MEC oder die "englischen Kappen" zurück.

    Ich gehe davon aus, dass auch der Precise-Schaft für das 54.30 (leicht) modifiziert werden muss (-te). Ein Aufwand war also sowieso vorhanden.

    Aber: Vielleicht kommt ja ein entsprechend abgewandelter Schaft des LG für das 54.30 im kommenden Jahr. Dann aber mit Aufpreis von Betrag X sowie außerdem der üblichen jährlichen Teuerung um Betrag Y - und dann liegt man für das Gewehr auch schon bei oder gar über der 4000er Marke... (leider).

    Danke für die Ausführungen!

    natürlich ist mir auch klar, was ein Bleiker in etwa kostet, das steht außer Frage. Soweit ich mich erinnern kann, gab's auch mal noch eine kleine Firma mit einem Sportgewehr. Auch hier war der Preis extrem hoch.

    Kurz zum Thema Bleiker: Habe vor kurzem gehört, dass eine Nation derzeit ihren Schützen sogar von Bleiker abrät, da dort die derzeitige Leistung der Läufe wohl zu wünschen übrig lässt. Die Empfehlung ging wohl zu einen Gruner+Jahr System...

    Aber zurück zum Thema: auch wenn das neue System von Anschütz vermeintlich besser oder komfortabler ist als das alte, so finde ich einen Mehrpreis von guten 800€ doch enorm.
    Zumal mir z.B. das Walther KK500 einen genauso guten Eindruck macht (Preis hierbei bleibt abzuwarten).

    Bleibt letztlich nur noch die Frage, wer dann soviel Geld dafür ausgeben kann und auch möchte.

    Ich selbst bin recht klein gewachsen, habe also mit meinen 1907 gewisse Defizite beim Laden (gerade beim Liegend) - dennoch schieße ich seit Jahren einen 560er Rundendurchschnitt (ohne Training muss ich betonen). Und ein mehr an Komfort wird mich jetzt nicht unbedingt dazu bewegen soviel mehr Geld auszugeben... und ob ich dadurch bessere Leistung bringe steht auf einem ganz anderen Blatt.

    Ich kann zwar verstehen, dass ständig alles im leben teurer wird - aber unser Sport leider unter der ständigen Teuerung seitens der Firmen doch extrem. Ist meine Meinung, die muss ja niemand so teilen.

    Also, das ist schon ein sehr stolzer Preis. Sollte es nicht laut Ankündigung im Bereich des entsprechenden Vorgängermodells liegen? War das Vorgängermodell auch bei grob 3900€?

    Sorry für die Frage, aber mein 1907 ist schon 12 Jahre alt - da waren die Preis ja noch halbwegs "normal" im Vergleich zu heute...

    Das hat Königstiger treffend beschrieben. Und das kann natürlich bei jedem verstellbaren Bauteil/Berrich passieren. So beispielsweise auch im Bereich der Schaftschränkung. Aber solches passiert eher dann nur in den Riemendisziplinen natürlich.

    Gerade diese "schleichende Vetstellung" bei der Hakenkappe kann ich bzw. konnte ich bei mir selbst und auch anderen Schützen schon öfter beobachten (Anschütz, liegend).
    Wobei ich das selbst nicht von einem direkten negativen Ergebnis sprechen kann...

    Vielen Dank schonmal für die schnellen Reaktionen!


    Genau, ich habe für mich als Laien auch erst gedachte, dass es eben so läuft:

    - Laufen (400m)
    - Schießen (Stehend, 5 Ziele müssen getroffen werden)
    - Laufen (400m)
    - Schießen (Stehend, 5 Ziele müssen getroffen werden)
    - Laufen (400m)

    Das ganze, so viel ist klar, natürlich in so wenig Zeit und so schnell wie möglich.
    Auch habe ich es immer so verstanden, dass Einzellader (im eigentliche Sinne also normale LGs) verwendet werden müssen. Hier scheint es bzw. kann es aber wohl auch noch unterschiedliche Gewichtsklassen für die Gewehre geben.

    Allerdings habe ich dann versucht mich mehr damit zu beschäftigen, mir mehr Infos zu holen. Dann fand man sowas wie "1x Stehend, 1x Liegend", dann war von allerhöchstens 7 Schüssen die Rede, ein anderes mal von Strafrunden und somit höchstens 5 Schüssen. Da lag dann einfach mein Problem.

    Für die Einfachheit und die Massenkompatibilität wäre jedoch das reine Laufen und Stehendschießen eigentlich genau das richtige.

    Schade, dass das Dokument der ISSF (Regelwerk) nur auf Englisch ist. Klar, ich kann auch Englisch, aber manchmal hat an einen Fachbegriff dann doch nicht gleich parat...

    Hallo zusammen!


    Während der Berichterstattung zum diesjährigen Weltcup in München bin ich erstmals auf die Disziplin bzw. Wettkampfart Target Sprint gestoßen.

    Leider fanden sich auf die schnelle noch nicht so sonderlich viele Informationen hierzu.

    Kennt ihr Target Sprint? Kennt ihr ein gutes Regelwerk auf deutsch dazu? Oder kennt ihr einen Ansprechpartner?

    Mich interessiert vor allem auch, wo die (große) Abgrenzung zum Sommerbiathlon ist.

    Also, das wenige, was man so an Infos zu Target Sprint hat, lässt erahnen, dass dieser Wettkampf durchaus Zukunft hat und auch für die Jugendgewinnung genutzt werden kann.


    Beste Grüße! :)

    So, nun wurde auf Facebook von "Sport Shooting Product News" auch ein kleines Video zum Anschütz 9015 ONE (so lautet der offizielle Name des Gewehrs) veröffentlicht. In dem Video stellt Julian Justus aus der Nationalmannschaft das Gewehr ein wenig vor und nennt die einzelnen Verstellmöglichkeiten mal knapp:

    https://www.facebook.com/SportShootingProductNews/videos/vb.853830114679762/894568750605898/?type=3&video_source=pages_video_set


    Ich hoffe, dass der Link auch ohne Facebook-Registrierung zu erreichen ist.


    Beste Grüße!

    Gute Idee bezüglich des Kügelchens! @ Königstiger

    Was den Hinterschaft angeht: ja, ich dachte mir auch, dass der eher nur schränkbar als abnehmbar ist. Natürlich, wo ich etwas recht schnell festschrauben bzw. umschrauben kann, da kann ich auch problemlos etwas abbauen und austauschen. Aber hier scheint es wirklich eher um das Schränken zu gehen.

    Die Bedenken oder gar Erfahrungen bezüglich der Haltbarkeit - gerade oder speziell bei den Riemendisziplinen - kann ich nachvollziehen. Die Drücke sind da teilweise doch sehr extrem. Gewollt oder ungewollt. Und da kann es schonmal schnell dazu kommen, dass sich da etwas schleichend verstellt. Zumal es auch genügend gibt, die nicht alle Schrauben immer nachziehen.
    Ich hatte über eine ähnliche Verstellmöglichkeit für die Höhe einer Vorderschafterhöhung speziell für das Kniendschießen nachgedacht, die Idee nach Rücksprache mit einem Metaller aber verworfen - eben genau aus dem Grund, dass der Druck zu groß sein könnte und das System dann lockert/verstellt...

    Ich bin absolut kein Experte für Walther, daher ist das schwer zu beantworten.

    Eine Einschätzung ist aber die, dass man wohl dieses oder kommendes Jahr mit einem LG500 rechnen kann. Ich schätze das jetzige E-Modell als letzte Stufe des LG400 ein. Entsprechend wäre in absehbarer Zeit ein Nachfolger denkbar... zumal man einiges vom Schaft/Hinterschaft des KK500 übernehmen könnte, man sich hier also Konstruktionsarbeit sparen würde. Eine Schaftkappe aus dem Hause MEC dazu.

    Aber man sollte es mal abwarten.

    Wenn Anschütz das 9015 ONE ab der DM verkauft, warte es Martin schon ein großer Coup von Walther, würde man bei der DM ein LG500 präsentieren.
    Das KK500 blieb bis zuletzt anscheinend geheim, wohingegen Anschütz weder KK noch LG bis zuletzt gehen halten konnte/wollte...