Beiträge von strobo89

    Hier sind auch mal zwei Statements aus der Presse, die der Däne Steffen Olsen abgegeben hat:


    "There are pros and cons. The fact that there are points is really good because even though you shoot a bad shot you can still come back and win the next couple of points. But the two minutes of preparation is a bit too short and five shots from each of us to decide the event is too few."
    ("Es gibt Pros und Contras. Der Fakt, dass dort Punkte verteilt werden ist sehr gut, weil selbst wenn man einen schlechten Schuss macht, kann man wieder zurück komen und die nächsten paar Punkte gewonnen. Aber die zwei Minuten Vorbereitungszeit sind ein wenig zu kurz und fünf Schüsse von jedem von uns, um den Wettbewerb zu entscheiden, ist zu wenig."
    [Fußnote 1]


    "Air rifle really isn't my event and that combined with nerves," said Olsen. "Everything was moving – I was just lucky they hit the targets."
    ("Luftgewehr ist wirklich nicht mein Wettbewerb und das (steht) in Verbindung mit den Nerven [...] Alles war sich am Bewegen, ich war einfach nur glücklich, dass sie die Ziele getroffen haben")
    [Fußnote 2]


    Ich kann Olsen verstehen, dass die Vorbereitungszeit sehr knapp ist. Auch dürfen hier ja keine Probeschüsse gemacht werden (Final-Matches). Das zweite Zitat aber - nach meiner Interpretation bzw. Ansicht - entkräftet den Punkt ein wenig. Denn wenn ich insgesamt ein Problem mit meinen Nerven während eines Finals habe, dann spielt es auch nur eine untergeordnete Rolle, ob ich 1, 2 oder 10 Minuten für Vorbereitung habe. Ich kenne das selbst auch ein wenig von mir.
    Dass es Punkte für diese einzelnen Duelle gibt, hier muss ich Olsen absolut zustimmen, ist sehr gut gelöst. Das erklärt Olsen auch ganz treffend.


    [Fußnote 1] http://www.sportsmole.co.uk/shooting/denma…hed_229647.html (zuletzt aufgerufen: 27.06.2015)
    [Fußnote 2] http://azertag.az/en/xeber/Italy…le_event-866187 (zuletzt aufgerufen: 27.06.2015)

    Guten Morgen!

    Ich habe mich mal dran gesetzt und für die eventuell Interessierten das Regelwerk der ISSF zum Mixed Wettbewerb in den Luft-Disziplinen schnell übersetzt. Mit Sicherheit sind in der Übersetzung hier und da kleine Fehler enthalten - das bitte ich zu entschuldigen.

    Ich stelle euch die Übersetzung auch hier Mixed Air Pistol 50_Mixed Air Rifle 50.pdf als PDF gerne zur Verfügung.

    Es würde mich freuen, wenn ihr euch mal die Zeit nehmt und vllt. die Regeln durchlest und euch mal Gedanken zu dem Wettbewerb macht. Wie findet ihr den Wettbewerb? Was haltet ihr von den einzelnen Ebenen, etc. etc.?


    Beste Grüße und ein schönes Wochenende!

    Interessant im Sinne von "den Hinweis interessant finden". Nicht mehr, nicht weniger zu dem Zeitpunkt. Habe mir entsprechend keine weiteren Gedanken dazu gemacht und mir auch nicht das Video gesucht/angeschaut. Dafür fehlt mir die Zeit.

    Ich verstehe nur deinen 2. Teil des Satzes nicht... "und warum nur für die Auflockerung eines (Jugend-) Trainings?". Auf was willst du mit der Frage hinaus.
    Wenn ich den Post auf Training/Jugendtraining beziehen - im Sinne des Threadthemas also - dann fällt mir leider gerade nichts weiter dazu ein...

    Ich bitte um Aufklärung.

    Hallo zusammen!


    In den letzten Tagen fanden bei den Europaspielen in Baku ja die Disziplinen LG und LP Mixed statt.

    So wie ich es verstanden habe, treten dort Nationen jeweils mit einem Schützen und einer Schützin an. Da ich jedoch nur die Ergebnisse verfolgt habe, bin ich mir nicht sicher, wie der Modus hierbei abläuft. Aber ich habe es so verstanden, dass bei diesem Mixed-Wettbewerb insgesamt pro Person 9 Schüsse auf Wertung gemacht werden (sicherlich gibt es vorher eine begrenzte Probezeit). Diese 9 Schüsse werden vermutlich im Finalmodus geschossen. Die Wertung erfolgt dann nach jedem einzelnen dieser Schüsse, wobei sowohl der Schuss des Schützen als auch der Schuss der Schützin addiert werden. Die Nation mit dem höheren Ergebnis aus diesen beiden Schüssen bekommt dann einen Punkt. So ein Match kann also bereits bei 5 Schüssen entschieden sein, oder aber auch bis zum 9. Schuss spannend bleiben (Ausgang entsprechend 5:4).

    Wie findet ihr diesen Wettbewerb? Habt ihr da eine Meinung zu?
    Und habt ihr vielleicht etwas über die Regeln davon gehört?


    Lasst mal was hören!


    Beste Grüße

    Guten Morgen daddihsv,


    leider habe auch ich keine Erfahrungen mit den von dir genannten Lochkornen. Ich bin erst durch deinen Thread darauf aufmerksam geworden und auch mich wurde der Effekt interessieren.

    Allerdings wollte ich zu deinem aktuell verwendeten Lochkorn nur kurz etwas anmerken: die von dir gewählte Größe ist prinzipiell zu klein. Durch diese kleine Größe ermüdet im Normalfall dein Auge wesentlich schneller bzw. du benötigst für wirklich korrektes Zielen einfach mehr Konzentration, die dir dann ab einen gewissen Zeitpunkt im Wettkampf einfach fehlen könnte.
    Aufgrund deiner gewählten Lochkorngröße gehe ich davon aus, dass du keine Tube nutzt, ist das richtig?
    Außerdem steht auch je nach Ausleuchtung des Standes bzw. der Scheibe der Effekt ein, dass z.B. bei zu viel Licht dieses Licht im Lochkorn anders gebrochen wird als etwa wenig Licht. Dass führt dazu, das vermeintlich mehr "weiß" zu sehen ist, was aber mit der Realität nicht unbedingt einhergeht.

    Ich würde dir zu einem Lochkorn im 3,7er - 3,9er Bereich raten.
    Nach kurzer Gewöhnphase könnte sich das auch positiv auf deine Ergebnisse auswirken.


    Beste Grüße :)

    Frank,

    ich bin hier um eine sachliche Argumentation bemüht. Ich drehe hier nicht Dinge wie ich sie brauche. Ich habe mir gerade meine gesamten Posts nochmals angeschaut. Da ist eine klare Linie drin. Da ist nichts gedreht, wie ich es gerade brauche.
    Und ich bemühe mich auch, alle meine Dinge - soweit möglich - zu belegen. Genau das tuen viele hier - was auch gerade mit deinem letzten Post wieder bestätigt ist - eben leider nicht.

    Wie z.B. Limitzahlen der DM. Das kann ich doch problemlos nachschauen. Die lassen sich im Netz schnell auftreiben. Mit Ausnahmen von einem oder zwei Jahren habe ich von 2002 bis 2014 alle Limitzahlen gefunden. Und da hieß es ja von Karl, dass diese sich nach unten veränderten. Das konnte ich direkt widerlegen bzw. es lässt sich so nicht feststellen.
    Auch die Ergebnisse von der HM, die ich gepostet hatte, die sind alle nachzulesen. Ebenso die Ergebnisse der von mir genannten Gaumeisterschaft.

    Und ansonsten?
    Ich unterstütze Felix bei einem Konzept. Ich verfolge meine Linie, dass Jugendarbeit sinnvoll ist und gemacht werden sollte. Ich verbiete niemanden erst mit Ende-20 anzufangen. Aber ich finde es bemerkenswert, dass sich manche Vereine eben solches erlauben. Wenn wir das hier machen würden, dann würde es uns wie so vielen anderen (Schützen-) Vereinen hier ergehen: Vereinssterben.

    Man könnte einfach reflektieren.
    Der DOSB tut es.
    Du nicht.

    Weil ich es einfach aus eigener Erfahrung eben ganz anders kenne. Und das, was ich kenne und reflektiere und reflektieren kann in meinem Umfeld, entspricht eben nicht genau dem von dir (und wohl anscheinend von DOSB) vertretenem Bild.

    Das tut mir natürlich äußerst leid (in welcher Art du diesen letzten Satz jetzt interpretierst und auf wen oder was beziehst, das sei dir überlassen).

    Ich schrieb: "Unsere Meinungsführer hier sehen die Zukunft ja in der Altersgruppe Ende 20."
    Carcano und Axel vertreten diese Meinung hier recht offensiv.

    Und weil andere diese Meinung offensiv vertreten, muss ich die dann auch unrelfektiert adaptieren?


    Natürlich, nur sollte sie dann auch dabeibleiben und der Verein auch für die Jugend mehr als eine temporäre Verwahranstalt sein. Der Schwund ist da genauso wie bei den Fußballern oder Tennisspielern kaum zu vermeiden.

    Das ist nunmal leider in jedem Verein - wie du ja richtig geschrieben hast - so. Aber damit muss man als Verein eben leben. Wenn man dennoch auf entsprechende Arbeit verzichtet, hat man Null zuwachs. "Vowärts immer, Rückwärts nimmer" - das trifft auf jeden sporttreibenden Verein zu. Das Prinzip funktionierte damals schon nicht und wird auch heute nicht funktionieren.


    Sorry, ich habe nur Aussagen aus dem Forum ernst genommen.

    Ich bin so frei und nenne mal die Limitzahlen DM LG zwischen 2010 und 2014 (ich beginne mit 2010 und arbeite mich nach 2014 vor):

    Herrenklasse: 387, 388, 387, 387, 387
    Damenklasse: 388, 388, 388, 387, 387
    Schüler m: 183, 183, 182, 182, 182
    Schüler w: 183, 183, 182, 181, 182
    Jugend m: 379, 379, 379, 379, 379
    Jugend w: 379, 379, 378, 379, 379
    Jun. B w: 384, 385, 385, 383, 383
    Jun. B m: 378, 378, 378, 378, 378
    Jun. A w: 385, 387, 387, 384, 384
    Jun. A m: 380, 381, 381, 381, 380

    Wie man anhand dessen sieht, haben sich die Limitzahlen kaum geändert in den 5 Jahren. Ich habe übrigens bewusst LG gewählt, da hier Faktoren wie Wind, Regen, Hitze nicht so stark mit reinspielen wie etwa bei Sportgewehr, etc. etc. und somit eine bessere Vergleichbarkeit der einzelnen Landesmeisterschaften gegeben ist.
    Und so ganz nebenbei erwähnt: bei unserer diesjährigen Gaumeisterschaft Herrenklasse LG wurde das Treppchen von Schützen mit 395, 395 sowie 394 Ringen gebildet.

    Ich kann also entsprechend keinen unbedingten Abfall an Leistungen im Spitzenbereich feststellen.

    Und wenn man mal in den Nationalkader schaut, sieht man auch eher die jüngeren Schützen/Schützinnen mehr und mehr in den Fokus rücken. Und Justus, Junghänel, Gschwandtner, Kreutzer, Jancker, ... die sind alle nicht alt. Die sind mit Anfang-20 in diesen Kreis hineingekommen. Aber auch eine Barbara Engleder war mit bei den Spielen in 2004. Sie ist Jahrgang 1982. (Damals übrigens Platz 7 mit dem Sportgewehr).


    Schön wenn das so ist und euer Verein sich das leisten kann.

    Das hat mit leisten können wenig zu tun: Wille des Schützen, Förderung durch andere Schützen und auch durch die Familie, Geborgenheit im Verein. Und das wichtigste für mich ist immer: Vereinsarbeit hört nicht an der Türe des Vereinsheims (in unserem Falle ja des Schützenhauses) auf, nein, es geht darüber hinaus. Das Gespräch mit den jeweiligen Personen auch mal abseits des Vereinsheims suchen. Den Menschen bei Dingen des Alltags (Schule, etc. etc.) behilflich sein. Das schafft eine ganz andere Art des Miteinander. Natürlich ist das zeitintensiv, aber durchaus fruchtbar.


    Nur frage ich mich dann wie ein Bekannter von mir nach zwei Jahren im Juniorenkader sein kann, nachdem er als Skiinvalide zu den Schützen we

    Zu solchen "Ausnahmen" (vllt. das falsche Wort in diesem Moment) kann es natürlich immer kommen. Ich kenne auch solch einen Fall. Diese Schützin kam sehr spät zum Schießsport und begann ihre Karriere fast direkt international. Wieso sollte das nicht möglich sein?
    Natürlich muss man hier auch immer die Gegebenheiten betrachten.
    Wir hatten in diesem Thread ja schon von differenten Leistungsniveaus bei den Landesverbänden geschrieben. In manchen Verbänden fehlt die Masse an Schützen oder der vertieften Arbeit mit ihnen. In anderen Landesverbänden kannst du arbeiten, arbeiten und nochmals arbeiten und bringst trotzdem niemanden in den Kader.

    @Karl

    Alleinige Inhaber des Wissens? Wer begann bitte mit der Behauptung, dass man die End-20er als Zukunft sehe und nicht etwa Nachwuchs/Jugendliche? Kann das von dir oder von mir oder von einem anderen? Jugend bedeutet immer Zukunft, unweigerlich.

    Zu deiner Theorie der sinkenden Limitzahlen kann ich aus meiner Erfahrung nur sagen, dass die jeweiligen Limits in den Disziplinen und den Altersstufen sich in den letzten Jahren nur wenig veränderten. Mal minus, aber auch mal wieder plus.

    Und die Ergebnisse in der Spitze? Sind jetzt auch nicht gravierend abgefallen. Hessenmeisterin Jugend weibl.: 397; Hessenmeister Jugend männlich: 394; Hessenmeisterschaft Damen Vorkampf auf 1 mit 399, es folgten 395 und wieder 395; Herrenklasse Hessenmeisterschaft Vorkampf 397, 393, 392. Alles Luftgewehr versteht sich. Natürlich sind in den verschiedenen anderen Klassen auch "nur" Ergebnisse von Ende-80 dabei...


    Und mit Leuten unterhalten die im frühesten Alter entsprechend gefördert wurden? Willkommen, du schreibst mit einem. Ein 2. wohnt mit in meinem Haushalt und eine dritte wird gerade im Verein ausgebildet... also, das ist vorhanden und von den genannten hörte niemand auf (!).

    Gute Ausführung @Lanfear

    Einige der von dir genannten Punkte habe ich Felix auch so bzw. ähnlich schon mitgeteilt.

    Freut mich und sicher auch Felix, dass auch noch jemand mit einbringt.


    Mit deinem letzten Abschnitt hast du wohl (leider) absolut recht.
    Wenn man sieht, dass sich alleine Diskussionen über die falsche / richtige Altersklasse sowie Verbandsstrukturen ergeben, dann kann man davon ausgehen, dass es hier letztlich wenig Gewinn bringendes für viele wie Felix oder mich zu holen gibt. Was natürlich leider mehr als schade ist. Das musste ich aber bereits mehrfach hier im Forum so feststellen...


    Aber dennoch tolle Ausführung von dir zu Felix' Konzept!

    Hallo kruemelgirl,

    wenn direkt von Knobloch nichts mehr aufzutreiben ist, dann setze dich einfach mal mit MEC in Verbindung.
    Meinem Kenntnisstand nach fertigt MEC auch Teile, die für die anderen Hersteller kompatibel sind. Dass wäre dann vielleicht noch eine Option für dich.


    Beste Grüße

    Danke für das Posten den Links.

    Ich habe gerade eine erste Dichtung des Links vorgenommen und für mich in diesem Falle keine neuen Aspekte feststellen können. Das hauptsächlich beschriebene kann durch Beobachtung innerhalb eines kurzen Zeitrahmens durchaus festgestellt werden.
    Problematisch erscheint mir bei dem Dokument jedoch auch das Alter (des Dokuments). Das erarbeitete Dokument ist annähernd 20 Jahre alt und in diesem Zeitraum hat sich zum einen die Technik der (Luft-) Gewehre erheblich weiterentwickelt, zum anderen aber auch die Technik betreffend den äußeren (und inneren) Anschlag.

    Ein Konzept für Jugendliche muss natürlich ein anderes didaktisches und pädagogisches Register aufweisen als ein Konzept für Erwachsene.
    Hier ist es jedoch wichtig, dass entsprechend verschiedene Register bei Betreuern /Trainern (überhaupt) vorhanden sind.
    Die Technik beim Schießen an sich unterscheidet sich m. E. bei einen Jugendlichen jedoch nicht maßgeblich von der eines Erwachsenen. Somit ist auch die Kernidee hinter einem Konzept für Jugendliche eine ähnliche wie bei einem Konzept für Erwachsene.

    Wenn ich mir Felix' Entwurf anschaue, dann kann dieses Konzept ab dem Punkt des Auflageschießens auch schon fast so für Erwachsene gelten. Denn die hier zu erlernenden Punkte sind für alle Altersgruppen ähnlich, wenn nicht sogar identisch. Sogar der Punkt mit den sitzenden Schießen von etwa einer Kniendrolle ist absolut altersunabhängig, denn man kann z.B. damit ein besseres Gefühl für das Diopter und die Korrektur mittels des Diopters schulen. Das wurde/wird sogar durchaus von MEC mit Trainingsgruppen (allen Alters) so gemacht.

    Letztendlich muss jeder Betreuer ein für sich stimmiges Konzept entwickeln. Dieses Konzept wird sich mit dem Alter und der Leistung der zu betreuenden Schützen entsprechend auch ständig weiterentwickeln. Auch muss man seine Erfahrungen immer wieder mit einbauen und sich in regelmäßigen Abständen die Frage stellen, ob das Grundkonzept so noch die Anforderungen erfüllt. Ich selbst stellte für mich fest, dass es durchaus sin macht, sein Konzept spätestens jedes 2. Jahr zu evaluieren - jährlich wäre natürlich besser.

    Gerade für Technik und äußeren Anschlag ist es auch absolut wichtig - wie ich finde -, dass man auf Landesmeisterschaften die Augen offen hält und sich die Entwicklung bei anderen Schützen anschaut. Hier und da auch mal Bilder macht und immer wieder in Gespräche kommt. Denn auch was Handhaltungen oder Fussstellungen beispielsweise angeht, findet eine fortwährende Entwicklung statt.

    Ich arbeite ja selbst mit Altersklassen von Schüler bis hin zu Auflage zusammen und kann daher sagen, dass die Technik immer da ist bzw. da sein muss. Nur der weg dahin, der muss entsprechend dem Gegenüber angepasst werden.

    Guten Morgen,


    es mag ja alles schön und gut sein.
    Für mich ist aber der Schießsport keine Sportart, über die ich an eine Waffe ran komme. Klar macht es sinn, sich bei einem entsprechenden Leistungsniveau eigenes Sportgerät zuzulegen. Aber so wie es hier durchaus dargestellt wird, ist es eben genau andersherum zu verstehen bzw. zu lesen: "Weil ich eine Waffe will, gehe ich in einen Schützenverein". Ähm, ist nicht genau das, was die Akzeptanz von Schützenvereinen in der Gesellschaft verringert? Ist nicht genau dies das vorherrschenden Denken von einem Großteil der Bevölkerung?

    Wie dem auch sei.

    In dem Thread geht es eigentlich um die Bewertung und gemeinsame Erarbeitung eines Trainingskonzeptes. Ob für Jugendliche oder für Erwachsene, das sei mal dahingestellt.
    Wir sollten jegliche Diskussion über BDS, DSB, Altersstrukturen, etc. etc. wieder bei Seite schieben. Denn das ist hier nicht im Sinne des Threads. Jeder hat seine Erfahrungen, jeder eine andere Ansicht. Aber kaum einer hat Felix jetzt einen Aha-Moment beschert, wie ich finde... daran sollten wir aber vielleicht doch eher arbeiten.


    Beste Grüße und einen guten Start in die neue Woche!

    Das kann ich persönlich überhaupt nicht verstehen.

    Ich kann gerade gar nicht verstehen, was es daran nicht zu verstehen gibt?

    Wenn ich eine WBK habe, dann brauche ich auch einen Eintrag darauf. Das heißt, dass ich sinnvoll investieren muss (im Sinne des Bedürfnis, wenn ich mich nicht ganz irre). Sinnvolles investieren bedeutet für mich, dass ich in meinem Falle eine Sportgewehr anschaffen müsste. Ein entsprechendes Sportgewehr mit all seinem Zubehör (Hakenkappen, diverse Vorderschafterhöhungen, eventuell 2. Schaftbacke, 2. Visierung, Visierlinienerhöhung, ...) liegt wiederum bei gut und gerne 4000 bis 5000 Euro. Hinzu kommt der entsprechende Schrank, etc. etc.

    Und dann erstmal der Zeitaufwand im Vorfeld, um das Schießbuch mit regelmäßigen Schießen zu füllen. Ich habe in 2015 bislang gerade einmal 8 Wettkämpfe über 3x20 mit dem Sportgewehr bestritten. Kein einziges Mal habe ich trainiert, weder dieses Jahr, noch das Jahr davor, noch das Jahr davor. Und es wird vermutlich auch nicht viel mehr werden in diesem Jahr.

    Ich kann es mir also weder zeitlich noch finanziell leisten, eine WBK zu besitzen. Und selbst, wenn ich es könnte, wüsste ich gar nicht, ob ich es machen würde. Es hat für mich annähernd keinerlei Vorteil / Mehrwert.

    Wenn das bei anderen gänzlich anders ist, okay, dann mag das so sein. Aber jeder muss auch die andere Seite nachvollziehen können. Wäre jeder an der WBK interessiert, so hätten vermutlich wesentlich mehr Menschen eine. Und der Anteil derer in meinem Umfeld, die eine WBK besitzen - egal ob Schützenverein oder nicht - ist doch mehr als gering.

    Guten Morgen,

    Spätestens ab 17 wird Schießbuch geführt - und der Wunsch, mit 18 eine WBK in der Hand zu haben, wird immer größer.

    Das kann ich so bei uns in der Region absolut nicht beobachten. Und selbst mein Wunsch eine WBK zu haben - trotz Waffensachkunde - liegt bei 0. Und das, obwohl ich einer der wenigen bin, die Sportgewehr schießen. Die WBK-Besitzer in meinem Verein machen auch lediglich 5-10% aus.


    Wichtig ist, den Jugendlichen für "richtige" Waffen zu begeistern. Mit Druckluft allein hält man keine Jugendlichen über die Jahre der Lehre/des Studiums und Familiengründung.

    Auch dem kann ich nicht zustimmen. Wir sind ein fast reiner Luftgewehrverein. Neben Luftgewehr hat sich seit knapp 20 Jahren eine Sportgewehrmannschaft (bzw. zwei Mannschaften, in einem Jahr sogar mal drei Mannschaften) etabliert. Selbst das Ordonnanzschießen ist nach ein paar Jahren wieder eingeschlafen.
    Und von den Jugendlichen oder jungen Erwachsenen hört niemand auf, weil es nur Luftgewehrschießen ist. Die Gründe sind dann andere (Zeitmangel, etc. etc.). Das hat nichts mit Luftgewehrschießen zu tun. Klar, mir macht LG auch keinen Spaß, aber deshalb höre ich nicht auf damit.


    Und ich muss nochmals betonen: es gibt hier keinen BDS-Verein. Und das wird wohl auch auf den Thread-Ersteller in gewisser Weise zutreffen: auch bei Felix wird es in der Nähe keinen BDS-Verein geben... (!)
    Und selbst die Großkaliberschießenden Vereine bei uns im Schützenkreis belaufen sich auf lediglich eine Hand voll Vereine bei einer Gesamtzahl von über 20 Vereinen.

    Axel, gerne kannst du deine Nachwuchsarbeit im Erwachsenenbereich betreiben. Das spreche ich dir doch gar nicht direkt ab und habe es auch nicht im Ansatz versucht.
    Ich spreche von eigenen Erfahrungen, wenn ich von den Altersklassen rede. Und diese beziehen sich nicht auf nur einen Verein, sondern ich stehe mit vielen Vereinen hier in der Region und auch darüber hinaus in Kontakt.

    Und wenn du von ständig steigenden Mitgliederzahlen des BDS schreibst, dann muss man dir - zumindest laut Recherche - ja auch recht geben. Das streite ich auch nicht ab. Ich Zweifel lediglich an, ob diese Sportler dem DSB verloren gehen.
    Denn wenn der DSB entsprechendes nicht anbietet, dann kann sich Person X doch niemals für den DSB entscheiden. Entscheidet sich somit eben für den BDS.

    Und ein Anruf bei einer Geschäftsstelle kann mir nur Zahlen von + bzw. - nennen. Nicht aber den Grund für etwa Austritte. Und Austritte können vielfältiger Natur sein: finanzielle Gründe, Umzug, berufsbedingter Zeitmangel, höhere Gewalt. Hinzu kommt wohl gerade vermehrt in den LV des DSB eine Welle an Abmeldungen von passiven Mitgliedern. Diese werden dann nicht mehr beim LV und somit auch nicht mehr beim DSB geführt, wohl aber weiterhin noch inoffiziell beim Verein. Das wir aus finanziellen Gründen seitens der Vereine mittlerweile (leider) immer häufiger so praktiziert. Somit sparen sich Vereine Abgaben an LV und an LSB.

    Natürlich kann entsprechende Abmeldung auch beim BDS vorkommen, aber wenn ich die Zahl an Mitgliedern des BDS und des DSB vergleiche, komme ich auf eine Differenz von 1,3 Mio. Da ist die "Dunkelziffer" an nur zahlenden, nicht jedoch gemeldeten Mitgliedern beim DSB in einer ganz anderen Größenordnung zu sehen als beim BDS.

    Bitte, bitte etwas stichhaltiger argumentieren und gerne unterfüttern, nicht aber nur verweisen und sagen "wenn du es nicht glaubst, ruf an". Das bringt nichts.

    @Karl

    Rundenwettkämpfe sind ja mitunter auch Sache der Schützenkreise. Genauso wie das erstellen eigener Disziplinen für Meisterschaften. (Hier können problemlos auch mehrere Kreise oder Gaue kooperieren und das ganze als eine Art "Cup" austragen beispielsweise. Als Beispiel hierfür will ich ein Auflageschießen mit dem LG für die älteren Schützen unseres Kreises erwähnen. Hier schießen die Älteren ["UHUs"] und es gibt Mannschaftswertung, Damenwertung, Herrenwertung [die drei jeweils erzieltes Ergebnis + Alter des Schützen], sowie reine Schießwertung [also Ergebnis ohne das Alter]. Dieses Schießen findet jährlich 10x statt und zuletzt fand das 182. Schießen dieser Art statt. Nun kann sich jeder denken, wie lange solch ein Schießen schon besteht... .)
    Hier ist der Hess. Schützenverband offen und reglementiert dies nicht. (Andere LV des DSB werden es im übrigen genauso handhaben.)

    Dass gewisse Disziplinen nicht höher (Gau, Land) geschossen werden liegt ja auch nicht zwangsläufig an einzelnen LV, sondern daran, dass es entsprechende Disziplinen seitens des DSB nicht gibt / nicht so gibt, wie es manche hätten.

    Was ich mit der Ausführung vom 1. Abschnitt sagen will: es muss nicht zwangsläufig am LV liegen, wie attraktiv oder unattraktiv man etwas gestaltet. Das Moment kann auch bei interessierten Vereinen oder bemühten Kreisen und Gauen liegen.

    AxelA,

    das mag für einzelne gelten, kann so aber nicht pauschal formuliert werden.
    Ich habe keine großartigen Infos über BDS, aber mir ist kein solcher Verein mit entsprechendem Angebot in meiner direkten Nähe bekannt. Entsprechend kann dein Argument hier nicht greifen.

    Und selbst wenn ich deinem Argument jetzt folge, müsste man zunächst untersuchen, ob der fehlende Mitgliederzuwachs der Vereine im DSB mit einem stetigen Zuwachs im BDS zusammenhängt. Hier kommt es immer auf eigene Interessen an. Schaue ich mir z.B. so grob die auf der Internetpräsenz geführten Disziplinen bei BDS an, so gibt es für mich keinen Grund zu einem Wechsel.

    Mein Verein und kein Verein in unserer Nähe hat Mitglieder oder potentielle Mitglieder in Richtung des BDS "verloren"...

    Ich verstehe dieses Argument leider nicht wirklich im Augenblick...