Na gut, dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu. Ich glaube man muß erst mal unterscheiden ob Gewehr oder Pistole. Gerade im Gewehrschiessen ist doch die richtige, passende Munition viel wichtiger als bei der LP. Bei den Auflagedisziplinen noch mehr. Da ich zur Zeit nur Pistole- Auflage schiesse, möchte ich speziell auf meine Erfahrungen eingehen.
Meine LP 1 ist schon etwas Munitionsempfindlich (Teststand RUAG) ! Meine LP 10 dagegen schiesst fast jede R 10 sogut wie in ein Loch. Sicher ist das bei den Gewehren auch unterschiedlich (Guter oder schlechter Lauf).
Unser LP- Auflage Chef in der HSG Erlangen schiesst ausschließlich RWS Basic in seiner TESRO, fährt jedes Jahr zur DM nach Hannover und schiesst dort 300 Ringe.
Ich schiesse in der LP10 Auflagedisziplin R 10 im Wettkampf und im Training die RWS Training, weil ich da keinerlei Unterschiede merke. Gleiches Geschoss- Gewicht! Fühle mich aber im Wettkampf mit der getesteten R10 sicherer.
Jetzt hab ich meinen Vereinskameraden vorgeführt, daß ich einen Diabole verkehrt herum in den Lauf schieben kann und damit eine 10 schiessen kann. Alle waren verblüfft. Nach der Aufforderung: Schiess doch mal einen breitgetretenen Diabolo, der am Boden liegt. Hab ich den geschossen und eine 10,1 erwischt. Natürlich schiess ich im Wettkampf nicht nur 10er, da bin ich ja aufgeregt, nicht so im Training.
Wie gesagt, ich habe früher jahrelang KK- Gewehr geschossen, ausschliesslich liegend. Billige Schönebeck (1990) hat aus dem Schraubstock ordentlich gestreut im Vergleich zur damaligen Tenex und der Unterschied war noch größer beim Suhler Standartgewehr im Vergleich zur Anschütz 1913.
Aber ich bin natürlich nur ein Hobbyschütze und kein Waffenfachmann und kann hier nur meine sicher subjektiven Erfahrungen schildern. Eins noch, sicher ist bei den heute in Perfektion hergestellten Gewerläufen auch entscheidend der Unterschied zwischen 4,49 und 4,50..... usw Geschosse.
Gruß Peter