Beiträge von Strindberg

    Die Schützengemeinde hilft eigentlich gerne - das war zumindest auch von Anfang an mein Eindruck :)

    Zum Thema Führungszeugnis:

    Wenn der Verein will und Du da mitmachst, kann er sich ein polizeiliches Führungszeugnis wünschen und Du ihm netterweise eines schenken.

    Gesetzlich verpflichtet bist Du dazu gegenüber Schützenvereinen im allgemeinen nicht.

    Es wird auch oft genug von Vereinen kein Führungszeugnis gefordert, da dort nicht alles was nach dem Waffengesetz oder im täglichen Umgang relevant sein könnte aufgeführt wird und das Führungszeugnis von daher eigentlich in Bezug darauf, dass der Verein gerne wissen möchte, ob sie da einen "unpassenden" Bewerber vor sich haben, freundlich gesagt ziemlich nutzlos ist.

    Die Stichworte "waffenrechtlich zuverlässig" und "persönlich geeignet" ergeben sich aus Formulierungen die im Waffengesetz zu finden sind und zwingend erforderliche Bedingungen beschreiben, die üblicherweise erfüllt sein müssen, bevor man eine Waffenbesitzkarte (WBK) erhält.

    Die Waffenbehörde wird bei der Beantragung einer WBK z.B. eine Abfrage im Bundeszentralregister vornehmen, und dort sind auch Daten hinterlegt, die in einem "normalen" Führungszeugnis nicht abgedruckt werden würden, da z.B. bei die übliche Speicherzeit der Taten verjährt sind. Die Mitgliedschaft in verfassungsfeindlichen Organisationen oder Trunkenheit am Steuer können eine sogenannte "waffenrechtliche Unzuverlässigkeit" begründen.

    Schwere geistige Behinderungen oder Drogenabhängigkeit kann dazu führen, dass man als "persönlich ungeeignet" bewertet wird.

    Insgesamt ist es aber so, dass der Antragsteller bereits auffällig geworden sein muss, ansonsten liegen dem Amt keine Daten vor. Und falls sich erst später ergibt, dass man warum auch immer bei internen Regelüberprüfungen auf der vorhandenen Datenlage seitens des Amtes, als unzuverlässig etc. eingestuft wird, ist die WBK ratzefatze wiederrufen.

    Üblicherweise kommt kein Polizeibeamter zu Dir nach Hause um mal "nach Dir zu schauen".

    Man wird eine WBK aber voraussichtlich nur bekommen, wenn 1. alle (umfangreichen) gesetzlichen Vorschriften erfüllt sind und man 2. mindestens einmal auf dem Amt war, so dass den Antragsteller mal jemand in echt gesehen hat. Blöde Fragen werden da aber nicht gestellt und offiziell wird es auch keine Bewertung geben, dass die einen auch nach Inaugenscheinnahme für "normal" halten. Falls die aber dann, nachdem sie einen gesehen hätten, daran Zweifel würden, dass Waffen in den Händen des Antragstellers kein Risiko sind, würde das Amt bestimmt nochmal forschen und z.B. eine Stellungnahme des Polizeiabschnitts des Antragstellers einholen. So zumindest meine Annahme.

    Ich würde mir vorstellen, dass Du erst mal zeigst wie Du Waffen handhabst und vielleicht sogar mit Deiner eigenen Waffe zeigst, wie Du schießt. Dann würde man Dir noch ein paar Sachen insbesondere beim sicheren Umgang mit Waffen beibringen.

    Damit Du komplett auf die Abläufe konditioniert bist bedarf es eines intensiven, langen Trainings, aber es ist wie beim Fahrradfahren, das Schießen lernst Du am besten in der Praxis. Und das sollte dann natürlich auch die angestrebte KK-Büchse sein. Länger als 4 Wochen, in denen Du regelmäßig beim Training aufgetaucht bist, würde ich Dich nicht auf dass erste Schießen mit der KK-Büchse warten lassen.

    Wieso auch? Ich hatte früher auch fröhlich mit dem Luftgewehr im Keller geschossen, und bei meinem ersten Besuch auf dem Schießstand habe ich auf 100m mit einem großkalibrigen Jagdgewehr mit Zielfernrohr geschossen und eine Gruppe geschossen, die mit einem 5Mark-Stück abgedeckt werden konnte.

    Zu Deinen weiteren Fragen:

    - wenn der Verein Dich erstmal 2 Monate Luftgewehr schießen lässt, nehme ich an ist das mehr eine Richtschnur als verpflichtend. Wenn die merken dass Du was draufhast und Deine Begleiter nicht um Leben und Gesundheit fürchten muss, klappt das wahrscheinlich auch schon vorher. Das erste mal Feuerwaffe schießen hat klar eher etwas mit Reife als mit Zeit zu tun. Ich war schon mit Kollegen auf dem Stand die hatten vorher noch nie eine Feuerwaffe in der Hand und haben mit der KK-Pistole sofort die Scheibe getroffen. Ein paar Minuten Trockentraining mit der Feuerwaffe, mit der man dann auch das erste mal schießt, finde ich da auch sinnvoller als den Aspiranten monatelang mit dem Luftgewehr schießen lassen.

    - waffenrechtlich wird ab dem ersten Schuss aus einer Feuerwaffe die Zeit gezählt. Das muss aber ein Schießen gewesen sein, das als Training gewertet werden kann (in Berlin beim SVBB 15 Schuss). Außerdem musst Du dann schon Verbandsmitglied sein. Vereinsmitglied reicht da nicht. Aber man kann beim Verein ja ganz freundlich fragen, ob und wann die Anmeldung beim Verband erfolgt. Der Verband stellt auch eine Mitgliedskarte aus, auf der das Datum des Verbandseintritts steht. Der Verein kann (und spätestens aus versicherungsrechtlichen Gründen wird er das wohl auch) Dich jedenfalls auch beim Verband melden, selbst wenn Du jahrelang nur Bogen oder Blasrohr schießt.

    Die Schießtermine werden nicht pro Kalenderjahr oder Mitgliedsjahr gezählt sondern es wird geschaut, ob Du genug zusammen hast. Fehlen noch Termine, und Du hattest nicht mehr als 2 Monate Pause zwischen den Terminen (so ist es beim SVBB geregelt) dann schießt Du halt die fehlenden Termine noch nach. Achte einfach darauf, regelmäßig schießen zu gehen, also in den ersten drei Jahren wenn es geht wenigstens einmal im Monat. Gerade anfangs (erste 12 Monate) ist das schwierig, weil man ja noch keine eigene Feuerwaffe hat und sich immer absprechen muss, damit einem jemand anderes Waffe und Munition mitbringt bzw. auf dem Stand leiht, aber das klappt schon. Die meisten Sportschützen lassen andere gerne mal zum probieren an die eigene Waffe ;)

    Welche WBKs für was und welche Pistole etc. will ich usw. ergibt sich mit der Zeit. Da sag ich nur "ruhig brauner" ;) Du hast 1 Jahr Zeit Dir das zu überlegen. Mit der Sachkunde und der Prüfung dazu erwirbst Du einiges Wissen um Dir viele Antworten auch selbst erarbeiten zu können.

    51 Euro Jahresbeitrag / weit über 500 Mitglieder

    Ein Beispiel in Berlin oder jwd?

    Wäre doch aber ein guter Anlaufpunkt in so einer Entscheidungsphase um ein Gefühl zu bekommen was ein guter Verein ist. Das andere Ende kennt er ja schon.

    Schaden kann es nicht, und so ganz aus der Welt wird es nicht sein.

    Finde ich auch einen guten Vorschlag und von Spandau aus kommt man mit der Bahn in etwas über 1 Stunde zum PSV-Olympia nach Altglienicke - mit dem Auto dauert es während der Woche wahrscheinlich erheblich länger ;)

    Ich würde auch da wie gehabt vorher anrufen und ein Schnupperschießen vereinbaren um auch ein Gefühl für die Leute und was möglich ist zu bekommen.

    Und als weitere Idee, man kann ja auch mal schauen was nicht zu weit draussen in Brandenburg liegt ... http://www.bsb-web.de/vlinks.htm

    In Berlin sind alle Schützenvereine mit eigenen Feuerwaffenständen im Vergleich z.B. zu Vereinen in Westdeutschland relativ hochpreisig.

    Wenn der Verein für Dich aber gut zu erreichen ist, sind auch ca. 250 Euro im Jahr akzeptabel. Immerhin besteht dann innerhalb der Öffnungs-/Trainingszeiten die Möglichkeit zu schießen soviel Du willst. Zumindest sollte das möglich sein. Geht das nicht, weil keine Aufsichten zur Verfügung stehen (weil die lieber zusammensitzen und quatschen) oder zu viele Mitglieder sich zuwenige Stände teilen müssen (alles schon gehört), muss dass in Deine Beurteilung, ob der Verein passt, mit einfließen.

    Ob es echte Trainer gibt (regelmäßige Anleitung) oder engagierte Schützen die einfach mal was zeigen (sporadische Anleitung) oder nur maulfaule Standaufsichten (null Anleitung und stattdessen anscheissen) musst Du erfragen und dann für dich abwägen, ob es das ist womit Du glücklich wirst. Ich bin mit Typ 2 glücklich. Andere bevorzugen Typ 1. Typ 3 ist sozusagen was für SM fans ;)

    Die Munition muss eigentlich immer von Dir bezahlt werden.

    Beim KKS dürften es wie bei der Schützengilde die Selbstkosten sein, die bei 3 bis 5 Euro pro 50 Schuss liegen. 500 Diabolos kosten ca. 4 - 5 Euro pro Dose.

    Die Leihe von Druckluft- und Feuerwaffen ist oft im Vereinsbeitrag enthalten. Es kann aber auch sein, dass ein Waffengeld von 3 Euro pro Monat erhoben wird. Darin ist dann oft auch der Verbrauch an Diabolos und Druckluft enthalten.

    Es gibt aber auch Vereine, die für die Waffenleihe pro Trainingstag oder sogar Stunde 5 bis 10 Euro nehmen. Das wird aber bei den DSB/SVBB Vereinen wohl so gut wie nicht anzutreffen sein, sollte aber erfragt werden, weil es natürlich mit zur Kostenbewertung gehört.

    Der KKS gehört zum SVBB. Eventuell zusätzlich auch zum BDS. Das wäre interessant zu erfragen.

    Wie er sich dabei anstellt, Dich beim sinnvollen Erwerb eigener Waffen zu unterstützen, weiss ich nicht. Aber trau Dich und sag, was Dich interessiert. Das wirst Du früher oder später sowieso rüberbringen - Du willst dort ja glücklich werden.

    Wenn die bei "Sportpistole" erfreut lachen wird es wohl gut. Für den Erwerb der WBK ist entscheidend ab wann und wie oft Du vor Ort mit Feuerwaffen trainieren kannst. Wenn sie Dich lassen und unterstützen wird alles gut. Der Verband/SVBB wird dann entsprechend Deines Trainings ein Bedürfnis bestätigen.

    Hallo,

    der von Dir vorgestellte Verein ist mit dem Angebot an Trainingstagen schlicht inskzeptabel. Die Preise bewegen sich auf üblichem Berliner Niveau. Es geht auch teurer (500-1000 Euro Aufnahmegebühr, 250 Euro und mehr Jahresbeitrag, dafür bekommt man aber auch etwas mehr geboten und hat die Kohle nicht einfach zu Fenster hinausgeworfen - die Aufnahmegebühr ist ja definitiv fort.

    Vorsicht übrigens bei einigen BDS Vereinen (aber auch beim SVBB etc.) - die nehmen 90 Euro, 120Euro oder mehr an Jahresbeitrag (klingt erstmal günstig), da kommen dann aber noch Arbeitsstunden, Standgebühren (das teilweise obwohl die sich nicht bei der DEVA einmieten müssen sondern sogar eigene Stände haben!) Investitionsumlage, Verbandsbeiträge etc. noch oben drauf. Also vor der Unterschrift unter dem Aufnahmeantrag mal alle Details schildern lassen. Haben die da keinen Bock drauf, ist zumindest fragwürdig ob ihr zueinander passt.

    Ein Feuerwaffenstand ist übrigens ein Pluspunkt, es gibt aber auch gerade in Berlin traditionell (Viermächtestatus) Vereine nur mit Druckluftstand, die aber nicht schlecht sein müssen, weil deren Schützengemeinde auch über die Druckluftdisziplinen sehr aktiv und vielfältig interessiert ist. Schau Dir z.B. mal über die Seite des DSB-Verbands http://www.SVBB.org über die Vereine-linksseite an, was die Vereine so anbieten, über welche Erfolge und Aktivitäten die so berichten.

    Von reinen BDS-Vereinen würde ich übrigens in Berlin die Finger lassen. Da gibt es genug klassische DSB/SVBB-Vereine, die ebenfalls BDS-Mitgliedschaften anbieten. Da gibt es mehr Vielfalt und man muss sich auch keine Lästereien wegen Luftpumpen anhören - solcherlei Geläster lässt tief blicken. Ich stehe da mehr auf Toleranz.

    Uniformierte Vereine findet man übrigens in Ex-Ost- und Westberlin, aber das wird meist sehr gelassen gehandhabt und es besteht meist kein Zwang da mitzumachen. Das sollstest Du aber unbedingt vorher erfragen.

    Mein Favorit in Berlin ist der sportlich sehr erfolgreiche PSV-Olympia in Köpenick. Die haben vorbildliche Trainingseinrichtungen bis 100m Großkaliber - es fehlt nur ein Trapstand ;)

    Da Du in Spandau wohnst und ich nur empfehlen kann, kurze Wege zur Schießstätte zu haben, würde ich an Deiner Stelle aber nicht den PSV wählen. Vielleicht dann eher mal sowas erfolgreiches und auch altersmäßig weiter aufgestelltes wie die NBSG oder Schützengilde Berlin anschauen. Die haben eigene KK- und Druckluftstände vor Ort. Die NBSG ist aber zumindest was das offizielle Heranführen an Feuerwaffen betrifft etwas ich sage mal zäh. Bei der Schützengilde (besteht aus zwei alterwürdigen Vereinen) sieht das nach meinem Eindruck besser aus, wenn man aktiv und interessiert ist. Die Schützengilde teilt sich übrigens noch einen zusätzlichen, sehr gut eingerichteten und sogar beheizbaren Feuerwaffenstand in Charlottenburg mit dem KKS. Den KKS könnte man sich auch mal ansehen. Lass Dir jedenfalls ein wenig Zeit bei der Auswahl. Wenn kurze Wege, Preise, Angebot und die Chemie stimmen, leg los!

    Nebenbei habe ich bei genauer Lektüre des WaffG entdeckt, daß man die Munition für eine Feuerwaffe mit F im Fünfeck ohne Bedürfnis erwerben darf.

    Naja, eine Erlaubnis zum Erwerb ist trotzdem erforderlich.

    Du bekommst die nach WaffG Paragraph 10, Punkt 3 erforderliche Erlaubnis aber ohne dass Du gegenüber der Behörde (!) ein Bedürfnis nachweisen musst - bei 4mm Rand Munition (oh man, wie neurotisch muss man sein, das erlaubnispflichtig zu machen) wäre also eine Erteilung eines Munitionserwerbs ohne Bedürfnisnachweis möglich, da die gleichen Patronen aber auch für nicht-bedürfnisfreie Waffen Verwendung finden, könnte wiederum eine Bedürfnis gefordert werden ... (jaja, das Waffengesetz wurde 2003 vereinfacht und in den Jahren danach präzisiert ...).

    Dem Händler musst Du jedenfalls diese von der Behörde erteilte Erlaubnis vorweisen, sonst darf er keine Munition rausrücken (ausser ihr seid auf einem Schießstand und die Munition ist zum direkten Verbrauch).

    Ich habe hier doch neben berechtigter Kritik ein paar sehr seltsame Aussagen zu den Prüfungsabläufen gelesen.

    "Reservisten oder Kriegerverein [...] lesen die Fragen vor. Erklären was richtig ist und du kreuzt an ."

    Das klingt nach der Verallgemeinerung einer inakzeptablen Prüfungssituation, Wichtigtuerei, vorsätzlicher Beschädigung des Rufes von bestimmten Verbänden oder ich habe die Aussage mißverstanden und da läuft alles extrem vorbildlich.

    Wenn das tatsächlich sachliche Kritik war, dann sollte man die nicht vorrangig im Forum sondern 1. beim Lehrgangsleiter und wenn das nicht hilft 2. beim Verband vorbringen. Ist das geschehen?

    Da liest sicher kein Verband sondern ein wie auch immer qualifizierter Lehrgangsleiter etwas vor und wenn das eine "Pfeife" bzw. die Lehrgangsleiter solche sind (sowas ist menschlich und soll vorkommen) dann sollten die umgehend abberufen werden.

    Die Fragen sind für "Deppen" geschrieben? Äh, ok, die sind teilweise, das sehe ich auch so, mißverständlich geschrieben, und dass darf und muss man mal als Kritik vortragen, damit da mal eine inhaltliche oder wie auch immer geartete Überarbeitung stattfindet. Deppen heisst also, von sprachlich unbegabten Leuten für ein Fachpublikum.

    Aber echt für Deppen? Nein, stellt doch Euer Licht nicht unter den Scheffel. Da ist schon eine Menge Fachwissen nötig bzw. muss eine Menge Stoff (z.B. Gesetze) schlicht auswendig gelernt werden. Alles machbar, aber nichts, was einem zufällt bzw. sogar hochbegabten Ottonormalbürgern auf anhieb (ohne zu lernen bzw. sich damit zu beschäftigen) gelingen würde.

    Finster, wenn in Euren Kursen nur das Zeug runtergebetet wird, was man sich sowieso beim Bundesverwaltungsamt runterladen kann.

    Dass dann keine Zeit ist, Zusammenhänge erfragen und verstehen zu können versteht sich von selbst.

    Und wenn das von den Prüflingen akzeptiert wird, dann wird dass das Niveau und Wissen in Bezug auf z.B. Ziele und Nutzen von Waffengesetzgebung das von selbstverliebten Politikern und Boulevardpresse etc. nicht übersteigen.

    Mein Tip, die Sachkundekurse nicht nur als lästige Pflicht sondern als Blick über den Tellerrand begreifen, und wenn man dafür schon einiges an Geld hinblättern darf, dann darf man auch Qualität verlangen.

    Und um für den besagten Blick im Kurs den Kopf frei zu haben, vor (!) dem Kurs mal die Fragen und Antworten durchgehen - selbst wenn es ob der dort anzutreffenden Themen und Formulierungen manchmal mit Kopfschütteln einhergeht :)

    Wenn nun die Wahl zwischen bedürfnisfreiem 4mm Revolver auf grün oder 4mm Büchse auf gelb bestände, würde ich die Büchse nehmen, weil die zu erwartenden Amtsgebühren geringer ausfallen.

    Gebühren "grün":

    Voreintrag ca.40 Euro,

    Munitionserwerb ca. 25 Euro,

    Eintrag der Waffe ca. 13 Euro

    = insgesamt fast 80 Euro.

    Gebühren "gelb":

    da die gelbe schon vorhanden ist, nur der Eintrag der Waffe für ca. 13 Euro

    Von der gesparten Kohle kann man sich bestimmt 400 Schuss präziser 4mm kaufen :)

    Ansonsten wird es wohl ein zusätzlicher 4mm Revolver mit F im Fünfeck werden. Kein Umbau, sondern einer, der als 4mm Waffe gebaut wurde.

    Er ist bedürnisfrei, muß aber auf die WBK, oder? Grüne WBK? (ich hab' auch 'ne Gelbe) Mit Voreintrag? Voreintrag ohne Bedürfnis?

    So ist es (in Deutschland). Voreintrag auf die grüne WBK ohne Bedürfnis aber mit Sachkunde und nach Prüfung der Zuverlässigkeit. Da es für bedürfnisfreies kein Erwerbsstreckungsgebot gibt, sollte sich aber die ganze WBK mit Voreinträgen vollschreiben lassen - eventuell sogar ohne für jeden Eintrag jeweils eine einzelne Gebühr zu entrichten ;) Nur die Munitionseinträge kosten jedesmal einzeln. Vielleicht die Erlaubnis für den Munitionserwerb lieber automatisch über den Eintrag einer 4mm Langwaffe in die gelbe WBK?

    Hallo, ja, leider wurde die Abbildung kurz nachdem ich den link gesetzt hatte, herausgenommen.

    Meine eigentliche Lieblingsseite für Bedienungsanleitungen (neben den Herstellerseiten:-) ist http://stevespages.com/page7b.htm

    Es war aber weder dort noch bei Walther eine passende, ältere GSP-Anleitung zu finden. Meine habe ich gerade nicht daheim, also versuche ich es mal anders...

    Wie gesagt, der erste GSP-Abzug wird es wohl nicht gewesen sein.

    Hier -> http://www.carl-walther.de/fileadmin/uplo…_Wnr._56501.pdf

    auf Seite 1 unten rechts zu sehen. Charakteristisch ist der nach hinten geschlossene Abzug.

    Ich denke es ist der dort klein abgebildete Abzug unten links, der mit unten angeschlagenen, leicht austauschbaren Abzugszüngeln arbeitet.

    In der von Califax verlinkten Anleitung (http://www.carl-walther.de/fileadmin/uplo…als/OSP_GSP.pdf) findet sich ein bis auf winzige Details recht ähnlicher Abzug der OSP auf Seite 38.

    Eine detailliertere Explosionszeichnung des 2. GSP Abzugs gibt es

    hier -> http://www.carl-walther.de/fileadmin/uplo…_Wnr._67001.pdf

    auf Seite 1 unten links.


    Die in meinem Beitrag vom 14.7. genannte Feder zwischen Schraube 21 und 24 (dort jeweils Ersatzteil-Bild "107") hat in der letztgenannten Zeichnung Bild-Nr. "259". Diese Abzugsfeder gibt es derzeit für 4 Euro bei https://www.schiesssport-billharz.de/shop/de/Zubeho…gsfeder-GEP-alt . Ich war nach dem Austausch der Feder von meinem alten GSP-Abzug sehr angetan, wenn man aber von Lupi etc. Druckpunktabzüge gewohnt ist, kommt man erst mit einem GSP-Druckpunktabzug an ein modernes Gefühl heran.

    Übrigens, wenn man Feder 261 austauscht, und wie in der der von Califax verlinkten OSP-Anleitung auf Seite 39 das Abzugsgewicht einstellt, könnte man mit den dann erreichbaren 200g durchaus auch Freie Pistole mit dem Ding schießen ;D

    Wo es noch eine für OSP passende Feder Bild-Nr. 261 im Handel gibt, weiss ich nicht. Wenn es einem das Experiment/der Spaß wert ist, kann da aber vielleicht auch die Firma Walther oder Frau Billharz helfen.

    Ich hänge noch ein Bild meines Abzugs an, auf dem Schraube 21 und 24 markiert sind.

    Soweit ich mich erinnere, wird mit Schraube 21 die Klinkenüberschneidung eingestellt und mit Schraube 24 das Abzugsgewicht.

    Wenn ich meine Anleitung zur Hand habe, stelle ich noch ein paar Infos dazu ein. Bis dahin sollte erstmal die von Califax genannte Anleitung helfen - dort Seite 39 "Einstellen des OSP-Match-Abzuges" und "Einstellen des Abzuggewichtes".

    Es ist zwar der zweite Abzug der GSP, aber eventuell meinst Du doch diesen:

    http://www.pilkguns.com/tenp/spwalgsp22o.htm

    Wenn es tatsächlich dieses ältere Modell (ab ca. 1972) sein sollte, dann möchte ich noch darauf hinweisen, dass sich das Abzugsgewicht über die Verstellschraube nur begrenzt verändern läßt - um z.B. von 1360g auf 1000g Abzugsgewicht zu kommen, ist der Tausch der senkrechten Feder zwischen Schraube 21 und 24 erforderlich.

    Hallo -FLX-, na klar darfst Du immernoch starten/mitmachen. Ich wüsste nichts was dagegen spricht.

    Auf das Jahresergebnis gesehen würde Dir, wenn Du im Juli nun das Ergebnis für Juli schießt und für Mai und Juni nachlieferst sowie die 3 möglichen Streichergebnisse für den Zeitraum Januar bis März nutzt, nur der April bzw. anders gesagt nur ein Durchgang/Monatsergebnis fehlen, wenn Du bis November dann regelmäßig die monatlichen Ergebnisse zur Verfügung stellst.

    Jahressieger wirst Du dann wahrscheinlich nicht, wenn die anderen kontinuierlich dabeibleiben, aber die regelmäßige Teilnahme am Stammschießen übt, ist Ansporn und ein bischen vergleichen (zumindest im Schnitt und auf monatlicher Basis) kann man sich ja trotzdem.

    Vielleicht fange ich ja auch noch mit Freie Pistole an ;)

    Naja, das ist schon etwas dick aufgetragen, das deutsche Waffenrecht als liberal darzustellen, weil man auf schweizer Schießständen nicht immer überall alles schießen darf...

    (https://schussfreude.ch/nicht-ordonnan…chiessstaenden/)

    Das schweizer Waffenrecht:

    "Verboten ist das Schiessen mit:

    1. Seriefeuerwaffen;

    2. Abschussgeräten nach Absatz 1 Buchstabe b und Artikel 4 Absatz 2 Buch- stabe c;

    3. Feuerwaffen an öffentlich zugänglichen Orten ausserhalb der behördlich zu- gelassenen Schiessanlässe oder ausserhalb von Schiessplätzen; erlaubt sind jedoch das Schiessen an nicht öffentlich zugänglichen und entsprechend ge- sicherten Orten und das jagdliche Schiessen."

    Mir ist die Idee durch den Kopf gegeistert, ich könnte eine kleinere, klassische Gebrauchspistole wie z.B. die Walther PP oder Colt 1903 hammerless in Wettkämpfen schießen, aber das ist wohl nur in manchen DSB-Verbänden im Bereich Ordonnanzwaffe möglich.

    Dann fiel mir die Disziplin 2.52 auf, die dafür eventuell Platz geboten hätte, aber da die Disziplin nicht mit Leben erfüllt ist, kann man dort wohl ein Bedürfnis nur nach entsprechender Vorarbeit (siehe carcanos Beitrag) geltend machen.

    Danke für Eure Antworten.

    Da anscheinend nur 9x19, .45ACP, .357Magnum und .44Magnum gelebt/geschossen werden, existieren die anderen Großkaliberdisziplinen wohl derzeit nur aus historischen Gründen/zum Bedürfniserhalt.

    Ich denke auch, ein neues Bedürfnis wird man für z.B. Disziplin 2.52 nicht erhalten - die Annahme begründet sich leider auch daraus, welche unsäglichen, selbstgesetzten (!) Hürden die DSB-Landesverbände (BDS, BdMP usw. sind da aber auch nicht besser...) vor den Bedürfniserhalt gestellt haben.

    Im Grunde steht man beim Bedürfniserhalt mehr oder weniger immer vor dem gleichen Problem: ohne Waffe kein Wettkampf, ohne Wettkampf keine Waffe. Dieses Dilemma durchbricht man im ersten Schritt nur mit Leihwaffen, die aber im sinnvollen (Trainings-)Rahmen nur schwer zu bekommen sind.

    Für DSB-Schütz/-innen eine bittere Lösung: anderen Verband als den DSB wählen - im BDS kann man auch z.B. 7,65 Browning mit weniger als 100mm Lauflänge schießen und dabei wenn man wollte auch ein Reflexvisier nutzen.

    In manchen DSB Landesverbänden wird auch Ordonnanzpistole angeboten, aber das ist wieder eine ganz andere Disziplin.

    Wie könnte man 2.52 ohne passende Waffen denn wiederbeleben? Ich nehme an gar nicht, da der/die Verantwortliche im Verband keine Bedürfnisbescheinigung ausstellen wird. Da gebe ich AxelA recht.

    Entweder man macht im privaten Bereich ein Schnäppchen für ~1 Euro/Schachtel (so billig sollte der Preis schon sein, um das finanzielle Risiko, wenn man die ganze Stiege alter Munition nicht mehr sinnvoll verwenden kann und sie entsorgen muss, möglichst gering zu halten) oder kauft sehr gute Standardmunition für ~4 Euro/Schachtel (gibt es z.B. dort auch in kleineren Mengen sehr günstig -> http://sportschuetzenbedarf-weiss.de/Munition/KK-Mu…r/RWS-Club.html? )

    Wenn man sich mit dem Trefferbild der Munition nicht sicher sein kann, beschränkt man sich lieber auf Trockentraining oder Training mit Druckluftwaffen.

    Ich schieße ja nicht so gut, also brauche ich auch keine präzise Munition, ist ein schlechter Ratgeber.