Beiträge von Strindberg

    mein Wissen in Bezug auf Waffenversand durch Privatleute:

    1. DHL-Paketversand ist für Waffenteile laut DHL nicht ausgeschlossen

    2. das Gesetz fordert Rückverfolgbarkeit, sichere, feste Verpackung, die nicht (!) erkennen lässt, dass sich eine Waffe darin befindet

    3. Munition für die Waffe würde ich nicht mit in den Karton legen, selbst wenn sie getrennt von der Waffe ist

    4. es muss sichergestellt werden, dass der gewerbliche „Frachtführer“ die Sendung nur an einen Berechtigten ausliefert

    Das Ident-Verfahren steht Dir als nicht-gewerblicher-Versender nicht zur Verfügung

    ausserdem nimmt sich DHL, wie auch andere Paketdienste (DPD, Hermes etc.) ein sehr umfangreiches Ersatzzustellungs-Recht heraus - für den Versand von „Kanonen“ aller Art also auf klassischen Versandwegen an Privatadressen nicht wirklich geeignet

    was per DHL geht, ist der Versand von Waffenteilen (Schlitten runter, Trommel oder Verschluss raus etc.) an Waffenhändler und ausserdem an klassische DHL-/Postfilialen mit qualifizierten Mitarbeitern hinter einem Tresen über den nicht ebenfalls alkoholische Getränke oder Döner gereicht werden (weil Kiosk etc.) zur Abholung durch (auch private) Inhaber einer DHL-Kundenkarte. Das geht immer (Ausnahmen bestätigen die Regel) nur unter Vorlage eines Ausweises und der Kundenkarte.

    Und allen Verfechtern des „nur mit Waffenkurier“ kann ich entgegenhalten, dass ausgerechnet diese Waffenkuriere leider schon versagt haben, aber da, entgegen der insbesondere vom Gesetzgeber vertretenen Meinung, dass die unqualifizierte Bevölkerung höchstwahrscheinlich bei Zugriff auf Waffen zu deren Missbrauch neigen würde, alles dann doch noch wohlbehalten ankam, darf man die Kirche auch bei diesem Thema im Dorf lassen.

    Da die meisten Leute keine DHL-Kundenkarte haben, wird es dann doch eher ein Kurierdienst.

    Die hier z.B. fand ich gut:

    https://www.waffenversand-klose.de

    Die haben im Gegensatz zu Billiganbietern, die behaupten keine versteckten Kosten zu haben, tatsächlich keine. Der Billiganbieter für 18,99 will noch Extrakohle um z.B. das Paket überhaupt irgendwo abzuholen und ist dann damit plötzlich teurer als die seriösen Anbieter.

    Gerade bei Langwaffen sind Fragen nach z.B. „Volumengewicht“ etc. interessant, weshalb ich empfehle, den Versand nicht einfach im Internet ohne vorab klärendes Telefonat zu beauftragen.

    An Postboxen verschickt man Waffen und Munition bitte nie. Da fällt die die Vorlage von Pass/Ausweis ja naturgemäß aus, was unsicher ist.

    Diese Einschränkung habe ich in der Kurzzusammenfassung für die Rechtsschutzversicherung (RSV) des BDS nicht herausgelesen, sondern für die auf derselben website angegebene Haftpflichtversicherung, also der jeweilige beschreibende Text für die jeweilige Versicherungsart.

    Die RSV des BDS hat aber andere unter dieser Versicherungsart genannte Ausschlüsse bei denen ich nicht weiss, was sie in der Praxis bedeuten (z.B. “nicht versichert sind die Vorgänge vor einer Behörde vor Erlass eines Bescheid”), aber als nicht-Kenner der Materie habe ich da sowieso das Problem, dass ich die von den Verbänden angebotenen bzw. in deren Mitgliedschaft enthaltenen RSV kaum bzw. nur schwerlich vergleichen kann.

    Ich habe aber den Eindruck, dass es durchaus Sinn macht, auch bei einer BDS-Mitgliedschaft mit entsprechender RSV die Verwaltungs-RSV des DSB zu besitzen, da man dort z.B. einfach mit dem “Zahlungsbeleg” zu einem Anwalt gehen kann und der Rechtsschutz nicht eventuell dadurch entfällt, weil, was für mich beim BDS vorstellbar ist, man nicht die Vorgabe eingehalten hat, vorab eine Schadensanzeige beim BDS aufzugeben.

    Wie umfangreich ist denn der Verwaltungs-Rechtschutz beim BDS?

    Und konkurrieren die Versicherungen des DSB und BDS, so dass sie sich sogar sinnvoll ergänzen oder würde bei Problemen mit einzelnen Waffen nur genau die Versicherung des Verbandes zum tragen kommt, der die spezifische Bedürfnisbescheinigung zu einer Waffe ausgestellt hat?

    Oder anders gefragt, ersetzt die Standard-Rechtschutzversicherung des BDS vollständig die Gruppenversicherung des DSB?

    Bei 20mm und weniger Streukreis steigen die Kosten für Munition und deren Beschaffung (An- und Abreise, Ausschießen etc.) im Vergleich zu einer einfacheren Auswahl, bei der man sich einen Test anschaut, anhand dessen einige Schachteln kauft und deren Verwendungsfähigkeit testet, erheblich an.

    Ohne den Zeitaufwand einzurechnen kann man so für jeweils 10000 Schuss entweder z.B. 2000 Euro oder 800 Euro bezahlen.

    Mir ist z.B. die zuverlässige Funktion, das Schussverhalten und die anzunehmende Präzision nach Tests durch andere Schützen und der daraus abzuleitenden Sicherstellung der gleichmäßigen Produktion und damit eingegrenzten Serienstreuung durch Tests und Qualitätsmaßnahmen des Herstellers wichtig.

    Ich behaupte auch mit dieser Munition hält man dann zuverlässig die Zehn.

    Und wenn man nun anführt wie sich die unterschiedliche Streuung von Munition ergibt und dass darauf auch die Mine aus der das Blei kommt Einfluss hat und dass nicht bei jeder der industriell gefertigten Waffen, bei der die Passungen so präzise sind, dass Teile untereinander getauscht werden können, die Laufschwingungen identisch sind, dann muss ich sagen erinnert mich das langsam mehr an Voodoo als an Praxisnähe.

    Wenn das keine Beiträge zum 1. April waren, dann werfe ich ein, dass auch die Aufbewahrung der Munition, deren Einsatztemperatur, wie weit sie schon gealtert ist, die Temperatur der Waffe, des Magazins und der Luft, deren Dichte und wegen der Corioliskraft auch die Flugrichtung des Geschosses entscheidenden Einfluss auf die Streuung haben.

    Ach, ich mache mir da insbesondere als Pistolenschütze nicht so einen Aufwand, aber zugegeben, mit meinen 520 Ringen bin ich nicht der Maßstab für top-Schützen die jahrelange Arbeit nicht wegen ein paar gesparten Euro zunichte machen wollen.

    Maßgeblich ist die Leistung die man erreichen möchte - die angestrebte Qualifikation zur Landesmeisterschaft ist etwas anderes als die Teilnahme an einem Worldcup.

    Wie wäre es bei Deinem Munitionstest mit weiteren Sorten?

    Die Lauflänge Deiner SSP ist mit 153mm nahezu identisch mit der Lauflänge der AW93.

    Die SK Pistol Match kämen der bislang von Dir verwendeten und von Dir als für Deine SSP als zuverlässig beurteilten CCI in der v0 wahrscheinlich näher als die SK Standard Plus.

    siehe https://meisterschuetzen.org/frilans/22lr/09/index.html

    (den link muss man kopieren und selber in der Adresszeile des browsers einfügen - wie üblich verstümmelt die Forensoftware den link)

    Ich habe heute die AW93 mal geschossen und muss sagen ist echt gewöhnungsbedürftig, da ich sonst die Hämmerli schiesse vom Verein. Ich treffe mit der Hämmerli echt ganz gute aber heute mit der AW93 habe ich so gut wie nichts getroffen. Woran kann das liegen?

    Was denkst Du, woran es lag?

    Was war gewöhnungsbedürftig oder sogar vollkommen inakzeptabel?

    Was beschreibt Deine Aussage, dass Du so gut wie nichts getroffen hast? Du hast die Treffer nicht auf der Scheibe gesehen, aber vielleicht lagen sie unerkannt im Raum („unendliche Weiten...“) zusammen?

    Oder die Treffer waren auf der Scheibe weit verteilt (wie weit und was wäre überhaupt weit verteilt?) obwohl das Visierbild durchgehend sehr zufriedenstellend war und sich da auch mechanisch nichts verstellt hat (kein Witz, die Kimmenbreite der AW93 kann sich durch die Erschütterung beim Schuss verstellen, da hilft aber genauso wie bei einem abfallenden Korn (auch kein Witz) ein halber Tropfen Schraubensicherungslack auf der Verstellschraube)?

    War es der unmögliche weil viel zu spezifisch und zu wenig allgemeingültig ausgefertigte Standardgriff, der Dir Probleme bereitete? War der Griff zu groß?

    Oder die Lage des Abzugszüngels unpassend?

    Oder war, was nie auszuschließen ist, schlicht die Waffe defekt und hätte so oder so gestreut? Vielleicht auch weil die Munition nicht zur Waffe passte?

    Fragen über Fragen, aber das meiste davon kannst eigentlich nur Du beantworten.

    habt ihr eine Empfehlung für mich?

    Wieder von oben anfangen und die Beiträge in diesem thread, die empfohlenen und weitere Artikel lesen ;)

    Hämmerli 280 heute noch brauchbar im Wettkampf?

    Für mich in Preis und Leistung und dabei mit passablem Aussehen (ja, es soll Freude bereiten, in den Waffenschrank zu schauen) bislang ungeschlagen ist die Hämmerli 208S. Nicht wirklich geeignet für Schnellfeuerpistole, aber bis zu Standardpistole ist man damit auch entgegen anderslautender Aussagen ganz klar konkurrenzfähig.

    Das Zerlegen der Waffe ist machbar aber wegen der Visierbrücke aus Sicht eines Praktikers eigentlich Murks bzw. freundlich gesagt mit Kompromissen verbunden, aber das trifft auch auf die Hämmerli 280 und viele andere auch topmoderne und hochgelobte Waffen zu.

    Die galvanisch verkupferten und die Vollmantelgeschosse in 9 mm sind in der Zielballistik unterschiedlich. Wenn man mit Vollmantelgeschossen auf geringe Entfernung auf Stahlplatten schießt, fliegen einem durchaus schon mal die aufgeplatzen Geschossmäntel um die Ohren, deswegen sind die Vollmantelgeschosse da auch durchaus untersagt.

    Bei sehr hohen sich schnell entwickelnden Gasdrücken wie ich sie bei 9x19 annehme ist in meiner Vorstellung die Führung des Geschosses eher nicht optimal da die Züge auf das weiche Blei auch eine abscherende Wirkung haben könnten als dass sich das Geschoss wie gewünscht nur in eine Vorwärtsbewegung mit Drehung versetzen lassen würde.

    .32 Wadcutter für Scheibenlaborierungen könnten verkupfert oder gefettet ebenbürtig sein.

    Leider gab es sogar schon einen Käufer der sich bei mir beschwert hat, dass egun die Preise hochtreibt. Der Mensch hatte wohl wenig einsehen darin, dass er eigenverantwortlich ein Maximalgrbot eingegeben hatte und andere Bieter das Teil auch gerne haben wollten.

    Bei egun kann man also Diskussionen haben, die einem beim Verkauf an einen Händler wahrscheinlich erspart bleiben.

    Es hat halt alles seinen Preis.

    eGun ist schon die Plattform auf der man seine Artikel für den höchstmöglichen Preis verkaufen kann.

    So ist es, und das ist das Erfolgsmodell von egun genauso wie es das von ebay war.

    Wenn ich mich an die prä-Internet und prä-egun-Zeiten erinnere, dann gab es da für den Verkauf von z.B. Feuerwaffen nur die sehr eingeschränkten Möglichkeiten seine Waffen über Annoncen z.B. im DWJ, Aushänge in Vereinen, vielleicht sogar Auktionshäusern oder, und das war der mir bekannte, übliche Weg, die Waffen Händlern auf Messen oder in deren Ladengeschäften anzubieten.

    Bei den Preisen die man über die Kanäle früher erzielen konnte heule ich nicht über das was heute möglich ist.

    In der Kette derjenigen, die sich bereichern, sind auch heute so wie früher Leute mit dabei, die von den Kuchenstücken, die sie sich abschneide,n in Summe ganz gut leben können, aber die Gebühren finde ich heutzutage, im Vergleich sogar günstiger.

    Und wie gesagt, groß geworden ist egun genauso wie ebay, weil man dort Preise erzielen konnte und kann, die weit über dem lagen und liegen, was man über die bis dahin möglichen Verkaufsmöglichkeiten erzielen konnte.

    Wenn ich heutzutage einer Familie eines Schützenkameraden (sozusagen ehrenamtlich und sehr zeitaufwendig!) helfe, den höchstmöglichen Preis für die Waffen zu erzielen, die abgegeben werden, dann wird einerseits geschaut, was man im Verein verkaufen kann (die Preise orientieren sich an den Verkaufspreisen bei egun, aber Mondpreise werden ausgefiltert) und andererseits gibt man richtig gas bei egun um für den Rest, der den Großteil der anzubietenden Sachen stellt, weil im Verein nur vergleichsweise wenig weggeht, den höchstmöglichen Preis zu erzielen.

    Die ach so fiesen Glücksritter die zu unverschämten Schnäppchenpreisen Waffen kaufen, sind, zumindest was mich betrifft, nicht unbedingt die Typen die dann gleich wieder teuer verkaufen - ich habe die meisten Schnäppchen an Nachwuchsschützen weitergegeben die dabei geblieben sind und noch heutzutage zwar nicht bei Olympia aber erstaunlichewrweise nicht minder glücklich damit schießen -- was ich nicht weitergegeben habe, damit schieße ich selbst :)

    Und die Schützen die mir die Sachen zu Schnäppchenpreisen verkauft haben, was soll ich da sagen, die haben sich sogar bei der teilweise wahrnehmbaren Trauer, die Waffen abzugeben, ersichtlich darüber gefreut, dass die Waffe in die Hände eines Nachwuchsschützen mit leuchtenden Augen geraten sind. Ok, das klingt schon zu schön um wahr zu sein und eher nach Groschenroman, also zurück zur Eingangsfrage.

    Wenn Du das LG400 auf egun.de oder auctronia.de per Auktion anbietest, ohne dass Du viele sehr gute Bewertungen für andere bereits hochpreisig verkaufte und noch einsehbare Artikel besitzt, dann wird es wohl erfahrungsgemäß leider eine finanzielle Enttäuschung für Dich werden und irgendjemand anderes wahrscheinlich ein Schnäppchen mit dem Kauf machen.

    Meine Empfehlung wäre da, nichtsdestotrotz den Verkauf selber über egun zu organisieren und die Waffe per Sofortkauf anzubieten. Da sind die Gebühren tatsächlich unverschämt hoch, aber Du und nicht die eher kleine Anzahl der risikobereiten Bieter bestimmt den Preis.

    Schau einfach vorher was für Preise vorrangig gestandene Händler mit gutem Leumund (guten Bewertungen) erzielen.

    Egun empfehle ich insbesondere deshalb, da auch viele Käufer aus dem Ausland bei egun stöbern und mitbieten.

    Insbesondere Druckluftwaffen habe ich schon in viele europäische Länder verkauft. Den Versand wickelt man dann über eine etwas teurere Spedition ab, was man bei freien Druckluftwaffen zumindest innerhalb der EU auch selber in die Wege leiten kann, weil man nicht den ganzen Schreibkram, der beim Verbringen von Feuerwaffen anfällt, organisieren muss oder ungeahnte Stolpersteine auftauchen.

    Die oft als unersättlich wahrgenommenen Händler, die beim Ankauf als viel zu niedrig empfundene Preise aufrufen, finde ich übrigens gar nicht mal in jedem Fall so abgehoben. Wenn ich mir überlege, wieviel Stunden ich da oft genug in Gestaltung und Abwicklung von Auktionen hineingegeben habe und welchen Aufwand es z.B. macht, ersteinmal einen geeigneten Karton für eine Langwaffe aufzutreiben und diese Präzisionswaffe noch so sicher zu verpacken, dass sie auf dem Transport keinen Schaden nimmt, wenn der Karton z.B. von der Verladerampe auf einen Betonboden fällt, dann passt das schon, wenn ich mir das ersparen kann. Aber für Freunde, Angehörige von Schützen und den Verein macht man das ja doch gerne, weil dann das Geld sozusagen in der Familie bleibt.

    Eine sehr hochpreisige Waffe wie Du sie anscheinend hast, könnte man aber auch einmal zum taxieren Firmen wie z.B. http://hermann-historica.de in München anbieten. Die Antwort könnte interessant sein, aber wahrscheinlich sind es eher seltenere Feuerwaffen, die dort auch für den Verkäufer gute Preise erzielen - na wer weiss, vielleicht ist es aber auch für Dich interessant.