Beiträge von Strindberg

    Du meintest zu Meisterschaften sicherlich 20x2 (Scheiben x Schüsse). So kenne ich das auch. Es dient der sicheren Bestimmung der Treffer. Im Training, wenn es mir eher um Trefferlagen/-bilder geht, dürfen es auch mehr als 5 Schuss pro Scheibe sein. Auswertungen mit mehr als 5 oder sogar 10 Schuss pro Scheibe besitzen bei Luftpistole auf 10m aber erfahrungsgemäß ein hohes Potential für Fehldeutungen. In anderen Kombinationen mit vergleichsweise kleinen Löchern, großen Scheiben und (zumindest bei mir) großen Streukreisen wie bei Freie Pistole, sind auch 20 Schuss auf eine Scheibe kein Problem bei der Auswertung.

    Bei Bastian mit den von ihm geschossenen, engen Streukreisen mit der Luftpistole wäre eine zuverlässige Auswertung von 10 Schuss pro Scheibe für mich nicht mehr möglich. Sogar 5 Schuss pro Scheibe sind da für mich beim Auszählen eine Herausforderung.

    Wichtiger ist dass eine handwerklich ordentlich gefertigte Mündung auch in diesem Zustand bleibt

    So ist es. Ich hatte an einer stark streuenden Freien Pistole, bei der die Mündung anscheinend mit einem simplen Senker für Handbohrmaschinen vermurkst worden war, keine der üblichen, sternförmigen Schmauchspuren erkennen können.

    Nachdem die Krone mit einem axial geführten Mündungssenker neu angefertigt wurde, schoss die Pistole sehr präzise und an der Mündung waren wie erwartet an der Position der Züge sternförmig ausgeprägte Schmauchspuren zu sehen.

    Ob die Mündung in einem Winkel von 60, 90 oder 100 Grad angesenkt wurde, weiss ich nicht mehr. Da die Mündung ziemlich vermurkst war, wurde aber mit sicherlich 1mm Tiefe verhältnismäßig stark angesenkt.

    Die Idee eine eigene Waffe zu erwerben ist gut, mit wenigen Abstrichen könnte es auch eine Gebrauchtwaffe sein?! Oder ist die sowieso schon angedacht?

    Da gebe ich dann den anderen Foristen recht, die sich fragen, wie denn das Geld im Detail angelegt werden würde. Immerhin gibt es ja bei den potentiellen Spendern einen riesigen Erfahrungsschatz, der einerseits gehoben werden möchte und andererseits gehoben werden sollte.

    Angaben zu Details wo die Reise hingehen soll und wie, auch daran dürften die Spender sehr interessiert sein.

    Eine Schützenpatenschaft wird sich bei der Motivation des Spenders nur im Betätigungsfeld von z.B. den Bereichen Musik, bildende Kunst, Literatur etc. unterscheiden.

    Katja Triebel hat eine Petition gegen die vom Bundesinnenministerium (BMI) am 9.1.2019 vorgeschlagene Umsetzung der EU-Waffenrichtlinie gestartet. Der Vorschlag des BMI nutzt so gut wie keine der seitens der EU eingeräumten Spielräume sondern legt die EU-Richtlinie strenger aus als sie ist. Der Vorschlag des BMI wird von Fachleuten als unwirksam angesehen, um das von der EU-Richtlinie formulierte Ziel der Eindämmung des Terrorismus zu erreichen. Soweit mein Verständnis der Einwände von Frau Triebel und der zitierten Quellen.

    Zur Petition:

    https://www.openpetition.de/petition/onlin…m-9-januar-2019

    Acrylglas (Plexiglas) ist halt erheblich günstiger, lichtdurchlässiger, härter (kratzunempfindlicher) und meist auch witterungsbeständiger als Polycabonat (Makrolon), letzteres ist meines Wissens aber zäher und weniger spröde.

    Mein Favorit wäre Acrylglas, mir fehlt aber praktische Erfahrung in Bezug auf die Schussfestigkeit.

    Hier ein Video das die Frage der Vor- und Nachteile der beiden Materialien behandelt (ca. 10 Minuten, in englisch) https://www.youtube.com/watch?v=SyYxYuRiHVE

    (Nachmeldung)

    April 2019

    Luftpistole stehend frei

    89 + 83 + 87 + 91 = 350


    1. Serie

    Schuss 1-5: Waffe verkantet und Treffer schön schräg von unten links bis oben rechts.

    2. Serie

    Ich dachte immer mehr daran dass ich mich beeilen muss, da ich nur knapp 1/2h Zeit habe um 40 Schuss zu absolvieren - und die Treffer wurden zusehends schlechter... (ungleichmäßiges und unruhiges Visierbild und Abzug durchgerissen)

    3. Serie

    Nachdem ich zur Beruhigung meinen Stand gelöst, die hektischen Gedanken vertrieben und meinen Stand neu aufgebaut hatte, wurde es gefühlt wieder besser. Ich bin aber immer mal wieder mit dem Fokus von der Visierung auf die Scheibe gesprungen und das war nicht so gut...

    4. Serie

    Ich hab mich einfach voll auf die Atmung, Schussaufbau, die Position des Fingers am Abzug und das gleichmäßige Abziehen (danke Matze1965 ) und das Visierbild konzentriert, dann wurde mir noch klar, dass ich gar nicht in Hektik verfallen muss und mich doch einfach mal auf mich selbst verlassen sollte, und et voilà hab ich doch noch so getroffen wie gewünscht.

    Bestellt hatte ich nur ein IZH Magazin, ein zweites mit defektem Magazingehäuse (teilweise nicht gesetzte Schweisspunkte) hatte ich für wenige Euro ich weiss es nicht mehr wo erstanden.

    Die Bestell-Quelle hat aber die Preise zwischenzeitlich ziemlich erhöht und nun kosten die Magazine dort fast 30 Euro. https://www.waffencenter-gotha.de/shop/Magazine-…8_140_2417.html

    Bei egun etc. sollte es die Magazine erheblich günstiger geben, aber man muss dann Zeit und Geduld mitbringen. Günstig kauft man da im Sommer oder wenn einem der Zufall hold ist.

    Die Verwandtschaftsverhältnisse zwischen der Feinwerkbau AW93 und der sowjetischen später russischen „Baikal“ IZH35 (auch ISch-35) hat Carcano schon einmal gut beschrieben Erfahrungen mit der Baikal IZH35 ?

    Was liegt da bei Experimentierfreude und inzwischen beeindruckend gestiegenen Preisen für die Magazine von Feinwerkbau näher, als zu testen, ob die Magazine der IZH-35 ebensogut in der AW93 funktionieren.

    Kurz gesagt, es geht anstandslos. Und für den aktuellen Neupreis des Magazins von Feinwerkbau von ca. 80 Euro gibt es vier neuwertige Magazine aus Ischewsk.

    Man muss halt ein wenig bastelafin sein und am Magazinboden etwas von der vorstehenden Kunststoffnase abschneiden, -sägen oder -feilen.

    Der schmale Magazinknopf ist dem an den ersten AW93-Magazinen sehr ähnlich und drückt ebenso wie bei AW93 ohne automatischen Schlittenfang auch bei AW93 mit automatischem Schlittenfang den Schlittenfanghebel nicht (!) nach oben.

    Man könnte zwar einen, größeren Magazinknopf von neuen AW93-Magazinen montieren um den automatischen Schlittenfang zu aktivieren, aber der Knopf passt nicht ohne weiteres zu den IZH35-Magazingehäusen (umgekehrt geht es aber).

    Dafür müsste man dort den Schlitz für den Magazinknopf ein wenig verbreitern oder den Durchmesser des Schiebers vergrößern, was man z.B. lösen könnte, indem man um den Knopf des

    IZH-35 Magaznins eine dünne Unterlegscheibe (hart) auflötet.

    Wenn dann würde ich die Bearbeitung des Knopfes bevorzugen, aber ich nutze manchmal eine Notlösung, mit der sich auch verhindern lässt, dass nach dem letzten Schuss der Verschluss ungebremst auf den Bereich um das Patronenlager auftrifft: ich lade als erstes eine Pufferpatrone, die nach dem letzten Schuss vom Verschluss zugeführt wird und dabei den Verschluss erheblich abbremst.

    In Wettkämpfen verpönt bis verboten (es sind ja dann streng genommen 6 Patronen im Magazin), aber im Training schont es die Waffe.

    6 Patronen passen übrigens auch in das AW93-Standardmagazin mit großem Magazinknopf aber das Magazin passt nicht mehr vollständig in den Magazinschacht da der Knopf am Griffstück hängenbleibt.

    Schöner in Bezug auf Dauerhaltbarkeit ist natürlich die AW93 der zweiten Serie mit automatischem Verschlussfang (siehe Preis ok für Hämmerli 208? ) aber der automatische Verschlussfang lässt sich wie gesagt nur mit maximal 5 Patronen im Magazin nutzen.

    Die aktuellen eher scharfkantigen, filigranen Verschlussfanghebel der AW93 aus schwarzem Blech sind im Gegensatz zu den massiven Hebeln der zweiten Serie aber leider eine Zumutung.

    Mir fallen gleich mal zwei nicht ganz ernst gemeinte Anwendungsfälle ein:

    1. Zündversager kann man schnell mal wegrepetieren

    2. nach dem letzten Schuss wird gleich eine Pufferpatrone geladen, soweit man sie als erstes ins Magazin gesteckt hatte (da fällt mir ein, dass ich da mal was zu den Magazinen der AW93 schreiben wollte, falls die Waffe keinen automatischen Verschlussfang besitzt...)

    Die Fälle in denen technische Probleme mit der MG2 auftreten kann man ohne involviert zu sein wohl kaum quantifizieren, aber die Qualität des Kundendienstes scheint wiederholt mangelhaft zu sein.

    Mir wäre egal, dass die Firma MG und ihr Chef sehr engagiert sind, wenn im Ergebnis nicht absehbar ist, wann meine Sportsachen wieder bei mir sind.

    Das ist ein Punkt, der hier bei aller Fürsprache zugunsten des fortschrittlichen Produktes MG2 leider als ebenso nebensächlich abgetan wird, wie einige unausgereifte Konstruktionsmerkmale.

    Um die, wie immer wieder betont wird, Nachwuchsschützen vor Ungemach zu schützen, ist es aber vor einer Kaufentscheidung genauso relevant von Defiziten bei Matchguns in Kundendienst und Konstruktion zu wissen, so wie es bei älteren, nicht mehr hergestellten Produkten die fehlende Ersatzteilversorgungist ist oder auch bei neuen Produkten anderer Hersteller wichtig ist, davon zu erfahren, welche Nachteile z.B. ein nur eingeschränkt anpassbarer Griff mit sich bringt.

    Wer nun anmerkt, dass in diesem thread doch unverblümt alle Vor- und Nachteile genannt werden, dem möchte ich in Erinnerung rufen wie gerne in den letzten Jahren in diesem Forum die MG2 über den grünen Klee gelobt wird, während z.B. die KK-Pistolen von Walther und Feinwerkbau sozusagen als Waffen von Hinterwäldlern abgekanzelt werden. Wie subjektiv oder realistisch die Kritiken zu MG, FWB etc. sind, ist dann ohne Erfahrung mit den Waffen nur noch schwer einzuschätzen.